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Culture Club

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Culture Club Fillorkill
Fillorkill:

*no more parties in the attic*

 
26.03.19 22:11
seeing well in the dark is the major function of an owl's eyes
Culture Club Fillorkill
Fillorkill:

masters of war

 
26.03.19 23:39
seeing well in the dark is the major function of an owl's eyes
Culture Club Fillorkill
Fillorkill:

und: I go to sleep

 
26.03.19 23:47
seeing well in the dark is the major function of an owl's eyes
Culture Club Zanoni1
Zanoni1:

#813 Sowas kommt dabei heraus

 
27.03.19 02:28
wenn man über Bücher referieren möchte, die man gar nicht gelesen hat XD

Angesichts der Flut von Ratgeberbüchern, die ähnliche Titel haben und mit Fug und Recht tatsächlich unter amerikanischer Vulgärpsychologie eingetütet werden können, kann ich dieses Ressentiment in diesem Falle aber fast ein bisschen verstehen.

Es geht hier allerdings nicht um positives Denken, NLP oder solche Dinge, dessen Unwissenschaftlichkeit und in Studien bisher auch keinesfalls nachweisbare Wirksamkeit sicherlich zu recht kritisiert wird. Bücher die zudem auch noch häufig von selbsternannten Coaches verfasst werden, die  keinerlei nachweisbare Qualifikation vorweisen können.

Es handelt sich bei "Twelve Rules for Life" sicher nicht um ein medizinisches Fachbuch (das wird aber auch nicht das Ziel gewesen sein). Seine Tradition geht dabei allerdings nicht etwa auf Tony Robbins und Konsorten zurück.

Wenn man etwas zurückdenkt, so sind heute Lebensfragen, denen sich früher die Philosophie gewidmet hat oder die auch in Religionen implizit enthalten sind, von der Psychologie übernommen worden, wobei der Fokus weniger auf Fragen des guten oder des richtigen Lebens an sich, sondern vor allem auf die Behandlung von seelischen Leiden gelegt wird.

Das erste wird hingegen von mittlerweile wie Pilze aus dem Boden schießenden Ratgebern bearbeitet ...in äußerst durchwachsener Qualität und Seriosität. Es gibt Gutes und Erhellendes  aber auch viel Schund.

Welcher Philosoph würde heute noch etwas Schreiben, wie Marcus Aurelius "Selbstbetrachtungen", Senecas "De Vita Beata", oder die Aufsätze von Epikur?

Nach Nietzsche hat sich (soweit ich das recht Überblicke) kaum noch ein namhafter Philosoph mit solchen Fragestellungen beschäftigt. Mitauschlaggebend dürfte sicher später auch die Frankfurter Schule gewesen sein. Der radikale Ausspruch " Es gibt kein richtiges Leben im Falschen" erübrigt nämlich jedwede Frage nach einem richtigen Leben.  Dabei handelt es sich m.E. bei diesem Ausspruch um eine Unwahrheit, die aber sophistisch offenbar gar nicht so schlecht vorgetragen wurde. Der pluralistische Relativismus der Postmoderne steht dem des Weiteren entgegen, den ich in seiner Konsequenz aber ebenso für verfehlt halte.

Am ehesten finden bei uns noch Intellektuelle wie Peter Sloterdijk oder  Norbert Bolz, den Mut, sich solchen Fragestellungen zu widmen.  Großartig finde ich z.B. sein Buch "Das richtige Leben"
www.amazon.de/...htige-Leben-Norbert-Bolz-ebook/dp/B01ALL1J9S
Er untersucht dort die vier klassischen antiken Idealformen, die heroische, die philosophische, die politische und die bürgerliche, und fragt danach, welchen Wert, welche Rolle und welche Bedeutung ihnen in der zeitgenössischen Moderne zukommt und zukommen kann.

Jordan Peterson hat sich hingegen den Religionen gewidmet und sich in der Tradition von Carl Gustav Jung die Frage gestellt, welche archetypischen mythologischen Figuren als moralische Metaerzählungen in ihnen enthalten sind, welchen Wert und welche Bedeutung sie haben, wo sie uns sonst noch überall begegnen und was wir u.U. auch heute noch aus Ihnen lernen können.
Darum dreht sich sein Hauptwerk "Maps of Meaning" an dem er über 13 Jahre gearbeitet hat. Das Buch ist allerdings auch ein richtiger Ziegelstein und recht anspruchsvoll geschrieben.

Die Geschichte von "Twelve Rules of life" soll hingegen auf einen thread bei Quora zurückgegangen sein, bei dem nach den wichtigsten Lebensregeln gefragt wurde. Auch Peterson hatte dort dann einen Kommentar verfasst, und dabei versucht so etwas wie eine kurze Essenz aus seinem Werk Maps of meaning abzuleiten, er kam auf über 40 Regeln und hat dann nochmal gefiltert, bis 12 übrig blieben, die ihm am wesentlichsten erschienen. der Thread wurde darauf hin zum Renner bei Quora, woraus dann die Idee entstanden sein soll, ein Buch draus zu machen.

Ein vereinfachtes und praxisorientiertes  Resultat seiner Arbeiten zu "Maps of Meaning" wenn man so will. Man mag von der Lebensphilosophie, die dort vertreten wird, etwas halten, oder auch nicht,  amerikanische Vulgärpsychologie ist jedoch kaum die richtige Schublade dafür.

Auf dem Gebiet der Psychologie ist er bekanntlich nicht nur diplomiert und promoviert sondern hält sogar eine Professur inne. Sein Hauptzweig ist dabei die Entwicklungspsychologie, seine besonders betonten Einflüsse neben Jung auch Piaget auch Rogers und in der therapeutischen Praxis scheint er  der kognitiven Verhaltenstherapie nahezustehen.
Unter amerikanischer Vulgärpsychologie würde ich doch etwas anderes verstehen.

Seine Qualifikationen und Erfahrungen auf diesem Gebiet der Psychologie scheinen natürlich in seine  Büchern überall durch und sind auch dadurch beeinflusst, auch wenn es sich dabei nicht um psychologische Fachliteratur im engeren Sinne handelt, sondern neben psychologischen Theorieaspekten  und empirischen Erkenntnissen diverser Studien, auch theologische und kulturphilosophische Aspekte beinhaltet.

Sein Buch unterscheidet sich meine ich zudem auch in anderen Bereichen von jener Ratgeberliteratur, die Du da im Blick hast. Deswegen ist sein Buch im Gegensatz zu jenen Werken vielleicht auch so erfolgreich.
Die Regeln sind kurz, die kapitellangen Ausführungen dazu jedoch erstaunlich gehaltvoll, Ähnlich wie der Buchtitel, so sind auch die einzelnen Regeln, eher Überschriften, hinter denen weitaus mehr, steht als man es auf den ersten Blick erwarten mag, so wie man es ja auch aus seinen Online-Vorlesungen und YT-Auftritten kennt XD.

Mein Eindruck bei deinen Reaktionen ist allerdings eher, dass es Dir gar nicht so sehr darum geht, ihn oder seine Bücher richtig einzuordnen, sondern vielmehr darum, ihn unbedingt abzuwerten.
Da kann man lange reden, Dir widersprechen, zum Nachdenken anregen, und Sachen von ihm vorstellen. Wenn dem so ist, dann ist dem nun mal so.

Solltest Du tatsächlich doch mal das Interesse haben, ihn zu lesen, dann würde ich Dir gleich zu Maps of Meaning raten, da kannst Du glaube ich mehr mit anfangen. Interessant ist es allemal, schon alleine der Denkansätze- und Methodik wegen, er widmet sich der Religionsgeschichte da doch in einer sehr originellen und in seinen Betrachtungen wirklich interessanten Art und Weise.

Es ist meine ich auch dann interessant, wenn man seine Interpretationen nicht teilt.
So geht es mir übrigens immer mit dem Zizek. Ich halte selten was von den Ergebnissen seiner Betrachtungen, es ist aber immer wieder interessant, seine Denk- und Argumentationstechniken auf dem Weg dahin nachzuvollziehen. Einzelne gute Punkte finde ich dann sogar auch.

Es gibt im April übrigens eine Diskussion mit Peterson und Zizek, auf die ich mich schon freue.
Ich denke, dass der Zizek dem Peterson in der Argumentation als Gegner besser liegen dürfte als andersherum, interessant wird es aber auf jeden Fall, …nicht nur wo sie auseinanderliegen sondern wo sie vielleicht auch zusammenliegen.
Wenn ich's dann im Netz finde, stell ich es hier für Dich rein
;-)

p.s.
Zum Schluss übrigens nochmal ein Lob für Deine Jarmuschclips, die sind wirklich gut.
Culture Club Fillorkill
Fillorkill:

1 x informativ

 
27.03.19 10:51
Hier läuft sich einer schon warm. Taschentuch bereithalten:

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point essentiel: jfdr

 
27.03.19 10:54
Jófríður Ákadóttir, known professionally as JFDR, is an Icelandic singer, songwriter and multi-instrumentalist born on August 4, 1994. She is known for her solo project JFDR as well as her work with Samaris, Pascal Pinon and Gangly and works closely with producer and multi-instrumentalist Shahzad Ismaily. Her father is Icelandic composer and musician Áki Ásgeirsson.

Culture Club 1103895
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gravity

2
27.03.19 10:58
Isländer scheinen ein aussergewöhlich kreatives Völkchen zu sein. So wie es aussieht, arbeitet mindestens jeder zweite in der popkulturellen Avantgarde.

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white sun

 
27.03.19 11:00
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anew

 
27.03.19 11:06
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Culture Club Zanoni1
Zanoni1:

#832 ...oder in der Fußballnationalmanschaft

 
27.03.19 11:45
XD
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destiny is upon us

2
27.03.19 11:46
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oder in der Fußballnationalmanschaft

2
27.03.19 11:50
Jau, die Mannschaft der Herzen
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bloom

 
27.03.19 11:52
Pascal Pinon is a musical group from Reykjavík, Iceland and is composed of twin sisters Ásthildur and Jófríður Ákadóttir

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* instant patience*

 
27.03.19 11:55
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iceland overfly by drone (4k)

2
27.03.19 12:11
Eine archaische Umgebung, in der ein heroischer Menschenschlag sein Zuhause gefunden hat. Der Internetanschluss ermöglicht den virtuellen Ausstieg aus der Einsamkeit und die Verlinkung mit der globalen Avantgarde, deren Ideen und Ideensplitter dann mit dem eigenen Lebensgefühl zum 'nordischen' Spirit  geremixed werden. Ein Paradebeispiel für die kulturelle Globalisierung.

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mountain dew

 
27.03.19 12:20
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r4vin

 
27.03.19 12:23
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eg vildi fegin verda

 
27.03.19 12:28
Samaris is an electronic music group from Iceland which formed in January 2011 and consists of Áslaug Rún Magnúsdóttir (clarinet), Þórður Kári Steinþórsson (electronics) and Jófríður Ákadóttir (vocals).

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bones

 
27.03.19 12:33
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# 44 irrer clip

 
27.03.19 12:35
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unter wilden aktuell: welcome to marven official

 
27.03.19 12:44
Welcome to Marwen is a 2018 American drama film[6] directed by Robert Zemeckis, who co-wrote the script with Caroline Thompson. It is inspired by Jeff Malmberg's 2010 documentary Marwencol. The film stars Steve Carell, Leslie Mann, Diane Kruger, Merritt Wever, Janelle Monáe, Eiza González, Gwendoline Christie, Leslie Zemeckis, Siobhan Williams and Neil Jackson, and follows the true story of Mark Hogancamp, a man struggling with PTSD who, after being physically assaulted, creates a fictional village to ease his trauma. As told in flashback, set in 2000, it’s revealed that the doll-like figures are actually modified Barbie dolls photographed by Mark Hogancamp, who has created a model village named Marwen (later renamed Marwencol) to help him cope with his diagnosis of posttraumatic stress disorder and memory loss from an attack some time earlier by white supremacists.

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solidarité: mit Asli Erdogan

 
27.03.19 12:52
Die Wirklichkeit hat die Literatur eingeholt. Erdoğan bekennt in ihrem Essay, „Das Haus aus Stein“, als Roman etikettiert, sei „ohne Anfang, ohne Ende und ohne Mittelpunkt, dazu verurteilt, unvollendet zu bleiben“. Tatsächlich liest sich der Text wie ein nicht enden wollendes Prosagedicht. Denn die Zerstörung eines Ichs, seine Isolation, die Erfahrung der Gefangenschaft und Folter, die da beschrieben sind, haben naturgemäß kein Ende. Auch wenn dieses Ich das berüchtigte Folterzentrum Sansaryan Han in Istanbul, Vorbild für das „Haus aus Stein“, wieder verlassen sollte. Aslı Erdoğan hat, wie ihre erzählenden Figuren, die Erfahrung Jean Amérys verinnerlicht: „Wer der Folter erlag, kann nicht mehr heimisch werden in der Welt.“

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lebensentwürfe: marathon des sables official

2
27.03.19 14:02
Marathon des Sables, or MdS, (French for Marathon of the Sands, also known as Sahara Marathon)[1] is a six-day, 251 km (156 mi)[2] ultramarathon, which is approximately the distance of six regular marathons. The longest single stage (2009) is 91 km (57 mi) long.

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point essentiel: ramadanman

 
29.03.19 10:55
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I beg you

 
29.03.19 11:05
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