Das Morden im Irak wird munter weitergehen

Beitrag: 1
Zugriffe: 320 / Heute: 1
Das Morden im Irak wird munter weitergehen FranzS

Das Morden im Irak wird munter weitergehen

 
#1
Jetzt sind bald die Kurden an der Reihe und diese haben sozusagen ein paar "Rechnungen" mit dem Irak offen. Und wer eignet sich am besten für solche "Strafaktionen"? Richtig! Frauen, Kinder, Alte oder sonstige arme Schweine, die zur falschen Zeit am falschen Ort sich befinden.

Mahlzeit
Franz



Donnerstag, 10. April 2003
Kämpfe im Nordirak
Kirkuk in kurdischer Hand  


Karte zur aktuellen militärischen Lage

Während Bagdad weitgehend unter Kontrolle der US-Streitkräfte ist, gehen die Gefechte in anderen Landesteilen des Iraks weiter. Die nordirakische Stadt Kirkuk wurde nach einem Bericht des britischen Senders BBC von kurdischen Truppen, unterstützt durch US-Streitkräfte, eingenommen. "Es sieht so aus, als ob Kirkuk gefallen wäre", sagte BBC-Reporterin Dumeetha Luthra, die die kämpfenden Truppen begleitet. Zuvor hätten die kurdischen Verbände zudem die Stadt Chanakin, 120 Kilometer nordöstlich von Bagdad, eingenommen, hieß es von kurdischer Seite.

BBC beschrieb die Situation in Kirkuk, wo es nach wie vor so genannte "Widerstandsnester" geben soll, als "sehr gefährlich". Es gebe dort nun ein "enormes Potenzial für ethnische Gewalt". Die Kurden hätten mehr als ein Jahrzehnt lang darauf gewartet, in die von Saddam Hussein "ethnisch gesäuberte" Stadt zurückzukehren. Alles hänge nun davon ab, ob es den US-Soldaten gelänge, eine geordneten Übergang zu bewerkstelligen.

Der n-tv Partnersender CNN berichtete von den bislang schwersten Luftbombardements im Nordirak seit Beginn des Krieges. Neben dem bereits unter Beschuss liegenden Tikrit, Heimatort von Präsident Saddam Hussein, und Kirkuk gilt vor allem Mossul, das Zentrum der irakischen Ölindustrie im Norden, als militärisches Ziel.

Kurdische Kommandeure hatten zuletzt stets betont, sie würden nicht eigenmächtig vorrücken. Die Türkei befürchtet die Entstehung eines eigenständigen Kurdenstaats, der Begehrlichkeiten der eigenen kurdischen Minderheit wecken könnte.

Kämpfer vor Mossul

Am Mittwoch hatten die kurdischen Kämpfer, unterstützt von den US-Spezialeinheiten, eine Gebirgsregion nordöstlich von Mossul eingenommen und damit den Weg zur Einnahme der Ölförderstadt geebnet. Der Sprecher der Demokratischen Partei Kurdistans, Hoschjar Sebari, sprach von den bisher wichtigsten Geländegewinnen für die Kurden.

"Im Prinzip ist die Stadt gefallen," so Sebari, ein politischer Berater des Kurdenführers Massud Barsani. Der Bodenoffensive seien Luftangriffe vorausgegangen, von irakischen Truppen habe es kaum Widerstand gegeben.

Vorstoß bei Basra

Nördlich der von den britischen Streitkräften besetzte Stadt Basra im Süden des Irak stießen die verbündeten Truppen nach Angaben von US-Brigadegeneral Vincent Brooks nach Amarah vor. Dort hätten sie die verbliebenen irakischen Kämpfer besiegt und konzentrierten sich nun auf die Versorgung der Bevölkerung mit Hilfsgütern.

In Basra erließen die britischen Truppen eine Waffen-Amnestie für die Einwohner. Jeder könne seine Waffen in eine Grube nahe eines britischen Lagers werfen, berichtete der Sender BBC. Damit solle die hohe Zahl der in Umlauf befindlichen Pistolen und Gewehre verringert werden.

Mit Blick auf Basra erklärte der britische Premierminister Tony Blair, die Situation sei noch nicht vollkommen unter Kontrolle. Die Kommandeure seien darauf bedacht, ihre Truppen nicht in Gefahr zu bringen. "Sie glauben aber, dass sie die Lage besser im Griff haben als gestern", sagte Blair.

Ansatz für lokale Verwaltung

Die britischen Streitkräfte bemühen sich derzeit, eine lokale Verwaltung einzurichten. Ein aus der Region stammender Scheich sei gebeten worden, ein Verwaltungskomitee zu ernennen, sagte der britische Militärsprecher Chris Vernon in Kuwait. Dafür habe er freie Hand.

Der erste Nachkriegsbürgermeister von Basra sei kein Exiliraker, erklärte Vernon, ohne näher auf die Identität des Mannes einzugehen. Er sei glaubwürdig und habe die notwendige Autorität, insbesondere bei den örtlichen Stammesführern.



Talkforum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--