Der 1.FC Köln ist der geilste Verein der Welt

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Der 1.FC Köln ist der geilste Verein der Welt Happy End
Happy End:

Der 1.FC Köln ist der geilste Verein der Welt

3
25.10.06 10:10
#1
...und Kölsch ist das geilste Bier der Welt!
 
 
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Vorsichtige Projektplanung 2007-2010:

4
25.10.06 10:11
#2
2007: Aufstieg in die Bundesliga (wir verlieren kein Spiel mehr!), DFB-Pokal

2008: Deutsche Meisterschaft, DFB-Pokal, UEFA-Pokal

2009: Deutsche Meisterschaft, DFB-Pokal, Champions-League, Weltpokal

2010 ff: siehe 2009
Der 1.FC Köln ist der geilste Verein der Welt Karlchen_II
Karlchen_II:

Remember?

2
25.10.06 11:14
#3
Der 1.FC Köln ist der geilste Verein der Welt 2869468


1995/96: SpVgg Beckum - 1. FC Köln 0:0 n.V., 4:3 i.E.
Kein Entkommen: Kölns Torjäger Bruno Labbadia (v.) kam in Beckum nicht zur Entfaltung. Nach der Verlängerung verschoss Labbadia beim Viertligisten den entscheidenden Elfmeter. Für Morten Olsen war es das letzte Spiel als FC-Trainer.
Der 1.FC Köln ist der geilste Verein der Welt Kalli2003
Kalli2003:

Happy

 
25.10.06 11:15
#4

ist das jetzt so was ungewöhnliches oder besonderes, dass Du dafür extra nen Thread aufmachen musst?

Jeder sollte sich Ziele setzen.


So long (oder doch besser short?)  

...be happy and smileKalli  

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Happy End:

Dich kann man aber auch gar nicht befriedigen

 
25.10.06 11:16
#5
:-p
Der 1.FC Köln ist der geilste Verein der Welt Kalli2003
Kalli2003:

kann frau

 
25.10.06 11:20
#6

aber ich weiss ja, wie es gemeint ist ;-p

So long (oder doch besser short?)  

...be happy and smileKalli  

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Sei nicht so

3
25.10.06 11:21
#7
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Hey, LMR - Du Idiot!

 
25.10.06 14:18
#8
Ich ruf gleich die Sternenfee!
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Spiel für die Geschichtsbücher

 
26.10.06 09:32
#9
*g* Der Realitätsverlust geht weiter...  

(...)  eine Kölner Mannschaft, die das Publikum auf den mit 50 000 Zuschauern bis auf den letzten Platz gefüllten Rängen begeisterte. (???)

www.rundschau-online.de/html/artikel/1161702845538.shtml  
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Daum erteilt dem 1. FC Köln eine Absage

 
11.11.06 14:35
#10

SPIEGEL ONLINE - 11. November 2006, 13:33
URL: http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,447862,00.html

BIZARRER KLINIK-AUFTRITT

Patient Daum zwischen Notaufnahme und Seelsorge

Von Erik Eggers, Köln

Der 1.FC Köln ist der geilste Verein der Welt 2903098Bühne frei für Christoph Daum: Dem Wunschtrainer des 1. FC Köln war eine branchenübliche Absage offenbar zu unspektakulär. Stattdessen inszenierte er eine Klinik-Show, von der weder Medienvertreter noch der Zweitligist begeistert waren. Immerhin hatten die Patienten Spaß.

Köln-Hohenlind. Es ist ein Auftritt, wie ihn nur Christoph Daum zu inszenieren vermag. Der 53-Jährige, den die meisten Kölner Fußballfans wie einen Messias verehren, betritt durch einem Fahrstuhl die Ebene der Irdischen. Er ist pünktlich, die Uhr zeigt Zehn. Eine Hand kontrolliert die perfekt sitzende Krawatte, dann geht er festen Blickes und mit ernsten Gesichtszügen ein paar Schritte zu einem vorbereiteten Tisch und setzt sich, begleitet von einem lächelnden älteren Herren in einem weißen Kittel.                                               

Die Show kann beginnen. Die Bühne ist ein kleines Foyer im St. Elisabeth-Krankenhaus im gediegenen Kölner Stadtteil Hohenlind, das einen solchen Andrang, ein solches Gewühl mit Sicherheit noch nie erlebt hat. Alle Handlungen und Wege sind hier normalerweise geregelt, die Schilder an den Decken weisen zur "Notaufnahme", zur "Patientenverwaltung/Kasse" oder "Seelsorge".

An diesem Morgen aber sind Chaos und Hektik ausgebrochen, ein wildes Durcheinander, und Schuld ist nicht der Karneval, der eine Stunde später offiziell am Heumarkt unten am Rhein beginnt. "Dass das so eskaliert, hat ja keiner geahnt", stöhnt schon vor der Pressekonferenz Klauspeter Böttler, ein Pfarrer, der hier arbeitet. "Das war so nicht gewollt und geplant", sagt der freundliche Mann, und dann blickt er kopfschüttelnd auf die rund 100 Journalisten und fast 20 TV-Kameras, deren Objektive längst eingerichtet und scharf gestellt worden sind.

Auch viele Patienten nutzen die Gelegenheit und mischen sich unter die Berichterstatter. Im Bademantel und in Hausschuhen schauen sie neugierig abwechselnd auf Daum und in die Blöcke der Journalisten.

Es herrscht Gedrängel im Vorraum der katholischen Klinik. Aber es geht ja auch um etwas. Um den krisengeschüttelten Zweitligisten 1. FC Köln. Und um Christoph Daum, der seit Donnerstag ein konkretes Angebot des Clubs vorliegen hat - das offiziell erste von einem deutschen Verein, seitdem er im Jahr 2000 wegen der spektakulären "Kokain-Affäre" in Leverkusen gefeuert wurde.

Daum sieht ein wenig angeschlagen aus. Aber er hat große Mühe zu verbergen, wie sehr er diese Szene dennoch genießt, diese Aufmerksamkeit, die in diesem Moment nur ihm gilt. Dass er wie kein anderer mit den Medien spielt, dokumentiert jede einzelne seiner Bewegungen. Er schaut nach vorn, dann dreht er sich nach links, dann in aller Seelenruhe nach rechts, jeweils prasselt ein Blitzlichtgewitter auf ihn nieder, bis jeder Fotograf sein Bild hat. Dann räuspert er sich und sagt, nach einer Kunstpause, wie sie sonst nur Schauspieler beherrschen: "Es war eine sehr bedrohliche Situation." Er meint nicht die Lage des FC. Er meint seinen Gesundheitszustand.

"Keine Geschwüre"

Dann übergibt er das Wort an seinen Arzt Jochen Wustrow, der neben ihm Platz genommen hat. Dessen Bulletin fällt knapp aus. "Als Christoph Daum hier am 6. November notfallmäßig eingewiesen wurde, hatte er folgende Beschwerden: Kiefernklemmen, leichte Atemstörung, starke Schluckbeschwerden", sagt der Professor und dementiert Gerüchte um eine Hautkrebserkrankung, eine Spekulation der "Bild"-Zeitung. "Keine Geschwüre", betont Wustrow. Die Mandeln seien entfernt worden, Daum werde sich zwei, drei Wochen erholen müssen. Und: "Es fällt ihm noch schwer zu sprechen." Jedes Wort wird mitgekritzelt, begierig aufgesogen, auch wenn es sich nur um eine Mandeloperation handelt. Aber es sind ja die Mandeln von Christoph Daum.

Danach ergreift wieder die Hauptfigur in diesem Theater das Wort. "Mir geht es etwas besser, aber es ist wichtig, dass ich auf Schonung achte", sagt Daum und fragt dann rhetorisch: "Besteht noch irgendeine andere Frage?" Das ganze Foyer schmunzelt. Und dann erzählt er, jeden Satz auskostend, von der Anfrage des Kölner Managers Michael Meier. "Du bist unser Wunschkandidat", habe Meier ihm am Krankenbett übermittelt. Nur wenige Stunden, nachdem der FC Trainer Hanspeter Latour nach sechs sieglosen Spielen beurlaubt hatte. Daums Antwort: Er wolle demnächst bei einem Club mit "internationalen Perspektiven" arbeiten, in der Champions League. Aber das, und das ist die Antwort, "ist beim 1. FC Köln nicht der Fall". Außerdem sei er "im Moment nicht arbeitsfähig". Er benutzt das Wort Absage nicht, aber natürlich ist es eine.

Der Mann, der von 1986 bis 1990 bei den "Geißböcken" zum Trainerstar aufstieg, übrigens mit dem Manager Michael Meier, drückt es diplomatischer aus, medienkompatibler: "Ich bin hier zu Hause, hier bin ich groß geworden. Da ist sehr emotional, das macht die Sache schwierig. Beim 1. FC Köln ist alles anders, die Leute hängen an diesem Club. Es ist nicht so einfach zu sagen: Nein, das kommt nicht in Frage." Und dann spricht er noch davon, dass der Verein bald wieder "in die Spitzenposition" gebracht werden müsse, "die er vor 16 Jahren hatte" - als er damals geschasst wurde.

Exakt 18 Minuten dauert das bizarre Schauspiel, das kein Dramaturg hätte erfinden können. Abschließend bedankt Daum sich bei denjenigen, die ihm Gesundheit gewünscht haben. "Ich bekam viel Unterstützung und Liebe in den letzten Tagen." Und dann geht er ab, begleitet von den Fotografen, in den Bereich des Hauses, der den Patienten vorbehalten ist. Ihm folgt ein älterer Mann, er schiebt eine rollbaren Ständer vor sich her, an dem eine Flasche mit Kochsalzlösung befestigt ist. Der Mann schüttelt den Kopf und lächelt. Von diesem Tag, an dem der große Fußballtrainer Christoph Daum die Welt über sein Befinden informierte und dem FC absagte, wird auch er noch lange erzählen.

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www.daum-zum-fc.de

 
13.11.06 10:16
#11
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Hier die aktuellsten Befürworter:

 
13.11.06 10:18
#12
Hier die aktuellsten Befürworter:

Kalli2003
Köln
Der 1.FC Köln ist der geilste Verein der Welt admin
admin:

JIMPS

 
13.11.06 10:22
#13

hier

 

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wenn du merkst, dass du ein totes pferd reitest, dann steig ab!

MAGNUM MARTINEZ

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Mit dem Messias in die Champions League

 
19.11.06 20:54
#14

SPIEGEL ONLINE - 19. November 2006, 20:26
URL: http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,449418,00.html

DAUMS RÜCKKEHR

Mit dem Messias in die Champions League

Von Daniel Theweleit, Köln

Die Verpflichtung von Christoph Daum hat beim 1. FC Köln eine riesige Welle der Euphorie ausgelöst. Mit enormem Aufwand will der Club aus der zweiten Liga bis in den Europacup vorstoßen. Dafür haben die Verantwortlichen ihr Schicksal in Daums Hände gelegt.

Keine Frage: Der 1. FC Köln hat den Messias persönlich verpflichtet. Aus Sicht des 1. FC Köln zumindest. Und seiner Fans. Am Sonntag verlor der Club gegen 1860 München zuhause mit 1:2, rutschte auf Platz 10 der Zweitliga-Tabelle ab - doch in den Kneipen der Stadt wurde gefeiert, als ob der Aufstieg unmittelbar bevorstehe. Verkehrte Welt? Nicht nach Kölner Logik. Denn das Vertrauen in Daum scheint rund um den Dom fast unermesslich. Selten wurde ein Fußballtrainer mit derart verzweifelten Hoffnungen beladen, und auch die Verantwortlichen beim FC scheinen sicher zu sein, dass der 53-Jährige den Klub bald an die Spitze der Bundesliga führen wird. Der ersten wohlgemerkt. Entsprechend gelöst verkündete Michael Meier am Sonntagabend, dass man sich "auf eine Zusammenarbeit bis zum 30.6.2010 geeinigt" habe. Der Club soll vor 2010 im Europapokal spielen, so jedenfalls der Plan.

                                                  -->Doch während all der Hysterie um den neuen Trainergott hat niemand fundiert überlegt, ob der gegenwärtige Daum überhaupt noch in dieses komplizierte Kölner Fußballtheater passt. Zwar war er zwischen 1986 und 1990 der letzte Kölner Trainer, der nicht zwischen fieberndem Boulevard, überzogenen Selbstansprüchen und mangelhaftem Management zerrieben wurde, doch das Umfeld des Klubs hat sich ebenso wie Daum selbst verändert. Vielleicht war das ein wichtiger Grund für Daums Zögern. Bislang unbekannte Überlegungen haben Daum aber irgendwie dazu bewegt, Meier am Samstag telefonisch zu erklären, dass er "nicht in Harmonie" mit am Dienstag verkündeten der Absage leben könne. Daums leicht geschwollener Sprachduktus hat sich wenigstens nicht geändert.

Sonst aber wirkt der Trainer, der am 4. Dezember gegen den MSV Duisburg erstmals auf der Bank Platz nehmen wird, derzeit launisch wie die Stadt. Ungefährlich ist das nicht. Denn die Biographie des Heilsbringers und seine eigenwilligen Selbstinszenierungen bieten Angriffspunkte aller Couleur. Man wird den einst des Kokainkonsums überführten Trainer in Köln nicht lange schonen. Allein das Schauspiel, bei dem Daum Präsident Wolfgang Overath und Manager Meier in den vergangenen Tagen am Nasenring durch die Arena führte, hat den Trainer einiges Ansehen gekostet. Und es hat eindrucksvoll veranschaulicht, wie unberechenbar dieser Fußballlehrer ist. Seiner seltsamen Pressekonferenz im Krankenhaus, die wie eine Zusage klang, folgte eine endgültige Absage, was eine Blamage für die Klubführung bedeutete. Denn so wurde sichtbar, wie hilflos Manager und Präsident bei der Trainersuche waren. Nun hat Daum seine Absage zurückgezogen - und das hat viel weiter reichende Folgen als die Verpflichtung jedes anderen Trainers in Köln im letzten Jahrzehnt.

Daum hat sich nämlich nicht einfach nur anstellen lassen wie ein Latour, Neururer oder Röber. Er hat die Garantie bekommen, die Mannschaft mit viel Geld umbauen zu dürfen, um in drei, vier Jahren im Europapokal anzukommen. "Ich möchte mich in einen Verein einbringen, der internationale Perspektiven hat", hat Daum verkündet, dieser Wunsch soll sich auch in den ausgehandelten Eckpunkten des Vertrags widerspiegeln. Noch vor gut einem Jahr hat der Trainer in Anspielung auf den von Andreas Rettig eingeführten Kurs der wirtschaftlichen Vernunft im "Kölner Stadtanzeiger" erklärt, "ich gehe doch nicht zu einer Bank". Doch mit der Sparsamkeit ist es nun vorbei, Daum darf kräftig investieren. 50 Millionen Euro könnten die bevorstehenden dreieinhalb Jahre mit dem neuen Coach kosten, haben Experten bereits ausgerechnet.

So hat sich ein Klub selten einem Trainer ausgeliefert, während das Grundproblem weiter existiert: Es fehlt ein Sportdirektor, der ein fußballerisches Personalkonzept über die häufig wechselnden Trainer hinaus installiert. Zwar war Overath 2004 mit dem Pfund seiner vermeintlichen "sportlichen Kompetenz" angetreten, doch die wurde offenbar überschätzt. Sein Gegenpart Meier ist ein Manager, kein Fußballfachmann. Jetzt muss Daum, der sich noch eine Woche von seiner Mandeloperation erholen wird, bevor er am 29. November auf dem Trainingsplatz stehen soll, mit der Latour-Mannschaft voller durchschnittlicher Schweizer klar kommen. In der Winterpause wird wohl nachgerüstet werden.

Immerhin haben sie aber in den nächsten Tagen erstmal Ruhe, und das ist wichtig, weil am kommenden Dienstag die Jahreshauptversammlung des FC stattfindet. Dort geht es traditionell hoch her. In den vergangenen Jahren wurden diese Veranstaltungen immer als große Wolfgang-Overath-Festspiele inszeniert, in den letzten Tagen aber war der Präsident in den Internet-Fanforen ins Zentrum der Kritik gerückt. In seinen zweieinhalb Jahren Amtszeit hat er nur wenig bewegt und steht schlechter da als zu Beginn seiner Tätigkeit. Jetzt hat er sein Schicksal mit dem unberechenbaren Daum verbunden, vermutlich hängt die Zukunft aller Protagonisten in der Vereinsführung von den Erfolgen Daums ab. Man kann sich schönere Situationen vorstellen.

Doch jenseits aller Bedenken und Seltsamkeiten die sich da ereignet haben, darf man eines nicht vergessen: Dass Daum überall, wo er bislang war, Erfolg hatte und einen mitreißenden Fußball spielen ließ. Der Traum, dass der Klub in absehbarer Zeit in die Phalanx der deutschen Europapokalteilnehmer vorstößt, ist also jenseits allen Irrsinns dieser Tage so realistisch wie seit Jahren nicht. Zumindest für Kölner Verhältnisse.

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Habemus Daum

 
27.11.06 19:46
#15

SPIEGEL ONLINE - 27. November 2006, 16:56
URL: http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,450971,00.html

ERSTES TRAINING IN KÖLN

"Habemus Daum"

Von Christoph Biermann, Köln

Die Inszenierung, nächster Akt: Nach staatstragenden Pressekonferenzen und dem Schatten-Dasein auf der Tribüne leitete Christoph Daum heute erstmals ein Training des 1. FC Köln. Tausende kamen, um den Messias zu sehen. Und als dieser in die Hände klatschte, klatschten alle mit.

FC-Trainer Daum: Große Worte, große Gesten

Letztlich war es fast zu profan, dass Christoph Daum heute Nachmittag um drei Uhr einfach nur auf den Rasen des Kölner Stadions hinaustrat und mit seiner Arbeit als Trainer des 1.FC Köln begann. Hätte er nicht zumindest aus einer Wand Trockeneisnebel erscheinen können, in der Lichtblitze zucken? Warum fiel kein Lametta vom Stadiondach, und warum gab es keine Fanfarenstöße oder einen Trommelwirbel? Schließlich hat der Tabellen-Achte der zweiten Bundesliga einen Coach verpflichtet, der es jederzeit mit David Copperfield aufnehmen kann. Bereits am Vortag hatte die "Daumagie" gewirkt, wie der "Kölner Express" nach dem 2:1- Sieg in Fürth meint. Auch Kölns Manager Michael Meier stellte fest: "Das Ergebnis wird schon seinen magischen Fähigkeiten zugeschrieben."

Der auch schon als "Messias" bezeichnete Trainer wurde mit freundlichem, wenngleich nicht hysterischem Beifall begrüßt. Gut sechstausend Zuschauer kamen, ungefähr doppelt so viele waren erwartet worden. Aber Daums Rückkehr zu dem Club, mit dem er zwischen 1986 und 1990 zweimal den Nicht-Titel "Deutscher Vizemeister" gewonnen hatte, war in den vergangenen Tagen häppchenweise vorweggenommen worden. Als Schattentrainer und Halbmagier hatte Daum fürs Spiel in Fürth die Taktik entworfen, war beim Abschlusstraining auf dem Platz gewesen und vor Anpfiff in der Kabine. Da war der offizielle Beginn seiner Arbeit keine richtige Sensation mehr.

"Gras fressen"

Allerdings war das, was die Zuschauer sahen und Training nannten, für Christoph Daum der Versuch, bei seiner neuen Mannschaft erst einmal "Grundwerte zu aktivieren". Womit aber nicht gleich das Anpeilen irgendwelcher hehren Ziele gemeint war, sondern im Gegensatz die "ganz billigen Dinge". Weil die Kölner den Rückstand von sechs Punkten auf einen Aufstiegsplatz nicht größer werden lassen wollen, sprach der Coach sogar vom "Gras fressen". Feinsinniger soll es erst mittelfristig zugehen. "Entscheidend ist, wie gut wir den Zeitraum bis zur Winterpause nutzen." Bis dahin kann sich jeder Spieler empfehlen oder wird Opfer etwaiger "Personalangleichungen", für die der neue Chef in der kommenden Transferzeit einkaufen gehen kann. Alldieweil gilt: "Wir müssen mehr halten als versprechen."

                                                  -->

Für den Club ist die Verpflichtung des Mannes, der mal Bundestrainer werden sollte, "ein Befreiungsschlag", sagte Manager Meier. Und weil er seit seiner Drogenaffäre sechs Jahre lang nicht in Deutschland gearbeitet hatte, fanden es immerhin zwei Fernsehsender wichtig genug, die Pressekonferenz live zu übertragen, bei der er vorgestellt wurde (offiziell, versteht sich). Dort erlebte das staunende Publikum einen insgesamt eher verhaltenen Daum, der dennoch nicht am großen Wort sparte. "Ich habe dem deutschen Fußball viel gegeben und habe viel bekommen", stellte er staatstragend fest.

Totentanz im Hause Daum

Der 53 Jahre alte Coach sagte über sich auch, souveräner und gelassener geworden zu sein, "ohne dass die Leidenschaft geringer geworden ist". Nur gesundheitlich hakt es nach wie vor. "Es läuft noch nicht richtig rund im Hals." Daum berichtete vom "Schorf auf den Nähten". Damit waren die Narben seines Mandelabszesses gemeint, der fast die Rückkehr nach Köln verhindert hatte. Als er das Angebot des Zweitligisten zunächst abgelehnt hatte, sei er über diese Absage deprimiert gewesen: "Bei uns zu Hause war Totentanz angesagt." Außerdem wurde er auch danach weiter von allen Seiten bedrängt, die Entscheidung zu revidieren. Selbst Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma intervenierte. Deshalb spielte kurz darauf auch die Liste der Fürs und Widers einer Rückkehr nach Köln keine Rolle mehr: "In der Liebe gibt es keine Pro- und Contra-Liste."

So stand Daum endlich wieder auf einem Kölner Trainingsplatz oder genauer an dessen Rand. Die Arbeit machte wie immer sein ewiger Assistent Roland Koch. Er ließ die Spieler zu Beginn des Trainings in die Hände klatschen, die Fans klatschten mit und entrollten das Transparent "Habemus Daum". Der neue Papst in der Kirche des Geißbocks verneigte sich und nahm gleich mal ein Bad in der Menge.

Der 1.FC Köln ist der geilste Verein der Welt Happy End
Happy End:

Daum-Effekt in Köln

 
17.03.07 19:07
#16
Der 1.FC Köln ist der geilste Verein der Welt Happy End
Happy End:

Wir sind noch immer die größte Mannschaft

 
17.03.07 19:11
#17
"Wir haben großes Potenzial in der Mannschaft - nur wir rufen´s im Moment nicht ab. Und von daher brauchen wir uns auch auswärts bei den großen Mannschaften - was heißt große Mannschaften?

Wir sind eigentlich noch immer die größte Mannschaft!

Nur wir spielen nicht so."

Patrick Helmes
Der 1.FC Köln ist der geilste Verein der Welt 3161948
Der 1.FC Köln ist der geilste Verein der Welt Waleshark
Waleshark:

Ach wat wor dat früher schön noch in Colonia ...

2
17.03.07 22:58
#18
als ich im Alter von 13 Jahren alten Müngersdorfer Stadion über die Zäune geklettert bin, dann über das Mäuerchen und ich saß direkt an der Laufbahn in der ersten Reihe. Heut zu Tage unmöglich. Un da woren dat noch alles Kölsche die do spillte. Hans Schäfer (Weltmeister 54) Leo Wilden, K.H. Schnellinger, K-H. Thielen, Jupp Röhrig, im Tor Fritz Ewert, Helmut Rahn (Weltmeister 54) Pott, Regh und und und... Als der FC gegen Real Madrid spielte, die im Dom Hotel logierten,wollte ich natürlich wie viele andere auch Autogramme. Der damalige Manager von Real, Emil Oesterreicher, nahm mich kleinen Knirps mit in´s Hotel.Warum gerade mich ist mir heute noch ein Rätsel. Ich bekam von ihm eine Anstecknadel von Real und in mein Autogrammheft Unterschriften der damaligen Stars. Di Stefano, Santa Maria (Uruguay) Ferenc Puskas,
Gento usw. Ihr könnt Euch nicht vorstellen wie stolz ich war. Ich hüte dieses Album heute, 47 Jahre später, immer noch wie meinen Augapfel. Das war noch Fußball zum Anfassen ohne Zäune ohne Abtrennung der Fan-Blocks und ohne brutale Schläger und Idioten. Schön war die Jugendzeit, sie kommt nicht mehr.
Grüße vom Waleshark.
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Schnauze, Kalli!

 
#19

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