Dem Internet gehen die "Hausnummern" aus

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Dem Internet gehen die "Hausnummern" aus

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Internet: Umstieg von IPv4 auf IPv6 - Was kommt auf Nutzer, Administratoren und Hersteller zu

Dem Internet gehen die "Hausnummern" aus  

VDI nachrichten, Düsseldorf, 11. 4. 08, jdb - Die 4 Mrd. Adressen des alten Internet-Protokolls Version 4 (IPv4) werden langsam knapp. Versuche, was passiert, wenn Verbindungen über IPv4 nicht mehr hergestellt werden können und der Rechner das neue IPv6 verstehen muss, gibt es derzeit gleich mehrere. Die regionalen Internet Registries (RIRs) drängen zum raschen Handeln.

Nein, es wird nicht sofort dunkel im Netz, wenn die letzte IPv4-Adresse beim Reseaux IP European (RIPE) in Amsterdam, dem für Europa und den Nahen Osten zuständigen Regional Internet Registry, gegen Mitgliedsbeitrag über den Ladentisch gegangen ist. Vielmehr wird der kleine Endnutzer zunächst nichts merken. Wer als Start-up-Unternehmen aber gerne eigene IP-Adressen haben möchte, dem muss das RIPE dann sagen: "Ja, wir haben viele Adressen, aber nur IPv6-Adressen."

Große Mobilfunkprovider haben genau diese Antwort angesichts der IPv4-Knappheit schon jetzt bekommen. Auch an eine Ausstattung von Autos mit eigenen IP-Adressen sei mit IPv4 überhaupt nicht mehr zu denken, sagt Gert Döring, IPv6-Experte der Münchner Firma SpaceNet.

SpaceNet bietet bereits seit mehreren Jahren IPv6-Adressen für seine Kunden an. Noch ist das Interesse verhalten, doch es nimmt zu. Seit kurzem gibt es nun auch IPv6-DSL-Angebote beim Wuppertaler Provider TAL.de und bei der Titan Networks GmbH in Hofheim. Während große Anbieter wie die Telekom noch zögern, machen die Mittelständler vor, wie es gehen könnte.

Mit einer IPv6-Adresse allein ist es allerdings leider nicht getan, weder für den IPv6-Endkunden noch für die Macher künftiger Killeranwendungen im Internet. Als IPv6-Insel in einem Meer selbstgenügsamer IPv4-Netzknoten und -Endgeräte ist der IPv6-only-Nutzer und der IPv6-only-Service-Anbieter von der Kommunikation abgeschnitten.

Gerade die großen Inhalteanbieter und Portale seien mit Blick auf künftige Kunden, die dann wirklich nur noch IPv6 verstehen, dringend gefordert, ihre Angebote nachzurüsten, sagt Hans-Peter Dittler, Geschäftsführer der Braintec Netzwerk-Consulting GmbH AG in Karlsruhe.

Als langjähriger Teilnehmer der IPv6-Arbeitsgruppen der Internet Engineering Task Force (IETF) lobt Dittler den gerade absolvierten ersten Test von Google-Ingenieuren mit einer IPv6-Ausgabe für seine Suchmaschine. Eigens für das zeitweise Abschalten von IPv4 beim jüngsten IETF-Treffen aus dem Boden gestampft, offenbarte das Portal aber auch die Beschränkungen. Praktisch keines der aufgeführten Suchergebnisse war über IPv6 zu erreichen.

Spätestens, wenn die nächste Generation von "Internet-Blockbustern" nur noch über IPv6-Adressen zu erreichen ist, wird auch der bis dahin noch ahnungslose Kunde beim DSL-Massenprovider fragen, warum er nun dieses Angebot nicht erreichen kann. Es dauert noch, bis es so weit ist, und wer in drei Jahren mit einem IPv6-Angebot startet, wird alles tun, um "zweisprachig" zu sein. Auf Network Address Translation (NAT) und auch mögliches Tunneln zwischen den Welten müssen sich Administratoren auf jeden Fall einstellen.


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IPv6 hat dann 340 Sextillionen ! Adressen... das sind, glaube ich, 36 Nullen...

oliweleid


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