Dax steht vor Kampf um 4 000-Punkte-Marke

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Dax steht vor Kampf um 4 000-Punkte-Marke bammie

Dax steht vor Kampf um 4 000-Punkte-Marke

 
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HB FRANKFURT. Der deutsche Leitindex wird am Montag nach Berechnungen von Banken und Brokern voraussichtlich unverändert bei 3 988 Punkten in den Handel starten. Zuletzt war der Preis für US-Leichtöl um zwei Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen. Händler sprachen von Vorratskäufen wegen der andauernden Hurrikan-Saison im Süden der USA. Zuletzt hatte der Wirbelsturm "Ivan" dort starke Verwüstungen angerichtet und das öffentliche Leben lahm gelegt. Börsianer warten nun auf die Schadenskalkulationen des weltgrößten Rückversicherers Münchener Rück.

Der Markt warte auf die US-Zinsentscheidung am Dienstag, im Vorfeld sei nicht mit großen Bewegungen zu rechnen, sagt ein Händler. Zwar könnten der anhaltend hohe Ölpreis und die Bereinigungen nach dem Verfall für etwas Abgabedruck sorgen. Nachhaltige Verluste seien jedoch unwahrscheinlich. Der Dax könne die Marke von 4 000 Zählern testen. Unterstützung gebe es bei rund 3 950 Punkten, so dass sich der Index zunächst in dieser Handelsspanne bewegen dürfte. Drei deutsche Handelshäuser indizieren den Index gegen 8 Uhr bei 3 985 bis 3 986 Zählern.

Der Ausgang der Wahlen in den Bundesländern Sachsen und Brandenburg, die voraussichtlich keine Machtwechsel aber ein Erstarken der rechtsextremen Parteien brachten, dürfte nach ersten Einschätzungen von Börsianern ohne größeren Einfluss auf die Kurse bleiben. Die Stimmenzuwächse der Parteien am Rand des politischen Spektrums, die vor allem ausländischen Anleger hätten verschrecken können, hätten in den Auslandsmedien verhältnismäßig geringen Niederschlag gefunden, sagte Heino Ruland, Marktanalyst beim Broker Steubing.

Die Rückversicherer könnten Händlern zufolge von einem Bericht der "Financial Times Deutschland" profitieren. Die Zeitung meldet, dass die ersten Verhandlungen auf dem Rückversicherer-Treffen in Monte Carlo keine spürbaren Preissenkungen für 2005 erkennen ließen. Eine Senkung der Preise sei aber von vielen Investoren erwartet worden. Daher könne dies nun positiv überrascht aufgenommen werden, sagt ein Händler. Vorbörslich werden Münchener Rück nahezu unverändert bei 82,75 zu 83,25 Euro gesehen nach 82,99 Euro am Freitag zum Handelsschluss.

Keine großen Auswirkungen dürften die Nachrichten zur Nutzfahrzeugbranche haben, sagt ein Händler. So habe unter anderem Daimler-Chrysler der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gesagt, dass sich die Nutzfahrzeugsparte auf maximaler Kapazität bewege. Allerdings boome die Sparte bereits seit Monaten, so der Händler. Vielmehr stehe daher die am Donnerstag beginnende Nutzfahrzeug-IAA im Blick. Neue Aussagen von dort könnten die Branche stützen. Marktteilnehmer nennen für Daimler eine Taxe von 35,30 zu 35,50 Euro nach 35,41 Euro am Freitag.

Die Andeutung einer höheren Dividende für 2004 könnte K+S stützen. Wie der Vorstandsvorsitzende Ralf Bethke der "Börsenzeitung" sagte, gibt es eine realistische Chance für eine nennenswerte Dividendenerhöhung im laufenden Jahr. K+S werden mit 33,72 zu 34,12 Euro getaxt nach 33,80 Euro.



Quelle: Handelsblatt.com


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