Demokratische Kultur

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Demokratische Kultur Karlchen_I
Karlchen_I:

Demokratische Kultur

 
18.10.05 18:11
#1
BUNDESTAG

Bisky verliert auch im dritten Wahlgang

Auch der dritte Anlauf hat nicht geholfen: Linkspartei-Chef Lothar Bisky hat es nicht geschafft, zu einem der Bundestags-Vizepräsidenten gewählt zu werden.

Berlin - Im dritten Durchgang bekam Bisky nur 248 Ja-Stimmen, während 258 Abgeordneten gegen ihn votierten. Damit verfehlte er die einfache Mehrheit des Plenums.

Im zweiten Wahlgang hatten nur 282 Abgeordnete für den Links-Politiker gestimmt, der damit wie schon im ersten Versuch die erforderliche Mehrheit von 308 Abgeordnetenstimmen verfehlte. "Wir sind alle wirklich schockiert", sagte Fraktionsvize Gesine Lötzsch dem Sender n-tv nach dem zweiten Durchgang.

Beim ersten Durchgang hatten lediglich 225 Parlamentarier für Bisky gestimmt. 312 votierten gegen ihn, 55 Parlamentarier enthielten sich. Bisky, 64, gehört dem Bundestag zum ersten Mal an und war bislang Vizepräsident des brandenburgischen Landtages.

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Soweit zum Thema ungeschriebene Regeln in der Politik. An Gerds Stelle würde ich jetzt wieder auf Kanzler machen - und mir nicht von den Schwarzen was vorheilen lassen über demokratische Regeln.
45 Beiträge ausgeblendet.
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Demokratische Kultur MaxCohen
MaxCohen:

Die kindischen Abstrafungsaktionen...

 
19.10.05 09:11
#47
... bei den Wahlen von Bisky und Thierse beweisen doch in erster Linie, wie tief der Frust bei den Rechten über die Ossis sitzt, und daß es der Union schlichtweg an Reife und Würde fehlt, dieses Land zu führen.






Grüße Max
Demokratische Kultur BeMi
BeMi:

Ich vermute mal, Max,

 
19.10.05 10:02
#48
daß der Frust bei der SPD größer ist.
Schließlich ist die "Linke" ihnen
seelenverwandt und nimmt ihnen wertvolle
Wählerstimmen ab.

Ciao
BeMi
Demokratische Kultur Wärna
Wärna:

ich weiß gar nicht warum sich alle so aufregen

 
19.10.05 10:31
#49
Fakt ist: Da ist ein Kandidat nicht gewählt worden. Das akzeptiert man in einer Demokratie. Punkt.

Nicht erst eine "Blockadehaltung" gegenüber einem bestimmten Kandidaten, sondern bereits das übliche vorherige Herumgeschachere um die Aufteilung der 6 Vize-Posten führt die "demokratische Kultur" ad absurdum. Da braucht niemand auf den anderen mit dem Finger zu zeigen.
Denn was hat das mit "demokratischer Kultur" zu tun, wenn alles vorher bereits ausgekungelt wird und hinterher nur noch pro-forma-Wahlen stattfinden?

Im Fall Bisky hat man die WASGPDS angeblich ins offene Messer laufen lassen, weil offenbar in den "Kungelrunden" vorher sie keiner gewarnt hat. Aber trotzdem - das ist nun mal ECHTE Demokratie: das Risiko, bei einer demokratischen Wahl evtl. auch NICHT gewählt zu werden. Also was soll die Aufregung?
Woher die vermeintlichen (Pseudo-)Ansprüche, nun ausgerechnet einen bestimmten Kandidaten einer bestimmten Partei durchzubekommen? Auch das hat wohl kaum was mit demokratischer Kultur zu tun.

Wieso wählt man nicht einfach 6 gute Kandidaten unabhängig vom Parteibuch? Es ist eine PERSONEN- und keine Partienwahl.

Und wozu braucht man eigentlich 6 (!) Bundestagsvizepräsidenten?
Meine Meinung: Einer reicht. Alle anderen 5 streichen!
Und dann nicht auskungeln, sondern einfach WÄHLEN.

Gruß
Wärna
Demokratische Kultur Pius
Pius:

Ossis

 
19.10.05 10:55
#50
wieso soll es hier um den Frust über die Ossis gehen?

Ossis ist mir zu Allgemein. Es geht meines Erachtens eher um den alten sozialistischen Kader, der sich hier als basisdemokratische Partei darstellt. Gestern bei den Nachrichten bin ich fast vom Sofa gefallen, als ausgerechnet die Feinde der Demokratie sich wegen des undemokratischen Verhaltens den Bundestages brüskierten. Ich bin nun wirklich kein Anhänger der Union, aber ich bin Demokrat durch und durch. Daher finde auch ich, dass bekennende Sozialisten demokratisch bekämpft werden müssen.
Demokratische Kultur J.R. Ewing
J.R. Ewing:

Volle Zustimmung, Pius! o.T.

 
19.10.05 11:04
#51
Demokratische Kultur Wärna
Wärna:

hast ja recht, aber

 
19.10.05 12:41
#52
siehe mein Posting 49.
Viel Lärm um nichts.

Gruß
Wärna
Demokratische Kultur Jabl
Jabl:

tja ich weiß auch nicht so recht

 
19.10.05 12:45
#53
ob ein Politiker mit Stasi-Vergangenheit nun ausgerechnet Bundestags-Vizepräsident werden sollte, wenn man bedenkt wie viele Polizisten, Zollbeamte oder Armeeangehörige deswegen ihren Job verloren haben.
Demokratische Kultur J.R. Ewing
J.R. Ewing:

Bekommt eigentlich ein Bundestagsvizepräsident

 
19.10.05 13:07
#54
höhere Diäten als ein normaler Abgeordneter?

Dann sollte man schon aus Kostengründen auf mindestens 4 der 6 Stellvertreter verzichten.

J.R.
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Demokratische Kultur Depothalbierer
Depothalbierer:

meinetwegen können sich diese ganzen wichser

 
19.10.05 14:40
#55
gegenseitig erschießen, das wäre wenigstens lustig.
Demokratische Kultur kiiwii
kiiwii:

SPD und Grüne geben Union die Schuld

 
19.10.05 15:37
#56
spiegel


SPD und Grüne geben Union die Schuld


Ratlosigkeit im Bundestag: Nachdem Lothar Bisky bei der Wahl zum Bundestagsvizepräsidenten gestern dreimal durchgefallen ist, will die Linkspartei jetzt den Ältestenrat des Bundestages einschalten. Derweil geben SPD und Grüne der Union die Schuld daran, dass Bisky scheiterte.


Berlin - Nach dem Scheitern ihres Vorsitzenden Lothar Bisky bei der Wahl zum Vizepräsidenten des Bundestages will die Linkspartei in einer Sondersitzung des Ältestenrats über die Personalie beraten. Das bestätigte Linkspartei-Sprecher Hendrik Thalheim heute: "Es gibt ein Schreiben an den Präsidenten, in dem das beantragt wird." Die Fraktion werde an der Kandidatur des 64-Jährigen festhalten. "Die Fraktion steht hinter Bisky, und Bisky will antreten", bekräftigte Thalheim die Position der Linkspartei.


Linkspartei-Chef Bisky: Keine organisierte Ablehnungsfront


Bisky hatte bei der Wahl zu einem der sechs Stellvertreter von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) gestern in drei Wahlgängen die erforderliche Mehrheit von 308 Stimmen verfehlt. Im letzten Wahlgang, bei dem die einfache Mehrheit gereicht hätte, hatte der Parteichef der umbenannten PDS 258 Gegenstimmen. Für ihn votierten 248 Parlamentarier.


In der Sondersitzung des Ältestenrats will die Linkspartei nach den Worten Thalheims auch einen Termin für den nächsten Wahlgang festlegen lassen. Die nächste Sitzung des Bundestags wird für November erwartet. Allerdings gibt es nach Angaben der Parlamentspressestelle dafür noch keinen Termin. Bis zur nächsten Plenarsitzung "ist genügend Zeit für eine Denk- und Handlungspause", sagte Thalheim.


Er ergänzte, Bisky sei im vorigen Jahr trotz seiner Spitzenposition in der damaligen PDS auch mit Stimmen aus der CDU zum einzigen Vizepräsidenten des brandenburgischen Landtags gewählt worden. "Da hat er als Vizepräsident deutlich gemacht, dass er sehr gut zwischen beiden Ämtern trennen kann", sagte Thalheim zu möglichen Befürchtungen, Bisky könnte es an der notwendigen Neutralität fehlen lassen.


Lammert rät zur rhetorischen Abrüstung


Als Konsequenz aus dem Fehlschlag hatte der neue Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) den Abgeordneten aller Parteien eine Denkpause bis zum nächsten Wahlgang empfohlen. Lammert riet allen Beteiligten zur "rhetorischen Abrüstung". Warum Bisky abgelehnt worden sei, könne er nicht beurteilen. Es gebe jedoch keine "organisierte Ablehnungsfront", sagte Lammert in der ARD.


Der wiedergewählte Bundestagsvizepräsident Hermann Otto Solms von der FDP empfahl der Linkspartei, die Kandidatur Biskys zu überdenken. Nach dem Kräfteverhältnis im Parlament steht der Partei ein Stellvertreterposten zu. FDP-Innenexperte Max Stadler sagte der "Netzeitung": "Ich teile die Linie meiner Fraktion, dass wir akzeptieren, dass die Linkspartei als Fraktion ein eigenes Vorschlagsrecht hat." Es sei "offenkundig", dass Bisky von Abgeordneten der beiden großen Fraktionen nicht gewählt worden sei.


Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Volker Boeck und der SPD-Politiker Stephan Hilsberg machten die Union für das Scheitern Biskys verantwortlich. "Ich kann nur an die Union appellieren, zu akzeptieren, dass sich jede Fraktion ihr Personal selber aussucht", sagte Beck der "Netzeitung". "Das war eine ganz klare Sache der Union", sagte Hilsberg der "Sächsischen Zeitung". Die Mehrheit der SPD-Abgeordneten habe Bisky gewählt. "Nur einige von uns werden ihn aus persönlichen Gründen nicht gewählt haben."


SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz reagierte mit Unverständnis. "Ich halte Herrn Bisky für einen respektablen Abgeordneten, insofern bedauere ich, dass er nicht gewählt wurde", sagte Wiefelspütz der "Netzeitung". Die Linkspartei habe zwar einen "Anspruch auf einen Vizepräsidenten", man müsse aber auch respektieren, wenn Abgeordnete "in einer geheimen Wahl von der Möglichkeit der Wahlenthaltung" Gebrauch machten. Wiefelspütz rechnet damit, dass Bisky in der nächsten Bundestagssitzung gewählt wird. "Ich gehe davon aus, dass wir den Konflikt kommende Woche lösen können." Er selbst habe Bisky drei Mal gewählt.


Göring-Eckardt findet Abstimmungsverhalten unfair


Die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt, die gestern selbst auf einen der Vize-Posten gewählt worden war, bezeichnete die Abklehnung Biskys als unfair. Die PDS solle dieses Votum nicht als Abstrafung ihrer Fraktion hinstellen. Göring-Eckardt vermutet hinter dem Scheitern persönliche Vorbehalte der Abgeordneten. Die Abstimmung habe gezeigt, "dass es mit Bisky offensichtlich Schwierigkeiten gibt", sagte Göring-Eckardt in der ARD.


Abgeordnete von CDU und FDP bestätigten dies durch ihre Aussagen. Der CDU-Abgeordnete Michael Fuchs begründete das Nein vieler Parteifreunde indirekt mit Biskys Kontakten zur DDR-Staatssicherheit. "Viele Kolleginnen und Kollegen haben Probleme mit Herrn Bisky, weil der Verfassungsschutz sich mit ihm beschäftigt hat", sagte Fuchs im ZDF. Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach sagte der "Berliner Zeitung": "Es ist völlig unbestritten, dass auch die Linkspartei einen Anspruch darauf hat, einen Vizepräsidenten zu stellen. Aber es gibt keinen Zwang, den jeweiligen Vorschlag der Fraktion auch zu akzeptieren."


Cornelia Pieper von der FDP erklärte den Widerstand gegen Bisky mit der Tatsache, dass die Linkspartei ausgerechnet ihren Parteichef für das Amt nominiert habe. "Ich glaube, dass das eine Mehrheit im Parlament auch befremdet hat", erklärte die FDP-Vize im ZDF.


Die Fraktion der Linkspartei hatte zuvor scharfe Kritik am Abstimmungsverhalten der Abgeordneten geübt. "Das ist nur die wabernde Wut der anderen gegen uns gewesen, die sich entladen hat", sagte Fraktionschef Oskar Lafontaine der "Sächsischen Zeitung". Die Abstimmung sei "völlig irrational" und "für das Parlament unwürdig" gewesen.


Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Linkspartei, Dagmar Enkelmann, sprach von einem "fiesen und unparlamentarischen Umgang", der Wahlkampfleiter der Partei, Bodo Ramelow bezeichnete das dreifache Nein gegen Bisky als "erbärmlichen Vorgang". Ramelow machte große Teile der SPD-Fraktion und der CDU/CSU-Fraktion für die Ablehnung verantwortlich. "Die einen in der SPD verübeln ihm die Kooperation mit Oskar Lafontaine und anderen früheren Sozialdemokraten, die anderen in der Union wollen ihre westdeutschen Vorurteile gegenüber Ostdeutschen pflegen", sagte Ramelow der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".




...ein sehr bemerkenswertes "Verständnis" von geheimen Abstimmungen im Parlament herrscht da bei der LINKEN (und auch bei der Frau Göring-Eckhardt) vor! Die scheinen alle noch in Volkskammer-Kategorien zu denken und nicht im westlichen Parlamentarismus angekommen zu sein.


Man muß es (grade unseren Neubürgern) immer wieder sagen:
Es gibt kein imperatives Mandat!



MfG
kiiwii
Demokratische Kultur Karlchen_I
Karlchen_I:

Demokratisches Verständnis ist meines

 
19.10.05 15:43
#57
Erachtens, seine Kritik offen zu erklären und nicht heimlich dazu eine geheime Abstimmung zu nutzen.
Demokratische Kultur kiiwii
kiiwii:

...grade dafür gibt es geheime Abstimmungen. Wie

 
19.10.05 15:49
#58
man mal wieder sieht, aus sehr gutem Grund !

Und mit Überraschungen muß man leben können.

Auch ein Herr Bisky wird es überstehen.
Selbst Frau Simonis lebt noch und ist jetzt UNICEF-Deutschland-Präsidentin geworden.

Andernfalls würde ständiger Gesinnungsterror herrschen. Und das kann nicht sein.

Karlchen, überdenke lieber Dein "demokratisches Verständnis"!



MfG
kiiwii
Demokratische Kultur kiiwii
kiiwii:

...und bedenke: Selbst Frau Merkel ist noch nicht

 
19.10.05 15:51
#59
gewählt....

Auch das muß man erst mal abwarten!


MfG
kiiwii
Demokratische Kultur WALDY
WALDY:

Herjeee...werden die Roten und die Grünen es nie

 
19.10.05 16:01
#60
R A F F E N ????


Hallo! Ihr geistigen Tieftaucher.
Eine Wahl ist dazu da das -der- mit den meisten
Stimmen gewinnt.

End und be happy.


Waldy



Ps.

Na ja ...nach dem was Gerd sich abgekniffen hat , von wegen er wäre/ist/bleibt der Kanzler,
kann ich das rot-grüne Fussvolk in ihrer verwirten Lage auch verstehn.
Heide war ja auch so'n glorreiches Beispiel!





*ggggg*



Ps.

& Gerd bleibt kanzler...KANZLER der Herzen!

 : ))))
Demokratische Kultur Karlchen_I
Karlchen_I:

Geistige Tieftaucher? o. T.

 
19.10.05 16:21
#61
Demokratische Kultur Schepper
Schepper:

Warum nicht? Wenns von einem

 
19.10.05 16:33
#62
geistigen Überflieger stammt ...
Demokratische Kultur Schepper
Schepper:

Demnächst in diesem Theater:

 
19.10.05 21:59
#63
neue Folgen mit Bisky ... *g*

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Mittwoch, 19. Oktober 2005
Ältestenrat angerufen
Bisky bleibt Kandidat

Nach dem dreimaligen Scheitern von Parteichef Lothar Bisky haben andere Fraktionen der Linkspartei die Nominierung eines neuen Kandidaten für das Amt des Bundestagsvizepräsidenten empfohlen. Die Partei besteht aber auf der Bewerbung Biskys und will ihm den Weg in einer Sondersitzung des Bundestags-Ältestenrats ebnen.

Nicht der Posten, sondern die Person

Die gewählten Bundestagsvizepräsidenten Wolfgang Thierse, Susanne Kastner, Hermann Otto Solms und Katrin Göring-Eckardt wie auch Vertreter von Union erkannten zwar den grundsätzlichen Anspruch der Linkspartei auf einen Stellvertreterposten an, begründeten die Nicht-Wahl am Mittwoch aber mit der Person Biskys. "Der herausgehobene Repräsentant der PDS hat eben das Vertrauen der Abgeordneten nicht gewonnen, und das muss die Linkspartei auch respektieren", sagte der FDP-Politiker Solms im Deutschlandfunk. Thierse riet der Linkspartei im RBB zu klärenden Gesprächen mit anderen Parteien, "um dann eine neue Entscheidung zu treffen". Der 64-jährige Bisky hatte am Dienstag in drei Wahlgängen die erforderliche Mehrheit verfehlt. Als Konsequenz empfahl der neue Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) den Abgeordneten aller Parteien, die Zeit bis zum nächsten Wahlgang, dessen Termin offen ist, für eine Denkpause zu nutzen.

"Die wabernde Wut der anderen"

Die Linkspartei reagierte empört auf den Ausgang der Abstimmungen und warf den anderen Fraktionen vor, ihr den Anspruch auf einen der sechs Stellvertreterposten Lammerts streitig zu machen. "Das ist nur die wabernde Wut der anderen gegen uns gewesen, die sich entladen hat", sagte Fraktionschef Oskar Lafontaine der "Sächsischen Zeitung". Die Partei will die Personalie nun in einer Sondersitzung des Ältestenrats des Bundestags zur Sprache bringen und auf der Bewerbung Biskys beharren. "Es gibt ein Schreiben an den Präsidenten, in dem das beantragt wird", sagte Parteisprecher Hendrik Thalheim und ergänzte: "Die Fraktion steht hinter Bisky, und Bisky will antreten." Ein Termin für die Sitzung steht noch nicht fest.

"Stasi-Vorwürfe gegen Bisky haltlos"

Solms sagte, wer in das Bundestagspräsidium gewählt werden wolle, müsse das persönliche Vertrauen der Mehrheit der Abgeordneten haben. Offenkundig habe Bisky dies nicht. Kastner sprach im NDR von Vorbehalten gegen Bisky, über die die Fraktionen noch einmal reden müssten. Es sei im Übrigen nicht gut zu spekulieren, von wem die Gegenstimmen gekommen seien. Führende Vertreter der Linkspartei wie Vize-Fraktionschef Bodo Ramelow hatten Union und SPD vorgeworfen, die Wahl Biskys verhindert zu haben.

Auch Bundestagsvizepräsidentin Göring-Eckardt (Grüne) und der stellvertretende Unions-Fraktionschef Arnold Vaatz begründeten das Scheitern Biskys mit dessen Persönlichkeit. "Viele Abgeordnete wollten Bisky als Person nicht", sagte Vaatz der "Mitteldeutschen Zeitung". In der Unions-Fraktionsspitze hieß es, die Stasi-Vorwürfe gegen Bisky und Zweifel an seiner Überparteilichkeit hätten ebenfalls eine Rolle gespielt.

Bisky war wiederholt beschuldigt worden, als Rektor der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg für die DDR-Spionage gearbeitet zu haben. Thalheim wies das als haltlos zurück und sagte: "Da ist nichts." Die Hinweise auf Bisky in den "Rosenholz"-Dateien über DDR-Spione bezögen sich auf dessen wissenschaftliche Arbeiten und enthielten Berichte über Dienstreisen in den Westen. "Als Rektor hat er auch dienstlichen Kontakt (zur Stasi) gehabt. Das ließ sich nicht vermeiden", sagte Thalheim. Überdies habe Bisky an der Hochschule in den 80er Jahren die Zensur abgeschafft. Eine Stellungnahme der Stasi-Unterlagenbehörde lag zunächst nicht vor.

Zudem wies Thalheim Befürchtungen zurück, Bisky könnte es als Bundestagsvizepräsident an der nötigen Überparteilichkeit fehlen lassen. Bisky sei 2004 trotz seiner Spitzenposition in der PDS auch mit Stimmen der CDU zum einzigen Vizepräsidenten des brandenburgischen Landtags gewählt worden. "Da hat er als Vizepräsident deutlich gemacht, dass er sehr gut zwischen beiden Ämtern trennen kann."

Adresse:
www.n-tv.de/591592.html
Demokratische Kultur zombi17
zombi17:

Ich möchte mal eine Frage stellen!

 
19.10.05 22:03
#64
Habt Ihr irgendeinen Vor- oder Nachteil wenn der Töffel 6ter Stellvertreter wird?
Ich bin sehr froh, dass es Euch sonst gut geht!!!!!
Demokratische Kultur Schepper
Schepper:

Ich möchte auch mal eine Fragen stellen

 
19.10.05 22:12
#65
Ist es völlig wurscht, wie die Machtverteilung
in Berlin vorgenommen wird oder hat das direkt oder
indirekt einen Einfluss auf unsere Existenz?

Im übrigen ist das Theater um Bisky eher erheiternd
und zeigt ganz deutlich, wie verklemmt und bigott
es unter unseren neu gewählten Abgeordneten zugeht.

Prosit





Demokratische Kultur zombi17
zombi17:

Die Politiker haben schon immer gemacht

 
19.10.05 22:14
#66
was sie wollten, das ist doch nun wirklich nichts Neues:-))
Demokratische Kultur Depothalbierer
Depothalbierer:

schepper , das war ein volltreffer.

 
19.10.05 22:23
#67
je mehr die sich gegenseitig volldüsen, desto besser.

wenigstens können sie in dieser zeit den bürger nicht durch neuen schwachsinn schädigen.
Demokratische Kultur johannah
johannah:

Ich erlaube mir mal zu behaupten,

 
19.10.05 22:31
#68
daß die in Berlin mittlerweile zu Möchtegernegestaltern geworden sind.

Es interessiert den Hund nicht mehr, wer da an seinem Schwanz rumzupft. Der globalen Entwicklung ist es wurscht welche der Regenbogenfarben in DE `das Sagen hat`.

MfG/Johannah

 
Demokratische Kultur zombi17
zombi17:

Ich habe heute den Lammer gehört!

 
19.10.05 22:34
#69
Den hätte ich auch gewählt, der ist anscheinend genauso genervt wie das Volk!
Nun lasst sie mal in Ruhe machen, meckern können wir wenn etwas auf dem Tisch liegt.
Demokratische Kultur kiiwii
kiiwii:

ja ja, Lammerland

 
19.10.05 23:41
#70
is der nicht auch aus Dinslacken ?


MfG
kiiwii
Demokratische Kultur BeMi

!

 
#71

Wahlkreis 141

Der neue Bochumer Bundestags-Wahlkreis Nr. 141 umfasst die Stadtbezirke Bochum-Mitte, Wattenscheid, Süd und Südwest.

Demokratische Kultur 2180280

Demokratische Kultur 2180280

Demokratische Kultur 2180280

 

Bundestagswahl 2005

Bundesland: NRW   

Wahlkreis: 141 Bochum I

ParteiErststimmenZweitstimmen
20052002 *)20052002 *)
 30.0 % 28.4 % 25.2 % 25.5 %
 55.7 % 57.0 % 49.2 % 52.0 %
 5.1 % 6.9 % 9.3 % 10.8 %
 2.4 % 4.8 % 6.6 % 7.2 %
 5.6 % 1.7 % 7.0 % 1.8 %
 1.2 % 1.2 % 2.7 % 2.7 %


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