DAX-Schluss: Leichte Abschläge lustloser Handel

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DAX-Schluss: Leichte Abschläge lustloser Handel moya
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DAX-Schluss: Leichte Abschläge lustloser Handel

 
15.08.05 18:59
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DAX-Schluss: Leichte Abschläge nach lustlosem Handel

Der DAX notierte zum Handelsende mit einem Abschlag von 0,30 Prozent auf 4.922,34 Punkte. Belastet wurde der deutsche Leitindex von der weiter leicht abgebenden Wall Street und dem anhaltend hohen Ölpreis. Zudem war in einigen Bundesländern am heutigen Tag ein Feiertag, so dass das Handelsvolumen ebenfalls äußerst gering war und keine rechte Stimmung aufkommen konnte. So dümpelte der DAX am Nachmittag alles in allem lustlos vor sich hin.
Die Gewinnerliste wird am Abend von der Allianz-Aktie angeführt. Das Papier profitiert von positiven Analystenkommentaren. DaimlerChrysler hat scheinbar einen Notfallplan aufgestellt, mit dem der Absatz der Marke Mercedes wieder angekurbelt werden soll. Zusätzlich hat das Unternehmen scheinbar Probleme, die vakante Vorstandsposition bei der Marke Mercedes neu zu besetzen. Daher wird wahrscheinlich der neue Vorstandschef Zetsche diese Position vorerst kommissarisch mit übernehmen. Zum Handelsende gehört auch die DaimlerChrysler-Aktie zu den größeren Gewinnern im DAX.

Meldungen gab es am heutigen Morgen von Fresenius. So gab die Gesellschaft ihr Stimmverhalten für die außerordentliche Hauptversammlung der Fresenius Medical Care AG bekannt. Die Aktie gehört am heutigen Handelstag zu den größten Verlierern im DAX.

Die Commerzbank bestätigte zudem, dass es nun auch Ermittlungen gegen Verantwortliche des Kreditinstitutes sowie den Vorstandsvorsitzenden Klaus-Peter Müller gebe. Zudem hatte er in einem Interview mitgeteilt, dass derzeit keine Übernahmegespräche geführt werden. Folgerichtig ebbt die Übernahmefantasie bei dem Titel ab. Die Aktie notiert zum Handelsende allerdings dennoch im Plus.

Schlussstände (17:38 Uhr):

DAX: 4.922,34 (-0,30 Prozent)

MDAX: 6.769,86 (-0,16 Prozent)

Tagesgewinner: Allianz, Continental, Linde

Tagesverlierer: Fresenius Medical Care, BMW, MAN

Unternehmensmeldungen:

Der Gesundheitsdienstleister Fresenius AG (ISIN DE0005785638/ WKN 578563) gab am Montag sein Stimmverhalten für die außerordentliche Hauptversammlung der Fresenius Medical Care AG (ISIN DE0005785802/ WKN 578580) am 30.8.2005 bekannt.

Die Citadel Equity Fund Ltd. hat am 12. August 2005 einen Gegenantrag zu Punkt 1 der Tagesordnung der außerordentlichen Hauptversammlung sowie zum einzigen Tagesordnungspunkt der gesonderten Versammlung der Vorzugsaktionäre (Beschlussfassung über die Umwandlung von stimmrechtslosen Inhaber-Vorzugsaktien in Inhaber-Stammaktien) eingereicht. Sie fordert die Aktionäre der Fresenius Medical Care AG auf, der Umwandlung nur zuzustimmen, wenn die Umwandlungsprämie auf 9,75 Euro je Inhaber-Vorzugsaktie reduziert wird. Wie nun mitgeteilt wurde, hat die Fresenius AG beschlossen, ihre Stimmrechte in der außerordentlichen Hauptversammlung der Fresenius Medical Care AG im Sinne dieses Gegenantrags auszuüben. Sie hält 50,76 Prozent der Stammaktien der Fresenius Medical Care AG.

Die Umwandlung von Vorzugsaktien in Stammaktien soll zu einer Erhöhung der Liquidität in den Stammaktien sowie zu einer Verbesserung der Position der Fresenius Medical Care AG im DAX führen und die Flexibilität bei der Finanzierung künftigen Wachstums steigern.

Die Commerzbank AG (ISIN DE0008032004/ WKN 803200) hat Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen Verantwortliche des Kreditinstituts sowie ihren Vorstandsvorsitzenden Klaus-Peter Müller bestätigt.

Wie das im DAX30 notierte Kreditinstitut bereits am Samstag bekannt gab, geht es bei dem von der Staatsanwaltschaft eingeleiteten Ermittlungsverfahren um den Anfangsverdacht der Geldwäsche. Dieses bezieht sich auf Sachverhalte aus den neunziger Jahren, welche die lange zurückliegende Privatisierung auf dem Sektor der Telekommunikation in Russland betreffen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorstand haben kein Verständnis für die Erweiterung des Verfahrens und gehen von Müllers vollständiger Entlastung aus. Die Bank ist zuversichtlich, dass auch die von der BAFin veranlasste Prüfung des Sachverhalts dazu beitragen wird. Diese Prüfung, bei der die Bank uneingeschränkt kooperiert, ist weit vorangeschritten, hieß es weiter.

Die Deutsche Telekom AG (ISIN DE0005557508/ WKN 555750) und der niederländische Telefonkonzern KPN N.V. (ISIN NL0000009082/ WKN 890963) haben Presseangaben zufolge gemeinsam die Übernahme des britischen Mobilfunkanbieters O2 plc (ISIN GB00B05KYV34/ WKN A0DQLC) vorbereitet.

Wie die britische "Sunday Times" unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, wollten die beiden Telefongesellschaften den drittgrößten britischen Mobilfunkanbieter gemeinsam übernehmen. Laut dem Bericht war dabei eine Übernahmeofferte in Höhe von 160 Pence je Aktie geplant, was einem Volumen von 14 Mrd. Britischen Pfund (GBP) entsprochen hätte. Die gemeinsame Offerte sei jedoch nach wochenlanger Vorbereitung in den vergangenen Tagen gescheitert, nachdem sich beide Parteien nicht über eine gemeinsame Struktur des Übernahmeangebots einigen konnten, hieß es weiter. Wie die Zeitung weiter berichtet, könnten die beiden Konzerne jederzeit ihre Verhandlungen über eine gemeinsame Übernahmeofferte für O2 wieder aufnehmen.

Der Energieversorger MVV Energie AG (ISIN DE0007255903/ WKN 725590) konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres aufgrund des erfolgreich durchgeführten Restrukturierungsprogramms beim Gewinn deutlich zulegen.

Wie der im SDAX notierte Konzern am Montag bekannt gab, lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Berichtszeitraum bei 174 Mio. Euro, nach 99 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Periodenüberschuss nach Fremdanteilen lag bei 59 Mio. Euro bzw. 1,16 Euro je Aktie, nachdem in den ersten drei Quartalen des Vorjahres ein Break-Even Ergebnis erzielt werden konnte. Der Konzernumsatz kletterte von 1,22 Mrd. Euro auf 1,53 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr bekräftigte MVV Energie die ursprüngliche Prognose und erwartet einen Umsatz von rund 2 Mrd. Euro sowie einem EBIT-Anstieg gegenüber dem bereinigten Vorjahreswert um über 50 Prozent von 97 auf 150 Mio. Euro. Der MVV Energie-Chef Dr. Schulten kündigte daher an, erneut eine attraktive Dividende vorzuschlagen, "die wir aufgrund unserer deutlich verbesserten Ertragslage diesmal wieder vollständig aus dem erwirtschafteten Jahresüberschuss nach Fremdanteilen zahlen können."

Der Erotikkonzern Beate Uhse AG (ISIN DE0007551400/ WKN 755140) konnte im ersten Halbjahr beim Umsatz zulegen und bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr.

Wie der im SDAX notierte Konzern am Montag bekannt gab, lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) in den ersten sechs Monaten des laufenden Fiskaljahres bei 10,2 Mio. Euro, nach 9,8 Mio. Euro im Vorjahreshalbjahr. Der Vorsteuergewinn verbesserte sich von 8,6 Mio. Euro leicht auf 8,9 Mio. Euro, während das Ergebnis nach Steuern gegenüber dem Vorjahreszeitraum (6,2 Mio. Euro) mit 5,7 Mio. Euro leicht rückläufig war. Der Konzernumsatz verbesserte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode von 135,6 Mio. Euro auf 144,1 Mio. Euro. Wesentlichen Anteil an der Erlössteigerung hatte das Segment Versandhandel, welches seinen Umsatz von 59,0 Mio. Euro auf 67,9 Mio. Euro ausbauen konnte. Für das Gesamtjahr bestätigte Beate Uhse die Geschäftsprognose und geht nach wie vor von einem Erlösanstieg in Höhe von 15 Prozent sowie einer Steigerung beim Vorsteuerergebnis von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus.

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TecDAX Schluss:Leichte Abschläge zum Wochenauftakt

 
#2
TecDAX Schluss: Leichte Abschläge zum Wochenauftakt

Der TecDAX beendete den ersten Handelstag der Woche nach lustlosem Handel mit einem Abschlag von 0,39 Prozent auf 583,96 Punkte. Nach den gestrigen Verlusten tendiert die NASDAQ auch im heutigen frühen Handelsverlauf im Minus und vermag daher auch nicht für Impulse zu sorgen.
An der Spitze der Gewinnerliste war zum Handelsschluss die Aktie von SINGULUS TECHNOLOGIES zu finden. Zudem tendierten die Aktien von QSC erneut fester. Das Papier konnte damit seit der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 8. August mehr als 5 Prozent an Wert hinzugewinnen. Die Bechtle-Aktie konnte sich von den deutlichen Verlusten vom Freitag wieder etwas erholen und zählte ebenfalls zu den größten Gewinnern im TecDAX.

Die Verliererliste wurde zum Handelsschluss von den Aktien von MediGene und Solarworld angeführt. Bei SolarWorld machte sich dabei eine negative Einschätzung der WestLB bemerkbar, die die Aktie bei einem Kursziel von 55 Euro am Freitag mit "unterperform" einstufte.

Schlussstand (17:44 Uhr): 583,96 (-0,39 Prozent)

Tagesgewinner: SINGULUS, QSC, Bechtle

Tagesverlierer: MediGene, SolarWorld, AIXTRON

Die Dräger Medical AG & Co. KGaA will weiter in den Standort Lübeck investieren. Wie die Tochter der Drägerwerk AG (ISIN DE0005550636/ WKN 555063) am Montag bekannt gab, wurde im Rahmen der kontinuierlichen Überprüfung der weltweiten Standorte von Dräger Medical beschlossen, die Fertigung der überwiegenden Zahl der Anästhesie-Geräte am Standort Lübeck zusammenzufassen.

Dabei soll die weltweite Belieferung von Anästhesiegeräten der Produktfamilien Fabius GS und Primus ab dem 1. September aus Lübeck erfolgen. Die bisher parallele Fertigung dieser Anästhesiegeräte für den US-amerikanischen Markt in Telford, im US-Bundesstaat Pennsylvania, wird hingegen auslaufen, gab der Konzern weiter bekannt.

Der WEB.DE AG (ISIN DE0005296503/ WKN 529650) ist in Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf des Geschäftsbereichs Internet-Portal an die United Internet AG (ISIN DE0005089031/ WKN 508903) eine Klage von zwei Aktionären zugegangen. Dies gab der im TecDAX notierte Konzern am Freitag bekannt.

Nachdem das Bundeskartellamt die Transaktion bereits im Mai 2005 genehmigt hatte, stehen die Verträge nunmehr noch unter dem Vorbehalt, dass der Zustimmungsbeschluss der Hauptversammlung zu den Veräußerungsverträgen unanfechtbar geworden ist. Die Hauptversammlung von WEB.DE hatte am 7. Juli die Transaktion mit einer Mehrheit von 99,87 Prozent des vertretenen Grundkapitals gebilligt. Dem im TecDAX notierten Konzern wurde in diesem Zusammenhang am Freitag jedoch eine Anfechtungsklage zweier Aktionäre gegen den Zustimmungsbeschluss sowie die Entlastungsbeschlüsse zugestellt. Gegenstand der Allianz zwischen beiden Unternehmen ist insbesondere die Übernahme des Geschäftsbereiches Internet-Portal der WEB.DE AG mit allen Mitarbeitern, Technologien, Vermögensgegenständen sowie Marken- und Lizenzrechten durch United Internet.

Für den Fall, dass eine Anfechtungsklage rechtshängig wird, ist in den Verträgen unter anderem vorgesehen, dass WEB.DE und United Internet gemeinsam über die Erfolgsaussichten und die Relevanz der Anfechtungsklagen beraten werden und gemeinsam darüber entscheiden, ob sie ggf. auf das Erfordernis der Unanfechtbarkeit des Zustimmungsbeschlusses der Hauptversammlung verzichten. Ein solcher Verzicht ist jederzeit durch privatschriftliche Vereinbarung der Parteien möglich, teilte der Konzern weiter mit. Der Vorstand geht unverändert davon aus, dass die Transaktion im Zeitrahmen umgesetzt wird.

Die Broadnet AG (ISIN DE0005490866/ WKN 549086), ein Breitband Internet Carrier, konnte im ersten Halbjahr 2005 ihren Verlust deutlich zurückfahren.

Unternehmensangaben vom Montag zufolge erhöhten sich die Umsatzerlöse auf 16,7 Mio. Euro, nachdem sie sich in der Vorjahreshälfte auf 13,6 Mio. Euro belaufen hatten. Gleichzeitig verbesserte sich das EBITDA von 509.000 auf 2,4 Mio. Euro und das EBIT von -5,2 Mio. auf nun -1,7 Mio. Euro. Der Verlust je Aktie reduzierte sich von 29 auf 8 Cent.

Am 30. Juni 2005 verfügte Broadnet damit über einen Finanzmittelbestand in Höhe von 22,3 Mio. Euro, nach 21,5 Mio. Euro per 31. März 2005. Für das Geschäftsjahr 2005 erwartet Broadnet einen Umsatzanstieg von mindestens 16 Prozent. In Bezug auf das EBIT erwartet der Konzern eine Verbesserung von rund 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Mobilfunkanbieter Drillisch AG (ISIN DE0005545503/ WKN 554550) konnte im ersten Halbjahr in Folge verbesserter Margen beim Ergebnis deutlich zulegen und hat infolge dessen seine Prognosen für das Gesamtjahr deutlich angehoben.

Wie der Konzern am Montag bekannt gab, lag der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in den ersten sechs Monaten bei 14,1 Mio. Euro und lag damit um 40,4 Prozent über dem Vorjahresergebnis (10,0 Mio. Euro). Der gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte von 6,2 Mio. Euro auf 12,3 Mio. Euro, während der Konzernüberschuss von 3,5 Mio. Euro bzw. 10 Cent je Aktie auf 7,6 Mio. Euro bzw. 23 Cents je Aktie anstieg. Die EBIT-Marge verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich von 3,7 Prozent auf 7,6 Prozent. Beim Konzernumsatz verbuchte Drillisch hingegen einen leichten Rückgang von 170,1 Mio. Euro auf 161,9 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr erwartet der Mobilfunkanbieter einen Umsatz von 350 Mio. Euro. Das EBITDA soll 27,5 Mio. Euro und das EBT 24,5 Mio. Euro erreichen. Damit erhöht der Konzernvorstand seine Ertragserwartungen aus dem Mai 2005 um 3,5 Mio. Euro.


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