Dax leichter erwartet

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Dax leichter erwartet bammie

Dax leichter erwartet

 
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„Es ist so furchtbar, da mag man gar nicht hinschauen”, sagte ein Börsianer am Mittwoch angesichts des Kursdesaster am deutschen Aktienmarkt. Auch heute sollte der Marktteilnehmer wohl besser wieder die Augen schließen.

Denn Aktienhändler rechnen am Freitag mit einer schwachen Eröffnung des deutschen Marktes. Banken berechnen den Dax um 8.05 Uhr mit 4.837 Punkten nach 4.864 Zählern zum Handelsschluß am Donnerstag. Vor allem die erneut enttäuschenden Vorgaben aus den Vereinigten Staaten sollten das Sentiment belasten. Grund seien dort neue Inflationsängste gewesen, nachdem sich ein weiterer regionaler Fed-Präsident entsprechend geäußert hatte.

Die am Morgen von Ericsson veröffentlichten Geschäftszahlen seien zudem leicht enttäuschend ausgefallen, und könnte ebenfalls belasten, sagt ein Marktteilnehmer. Der Dax dürfte im Handelsverlauf die Unterstützung bei 4.800 Punkten testen.

Presseberichte über künftige Preiskontrollen der Gas-Preise stoßen im Handel nicht auf Überraschung: „Das war jedem klar, daß die Versorger den Bogen überspannt haben”, sagt ein Händler. Die Kartellschritte seien daher erwartet worden und sollten nicht belastend auf die Kurse wirken. Zudem solle nur „geprüft” werden, ob ein Mißbrauch der Preismacht vorliege. „Das heißt noch lange nicht, daß das die Preise wirklich senkt”. Dem schwachen Gesamtmarkt würden sich aber auch Eon und RWE nicht entziehen können, heißt es.

Der Auto- und Stahlsektor wird am Berichtstag weiter unter Druck erwartet. Teilnehmer verweisen auf die negativen Vorgaben für die Sektoren aus den Vereinigte Staaten und Asien. Das Sentiment im Automobilsektor sei durch die Nachrichtenlage um Delphi, General Motors und Ford schwer angeschlagen. Die jüngste Rückrufaktion bei Toyota sei auch nicht unbedingt förderlich. Der Stahlsektor zeige sich indes von der Sorge um die Gewinnentwicklung in der Branche belastet.

Altana stehen aufgrund der Zahlen zum dritten Quartal von Wyeth im Blick. Vor allem Aussagen zum Protonix-Umsatz sind hier wichtig. Analysten rechnen hier mit 406 bis 466 Millionen Dollar im Quartal, sagt ein Händler. Ein „beeindruckender” Anstieg zum Vorjahresquartal sollte allerdings nicht überbewertet werden, da dieses extrem enttäuschend ausgefallen sei.

Rentenmarkt startet fester

Fester als erwartet ist der rentenmarkt am Freitag in den handel gestartet. Der richtungsweisende Bund-Future gewinnt gegen 8.21 Uhr 13 Basispunkte auf 121,54 Prozent. Der Bobl-Future verbessert sich um zehn Basispunktes auf 113,44 Prozent. Nach einem nachhaltigen Sprung über den Widerstand bei rund 121,53 Prozent könne der Future nun in Richtung 122,25 Prozent steigen, wie ein technischer Analyst sagt. Dagegen würde ein Bruch der Unterstützung bei 121,20 Prozent die Lage deutlich eintrüben. Die zehnjährige Bundesanleihe wird aktuell mit 99,80 Prozent zu 99,83 Prozent gestellt.

Euro steigt über 1,20 Dollar - Spekulationen über EZB-Zinserhöhung

Der Eurokurs ist am Freitag wegen wachsender Spekulationen über eine EZB-Zinserhöhung über die Marke von 1,20 Dollar gestiegen. Die Gemeinschaftswährung kostete am Morgen 1,2027 Dollar, nachdem sie sich am Mittwoch nur knapp über dem Jahrestief von 1,1869 Dollar behauptet hatte. Ein amerikanischer Dollar notierte bei 0,8310 Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1953 (Mittwoch: 1,1950) Dollar festgesetzt.

Analysten führten die Kursgewinne des Euro auf zunehmende Spekulationen über eine EZB-Zinserhöhung in der ersten Jahreshälfte 2006 zurück. Es wäre der erste Zinsschritt seit Juni 2003. So rechnen die sechs führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute im kommenden Jahr mit einer schrittweisen Zinserhöhung um 0,50 Punkte auf 2,50 Prozent. Damit würde der Zinsvorsprung der Vereinigte Staaten schmelzen. (dpa)

Asiens Aktienbörsen im Plus - Nikkei kaum verändert

Die asiatischen Aktienmärkte haben zum Wochenausklang mehrheitlich Gewinne verzeichnet. In Tokio schloß die Börse nahezu unverändert, nachdem Auto- und Stahlwerte die Gewinne gedämpft hatten. Der Tokioter Nikkei-Index schloß 0,07 Prozent im Plus bei einem Stand von 13.199 Punkten. Der breiter gefaßte Topix-Index legte um 0,1 Prozent zu auf 1385 Zähler.

„Die sinkenden amerikanischen Kurse kommen zu einer Zeit, in der sich der japanische Markt schon mitten in einer Korrektur befindet. Das ist ein doppelter Schlag ins Kontor”, sagte Shinji Igarashi, Equity-Manager bei Chuo Securities. Im Handelsverlauf nutzten die
Anleger jedoch die gesunkenen Kurse teils zum Wiedereinstieg und dämmten die Verluste damit ein.

Toyota-Aktien fielen um mehr als zwei Prozent. Nach Angaben von Händlern lastete der jüngste Rückruf von 1,4 Millionen Fahrzeugen auf den Titeln. Auch der am Vortag bekannt gewordene Quartalsverlust bei Ford helfe der Branche nicht gerade, hieß es. Nissan-Aktien verloren rund 1,2 Prozent.

Stahlaktien litten ebenfalls unter negativen Unternehmensnachrichten. Tokyo Steel Manufacturing hatte einen Gewinnrückgang verzeichnet. Die Aktie gab um knapp sieben Prozent nach. Nippon Steel und JFE Holdings folgten dem Branchentrend und notierten leichter. Händler sagten, es gebe am Markt die Sorge über die Gewinnentwicklung in der Branche. Händlern zufolge ist das Kaufinteresse in Japan derzeit gering. An den Aktienmärkten in Hongkong, Südkorea und Singapur stiegen die Kurse, einzig der Aktienmarkt in Taiwan gab leicht nach.

Hongkong unverändert

Unverändert präsentiert sich die Börse in Hongkong am Freitagmittag (Ortszeit). Der Hang Seng-Index legt trotz negativer amerikanischer Vorgaben im Zuge einer technischen Erholung leicht zu um einen Punkt auf 14.410 Zähler zu. Die Stimmung sei weiter von Vorsicht geprägt, Inflations-, Zinserhöhungs- und Ölpreissorgen sorgten unverändert für Verunsicherung, heißt es. Als Stütze für das Marktbarometer erwiesen sich die Indexschwergewichte HSBC und China Mobile, die jeweils 0,3 Prozent höher gehandelt werden.

Neuigkeiten und Meldungen nach Börsenschluß

Nachbörslich zeigten sich die Aktienkurse an der Wall Street am Donnerstag fester. Der Nasdaq 100 After Hours Indicator steigt um 0,44 Prozent auf 1562,48  Zähler.

Google hat im nachbörslichen Handel am Donnerstag die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die Aktien stiegen nach Vorlage der Bilanz zum dritten Quartal bis 18.29 Uhr Ortszeit um 10,7 Prozent auf 335,75 Dollar. Der Nettogewinn (Non-GAAP) war um das Siebenfache auf 1,51 Dollar je Aktie gestiegen, während Analysten mit 1,36 Dollar gerechnet hatten. Der Umsatz lag bei 1,58 Milliarden Dollar, die Prognosen der Analysten lagen bei 944,4 Millionen Dollar.

Beim Datenspeicher-Hersteller SanDisk stieg der Kurs um 18,4 Prozent auf 54,92 Dollar. Der Gewinn war im dritten Jahresviertel auf 0,55 Dollar je Aktie geklettert, 0,20 Dollar mehr als vom Finanzmarkt erwartet. Der Umsatz übertraf mit 589,6 Millionen Dollar gleichfalls die von Analysten prognostizierten 524 Millionen Dollar.

Auch Broadcom gehörten im nachbörslichen Handel zu den Kursgewinnern und verteuerten sich um 4,6 Prozent auf 46,36 Dollar. Die rege Nachfrage nach Mobilfunkchips ließ den Gewinn im dritten Quartal um das Dreifache auf 35 Cent je Aktie steigen. Der Umsatz stieg zugleich um 7,5 Prozent auf 695 Millionen Dollar, während von Thomson First Call befragte Analysten im Durchschnitt mit 665 Millionen Dollar gerechnet hatten.

Microchip Technology verteuerten sich um 3,1 Prozent auf 29,50 Dollar. Der Chiplieferant für die Automobilindustrie hat im zweiten Geschäftsquartal einen Rekordumsatz vorgelegt und hat die Quartalsdividende auf 16 Cent je Aktie angehoben.

Xilinx kletterten um 3,6 Prozent auf 23 Dollar. Der Anbieter programmierbarer Logikbausteine nannte das zweite Geschäftsquartal eine Herausforderung. Im dritten Quartal soll der Umsatz um ein bis fünf Prozent steigen. Das entspricht 403 bis 418 Millionen Dollar, während Analysten bislang im Durchschnitt mit 417 Millionen Dollar gerechnet hatten.

Wall Street von Inflationsängsten belastet

Die in Fahrt gekommene Berichtssaison in den Vereinigten Staaten mit zum Teil enttäuschenden Unternehmensausblicken und die jüngsten Aussagen des Präsidenten der Federal Reserve Bank von Atlanta, der vor erhöhten Inflationsrisiken warnte, haben am Donnerstag zu kräftigen Verkäufen an Wall Street geführt. Insbesondere die deutlichen Abschlägen bei McDonald's und Pfizer belasten.

„Die Mehrzahl der Quartalszahlen und vor allem die der bedeutenderen Unternehmen waren eher enttäuschend”, meinte ein Marktteilnehmer. Der gesunkene Ölpreis konnte die negative Entwicklung nicht kompensieren. Der Dow-Jones-Index sank um 1,3 Prozent oder 133 Punkte auf 10.281 zu. Der S&P-500 verlor 1,5 Prozent oder 18 Punkte auf 1.178. Der Nasdaq Composite fiel um 1,1 Prozent oder 23 Punkte auf 2.068.

Weniger Einfluß auf das Marktgeschehen als die Rede des Präsidenten der Federal Reserve Bank von Atlanta, Jack Guynn, und die Quartalszahlen sowie Ausblicke der Unternehmen hatte der von der Federal Reserve of Philadelphia berechnete Diffusionsindex für die allgemeine Wirtschaftstätigkeit in der Region. Diese ist im Oktober auf plus 17,3 gestiegen. Volkswirte hatten einen Indexstand von plus zehn erwartet, nachdem der Index im Vormonat bei plus 2,2 gelegen hatte.

Bei den Einzelwerten litten insbesondere Pfizer unter kräftigen Abschlägen, nachdem das Pharmaunternehmen eine Halbierung des Gewinns mitgeteilt hat. Die Aktie verlor 8,6 Prozent auf 21,90 Dollar, zumal auch die Prognosen zurückgenommen wurden. McDonald's gaben 3,8 Prozent auf 32,40 Dollar ab, weil auch die Fast-Food-Kette einen Ergebnisrückgang verzeichnet hat.

Ebay fielen um 6,8 Prozent auf 39,15 Dollar, nachdem das Internet-Auktionshaus mit seiner Prognose für das vierte Quartal unter den Schätzungen der Analysten geblieben ist. Der Gewinn fiel im Rahmen der Markterwartung aus. Auch Amgen standen mit 5,1 Prozent Abschlag auf 74, 10 Dollar unter Druck, nachdem das Biotechnologieunternehmen mit seinem Umsatz im dritten Quartal von 3,15 Milliarden Dollar unter der Analystenprognosen von 3,26 Milliarden Dollar lag. Beim Gewinn auf bereinigter Basis lag das Unternehmen mit 0,85 Dollar je Aktie über den Prognosen.

QLogic lagen mit zehn Prozent auf 30,00 Dollar ebenfalls deutlich im Minus. Der Netzwerkspezialist erreichte wegen des Verkaufs des Festplattencontroller-Geschäfts im abgelaufenen Quartal einen überraschend hohen Gewinnanstieg um 20 Prozent auf 0,48 Dollar je Aktie. Jedoch soll der Gewinn aus fortgeführtem Geschäft im laufenden dritten Geschäftsquartal nur zwischen 0,32 und 0,35 Dollar je Aktie betragen, während der Finanzmarkt bislang mit 0,35 Dollar gerechnet hat.

Gegen den Markttrend stemmten sich Coca Cola. Die Titel legten nach über Erwartung liegender Zahlen um 0,7 Prozent auf 42,10 Dollar zu. SBC profitierten trotz eher schwacher Zahlen von der Ankündigung steigender Margen und kletterten um 0,6 Prozent auf 22,54 Dollar.

Amerikanische Anleihen tendieren knapp behauptet

Die amerikanischen Anleihen haben am Donnerstag knapp behauptet tendiert. Der Handel sei recht volatil verlaufen, wie Beobachter berichteten. Nach den jüngsten Konjunkturdaten hatten die amerikanischen Staatsanleihen zunächst deutlicher nachgegeben, doch nach den Aussagen des Präsidenten der Federal Reserve Bank von Atlanta, Jack Guynn, der vor erhöhten Inflationsrisiken gewarnt hatte, wieder zugelegt und einen Teile der Abschläge wieder kompensiert.

Richtungweisende zehnjährige Anleihen notierten 0,021 Punkte höher auf 98,121 Punkten und rentierten mit 4,451 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren gewannen 0,076 Punkte auf 110,102 Punkte. Sie rentierten mit 4,673 Prozent.

Der Index der Frühindikatoren für die Entwicklung der amerikanische Wirtschaft ist im September um 0, 7 Prozent auf einen Stand von 136,8 gefallen. Damit ist der Index den dritten Monat in Folge gesunken. Volkswirte hatten im Konsens mit einer Abnahme von 0,4 Prozent gerechnet. Den Rückgang im September führte das Institut Conference Board auf die ökonomischen Folgen der Wirbelstürme „Katrina” und „Rita” zurück.

Der von der Federal Reserve of Philadelphia berechnete Diffusionsindex für die allgemeine Wirtschaftstätigkeit in der Region ist im Oktober auf plus 17,3 gestiegen. Volkswirte hatten einen Indexstand von plus zehn erwartet, nachdem der Index im Vormonat bei plus 2,2 gelegen hatte.

Der Präsident der Federal Reserve Bank von Atlanta, Jack Guynn, hatte vor erhöhten Inflationsrisiken gewarnt und weitere Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. In einer Rede brachte der Notenbanker seinen Optimismus zum Ausdruck, daß die Auswirkungen der verheerenden Wirbelstürme „Katrina” und „Rita” nur kurzfristig auf der amerikanischen Wirtschaft lasten werden. Nach allen verfügbaren Maßstäben sei die Geldpolitik auch nach den jüngsten Anhebungen immer noch akkommodierend. ”Eine Fortsetzung der schrittweisen Straffung ist derzeit angemessen”, sagte Guynn, der in diesem Jahr ohne Stimmrecht im Offenmarktausschuß ist. Ein neutrales Zinsniveau sei noch nicht erreicht worden.

Quellen: FAZ.NET


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