Daimler und Chrysler getrennt!

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Daimler und Chrysler getrennt! minesfan
minesfan:

Daimler und Chrysler getrennt!

 
14.05.07 13:28
#1
jetzt kann man doch Chrysler-Aktien kaufen, die steigen doch schön...
Daimler und Chrysler getrennt! minesfan
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Berliner Morgenpost

 
14.05.07 13:39
#2
Arbeitnehmer stimmen Trennung von Daimler und Chrysler zu

New York (dpa) - Die Arbeitnehmer im DaimlerChrysler-Aufsichtsrat wollen der Übernahme der US-Tochter Chrysler durch den Finanzinvestor Cerberus zustimmen. Das gelte für die nordamerikanische Gewerkschaft UAW und die deutschen Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat, hieß es in einer Erklärung der Arbeitnehmer. Cerberus übernimmt rund 80 Prozent der Anteile an dem US-Autobauer. Der Stuttgarter Autobauer wird künftig nur noch Daimler AG heißen.
Daimler und Chrysler getrennt! minesfan
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Focus Online

 
14.05.07 13:44
#3
Nach monatelangem, zähem Verhandlungspoker wird die gescheiterte Automobil-Ehe von Daimler und Chrysler nun geschieden. Der deutsche Konzern wird in Zukunft nur noch Daimler AG heißen.
Von FOCUS-Korrespondent Fritz Schwab, Stuttgart
Chrysler wird ohne Gewinn verkauft
Für 5,5 Milliarden Euro geht die Mehrheit an Chrysler an den amerikanischen Finanzinvestor Cerberus. Daimler-Boss Dieter Zetsche weint der Ami-Marke, die er selbst mehrere Jahre geleitet und scheinbar auch nachhaltig saniert hatte, keine Träne nach. In einer ersten Stellungnahme betonte er auffällig oft das Wort „Premium“ – einen Wert, den Chrysler nie erfüllen konnte, und verwies auf die Stärke von Mercedes.
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"Wir wollen der weltweit führende Hersteller von Premium-Fahrzeugen und Premium-Services sein – in jedem Marktsegment, in dem wir weltweit tätig sind. Und wir wollen eine Kultur der Spitzenleistung leben, basierend auf gemeinsamen Werten, einer großartigen Geschichte von Innovations- und Pionierleistungen und – mit Mercedes-Benz – der stärksten Automobilmarke der Welt“, sagte Zetsche im typischen Daimler-Stil, der kunstvoll eines der größten Fusionsdesaster der Automobil-Geschichte kaschieren soll.

Verkauf gilt als Nullsummenspiel

Nach knapp zehn Jahren ist die von Zetsche-Vorgänger Jürgen Schrempp eingefädelte „Hochzeit im Himmel“ endgültig am Ende.

Einen großen Klotz – aktuelle und zukünftige Verpflichtungen für Pensionen und Gesundheitskosten – ist Zetsche zusätzlich losgeworden. Im Endeffekt läuft der Deal auf ein Nullsummenspiel heraus. Denn Daimler muss nicht nur die Kosten aus dem Verkauf, sondern auch den Chrysler-Verlust für das laufende Jahr noch übernehmen. Dieser soll sich zwischen drei und vier Milliarden Euro bewegen.

Cerberus verpflichtet Ex-VW-Markenchef Bernhard

Reichlich handzahm gab sich der amerikanische Gewerkschaftsboss Ron Gettelfinger: „Die Transaktion mit Cerberus wird den Interessen unserer Mitglieder, der Chrysler-Group und von Daimler am besten gerecht.“ Die Werke von Chrysler rund um Detroit müssen dennoch mit einem hartem Sparkurs rechnen. Ein massiver Stellenabbau scheint unvermeidlich. Den passenden Mann hat Cerberus mit Wolfgang Bernhard, dem ehemaligen Daimler-Vorstandsmitglied und VW-Markenchef, bereits angeheuert. Das bisherige Mangement um Tom La Sorda ist dabei, seine Habseligkeiten aus den Schreibtischen zu räumen.

"Cerberus glaubt an die Kraft der verarbeitenden Industrie der USA und an die US-Autoindustrie. Aber am wichtigsten ist: Wir glauben an Chrysler“, sagte Cerberus Capital Management-Vorstandsboss John Snow. In Stuttgart hatte man diesen Glauben schon seit langem verloren. Mit der seit Wochen strapazierten Phrase „wir prüfen alle Optionen“ hatte das Daimler-Management klar signalisiert, dass man Chrysler um fast jeden Preis loswerden wolle.

Den Abgesang auf die missratene Allianz beschreibt Daimler mit „Synergien zwischen Mercedes-Benz und Chrysler wurden ausgeschöpft „ und „darüber hinaus gehende Möglichkeiten zur Zusammenarbeit sind angesichts der unterschiedlichen Segmente begrenzt“. So hört es sich zwischen zwei Partnern an, die sich offensichtlich nichts mehr zu sagen haben, geschweige denn eine funktionierende Ehe führen.

Höhenflug der Daimler-Aktie

Nach dem Vermelden der frohen Botschaft ging das Daimler-Papier weiter in die Höhe, nachdem es bereits in den vergangenen Wochen stark angezogen hatte. Daimler selbst kommentierte die Dauerlast Chrysler als „Abschlag bei Profitabilität und Aktienkursentwicklung“. Damit ist jetzt wohl erstmal Schluss, und die Stuttgarter müssen vielmehr damit rechnen, selbst attraktive Beute eines hungrigen Käufers zu werden.
Daimler und Chrysler getrennt! minesfan
minesfan:

FAZ

 
14.05.07 13:47
#4
Daimler-Arbeitnehmervertreter im AR stimmen für Chrysler-Verkauf

STUTTGART (Dow Jones)--Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der DaimlerChrysler AG wollen für den Verkauf der US-Tochter stimmen. Die nordamerikanische Automobilarbeitergewerkschaft UAW und die deutschen Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat erklärten übereinstimmend, dass sie den Vertrag mit Cerberus in der Sitzung des Aufsichtsrats am Mittwoch dieser Woche akzeptieren werden, wie es in einer Presseerklärung des Konzernbetriebsratsvorsitzenden Erich Klemm vom Montag heißt.

"Bei der Bewertung der Entscheidung war uns das Urteil unserer amerikanischen Freunde besonders wichtig. Da sich Ron Gettelfinger, Präsident der UAW und Mitglied des Aufsichtsrats, mit der Entscheidung für einen Verkauf an Cerberus zufrieden gezeigt hat, fällt es den anderen Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat leicht, diese Entscheidung mit zu tragen", so Klemm.

"Bei der Bewertung des Chrysler-Verkaufs befinden sich die Interessenvertretungen in Deutschland und Nordamerika in enger Abstimmung", wie es weiter hieß. Dabei stehe die nachhaltige Sicherung aller Arbeitsplätze im Unternehmen stets im Fokus. "Wir denken, dass die Belegschaften auf beiden Seiten des Atlantiks in eine gesicherte Zukunft gehen können", so Klemm.
Daimler und Chrysler getrennt! minesfan
minesfan:

Spruch der Woche

 
14.05.07 16:50
#5
Nimmt der Schrempp seinen Hut, geht es Chrysler wieder gut!
Daimler und Chrysler getrennt! Thomastradamus
Thomastrada.:

und aus welcher Woche ist der Spruch?

 
14.05.07 16:55
#6
...vielmehr: aus welchem Jahr?

Dass es Chrysler unter Cerberus gut gehen soll, halte ich für unwahrscheinlich.

Gruß,
T.
Daimler und Chrysler getrennt! uygurer
uygurer:

Also was kaufen

 
14.05.07 18:25
#7
Am besten nen Eintopf in der Büchse. Der hält garantiert länger
Daimler und Chrysler getrennt! minesfan
minesfan:

Ein Hoch für Gettelfinger!

 
16.05.07 14:22
#8
Der Umfaller aus der Gewerkschaft

Von Roland Lindner


Wie sich Gettelfinger zu seiner Zustimmung überreden ließ, ist unklar
15. Mai 2007
Über Ron Gettelfinger, den Chef der Autogewerkschaft United Auto Workers (UAW) heißt es oft, er hätte den härtesten Job in der Autostadt Detroit. Dabei gibt es an schwierigen Aufgaben in der wegen des Niedergangs der Autoindustrie leidgeprüften Region bestimmt kein Mangel. Gettelfingers Aufgabe ist es, für die Mitarbeiter der Autoindustrie zu kämpfen, das heißt gegen Personalabbau und gegen weitere Kürzungen bei den Sozialleistungen.

Auf der anderen Seite zwingt ihn die Realität aber zu Zugeständnissen: Alle drei amerikanischen Autohersteller - General Motors (GM), Ford und Chrysler - kämpfen mit großen Problemen. Und als Teil der Lösung sehen die Unternehmer Zugeständnisse auf der Arbeitnehmerseite.

„Im besten Interesse“ der Gewerkschaft

Was Chrysler betrifft, hat der 62 Jahre alte Gettelfinger sich nun zu einem Zugeständnis drängen lassen, das Analysten verblüfft hat. Er sagte, ein Verkauf von Chrysler an die Beteiligungsgesellschaft Cerberus sei „im besten Interesse“ der Gewerkschaft. Was für eine Kehrtwende. Noch vor ein paar Wochen beschrieb er den Verkauf an einen Finanzinvestor als schlimmstmögliche Lösung. Er warf Beteiligungsgesellschaften eine „strip-and-flip“-Mentalität vor, sie würden also Unternehmen zerlegen und dann schnell wieder abstoßen, ohne Rücksicht auf die Belange der Mitarbeiter.

Es kann nur vermutet werden, wie er sich nun überreden hat lassen, seine Zustimmung zu geben. Womöglich malte Daimler-Chrysler ihm Schreckensszenarien an die Wand, wenn jemand anders den Zuschlag für Chrysler bekommen würde. Womöglich hat auch der bisher von der UAW bevorzugte Bieter, der kanadische Autozulieferer Magna, etwas an Attraktivität verloren, nachdem sich hier in der vergangenen Woche der russische Oligarch Oleg Deripaska eingekauft hat. Es heißt außerdem, dass Gettelfinger sich gut mit Wolfgang Bernhard versteht, dem früheren Chrysler-Manager, der jetzt eine Beraterfunktion bei Cerberus hat.

Es wird jedenfalls keine einfache Entscheidung für Gettelfinger gewesen sein, den Kauf durch Cerberus abzunicken. Und es ist abzusehen, dass in diesem Jahr noch einige schwere Stunden auf ihn zukommen werden. In wenigen Monaten werden die Verhandlungen über einen neuen Vier-Jahres-Tarifvertrag bei den drei amerikanischen Autoherstellern beginnen. Es ist zu erwarten, dass die Unternehmen auf weitere Zugeständnisse drängen werden.
Text: F.A.Z., 15.05.2007, Nr. 112 / Seite 14



Die wollen doch nur alle ihren Arsch retten...
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Daimler und Chrysler getrennt! Dr.Mabuse
Dr.Mabuse:

...na, der hat sich mal bei den Gewerkschafts-

 
16.05.07 14:26
#9
kollegen von VW umgehört. Man sollte mal die von DC finanzierten Charterflüge von und nach Brasilien checken.....
Daimler und Chrysler getrennt! minesfan
minesfan:

gab´s keine nach Thailand?;))

 
16.05.07 14:29
#10
Daimler und Chrysler getrennt! gate4share
gate4share:

Versuch der grössten Flaschen, was zu vertuschen!

 
16.05.07 14:31
#11
Daimler Benz war seit je her ein sehr erfolgreiches Unternehmen, dass es schon früh in der gesamten Welt bekannt war.
Es hat immer gut, teilweise klotzig verdient...........

doch dann..........kamne die "tollen" Manager. Wollten Daimler bereiter aufstellen, und nicht allein vom Automobil abhängig sein.

Die früheren Börsianer wissen sicher genau, in was für Unternehmen, Branchen, Überleungen etc. Daimler Geld steckte. Haben die überhaupt mit einer einzigen Idee was verdient?

Das allermeiste, wie auch die Beteiligungen in der Luft- udn Raumfahrt, im Mobilfunk und erst recht im Automobilbereich haben nur Geld gekosett. Toyota und Mitsubishe hatten Daimler schon ausgenommen. Die Chrysler Leute fanden auch einen naiven  Deppen.

Man sollte mal ausrechnen, wo Daimler heute stände, wenn sie sich nur auf ihre eigenen Autos konzentriert hätte. Damit ist doch die Leistung jedes VV einfach nur sehr schlecht gewesen- kontraproduktiv. Denn um das reine DaimlerBenz PKW Geschäft hat  sich ja jeweils ein eigenes Vorstandsmitglied gekümmert. Und nur den hätte man gebraucht, dann würde man heute nicht dreimal, anhand der Börsenbewertung, und vergleichen an Gewinn und Umsatz noch mehrmals, von Toyota in die Tasche gesteckt!

Das waren wirklich richtige Managerflaschen!
Daimler und Chrysler getrennt! Thomastradamus
Thomastrada.:

Hey, NFZ haste wohl vergessen!

 
16.05.07 14:41
#12
Personal- und Finanzvorstand hat auch nicht nur der eine gemacht...

Gruß,
T.
Daimler und Chrysler getrennt! Jon Game
Jon Game:

Ceberus degradiert Chrysler Chef

 
06.08.07 12:09
#13
Robert Nardello neuer Vorsitzender des Chrysler Vorstandes und des Verwaltungsrates.
Thomas LaSorda wird entmachtet, Eric Ridenour, Sordas rechte Hand verlässt das Unternehmen. Sordas wird sich allerwahrscheinlichkeit nach vorallem für die Beziehung zur Automobilarbeiter-Gewerkschaft UAW kümmern.

Nardelli kommt nicht aus der Branche, sein letzter Arbeitgeber: Baumarktkette "Home Depot"

Leider (pers. anmerkung) auch für Bernhard keinen Platz bei Chrysler, angeblich aus persönlichen Gründen...
Daimler und Chrysler getrennt! Jon Game

sorry falscher Bereich

 
#14


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