Der Mao-Mercedes rollt an

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Der Mao-Mercedes rollt an quantas
quantas:

Der Mao-Mercedes rollt an

 
21.08.05 15:04
#1

In der Schweiz sollen bald Autos aus China verkauft werden. Die Modellpalette reicht von stattlichen Limousinen bis zu viertürigen Kleinwagen ab 3500 Dollar

Nächstes Jahr stehen erstmals chinesische Autos in Schweizer Verkaufsräumen, etwa 30% billiger als vergleichbare Modelle. Auf die wirklich interessanten Angebote müssen die Kunden aber bis 2007 warten.

Daniel Hug

Auf dem Automarkt zeichnet sich ein neuer Preiskampf ab. Nach den Koreanern machen sich nun die Chinesen daran, ihre Wagen den Europäern zu verkaufen. «Die Behörden haben sich drei Monate Zeit gelassen - aber jetzt haben wir die europäische Zulassung für unseren Zhonghua», sagt Reiner Röthling von Euro Motors. Der Zhonghua ist eine Art Mao-Mercedes: eine stattlich wirkende, 4,88 Meter lange Limousine. Der 2,4-Liter-Motor basiert auf Mitsubishi-Technik.

«Wir werden den Wagen in der Schweiz Ende 2005 lancieren», sagt Röthling. Je nach Variante soll der Wagen im italienischen Giugiaro-Design 26 000 bis 31 000 Fr. kosten, inklusive Ledersitze, Klimaanlage und Einparkhilfe. Röthling sucht allerdings noch einen Vertriebspartner für die Schweiz. Seine Firma Euro Motors mit Sitz in Gibraltar ist in Fachkreisen unbekannt. Sie hat kein eigenes Distributionsnetz, aber einen Generalimport-Vertrag für Europa und die Schweiz vom chinesischen Hersteller Brilliance Jinbei.

Der Staatsbetrieb ist der grösste Hersteller von kleinen Nutzfahrzeugen in China, beschäftigt 35 000 Leute und produziert vor Ort für BMW die 3er- und 5er-Reihe. Deutsche Tester rümpfen allerdings die Nase über den Preisbrecher aus dem Reich der Mitte. Sitze ohne Seitenhalt, schlampige Verarbeitung, unzureichendes Fahrwerk, schwache Bremsen, lautet die Kritik. Einen weiteren Mangel haben die Chinesen behoben: «Zur Markteinführung wird der Zhonghua die Abgasnorm nach Euro 4 erfüllen, die ab 2006 für Neuwagen Pflicht ist», sagt Röthling.

Erst die Euro-3-Norm erfüllt der Geländewagen Landwind, eine Kopie des älteren Opel Frontera. Der Niederländer Peter Bijvelds verkauft den China-Jeep bereits in Deutschland. «In der Schweiz werden wir 2006 mit dem Verkauf starten», sagt Ron Zwaans von Landwind Bijvelds Europe. «Die Verarbeitung entspricht zwar noch nicht europäischem Niveau», gibt Zwaans freimütig zu, «der Preis allerdings auch nicht.» Die Allradversion soll in der Schweiz ab 18 750 Euro verkauft werden, das Basismodell ab 16 000 Euro. Nächstes Jahr will Bijvelds in Europa 3500 Wagen verkaufen.

Richtig losgehen mit den chinesischen Fahrzeugen wird es erst später, darin sind sich Branchenexperten einig. Vieles erinnert an die Anfänge der japanischen, später der koreanischen Autohersteller: Vor gut 40 Jahren starteten die Japaner in Europa mit reichlich skurrilen Modellen - heute ist Toyota weltweit die Nummer 2. Auch die Koreaner bekundeten zu Beginn Mühe mit der Qualität - heute halten sie 3,5% des europäischen Marktes.

Mit viel Unterstützung westlicher Hersteller haben die Chinesen in den letzten zwei Jahrzehnten eine bedeutende Autoindustrie hochgezogen. Letztes Jahr haben die rund 120 Hersteller im Reich der Mitte etwa 2,2 Millionen Autos gebaut - das sind etwa doppelt so viele, wie Italien herstellte.

Die Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC), mit 60 000 Leuten der grösste Hersteller im Land, will im Jahr 2007 schon über 1 Million Fahrzeuge verkaufen und bis 2010 unter die sechs weltweit grössten Hersteller vorrücken. Der Konzern operiert mit Tiefpreisen: Ein durchschnittlicher Arbeiter verdient bei SAIC 280 Fr. im Monat. Das Know-how konnte sich der aufstrebende Gigant in den letzten 20 Jahren in einem Gemeinschaftsunternehmen mit VW aufbauen.

Die Stadtregierung von Schanghai, die das SAIC-Konglomerat führt, agiert pragmatisch: Die Zusammenarbeit mit VW hat sie nicht daran gehindert, auch mit General Motors ein Joint Venture einzugehen. Die Parteifunktionäre kauften überdies Ssangyong, den viertgrössten Hersteller in Südkorea. Mit Ssangyong haben sie viel westliches Wissen erworben, denn die Koreaner besitzen Lizenzen für Technik und Motoren von Mercedes-Benz. Sie stellen damit einen Geländewagen her, der seit März auch in der Schweiz verkauft wird. SAIC hat aber auch Pläne, eine eigene Marke zu lancieren und im Westen zu verkaufen. «Es gibt Absichten, chinesische Autos von SAIC nach Europa und in die Schweiz zu exportieren», sagt Martin K. Parsons, Chef des Schweizer Importeurs von Ssangyong und Hyundai. Der Zeitpunkt der Einführung hänge vom Werk ab - «ich rechne damit in den nächsten 24 Monaten», so Parsons.

Die Marke mit den grössten Chancen ist aber vermutlich Chery: Die Staatsfirma aus der Provinz Anhui liegt in China bei den Zulassungen dieses Jahr hinter den westlichen Marken als erster chinesischer Name auf Rang sechs. Das hübsche Coupé/Cabriolet- Modell M14 sieht aus wie ein europäisches Produkt, genauer wie der Peugeot 307CC. Kein Wunder: Entwickelt hat den Wagen die italienische Designfirma Pininfarina. Doch Chery macht auch anderes: Ihr viertüriger Kompaktwagen QQ ist für 3500 Dollar auf dem Markt. Für diesen Preis erhält man in der Schweiz kaum eine Vespa. Chery will 2007 in den US-Markt einsteigen und hat Pläne für Europa: Eine Palette von sechs neuen Motoren ist bereits auf die Abgasnorm Euro 4 ausgerichtet. Die Offensive wird die traditionellen Hersteller nicht wegfegen, aber den Markt weiter aufsplittern: Die Europäer müssen sich noch stärker dem Prestige-Segment zuwenden, während den Chinesen ein bedeutender Anteil am Massengeschäft zufällt.

NZZ am Sonntag

Der Mao-Mercedes rollt an Tischtennisplattensp
Tischtennispl.:

#1

 
26.12.16 18:22
#2
>> ... soll der Wagen im italienischen Giugiaro-Design 26 000 bis 31 000 Fr. kosten, inklusive Ledersitze, Klimaanlage und Einparkhilfe. <<

Inklusive Ledersitze und EINPARKHILFE , das Angebot könnte bei Herrn

Alexander G. aus P.  

auf Interesse stoßen:  www.bild.de/regional/berlin/...knallchargen-46214672.bild.html
Der Mao-Mercedes rollt an rotgrün
rotgrün:

Gibt auch keinen Thread

 
26.12.16 19:05
#3
wo gewissen Leute beim Thema bleiben.
Merkels Plan 1) Plan A. wir schaffen das.
2) Plan B gibt es nicht,also greift Plan A.
Der Mao-Mercedes rollt an Tomkat
Tomkat:

ttp tat eine wette mit jp laufen! wenn er

 
26.12.16 19:08
#4
be ariva 2.5 millionen mal den namen gauland schreibt dann bezahlt jp im die hirntransplantation.

das sollte motivation genug sein ... go ttp ... gooooo!
Der Mao-Mercedes rollt an Tischtennisplattensp
Tischtennispl.:

#3

 
26.12.16 19:11
#5

In allen Beiträgen ging es bisher u.a. um Ledersitze. Nur bei dir nicht.
Der Mao-Mercedes rollt an Tischtennisplattensp
Tischtennispl.:

#4

 
26.12.16 19:14
#6
Ist das deutsch?

 >> ttp tat eine wette mit jp laufen! << ?
Der Mao-Mercedes rollt an Tomkat
Tomkat:

nein sorry das war

 
26.12.16 19:15
#7
kanack :)
Der Mao-Mercedes rollt an Tomkat

hier in hochdeutsch

 
#8
ttp hat mit jp eine wette zu laufen ...
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