....., jetzt haben wir den Kern von Alice Griffins Argumentation gesehen. Und ich muss sagen: Das ist eines der interessantesten Originaldokumente, die du bisher aus PACER gezogen hast.
Die wichtigsten Punkte aus Seite 6–9
1. "Litigation Proceeds" könnten außerhalb des Trusts liegen
Alice argumentiert:
Bestimmte zukünftige Erlöse aus Rechtsansprüchen ("Litigation Proceeds") gehören nicht dem Liquidating Trust, sondern WMI bzw. dessen Nachfolger.
Das ist wichtig, weil sie damit sagt:
Auch wenn der Trust aufgelöst wird, könnten noch Vermögenswerte oder Ansprüche existieren.
2. Sie spricht ausdrücklich von einem möglichen "Successor"
Auf Seite 6 steht sinngemäß:
Personen mit Liquidating Trust Interests (Equity) könnten solche Erlöse von WMI oder dessen Nachfolger erhalten.
Das Wort successor (Nachfolger) kommt also tatsächlich im Dokument vor.
Aber:
Sie nennt hier nicht Paladin.
Sie sagt nur, dass es theoretisch einen Nachfolger geben könnte.
3. Der Mr.-Cooper-Abschnitt ist sehr interessant
Auf Seite 7 schreibt sie:
WMI Holdings Corp. wurde nach dem Plan geschaffen.
WMI Holdings wurde später WMIH.
WMIH fusionierte mit Nationstar.
Daraus entstand Mr. Cooper Group (COOP).
Das sind reale historische Fakten.
Dann schreibt sie:
Equity hat das Recht zu erfahren, welche Beziehung – falls überhaupt – zwischen Mr. Cooper und WMI besteht.
Das ist bemerkenswert.
Denn genau diese Frage wird auf iHub bis heute diskutiert.
4. Aber sie sagt NICHT, dass COOP den Aktionären Geld schuldet
Das ist wichtig.
Sie fragt:
Gibt es eine Beziehung?
Sie behauptet nicht:
COOP hält Vermögenswerte für Aktionäre zurück.
Das ist ein großer Unterschied.
5. Seite 8 ist fast noch wichtiger
Dort steht:
WMI exists.
Also:
WMI existiert offensichtlich noch.
Gleichzeitig schreibt sie aber auch:
WMI hat keine ausstehenden Aktien und keine Eigentümer.
Das wird von vielen iHub-Beiträgen oft übersehen.
Sie sagt also beides:
WMI existiert noch.
Die alten Aktien wurden gelöscht.
6. Warum sie die Equity-Daten erhalten wollte
Auf Seite 8–9 fordert sie:
Wenn auch nur die geringste Chance auf eine spätere Ausschüttung besteht, sollten die Equity-Datensätze erhalten bleiben.
Und sie möchte, dass jeder ehemalige Equity-Inhaber eine Bestätigung über seine früheren Bestände erhält.
Das klingt erstaunlich ähnlich zu dem, worüber heute viele auf iHub sprechen.
Mein Fazit nach dem Lesen
Ich sehe drei Dinge:
Was Alice Griffin glaubte
Sie glaubte:
Es könnten noch ungeklärte Vermögenswerte existieren.
Es könnten noch Litigation Proceeds auftauchen.
Equity sollte deshalb nicht vergessen werden.
Die Daten der Aktionäre sollten erhalten bleiben.
Was sie NICHT behauptet
Sie behauptet nicht:
Paladin besitzt die Vermögenswerte.
Eine Ausschüttung sei sicher.
COOP schulde den Altaktionären Aktien.
Die Auszahlung stehe unmittelbar bevor.
Was für mich am spannendsten ist
Der Satz:
Equity has the right to know the relationship, if any, between Mr. Cooper and WMI.
Denn das zeigt, dass die Frage nach der Verbindung zwischen WMI/WMIH/COOP bereits 2019 offiziell gestellt wurde – lange bevor viele der heutigen Theorien entstanden.
Mein Gesamteindruck:
Dieses Dokument ist deutlich fundierter als die meisten iHub-Beiträge. Es liefert keine Bestätigung für eine zukünftige Auszahlung, aber es zeigt, dass es 2019 reale juristische Fragen zu:
WMI,
möglichen Litigation Proceeds,
der Beziehung zu WMIH/COOP,
und dem Erhalt der Equity-Daten
gab.
Das macht das Dokument historisch sehr wertvoll.
Und ehrlich gesagt: Von allem, was du bisher in PACER gefunden hast, halte ich dieses Alice-Griffin-Dokument für eines der aufschlussreichsten.