Darf über den Holocaust gelacht werden?

Beiträge: 41
Zugriffe: 1.326 / Heute: 2
Darf über den Holocaust gelacht werden? Talisker
Talisker:

Darf über den Holocaust gelacht werden?

11
03.05.05 08:42
#1
Auschwitz ist ein Witz
Darf über den Holocaust gelacht werden? Junge israelische Comedians entdecken die Komik des Genozids: "Nicht unsere Witze sind geschmacklos, euer Faschismus war es"
aus Tel Aviv ROBIN ALEXANDER

Eine ältere Frau bestellt in einem teuren Jerusalemer Restaurant eine Flasche Wein. "Ich empfehle unseren 94er Cabernet", sagt der Kellner. "Nein. 1994 ist mein Mann gestorben." - "Wie wäre es mit einem 87er?" - "Ungern: Da habe ich erfahren, dass mein Sohn schwul ist." - "Wissen Sie was", sagt der Kellner genervt: "Nehmen Sie doch einfach ein Mineralwasser!" - "Gute Idee", antwortet die Frau, "but without gas - wegen meiner deutschen Oma."

Der ist noch harmlos. Aber doch ein sicherer Lacher. Meint Gil Kopatch, der weiß, wovon er spricht. Der 35-Jährige mit rasiertem Schädel und Ziegenbart, der an diesem Frühlingsnachmittag im Café mit der tätowierten Kellnerin flirtet, ist jahrelang als Stand-up-Comedian durch die Bars von Tel Aviv gezogen. Heute moderiert er die härteste TV-Comedy-Show im Nahen Osten. "Wir machen jede Woche Holocaust-Witze, daran kommt man nicht vorbei", sagt er trocken, "zumindest nicht in Israel."

Dieser Zusatz ist entscheidend. Das wird beim Betrachten der wöchentlichen Sendung "Pini Agadol" (wörtlich: "Der große Penis") rasch klar. Hier singt Adolf Hitler ("Böser Diktator, guter Freund unserer Show") mit Anne Frank ein Duett zum alten Sonny-und-Cher-Hit: "I Got You, Babe", hier gibt es eine Gastrokritik des jüdischen Restaurants Chez Mengele ("Sehr teuer, typisch Juden"). Mit so einem Programm würde man in den USA auf dem Index landen und in Deutschland im Gefängnis. In Israel, dem Land der Opfer, wird man damit Kult.

"Der israelische Humor ist ein ganz besonderer", erklärt Kopatch. Nicht mehr der berühmte jüdische Witz, der von Kurt Tucholsky bis Woody Allen die besten Satiriker vieler Länder auszeichnete. "Der jüdische Witz war die Waffe der Schwachen: Er war vorsichtig, subtil, andeutend, aber präzise", sagt Kopatch. Der typische Witz einer Minderheit, die sich besser nicht unbeliebt macht.

Die israelische Mentalität sei eine ganz andere: Der eigene Staat, dessen Wehrhaftigkeit die vielen Uniformen im Stadtbild nie vergessen lassen, habe ein anderes Selbstbewusstsein und damit auch einen anderen Humor hervorgebracht: Überhaupt nicht ängstlich, sondern geradeaus, laut und sogar aggressiv: "Wer uns nervt", meint Kopatch, "den stellen wir nicht mehr mit feinen Wortspielen bloß. Den treten wir feste in den Arsch."

In Kopatchs Show ist immer was los: Er selbst präsentiert als rechtsradikale Handpuppe mit riesigem Kopf ein chaotisches Ensemble von korrupten Politikern, irren Arabern und hüftschwingenden Blondinen. Wenn diese Combo einen guten Tag hat, liebt sie ganz Israel: wie unlängst, als Horst Köhler Israel besuchte. Da antwortete der große Penis: "Danke, Herr Bundespräsident, dass Sie einen Besuch in der Gedenkstätte Jad Vaschem gemacht haben. Für einen authentischen Eindruck vom Holocaust fehlen Ihnen jetzt noch 5.999.999 weitere Besuche." Doch meist ist das Opfer kein Deutscher. Nicht einmal im Witz.


Ein KZ-Überlebender kauft sich ein Handy. Der Verkäufer sagt: "Sie können die Nummer selbst wählen, damit Sie sich leichter an sie erinnern." - "Gut", sagt der Mann und krempelt einen Ärmel hoch: "Ich nehme diese. Die vergesse ich nie."

Ist das lustig? Und wer ist es, der darüber lacht? Der Fernsehjournalist Sagi Bin Nun, 30, der beim selben Sender arbeitet, auf dem "Der große Penis" läuft, hat einen Test gemacht. Er nahm Kameramann und Tontechniker und fuhr ins Café Europa. Dort weiß man, was ein guter Witz ist. Einmal im Monat gibt es dort Stand-Up-Comedy. In Jiddisch, der untergegangenen Sprache des europäischen Judentums. Im Café Europa weiß man auch, was der Holocaust ist. Es gehört zu einem Altersheim in Tel Aviv und ist ein bekannter Treffpunkt für Überlebende der Konzentrationslager.

Der junge Journalist stellte sich kurz vor und erzählte einen Holocaust-Witz. Und dann noch einen. Dann hat er in die entsetzten Gesichter derer geblickt, die selbst in Auschwitz oder Treblinka waren, sich entschuldigt und ist schnell gegangen.

Kopatch nimmt den Vorwurf, seine Witze seien geschmacklos, nicht an. Schon gar nicht von einem deutschen Journalisten: "Nicht unsere Witze sind geschmacklos, euer Faschismus war es." Ein Witz sei mehr als seine Pointe. Dazu gehöre der Kontext. Und der Sprecher. Und das Publikum: "Ich will nicht, dass Deutsche über den Holocaust lachen. Ich will, dass Juden über den Holocaust lachen."

Es gibt allerdings viele in Israel, die seine Witze gar nicht lustig finden. "Der Terror der Satire" titelte eine konservative Zeitung über ihn. Dieser Vorwurf wiegt schwer in einem Land, in dem vollbesetzte Busse das Ziel von Selbstmordattentätern sind. Ephraim Kishon, der Vater der israelischen Satire, distanzierte sich in einem Interview von Kopatch: "Ich mag ihn nicht." Die religiösen Parteien, denen er mit Witzen über die Thora auf die Nerven fiel, drängten ihn mit parlamentarischen Mitteln aus dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Mit zweifelhaftem Erfolg: Jetzt sendet er im Kabel und ist bekannt wie nie zuvor. "Das ist der Unterschied zu unseren arabischen Nachbarländern", stellt Kopatch fest: "Dort hätte mich längst jemand umgebracht."

Einmal ist er zu weit gegangen. Er schrieb neue, verletzende Untertitel für einen Ausschnitt aus Claude Lanzmanns Film "Shoah". Der französische Regisseur hat den Fernsehsender dafür erfolgreich auf umgerechnet 100.000 Euro verklagt. Eine weitere Klage eines Holocaust-Überlebenden wird noch verhandelt. Kopatch selbst plädiert auf schuldig: "Diesen Beitrag hätte ich niemals senden dürfen. Ich bin darauf nicht stolz."


Die orientalischen Juden feiern am Minuna-Fest, wie gut sie kochen, wie schön sie tanzen und wie gerne sie lachen. Wann zeigen die europäischen Juden, was sie am besten können? Am Holocaust-Tag.

Holocaust-Comedy gibt es in Israel auch jenseits des politisch unkorrekten Party-Kalauers und des grellen TV-Trash. Im Tmuna, dem tief im Rotlichtviertel Tel Avivs versteckten führenden Off-Theater des Landes, wird der Genozid auf die Bühne gebracht. Am offiziellen "Holocaust-Tag", an dem die Israelis nicht nur trauern, sondern auch auf Staat, Fahne und Armee eingeschworen werden, versucht man hier ein alternatives Gedenken zu entwickeln. Ein Theaterstück wird gegeben, das der Autor und Regisseur Eyal Weiser, 30, gemeinsam mit drei ebenso jungen Schauspielern geschrieben hat. In ruhigen, anspruchsvollen Nummern wird die israelische Psyche seziert. Ayelet Robinson, eine 29-Jährige mit langen braunen Haaren, spielt eine Trainerin, die das Seminar "Entdecke den Araber in dir" anbietet. Das Publikum schüttelt sich vor Lachen. Später wird Robinson eine Nachrichtensprecherin spielen, die in Israel arbeitet, weil sie von schlechten Nachrichten sexuell erregt wird. Auch eine ganz sichere Nummer.

Doch dazwischen hält Nadav Boshem, 32, seinen Holocaust-Monolog: Der schmächtige junge Mann beschreibt den Genozid als letzte Sinnreserve eines Landes, das die Ideale des Kibbuz und die Traditionen des Judentums verloren hat. Er endet mit dem Ruf: "Wir brauchen einen neuen Holocaust!" Keiner lacht, doch nach dem Stück gibt es lange Applaus.

"Wir haben viel über diesen Monolog nachgedacht und diskutiert", erzählt der Schauspieler, "aber ohne ihn geht es nicht. Wer über Israel sprechen will, muss etwas zum Holocaust sagen." Der Regisseur pflichtet ihm bei: Er hat Boshems Holocaust-Monolog genau in der Mitte des Stückes platziert: als Dreh- und Angelpunkt der israelischen Identität, aus der sich das Verhältnis zu sich selbst und den feindlichen Nachbarn erklärt.

Auch die jungen Theaterleute im Tmuma wollen provozieren - aber nicht Gelächter, sondern Nachdenken über die Erinnerung an den Holocaust im Land der Opfer. Boshem würde seinen Monolog auch in den besetzen Palästinensergebieten spielen und hat ihn schon vor deutschem Publikum gehalten. Seiner Kollegin Robinson dagegen "fällt der Gedanke schwer, irgendetwas in Deutschland oder vor Deutschen zu spielen".


Warum war Gott nicht in Auschwitz? Er kam nicht durch die Selektion.

Gil Kopatch, dem "großen Penis", wird in den konservativen Zeitungen regelmäßig Respektlosigkeit vor den Leiden der Opfer vorgeworfen. Er hat es aufgegeben, darauf hinzuweisen, dass es in Theresienstadt Kabarett gab und im Ghetto von Vilnius Comics.

Auch er hat die Reise gemacht, auf die viele junge Israelis seit dem Fall des Eisernen Vorhangs gehen: nach Osteuropa, zu den Orten der Familiengeschichte und der Verbrechen. "Ich stand auf einem Massengrab irgendwo zwischen der Ukraine und Weißrussland", erinnert sich Kopatch, "und wusste: Hier liegen meine Leute. Alle meine Leute."

Kopatch ist auch ins Land der Täter gereist: Ein Freund hat ihn dabei gefilmt, wie er über das Gelände des Führerbunkers in Berlin läuft und lacht und schreit: "Hitler, du Schwein, fuck you, du bist tot, du bist tot. Aber ich lebe noch!"

Ist Humor ein angemessener Umgang mit dem Holocaust? Kopatch findet schon die Frage absurd: "Ich weiß nicht, wie ein Mensch damit normal oder gesund umgeht. Meine Reaktion auf den Holocaust ist Lachen. Es ist meine hysterische Reaktion."

taz Nr. 7655 vom 3.5.2005, Seite 13, 273 Zeilen (TAZ-Bericht), ROBIN ALEXANDER
15 Beiträge ausgeblendet.
Seite: Übersicht Alle 1 2


Darf über den Holocaust gelacht werden? Mützenmacher
Mützenmacher:

Also Eichi #15,

 
05.05.05 11:57
#17
da muß ich dir ja zu 80% mal recht geben, NUR
was du immer mit deinen Strafen hast, begreif ich nicht.
Irgendwie mußt du ein Trauma haben.
Gott straft diejenigen, Gott straft denjenigen, du bist mit deiner Frau gestraft usw..
Also, irgendwie muß dir in deiner Kindheit was passiert sein, wo du anscheinend dann auch mit deiner Entwicklung stecken geblieben bist.
Seit wann bitte - BESTRAFT Gott irgendjemand ??????????
Es gibt bestimmte Gesetze - Naturgesetze/Kräfte, wie du ja selbst mit dem Thema der Polarität beschreibst.
So, wer sich da einer Kraft, sei es nur z.B. der Wind nicht richtig "auseinandersetzt/hingibt", der erleidet eben Schiffbruch.
So einfach ist das - das ist aber KEINE STRAFE Gottes.
Und wenn du mit deiner Frau Probleme(wie DU ja sagst - Gottes-Strafe) hast, dann gibt es eben zwei Möglichkeiten:
1. Du arrangierst dich bzw. akzeptierst sie - so, wie sie ist ODER
2. du läßt dich scheiden.
Aber ich glaube zu diesen 2. Schritt bist du zu feige - bleibst lieber in dieser Tretmühle und moserst lieber.
So, das alles ist aber KEINE Strafe!!!

Mütze
Darf über den Holocaust gelacht werden? Eichi
Eichi:

@zombi, wir leben in einem außergewöhnlichen Land,

 
05.05.05 12:05
#18
Dieses Land mit seinen Bewohnern, den Deutschen, besitzt den höchsten Intellekt in dieser Erden-Welt.

Und darin befinden sich hohe Geister der Wahrheit und konkurrenzlos Wissende.

Deine angehängte Zahl 17 ist der Beweis!
Darf über den Holocaust gelacht werden? zombi17
zombi17:

Das war auch eine Strafe Gottes,

 
05.05.05 12:07
#19
denn Zombi 1 bis 8 waren vergeben, dann hat Gott mich gelenkt und für mich die 17 eingetragen. Wenn Doofheit lang machen würde, könntest du von der Erde aus den Mond knutschen"fg"
Darf über den Holocaust gelacht werden? Mützenmacher
Mützenmacher:

lol

 
05.05.05 12:08
#20
Zombie, stell mir das grad mal so bildlich vor.

Knuuuuuutsch - loooooooooooool
Darf über den Holocaust gelacht werden? Major Tom
Major Tom:

Der (Rassen)Wahn spielt in der Esoterik

 
05.05.05 12:10
#21
lange vor Hitler und dem Nationalsozialismus in Deutschland, Frankreich und anderen Ländern eine besondere Rolle. Es ist ja außerdem bekannt, dass in Esoterik oft Antisemitismus und Rassismus enthalten sind und Verschwörungstheorien gehören zum Handwerkszeug der meisten Esoteriker. Eichi hat das ja schon öfters durchblicken lassen, irgendwann fällt dann die Maske komplett.

Vielleicht ist die Erklärung aber auch ganz einfach: Wenn man nach 6 Ltr. Bier und 6 doppelten Korn nur 6 Stunden geschlafen hat, dann ergibt sich daraus der Kater/das Tier = 666 und daraus resultierend das Dummschwätzer-Syndrom oder der Wahn in seiner reinsten Form! Btw, am Auserwählt-Syndrom leiden Christen, Juden und Muslime!

Ciao!

PS @zombi17, mit deinem Posting "Und MT?" hattest du absolut Recht, nicht nur was die "Spezialisten" angeht. Ich bin auch kurz davor, dass mich nichts mehr erschreckt.

Gruß MT
Darf über den Holocaust gelacht werden? Eichi
Eichi:

Der schöpferische Gott

 
06.05.05 16:25
#22
liebt letztendlich alle seine Geschöpfe, auch die Juden!

Strafen dienen zur Erleuchtung!
Darf über den Holocaust gelacht werden? Major Tom
Major Tom:

Salve Eichi, du hast gerade noch gefehlt.

 
06.05.05 16:51
#23
Jetzt sind wir ja endlich komplett. Was macht die Numerologie bzw. Zahlenmystik? Soll ich dir dein Leben für heute ausrechnen? Ich habe hier noch eine krumme "7", eine coole "3" und eine scharfe "6". Einen Kreis habe ich bereits gezogen, ein Band gewoben, die Göttin steht im schwarzen Nachtgewand da und Reinigungsräucherwerk, Trommeln, Rasseln, Glocken etc. stehen bereit.

Entfache DU zunächst die Kohle und lege sie in das Räuchergefäß. Streue, sobald die Kohle durchgeglüht ist, das Reinigungsräucherwerk oder den Salbei auf sie. Aber Obacht: Viele Reinigungsräucherungen verbreiten einen übel riechenden Geruch, welcher die negativen Kräfte vertreiben soll. Btw, das stehst du schon durch.

Nun begibst du dich in jedes Zimmer deines Heimes und räucherst dort gegen den Uhrzeigersinn jede Ecke, jedes Fenster und jede Tür gründlich aus. Halte hierfür das Räuchergefäß in der linken Hand. In die Rechte nimmst du eine Rassel oder Glocken. Mit dieser produzierst du parallel zum räuchern Lärm. Zusätzlich kannst du auch den negativen Energien schreiend befehlen zu verschwinden und dein Reich zu verlassen. Aber bitte, fackle dir nicht die Bude ab! *g* Melde dich, falls du damit fertig bist, dann gebe ich dir noch mehr Tipps.

Sei gesegnet!
Dein(e) Nevia Gaea

PS Hier noch einige telepathische Anweisungen: ...

-------------------------------
Grüne Sternchen - mir doch egal.
Aber: Qui suo iure utitur, nemini facit iniuriam!
Darf über den Holocaust gelacht werden? 1928766
In jedem Manne steckt ein Kind, und das will spielen. (Nietzsche)
"Guatln"
Darf über den Holocaust gelacht werden? Eichi
Eichi:

Hi Raumschiffkommander Major Tom!

 
06.05.05 19:50
#24
Gut hast du das dargestellt. Ich kenne das. Frauen sind dafür sehr empfänglich.

Bei mir ist das etwas anderes. @Talisker hat mich nämlich zum "Meisteresoteriker" ernannt!
Der ARIVA.DE Newsletter
Bleiben Sie informiert mit dem
wöchentlichen Marktüberblick
von ARIVA.DE!
E-Mail-Adresse
Ich möchte Benachrichtigungen von ARIVA.DE erhalten.
Ja, ich habe die Datenschutzhinweise gelesen und akzeptiert (Pflichtfeld).
Darf über den Holocaust gelacht werden? nichts
nichts:

hallo eichi,

 
06.05.05 19:56
#25
ist gott dein ein und alles?

solltest du nicht nur dich selbst achten, bevor du einem imaginären gott huldigst,
den es nicht gibt?

erstaunlich ist ja, das es eigentlich blasphemie nicht gibt.
blasphemie begründet sich ja darauf, das es einen gott gibt.
da es aber keinen gott gibt, gibt es auch keine blasphemie.

das solltest du begreifen.

gruß
nichts


Darf über den Holocaust gelacht werden? zombi17
zombi17:

Schichtwechsel? o. T.

 
06.05.05 20:10
#26
Darf über den Holocaust gelacht werden? Katjuscha
Katjuscha:

Ich find Eichi nicht mehr lustig

 
06.05.05 23:47
#27
Das er ein Problem mit sich selbst hat, ist offensichtlich. Von daher kann man durchaus über einige seiner Esoterik-Bemerkungen lachen. Der erinnert mich stark an Herrn Langhans.

Aber beim Posting 22 hört bei mir der Spaß auf. Ich weiß ja nicht ob Ihr das genauso versteht wie ich, aber eigentlich gibts dafür nur eine Erklärung.



Der schöpferische Gott   Eichi   06.05.05 16:25  

liebt letztendlich alle seine Geschöpfe, auch die Juden!

Strafen dienen zur Erleuchtung!



Halloooo?
Darf über den Holocaust gelacht werden? .Juergen
.Juergen:

Darf über den Holocaust gelacht werden?

 
07.05.05 00:34
#28
Meine klare Antwort darauf ist NEIN und nochmals NEIN!!
Verstehe auch nicht wie man sowas überhaupt als Frage deklarieren kann,
da fehlt mir bei aller Toleranz jegliches Verständnis für.
Darf über den Holocaust gelacht werden? Eichi
Eichi:

Hallo @nichts!

 
07.05.05 10:05
#29
Dein Posting Nr. 25 sagt ALLES, denn Gott ist das NICHTS.

Du hast es begriffen, nur ganz wenige Geister sind dazu in der Lage.

Gott hat im Prinzip keinen Namen, du sollst dir kein Bild machen, steht geschrieben u. a. im AT und im Islam ist das konsequentes Gesetz. Gott ist weder Mann noch Frau weder gut noch böse weder groß noch klein oder weder süß noch sauer bzw. er ist alles zusammen.

Gotteslästerung oder Blasphemie gibt es insofern gar nicht. Denn wenn jemand Gott lästert, dann ist es Gottes Wille.

Im übrigen ist Langhans vom Meister Sant Kirpal Singh initiiert und muss sich damit selbst auseinandersetzen @Katjuscha.

Gott lacht nicht und er weint auch nicht, egal ob Holocaust oder nicht!

Leute, ist müsst vollkommener werden! Eure primitiven Emotionen sind zu verachten!
Darf über den Holocaust gelacht werden? nichts
nichts:

ne eichi, ick hab dat nicht begriffen,

 
07.05.05 10:20
#30
gott gibt es nicht, eichi! gewöhn dich dran. dann gehts auch dir
besser.

du führst hier immer an, das gott keinen namen hat. also wenn du das
wort "gott" erwähnst, heißt das ja automatisch, daß es für dich gott gibt.

insofern hast du mein posting nr.25 nicht begriffen.
Darf über den Holocaust gelacht werden? nichts
nichts:

für eichi:

 
07.05.05 10:24
#31
Forscher ernährt sich von Licht

Eine Wissenschafts-Sensation?

Als er 2001 zu essen aufhörte, nahm er 20 Kilo ab. Danach aber pendelte sich sein Gewicht bei 68 Kilo ein (1,74 Metern groß). Der Braunschweiger Chemiker Dr. Manfred Werner (56) – er lebt angeblich nur von der Energie des Lichtes, schrieb darüber ein Buch.

„Ich habe dafür selbst keine Erklärung“, sagt er. „Offenbar sind Lichtenergie und Materie ineinander verwandelbar, wenn man genug Glauben daran hat.“

Aus Neugier begann er mit dem Test 2001. Eine Woche aß und trank er nichts. Eine Woche gab es nur Wasser und stark verdünnten Orangensaft (maximal 25 Prozent Saft). Eine Woche danach stärkere Säfte (40 Prozent). „Danach war mein Körper umgeschaltet. Ich brauchte keine Nahrung mehr.“

Muß er sich extra in die Sonne oder ins Solarium legen?

„Nein, ich meine mit Licht eine natürliche göttliche Energie, die in Überfülle überall vorhanden ist.“


Ist Lichtnahrung dasselbe wie Fasten?

„Nein. Beim Fasten schaltet der Körper notgedrungen auf Reserve, baut sich ab.“ Er dagegen fühlt sich gesünder, vitaler. „Ich trinke täglich 1,5 Liter: Saft, Wasser, Tee, Kaffee.“


Zehn Tage ließ er sich in einer Klinik untersuchen. Ergebnis: Außer schnellem Puls in der Nacht und leicht erhöhten Keto-Werten im Urin (wie bei Diabetikern) ist bei ihm alles normal.


Leben ohne Nahrung – der berühmteste Fall: Die christliche Mystikerin Therese Neumann (1898 bis 1962) aus Konnersreuth in Bayern.


„36 Jahre aß sie nichts außer einer Hostie pro Tag“, so Pfarrer Anton Vogl (68). Der Fall ist umstritten. Der Pfarrer glaubt daran: „In einem kleinen Dorf ist ein Schwindel auf Dauer unmöglich.“


Der Schweizer Niklaus von Flüe (1417 bis 1487) soll 20 Jahre keine Nahrung zu sich genommen haben soll. Papst Pius XII. sprach ihn 1947 heilig.


Kann man wirklich ohne Essen leben? „Ich halte das für äußerst unwahrscheinlich“, sagt Dr. Helmut Oberritter (52), wissenschaftlicher Leiter der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. „Selbst, wenn man täglich sehr viel Saft trinken würde, fehlen Proteine und Fettsäuren.“

Und Energie aus Licht? „Das können nur Pflanzen. Menschen fehlt dazu der spezielle grüne Farbstoff, das Chlorophyll.“

Darf über den Holocaust gelacht werden? Major Tom
Major Tom:

@Katjuscha, guter "Langhans"-Vergleich.

2
07.05.05 13:26
#32
Der Alt-68er und ehemalige Kommunarde der Kommune I hat nach seinem Rückzug ins Private zunehmend eine Affinität zu Weltanschauungen entwickelt, die in der faschistischen Ideologie wurzeln. In seiner ersten Publikation, die er im Eigenverlag 1979 herausgibt, nennt er sich "Privatgelehrter". Die Konzentrationslager der Nationalsozialisten sind für ihn "spiritualistische, hocherregte Felder" und Hitler "ein Werkzeug in einem sinnvollen Zusammenhang". Irgendwie fallen mir in diesem Zusammenhang (Langhans) die Worte "Schwachkopf" und "Depp" ein.

Vom APO-Politclown zum durchgeknallten Esoterik-Clown? In einem Interview mit dem ARD Fernseh-Magazin "Panorama", das im September 1999 ausgestrahlt wird, wiederholt Langhans seine esoterische Bewertung der Person Hitler:

    "Wir müssen die besseren Faschisten sein, denn der Faschist ist in meinen Augen jemand, der erstmal natürlich das Himmelreich auf Erden holen wollte, also der wirklich was Gutes wollte. Also unter dem Gesichtspunkt ist Hitler selbstverständlich für uns alle ein großer Lehrer, das wird keiner dann ablehnen können. Jetzt aber im speziellen Fall dieser Spiritualität würde ich sagen: Hitler ist ein verhinderter Spiritueller, und er hat das, was in die inneren Ebenen gehört, auf den äußeren Ebenen "Ich beschloß, Politiker zu werden" durchzusetzen versucht. Das ist meiner Ansicht nach der Hauptfehler, da müssen wir hinschauen, wir Deutschen im wesentlichen, damit wir das verstehen. Wenn wir ihn von vornherein verteufeln, werden wir ihm nicht gerecht."

Ich frage mich bei solchen Menschen wie Rainer Langhans immer wieder, sind das einfach nur Spinner, die eine Menge Blödsinn absondern oder muss man aufpassen, solche Zeitgenossen nicht zu verharmlosen.

Ist Eichi jetzt eher eine Art spleeniger und verschrobener Langhans, den es nicht ernst zu nehmen gilt oder versteckt er gerade unter dieser Masche seine Botschaft, die er in einigen Postings zum Teil ja sehr subtil umschreibt. Ich neige dazu, solche User nicht mehr ernst zu nehmen, vielleicht ein Fehler, denn Anfang der 1920er Jahre wurde Adi, der Drecksack, außerhalb Bayerns nicht wirklich ernst genommen und wir wissen ja, was daraus geworden ist. Das soll jetzt kein Vergleich Eichis mit irgendjemandem sein, sondern ist nur eine Allegorie.

Da ich mich jedoch selbst auch vor Pauschalisierungen hüten muss, will ich natürlich nicht behaupten, dass jeder Esoteriker ein Antisemit oder Rassist ist und nicht jeder nutzt Verschwörungstheorien als Werkzeug. Viele bedienen sich einfach nur im "Supermarkt der Spiritualität" und unter Zuhilfenahme von Reinigungsräucherwerk, Trommeln, Rasseln, Glocken etc. wird eine Pseudowissenschaft betrieben, die in jedem Fall ein gutes Betätigungsfeld für Scharlatane bietet - dabei geht es gleichfalls um einen Markt, der Milliarden Umsatz aufweisen kann.

IDGR schreibt u. a. dazu: "Der Zweig der politischen Esoterik verdient besondere Beachtung. Viele der populären Autoren dieses Esoterik-Zweiges bedienen sich aus dem Fundus der NS-Literatur und propagieren aus einem elitären Selbstverständnis heraus ein rassistisches und antisemitisches Gedankengut. Führende Nationalsozialisten waren bekennende Anhänger der Esoterik. Heinrich Himmler, der horoskopgläubige Reichsführer SS, hielt sich für die Reinkarnation des Slawenbezwingers Heinrich I. (919-936). Der "Reinkarnationstherapeut" Trutz Hardo alias Tom Hockemeyer beschreibt in seinem Buch Jedem das Seine die Vernichtung der Juden unter nationalsozialistischer Herrschaft als "notwendiges Karma", mit dem diese "Vergehen aus früheren Leben abgelten" müßten. Dieses Buch fällt schließlich unter die Indizierung, Hardo wird rechtskräftig wegen Volksverhetzung verurteilt. Im Falle des Jan van Helsing alias Jan Udo Holey kommt es immerhin zur Indizierung der beiden Machwerke Geheimgesellschaften." Mehr zu diesem Thema: http://lexikon.idgr.de/e/e_s/esoterik/esoterik.php

Ciao!

PS @Katjuscha, dein "Halloooo?" ist durchaus berechtigt! In jedem Fall gilt: Holzauge, sei wachsam!


-------------------------------
Grüne Sternchen - mir doch egal.
Aber: Qui suo iure utitur, nemini facit iniuriam!
Darf über den Holocaust gelacht werden? 1929482
In jedem Manne steckt ein Kind, und das will spielen. (Nietzsche)
"Guatln"
Darf über den Holocaust gelacht werden? Talisker
Talisker:

"Ich darf das, ich bin Jude"

 
04.11.08 18:24
#33
Schon mal was von Oliver Polak gehört?
www.netzeitung.de/entertainment/people/1208919.html
Da gibts sogar was zu sehen...
Gruß
Talisker
Heul nicht, wende dich an einen Mod deines Vertrauens.
Darf über den Holocaust gelacht werden? rightwing
rightwing:

schwierig

 
04.11.08 18:58
#34
... woody allen machte immer wieder seltsame jokes - z.b. sein resumee über den abend mit einer bekannten: "der abend war toll - er erinnerte mich an die nürnberger prozesse ...".
ich denke, dass schwarzer humor etwas befreiendes haben kann, jedoch immer eine gradwanderung markiert ... der süddeutsche zeichner peter puck z.b. überzeichnete in seinen genialen comics immer wieder die subkultur(en), z.b. die dreiste dummheit der skinheads (u.a. wie ein paar glatzen weihnachten feiern und singen: morgen kinder wirds was geben, morgen sind die türken dran ... gleichzeitig skizziert er den typisch ostdeutschen skin und lässt ihn sagen: friier do wor isch in dor effdäjott, heid bin isch äh sginhed ...).
im prinzip besteht wie bei jedem tabu ein fast zwanghaftes verlangen, dieses zu brechen ... vergleichbar der situation, dass man jetzt gerade auf gar keinen fall lachen darf (kirche) - angeheizt durch die übertreibungen der political corecctness und ihre durchbrechung wagen sich jedoch einige vor um auch diese zeit mit anderen wegen zu verarbeiten - z.b. zu sehen in dem film "das leben ist schön" mit dem italienischen comiker begnini
de.wikipedia.org/wiki/Das_Leben_ist_schön


ich denke, der akt der vernichtung per se war derart pervers, dass uns sowieso die worte versagen, also verbieten sich auch witze - vor allem, wenn sie die opfer beleidigen oder verunglimpfen.
Darf über den Holocaust gelacht werden? derkompetente
derkompetente:

Eine Frage hab ich noch:

 
04.11.08 19:10
#35
Wie kommt es, dass nach 3 1/2jährigem Schlaf dieser thread wieder aus der Vesenkung geholt wird?
Unser Wissen ist wie ein Wassertropfen - unser Nichtwissen wie ein Ozean.
Darf über den Holocaust gelacht werden? Talisker
Talisker:

Weil ich mir dachte,

 
04.11.08 19:40
#36
dass ein solcher, mit seiner jüdischen Herkunft spielender deutscher Comedian zu dem Themenkomplex passt.
Ganz einfach.
Gruß
Talisker
Heul nicht, wende dich an einen Mod deines Vertrauens.
Darf über den Holocaust gelacht werden? Hagenstroem
Hagenstroem:

Zur Eingangsfrage

 
04.11.08 23:32
#37
Das möchte ich so direkt mal nicht beurteilen. Jedenfalls habe ich herzhaft gelacht über Tagebücher, die mit Kugelschreiber, die zur angeblichen Zeit der Niederschrift noch nicht erfunden waren, geschrieben wurden. Oder über die Geschichte von einer weiblichen Person, die aufgrund der indirekten Umstände des Holocaust ein Teil ihres Lebens bei Wölfen fristen musste und diesen Teil ihres Lebens in Form eines Buches der schockierten Weltöffentlichkeit mitteilen musste. In diesem Umfeld gab es ja schon so manchen Brüller. Aber so richtig klasse fand und finde ich noch immer die Reaktionen der geprellten Öffentlichkeit, wenn diese "Schwindeleien" dann enttarnt werden. Immerhin hat der Glaube an die Ernsthaftigkeit bis dahin ja meist doch recht weite Kreise gezogen mit all dem Betroffenheitsszenarien, den öffentlichen Auftritten und Diskussionen unter dem Aspekt Zeitzeuge und nicht bis zuletzt als ernstzunehmende Grundlage in die Lehrpläne der Schulen. Ist ja eigentlich auch ein wirklich viel zu ernstes Thema, bei dem keine noch so unvorstellbare Schreckenstat, keine noch so hanebüchenes menschliches Schiksal und nicht zuletzt die tiefsten menschenlichen Abgründe in diesen (komprimierten) zwölf Jahren deutscher Geschichte nicht doch irgendwie vorstellbar gewesen wären.
Das Ende der Amateurdemokraten ist nahe.
Darf über den Holocaust gelacht werden? gate4share
gate4share:

Interessant, habe mir aber überlegt, dass ich

 
04.11.08 23:47
#38
hierzu mal nichts sage.

Ehrlich gesagt, was ich auch nicht genau was ich da denken soll!

Eines ist mir aber aufgefallen, dass meine These ja wohl  selbst im eigenen Land, viele Vertreter hat:


"...
Doch dazwischen hält Nadav Boshem, 32, seinen Holocaust-Monolog: Der schmächtige junge Mann beschreibt den Genozid als letzte Sinnreserve eines Landes, das die Ideale des Kibbuz und die Traditionen des Judentums verloren hat. Er endet mit dem Ruf: "Wir brauchen einen neuen Holocaust!" Keiner lacht, doch nach dem Stück gibt es lange Applaus"
,...."
Darf über den Holocaust gelacht werden? kiiwii
kiiwii:

...ich lach nur über Mohammed Oktogan

 
04.11.08 23:51
#39
MfG
kiiwiipedia

Die User Happy End, ottifant, ecki und zombi werden gebeten, den User kiiwii weder zu beleidigen noch zu provozieren.
Darf über den Holocaust gelacht werden? gate4share
gate4share:

Wieder einmal diktarorische, undemokratische

 
04.11.08 23:54
#40
ja Zensur ähnliche, Moderation?

Und das noch mit einer Sperre belegt!


_____________________
   9.  Löschung   Eichi  05.05.05 10:05  



Moderation
Moderator: PM
Zeitpunkt: 05.05.05 12:07
Aktionen: Löschung des Postings, ID-Sperre für 1 Tag
Kommentar: Regelverstoß
Link: Forumregeln
_____________________________



Dieser Eindruck muss sich aufdrängen, wenn man sieht, dass mind 3 User in wohl vernünftiger Weise auf d as gelöschte Posting eingangen sind!

Wann werden die Moderatoren endlich begriffen, dass ihre Meinung, nicht immer und unbedingt die alleinverbindliche Ansicht sein kann?

Gelöschter Beitrag. Einblenden »
#41


Seite: Übersicht Alle 1 2

Talkforum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--