Das ewige Sorgenkind des Radsport?

Beiträge: 5
Zugriffe: 298 / Heute: 1
Das ewige Sorgenkind des Radsport? quantas
quantas:

Das ewige Sorgenkind des Radsport?

4
30.03.06 08:02
#1
Das wäre mal was gewesen:
ein Frühjahr ohne körperliche Schwäche zu überstehen, sich beschwingt auf das Rad zu setzen, mit dem Peloton der Sonne entgegenzufahren - und sich schließlich voller Elan in den französischen Sommer zu stürzen. Statt dessen: eine bekannte Botschaft dem Hause Ullrich, das alljährliche Bulletin der schlechten Nachrichten (Siehe auch: Ullrich sagt Start bei Sarthe-Rundfahrt ab). Mit anschließenden, vermutlich wochenlangen Diskussionen, wann Muskeln und Sehnen wieder wie gewünscht ihren Dienst verrichten können. Jan Ullrich, das ewige Sorgenkind des Radsports?

Mancher sieht nun schon, da ihn wieder ein Malheur aus dem Tritt gebracht hat, sein großes Lebensziel in Gefahr, seine Sehnsucht, in Paris endlich einen zweiten Triumph in Gelb zu feiern. Noch ist das Räderwerk ja nicht vollständig zum Stillstand gekommen, und noch ist auch nicht alles verloren. Doch die Sorge um Ullrich ist berechtigt. Just im Jahr eins nach Lance Armstrong, in dem er endlich, im Herbst seiner Karriere, wieder freie Bahn haben sollte bei der Tour de France, als vermeintlicher Kronprinz, unbelastet von der Präsenz eines Amerikaners, der jahrelang übermächtig war.

Ullrich ist mit mißlichen Situationen, die er nicht selten selbst verschuldet hatte, vertraut; das mag nun, da er wieder einmal in der Bredouille steckt, ein kleiner Vorteil sein. Und er hat in der Vergangenheit die Fähigkeit gezeigt, sich nach einer Zwangspause innerhalb kurzer Zeit in Form bringen zu können. Doch das dürfte ihm, Handicap eines Sportlers im reiferen Alter, so leicht nicht mehr fallen. Mithin drängt die Zeit für Ullrich: Die Tour de France beginnt in drei Monaten in Straßburg.

Zudem dürfte der Rostocker, wenn er seine neueste Verletzung demnächst überwunden haben wird, erst einmal von der Ungewißheit begleitet werden, ob tatsächlich alles wieder in Ordnung ist mit dem rechten Knie - oder ob es einen Rückfall geben könnte. Schließlich muß Ullrich nun, da er vorläufig offensichtlich nicht mehr als ein Hobbyrennfahrer zu leisten imstande ist, auch mitansehen, daß die Konkurrenz bereits schwungvoll in die Pedale tritt. Nicht zuletzt jene Männer, die als seine härtesten Rivalen bei der Tour betrachtet werden, stärkten mit Siegen schon ihr Selbstvertrauen. Die Italiener Ivan Basso der Damiano Cunego beispielsweise, der Kasache Alexander Winokurow oder der Amerikaner Floyd Landis.

Ihnen allen will Ullrich im Juli mit einem Team entgegentreten, das durch ein Revirement ganz auf seine Bedürfnisse ausgerichtet wurde, das dazu von Rudy Pevenage geleitet wird, seinem Mentor. Ullrich, dessen Vertrag mit T-Mobile nach dieser Saison ausläuft, hat seinen Willen bekommen. Jetzt aber spielt sein wichtigstes Kapital, das er zuletzt vielleicht in seinem Eifer überfordert hatte, wieder einmal nicht mit. Fast scheint es, als würde dies zum Schicksal Ullrichs werden.

Rainer Seele FAZ


Das ewige Sorgenkind des Radsport? Knappschaftskassen
Knappschafts.:

Für Ullrich wird der zweite Toursieg wohl

 
30.03.06 10:25
#2
für immer ein Traum bleiben! Und trotzdem halte ich ihm für einen der großen Radsportler und bewundere seine Leistungen bei der Tour de France! Sollte es diesmal wieder nicht klappen was sehr wahrscheinlich ist wäre es auch mal sehr schön wenn die Presse nicht gleich wieder jede Leistung ob gut oder schlecht kaputt reden würde! Für mich sind alle Radfahrer die am Ende in Paris ankommen kleine Helden!
Das ewige Sorgenkind des Radsport? quantas
quantas:

Jan Ullrich muss heute Farbe bekennen

 
30.04.06 15:20
#3

Heute beim Zeitfahren über 20,4 Kilometer muss
der Zeitfahrspezialist Jan Ullrich zeigen was
in ihm steckt.
In den bisherigen 5 Tagen der Tour de Romandie
humpelte er gewaltig hinten nach.

Also hopp Jan Ullrich, zeig endlich was in Dir steckt.

Gesamtklassement: 1. Contador 16:16:25. 2. Valverde 0:06. 3. Evans 0:24. 4. Jaksche 0:28. 5. Ghisalberti 0:54. 6. Noe 0:57. 7. Kaschetschkin 1:04. 8. Szmyd 1:07. 9. Moos 1:11. 10. Horner 1:14. 11. Cioni 1:17. 12. Sevilla 2:03. 13. Rodriguez 2:06. 14. Gadret 2:06. 15. Arroyo 3:42. 16. Haimar Zubeldia (Sp) 4:10. 17. Wladimir Miholjevic (Kro) 4:20. 18. Francisco Mancebo (Sp) 4:22. 19. Bernhard Kohl (Ö) 4:33. 20. Tadej Valjavec (Sln) 5:12. 21. Zampieri 5:16. - 45. Zberg 16:51. 66. Schwab 28:14. 91. Albasini 36:32. 92. Beuchat 36:37. 95. Loosli 38:39. 98. Dietziker 39:20. 121. Ullrich 47:55.   

MfG

quantas

Das ewige Sorgenkind des Radsport? quantas
quantas:

Evans gewinnt - Ullrich strahlt grosser "Erfolg"

 
30.04.06 19:09
#4
Lausanne (sda) Geschafft, aber glücklich: Obwohl Jan Ullrich bei der Tour de Romandie nur hinterher fuhr, zog der Radrennprofi eine positive Bilanz seiner ersten 653 Saison-Rennkilometer. Die Rundfahrt in der Schweiz gewann der US-Amerikaner Cadel Evans, der zum Abschluss im Zeitfahren überzeugte.

"Das ist ein großer Erfolg für mich, dass ich hier durchgekommen bin. Das Knie hat gehalten, ich fahre nun mit Mut zum Giro, um dort meine Form weiter aufzubauen und zu verbessern", sagte der T-Mobile-Kapitän nach dem Ende der Tour de Romandie, die er mit knapp 50 Minuten Rückstand im Gesamtklassement beendete.

Zehn Bergprüfungen mit insgesamt rund 7000 Höhenmetern hatte Ullrich in den zurückliegenden sechs Tagen absolviert und dabei seinem Trainingsrückstand Tribut zollen müssen. "Das war ein schweres Rennen, aber ich habe mich überwunden. Auch das abschließende Einzelzeitfahren war nochmal sehr hart", sagte Ullrich, der für die abschließenden 20,4 km in Lausanne 28:47 Minuten benötigte und damit nochmals einige Minuten auf die Spitzenfahrer verlor.

Ein hartes Stück Arbeit hatte Ullrich aber vor allem am Samstag zu verrichten, als auf der 127,7 km langen Königsetappe rund um Sion drei Bergwertungen der ersten Kategorie, darunter der Schlussanstieg nach Crans Montana (1545 m), auf dem Programm standen. Der Toursieger von 1997 erreichte dabei im "Gruppetto" mit 25:49 Minuten Rückstand das Ziel.

Weniger die Zeiten, als vielmehr die Moral von Ullrich beeindruckten dabei Rudy Pevenage, dem Sportlichen Leiter von T-Mobile: "Jan hat Mut und Kampfgeist bewiesen, bei so einem schweren Rennen einzusteigen und durchzukommen. Das schaffen nur wenige Fahrer."

Im Vordergrund stand in der Schweiz ohnehin, dass Ullrichs Knie unter Höchstbelastung hält. Wegen einer Reizung im rechten Knie hatte der 32-Jährige seinen ursprünglichen Renneinstieg bei der Sarthe-Rundfahrt vor drei Wochen absagen müssen. Diese Probleme scheinen nun überwunden.

Der Giro-Teilnahme ab Samstag im Lütticher Vorort Seraing steht dementsprechend nichts mehr im Weg. Die dreiwöchige Italien-Rundfahrt will Ullrich aber ausschließlich als Training nutzen. Dort trifft der gebürtige Rostocker unter anderem auf seinen großen Tour-Rivalen Ivan Basso, der in diesem Jahr das Double, bestehend aus Giro und Tour, anstrebt. Ullrich hatte in seiner Karriere bislang zweimal den Giro, zuletzt 2001, absolviert.

Das ewige Sorgenkind des Radsport? quantas

Jan Ullrich fährt die Tour de Suisse

2
#5
NEUENBURG – Good News für die 70. Tour de Suisse. Der Deutsche Jan Ullrich wird definitiv am Start sein – und damit auch gleich der grosse Favorit.
Vom 10. bis 18. Juni findet die 70. Tour de Suisse statt; Startort ist Baden. Und die Organisatoren hatten heute eine frohe Kunde zu verbreiten: Jan Ullrich ist dabei.

Der Deutsche, nach dem Karriereende von Lance Armstrong einer der Favoriten auf die Tour de France, gab seine definitive Teilnahme bekannt. Womit er auch gleich zum Favoriten der Schweizer Rundfahrt wurde.

Ullrich hat diese Saison im Giro unterschiedliche Leistungen abgeliefert. In der elften Etappe aber brillierte er mit einem Sieg im Einzelzeitfahren in Pontedera.



Talkforum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
1 Nutzer wurde vom Verfasser von der Diskussion ausgeschlossen: yurx
--button_text--