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CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2001/04
Der kostenlose, wöchentliche Newsletter der
Consors Discount-Broker AG Freitag, 26. Januar 2001
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THEMEN DIESER AUSGABE:
1. CONSORS INTERN
2. MARKTANALYSE DEUTSCHER MARKT
3. GEWINNER UND VERLIERER DER WOCHE
4. CONSORS FAVORITEN
5. MUSTERDEPOT
6. NEUER MARKT REPORT
7. NICE*LETTER-EMPFEHLUNG
8. EMPFEHLUNGEN INLAND
9. EMPFEHLUNGEN AUSLAND
10. DISCLAIMER
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1. CONSORS INTERN
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Bernd Förtsch übernimmt die Beratung von drei neuen Fonds
Die Hauck & Aufhäuser Investment Gesellschaft S.A. hat am 15.11.2000
drei neue Fonds aufgelegt, die in Deutschland seit dem 23.01.2001
zugelassen sind. Auch bei diesen drei neuen Fonds schenkt die H & A
Investment wieder Bernd Förtsch ihr Vertrauen und hat ihm und seinem
Team die Anlageberatung für diese neuen Fonds übertragen. Die Teil-
fonds investieren in die nach H&A-Ansicht zukunftsträchtigen Märkte
Ökologie und Ökonomie, Banken und Versicherungen sowie in die Bereiche
Venture Capital und Unternehmensbeteiligungen. "In Zeiten des immer
stärker werdenden Umweltbewusstseins und der knapper werdenden Energi-
en setzt man mit dem Fonds H & A LUX DAC NEW TECHNOLOGY (WKN 563 515)
auf Aktien börsennotierter Gesellschaften, die sich besonders mit den
Bereichen Ökologie und Ökonomie auseinandersetzen," so die Initiato-
ren. Subadvisor für diesen Fonds ist Jürgen Bulling, Geschäftsführer
der SAM Sustainability Group in der Schweiz, der seit 1999 einen eige-
nen Fonds managt. Im Bereich Sustainability beliefert er u. a. die
Deutsche Bank und Credit Suisse mit seinen einmaligen Konzepten. Der
H & A LUX DAC ASSEKURANZ-FONDS (WKN 563 514) will Chancen in europäi-
schen Banken- und Versicherungsaktien, "deren Wertpapiere stark unter-
bewertet sind", suchen. "Die überdurchschnittliche Performance der
Versicherungsbranche zeigt sich durch einen Anstieg der Versicherungs-
aktien um mehr als 6.600 % im Zeitraum von 1968 bis 1999, während der
Gesamtmarkt lediglich um 1.180 % zulegen konnte," berichten die Initi-
atoren. Bei diesem Fonds wird Förtsch von dem Herausgeber des seit 13
Jahren erscheinenden Börsenbriefes "Die Versicherungsaktie", Rainer-
Kristian Teichert, als Subadvisor unterstützt. Mit dem H & A LUX DAC
NEW ECONOMY-FONDS (WKN 563 516) setzt Förtsch schwerpunktmäßig auf
Unternehmen im Bereich Venture Capital und Beteiligungsgesellschaften,
"die derzeit über die höchste Liquidität und über die gefragtesten
Portfolioperlen verfügen". Dieses Marktsegment zählt nach dem Urteil
des Fondsmanagers "zu den renditestärksten Anlageformen". Ein beson-
ders attraktives Renditepotenzial verspricht sich der Fondsmanager auf
Grund der Beteiligungsmöglichkeit bei aussichtsreichen PRE IPOs. Seine
Erfolge erzielte Bernd Förtsch u. a. mit dem im April 1997 aufgelegten
und von ihm beratenen Fonds DAC-FONDS UI (WKN 978 172). Unter anderem
wurde der Fonds von Micropal unter 4.500 Fonds im Auftrag von Focus-
Money als "bester Fonds der Welt" ausgezeichnet. Ausschlaggebend dafür
war die Drei-Jahres-Performance von 693 % (zum Bewertungsstichtag).
Auch der zweite von ihm seit Februar 1999 beratene Fonds DAC KONTRAST
(WKN 849 069) ist erfolgreich und weist nach Berechnungen der KAG seit
Übernahme aktuell eine Performance von 157 % auf.
Reguläre Ausgabeaufschläge: 5 %, Consors-Discount: 0 %, Mindestanlage:
1.000 EUR
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BVI: "Aktienfonds langfristig unverändert renditestark"
Trotz der ungünstigen Kursentwicklung an den wesentlichen Börsen der
Welt im vergangenen Jahr zeigten Aktienfonds unverändert ihre lang-
fristige Renditestärke. Dies ist der zum Jahresende 2000 erstellten
Wertentwicklungsstatistik des BVI Bundesverband Deutscher Investment-
Gesellschaften e. V. zu entnehmen. Auch international anlegende Ren-
tenfonds erreichten danach "ansehnliche Jahresergebnisse". Offene Im-
mobilienfonds erwiesen sich angesichts der Kursturbulenzen an den Ak-
tienmärkten wiederum als robust. Sie alle erreichten nach BVI-Statis-
tik im Jahr 2000, wie auch in den Jahren zuvor, positive Ergebnisse.
"Insgesamt schwache Börsenentwicklung im Jahr 2000"
Zum Verlauf des Börsenjahre 2000 schreibt der BVI: Das Jahr 2000
unterbrach den langfristigen Aufwärtstrend an den Aktienmärkten und
zeigte deutlich, das die Börse keine Einbahnstraße darstellt. Nachdem
der deutsche Aktienindex DAX 30 Anfang März 2000 bei einem Stand von
8.136 Punkten sein Allzeithoch erreichte, entwickelte er sich tenden-
ziell rückläufig. Der Kursrückgang führte zu einem Jahresendstand von
6.433 Punkten. Der DAX verzeichnete somit im Vergleich zum Jahresulti-
mo 1999 (6.958 Punkte) ein Minus von 7,5 Prozent. Dieser ungünstigen
Entwicklung an den Aktienmärkten konnten sich die Aktienfonds mit
Anlageschwerpunkt Deutschland kurzfristig nicht entziehen. Sie wiesen
auf Jahressicht einen Verlust von durchschnittlich 4,7 Prozent auf.
Damit fiel das Minus allerdings im Durchschnitt deutlich geringer aus
als der Rückgang des DAX im gleichen Zeitraum. Mittel- und langfristig
erreichten diese Aktienfonds nach BVI-Worten "weiterhin beachtliche
Renditen". So erzielten sie im Fünf-Jahres-Zeitraum einen Zuwachs von
163,7 Prozent. Ihre besondere Eignung für einen langfristigen und
effizienten Vermögensaufbau zur Altersvorsorge belegten sie mit Wert-
steigerungen von 268,9 Prozent nach zehn Jahren und 1.075,6 Prozent
nach 20 Jahren, so die BVI-Statistik.
"Europäische Aktienfonds langfristig ertragsstark"
Zu europaweit anlegenden Fonds bemerkt der BVI: Europaweit investie-
rende Aktienfonds verzeichneten im Jahr 2000 eine Wertminderung von
5,3 Prozent. Dies entsprach in etwa der allgemeinen Marktbewegung. Der
europäische Aktienindex DJ STOXX fiel beispielsweise im gleichen Zeit-
raum um 5,2 Prozent. In den vergangenen fünf Jahren legten diese Fonds
dagegen durchschnittlich um 161,0 Prozent zu. Die Zuwächse von 246,5
Prozent (zehn Jahre) bzw. 1.042,9 Prozent (20 Jahre) untermauern die
Ertragsstärke dieser Fonds, kommentiert der BVI. Aktienfonds mit welt-
weitem Anlageschwerpunkt wiesen im vergangenen Jahr ein Minus in Höhe
von 8,6 Prozent aus, der MSCI-World verlor 10,3 Prozent. Ein anderes
Bild zeigt sich für den BVI auch hier bei der Betrachtung mittel- und
langfristiger Anlagezeiträume: Nach fünf Jahren lag die durchschnitt-
liche Wertsteigerung bei 160,9 Prozent, nach zehn Jahren bei 273,9
Prozent und nach 20 Jahren bei 929,2 Prozent. "Die sehr unterschied-
liche Entwicklung der verschiedenen Branchen in den vergangenen zwölf
Monaten schlug sich in der differierenden Entwicklung der entsprechen-
den Fonds nieder. Während Branchenfonds mit der Ausrichtung Biotechno-
logie/Pharma mit einer durchschnittlichen Wertsteigerung von 49,6 Pro-
zent im Jahr 2000 bemerkenswerte Zuwächse erzielten, ging es bei Tech-
nologie- und Internetwerten rapide abwärts. So verzeichneten Branchen-
fonds, die auf Internetwerte setzten, im Jahr 2000 ein Minus von
durchschnittlich 55,2 Prozent und Technologiefonds einen Wertrückgang
von 19,6 Prozent. Langfristig lieferten jedoch auch Fonds, die auf
Technologiewerte setzen, gute Ergebnisse. Der fünf-Jahres-Zeitraum
weist für solche Fonds ein Ertragsplus von 254,3 Prozent und der Zehn-
Jahres-Zeitraum von 456,7 Prozent aus", heißt es in der BVI-Statistik
weiter. "Euro-Rentenfonds erzielten erfreuliche Ergebnisse." Die Um-
laufrendite deutscher festverzinslicher Wertpapiere sank nach BVI-Be-
obachtung im Vergleich zum Vorjahresultimo (5,2 Prozent) geringfügig.
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2. MARKTANALYSE
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Aktienmärkte 5. Woche vom 29. Januar bis zum 2. Februar 2001
(Alle nachfolgenden Kurs- und Indexstände beziehen sich auf Freitag,
26. Januar 2001, im Zeitraum zwischen 17 und 18 Uhr MEZ).
--- 1. Zinspolitik der FED: Akzelerator für die Aktien ---
Wesentliche Bedeutung für die Kursentwicklung an den Aktienmärkten hat
derzeit die Zinspolitik der amerikanischen Notenbank FED (Federal
Reserve Bank). Die Erfahrung vergangener Zinszyklen ist ein guter
Indikator, um das Kurspotential der Aktien diesseits und jenseits des
Atlantiks einzuschätzen.
Am 3. Januar dieses Jahres leitete die FED mit der ersten Zinssenkung
des Leitzinses, dem Tagesgeldsatz (der Fed Funds Rate), eine neue
Zinssenkungsrunde ein. Die Zinsbeschlüsse der US-Notenbank werden üb-
licherweise nach einer Sitzung des Offenmarktausschusses der Notenbank
(FOMC: Federal Open Market Committee) getroffen und umgesetzt. Die
letzte FOMC-Sitzung war am 19. Dezember 2000. Die nächste Sitzung wird
am kommenden Dienstag und Mittwoch sein. Insofern war die Zinssenkung
vom 3. Januar außergewöhnlich, weil sie nicht unmittelbar nach der
FOMC-Sitzung beschlossen wurde. Der Grund für den Zinssenkungsbechluß
zu diesem überraschenden Termin waren eine rapide Verschlechterung der
US-Konjunktur und crashartige Zustände am Markt für Technologieaktien.
Der Offenmarktausschuß hat nach der Sitzung am 19. Dezember letzten
Jahres eine Abschwächung der US-Konjunktur für die nähere Zukunft
prognostiziert. Seit dieser Zeit haben die verschiedensten
Konjunktur-, Stimmungs- und Preisindikatoren eine rapide
Verschlechterung der Konjunkturlage und -perspektive angezeigt. Die
Rede des amerikanischen Notenbankpräsidenten, Alan Greenspan, am
gestrigen Donnerstag vor dem Budgetausschuß des US-Senats zeigt, welch
große Sorgen hinter dem ersten Zinssenkungsbeschluß stehen. Die
wichtigsten Informationen für die Finanzmärkte aus dieser Rede und der
anschließenden Befragung durch die Senatoren waren mögliche Hinweise
über die Zinspolitik der Fed. Die Meinung zur Konjunkturlage wurde von
Mr. Greenspan deutlich ausgesprochen:
"... Should current economic weakness spread beyond what now appears
likely, having a tax cut in place may, in fact, do noticeable good."
Question Senator Sarbanes: "Well, we've had a slowdown in the economy,
but we haven't had a recession. Is that correct at this point?" Answer
Mr. Greenspan: "As far as we can jugde, we have had a very slowing
down, and, indeed, we are probably very close to zero at this
particular moment. You know, we're only into a third of the first
quarter. We know that the fourth quarter was a very small positive,
but there is an inventory liquidation process going on... which is
having a very dramatic effect on reducing production in the
manufacturing sector." "... The crucial issue ... is whether that
marked decline breaches consumer confidence..."
Die Meinung von Mr. Greenspan im Falle eines starken Wirtschafts-
abschwungs kam ebenfalls deutlich zum Ausdruck: "... cycles in this
country have usually been characterized by fairly long expansions and
then sharp contractions. Contractions, which I might add, which are
very difficult to forecast. And it is, consequently, extraordinarily
difficult to use fiscal policy, which has this long timeframe to work,
whereas obviously monetary policy can work almost instantaneously".
Diese Aussagen stützen unsere Erwartung, daß das FOMC in der kommenden
Woche eine weitere große Zinssenkung beschließen wird. Eine Umfrage
der Nachrichtenagentur Reuters bei 25 Primärhändlern (erste Adressen,
die T-Notes handeln) an der Wall Street nach der Greenspan-Rede ergab
ein eindeutiges Bild. Lediglich ein Händler erwartet eine Zinssenkung
von nur 25 Basispunkten bei der Fed Funds Rate. Die anderen 24 Händler
erwarten eine Zinssenkung um 50 Basispunkte. Für die übernächste FOMC-
Sitzung wird ebenfalls mehrheitlich (21 Händler) von einer dritten
Zinssenkungsmaßnahme im Ausmaß von 25 Basispunkten ausgegangen.
Dieses Erwartungsszenario ist am US-Bondmarkt bereits seit Wochen
ablesbar. Das Zinstief auf der Renditestrukturkurve liegt mit 4,73 %
im zweijährigen Bereich. Somit rechnet der Rentenmarkt mit einem
Rückgang der Fed Funds Rate von derzeit 6,0 % um 125 bis 150
Basispunkte auf 4,75 % bis 4,50 %. Nach der von uns erwarteten zweiten
Zinssenkung am kommenden Mittwoch um 50 Basispunkte stehen also noch
weitere Zinssenkungen der FED an.
Wichtig für die Aktienanleger ist es zu wissen, daß üblicherweise die
zweite Zinssenkung der US-Notenbank als Beschleuniger im
Kursaufschwung wirkt. Das Zwischentief der Aktienkurse ist in der
Regel erreicht zwischen der ersten und zweiten Zinssenkungsmaßnahme.
Die durchschnittliche Aktienkursperformance - ausgehend von diesem
Zwischentief - liegt bei den Standardwerten nach einem Zeitraum von
drei bis sechs Monaten bei ca. 20 %. Bei den Technologieaktien
(Wachstumswerten) liegt die Performance noch darüber.
Die positive Wertentwicklung vieler Aktien in den vergangenen zwei
Wochen ist teilweise als Korrektur der übertriebenen Kursverluste im
letzten Jahr zu verstehen, aber auch schon als Reaktion zu deuten auf
die Hoffnungen (Konjunktur- und Gewinnentwicklung), die mit den
Zinssenkungen der amerikanischen Notenbank verbunden werden. Um das
weitere Ausmaß auf Sicht bis Ende April abzuschätzen, wollen wir die
Aktienmarktsegmente im einzelnen erörtern.
--- 2. Neuer Markt Deutschland ---
Nach den Kurssteigerungen der letzten Wochen setzte der Neue Markt in
dieser Woche - wie von uns erwartet - seine Aufwärtsbewegung zunächst
aus. Nach einem schwächeren Wochenstart kam es im Wochenverlauf
zunächst zu verhalten steigenden Kursen, bevor die nachgebende Nasdaq
nach alt bekanntem Muster auch den Neuen Markt mit nach unten zog.
Händler berichteten am Mittwoch bei noch steigenden Kursen über
bereits rückläufige Umsatzvolumina. Die Wochenperformance des Nemax
All Share betrug -1,91 %, der Nemax 50 kam auf ein Minus von 2,25 %.
Die Nasdaq wurde durch Veröffentlichungen von Quartalsergebnissen der
Unternehmen stark beeinflußt, was auch noch für einige Wochen für
Unsicherheit sorgen dürfte. Im Blickpunkt stand vor allem die Rede des
amerikanischen Notenbankchefs Alan Greenspan am gestrigen Donnerstag.
Vor dem Budgetausschuß des US-Senats sprach er von einem sich
dramatisch abschwächenden Wirtschaftswachstum in den USA, das sehr
nahe am Nullwachstum liegt. Von einer Rezession wollte er jedoch nicht
sprechen. Weiterhin deutete er in seiner Rede an, daß Zinssenkungen
ein geeignetes Mittel seien, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln.
Grundsätzlich sei er für das Steuersenkungsprogramm des neuen
Präsidenten Georg W. Bush. Marktteilnehmer rechnen fest mit einer
Zinssenkung um 0,5 % in den USA zur nächsten Sitzung des
Offenmarktausschusses am kommenden Mittwoch.
Händler sprachen in der vergangenen Börsenwoche von einem zunehmenden
Engagement von außländischen und institutionellen Investoren. In den
kommenden Wochen gewinnen institutionelle Investoren, die zu
Jahresanfang über relativ hohe Cashbestände verfügten, wachsende
Bedeutung. Um die Aufwärtsbewegung weiterhin aufrecht zu erhalten,
müßten Anschlußkäufe den Markt nach oben hebeln.
Nachdem die jüngste Aufwärtsbewegung das Gap (Kurslücke) im Nemax All
Share vom 19./20.12.00 zwischen 2840 und 2904 Punkten schließen
konnte, setzte die sich bereits in der letzten Woche in den
Indikatoren abzeichnende Gegenbewegung ein. Wir werten die aktuelle
Marktschwäche als eine technische Korrektur auf die zuvor stark
gestiegenen Kurse. Dabei wurde die Unterstützung bei 2810 Punkten
wieder nach unten durchbrochen. Der nächste Support liegt bei 2620
Punkten. Die obere Begrenzungslinie des seit September 2000
verlaufenden Abwärtstrendkanals liegt mit 2385 Punkten bereits sehr
weit weg und kann uns deshalb nur sehr spät als weitere Unterstützung
dienen. Wir gehen jedoch davon aus, daß sich der Markt in den nächsten
Tagen eher seitwärts bewegt, bevor er sich wieder in Richtung Norden
auf den Weg macht. Als Widerstände auf dem Weg nach oben dienen die
Marken bei 2810 und 3000 Punkten. Die technischen Indikatoren liefern
ein gemischtes Bild. Während der RSI bereits aus seinen
Extrembereichen nach unten gedreht hat, zeigen Stochastik und Momentum
immer noch nach oben. Doch auch diese Indikatoren befinden sich
bezogen auf die letzten Monaten in der Nähe ihrer Wendepunkte, was
zunächst eher für ein Andauern der Korrekturbewegung spricht.
Bei den Sektoren gab es in der abgelaufenen Börsenwoche recht
unterschiedliche prozentuale Veränderungen. Auf der Gewinnerseite
stand der Index für Biotechnologiewerte mit einem Plus von 5,18 %,
gefolgt vom IT-Service- (4,92 %) und Industriebereich (4,88 %). Zu den
Verlierern zählte der Bereich Internet (-8,65 %) und
Finanzdienstleister (-3,56 %).
Für die nächste Woche rechen wir zunächst mit einem nervösen Wochen-
start. Die Unsicherheit vor der Zinsentscheidung der amerikanischen
Notenbank und weitere Ergebnisveröffentlichungen werden die Märkte in
Atem halten. Sollte die Zinssenkung um 0,5 % beschlossen werden, wovon
wir ausgehen, könnte sich die Aufwärtsbewegung der letzten Wochen
fortsetzen. In die aktuelle Schwäche hinein raten wir weiterhin zum
Positionsaufbau. Vorsichtigere Anleger können die Zinsentscheidung und
die Interpretation der Aussagen von Alan Greenspan durch die Kapital-
märkte am kommenden Mittwoch noch abwarten. Wir sind überzeugt, daß
die Tiefstkurse hinter uns liegen und der Markt, wenn auch immer
wieder von Gegenbewegungen begleitet, per Saldo nach oben laufen wird.
--- 3. Europäischer Aktienmarkt ---
Der DJ Stoxx 50 Index konnte sich in dieser Woche um knapp ein Prozent
verbessern, auf augenblicklich 4539 Punkte. Der gestrige Schlußstand
von 4567 Punkten lag schon sehr nahe an unserem ersten Widerstand von
4570 Punkten. Wie bereits letzte Woche erwähnt, sehen wir die beiden
Widerstandsmarken bei 4570 und 4620 Punkten als nicht leicht zu
nehmende Hürden auf dem weiteren Weg nach oben. Der dominierende
Abwärtstrendkanal ist weiterhin intakt und verläuft per Ende nächster
Woche zwischen 4295 und 4655 Punkten. Somit liegen also drei
gewichtige Widerstandsniveaus eng beieinander, und der Index braucht
schon eine Menge Kraft, um diesen Wall zu durchbrechen. Jener
Abwärtstrendkanal hat seinen Ursprung Anfang September letzten Jahres.
Das ist deshalb wichtig, weil der internationale Führungsmarkt, der
amerikanische S&P 500 Composite, ebenfalls seit dieser Zeit einen
Abwärtstrend eingeleitet hatte, diesen jedoch mittlerweile nach oben
durchbrochen hat. Aber dazu lesen Sie weiter unten mehr. Wir sehen die
Bewegung, die der S&P vorgemacht hat als Indikation für das weitere
Verhalten des europäischen Benchmarkindex DJ Stoxx 50 an. Konkret
erwarten wir, daß im Zuge der für Mittwoch erwarteten Zinssenkung der
FED die Aktienkurse einen Schub bekommen und der Index zumindest die
ersten beiden Widerstandsmarken durchbrechen kann. Sollte gar die
obere Trendlinie des Abwärtstrendkanals durchbrochen werden, wäre dies
das Signal für ein Kursziel von rund 5200 Punkte bis Ende April 2001.
--- 4. US-Aktienmarkt ---
Der S&P 500 Composite hat seinen Abwärtstrend vom September 2000 nach
oben durchbrochen und schloß an sechs aufeinander folgenden
Handelstagen über der wichtigen Marke von 1430 Punkten. Der
Unterstützungsbereich reicht nun ab 1430 Punkte bis auf 1320 Punkte.
In diese Zone könnte der Index kurzfristig noch einmal zurückfallen,
wenn es unmittelbar nach der erwarteten Zinssenkung heißt: Sell on
facts. Diese Bewegung dürfte, falls sie überhaupt eintritt, aber nur
sehr kurze Zeit wirken. Letztlich hat der Index mit dem Bruch des
Abwärtstrends und dem Durchbruch über 1430 Punkte ein Signal zu einer
mittelfristigen Aufwärtsbewegung gegeben. Im Zuge der sich dramatisch
verschlechternden Konjunkturlage und den dadurch bedingt großen
Zinssenkungsschritten der FED wird die Hoffnung auf eine wirkungsvolle
Geldpolitik die Aktien wieder nach oben treiben und dem S&P ein
mittelfristiges Kurspotential bis an die ehemaligen Höchststände bei
rund 1520 Punkten eröffenen.
Für den Dow Jones industrial average gilt im Grund ein ähnlich
positives Szenario wie für den S&P. Die technische Konstellation ist
allerdings etwas anders, denn der Index bildet eine Dreiecksformation
mit einer kurzfristigen Aufwärtstrendlinie bei derzeit 10540 Punkten
und einer parallelen Widerstandlinie bei 11300 Punkten. Wir sehen eine
gute Chance, daß demnächst die obere Linie nach oben durchbrochen
werden kann. Danach hätte der Index nicht nur Luft bis zum ehemaligen
All-time-high bei 11722, sondern auch darüber hinaus bis in den
Bereich um 12500 Punkte.
--- 5. Nasdaq ---
Spekulationen über eine bevorstehende Zinssenkung der US-Notenbank in
Höhe von 0,5 % trieben die Aktien an der Nasdaq zu Wochenanfang nach
oben. Am Ende der Woche kam es jedoch anders, und die Nasdaq lief ins
Minus. Die Wochenperformance betrug -2,40 % (Stand 26.01.01, 17:00
Uhr). Zahlreiche Unternehmensergebnisse wurden veröffentlicht. Dell
enttäuschte die Anleger mit einer Gewinnwarnung für das vierte
Quartal. Doch im weiteren Verlauf konnte Compaq Computer die
Analystenschätzungen schlagen. Ebenfalls besser als erwartet
ausfallende Zahlen meldeten Computer Associated, Openwave, Siebel
Systems und Broadcom. Die Aktien der Software- und Hardwarehersteller
bekamen im Anschluß Auftrieb, der durch die Hoffnung getragen wurde,
daß das Gewinnwachstum dieser Unternehmen anhalten könnte. Der
Telekomausrüster Lucent meldete wiederholt einen Verlust. Um Kosten
einzusparen, plant das Unternehmen, rund 10.000 Arbeitsplätze zu
streichen. Das wären 10 % der gesamten Belegschaft. Am Mittwoch schloß
die Nasdaq zum fünften mal innerhalb von sechs Börsentagen im Plus.
Erst der negative Ausblick des weltgrößten Faserkabelnetz-Herstellers
Corning beendete den "Siegeszug" der Nasdaq. Das Unternehmen warnte
vor einer Abschwächung des Telekommunikationsmarktes im ersten Quartal
2001. Die Nasdaq büßte im Anschluß 3,67 % ein, wobei auch andere Werte
des Sektors unter Druck standen.
Im Blickpunkt der nächsten Woche wird die Sitzung des Offenmarktaus-
schusses der amerikanischen Notenbank FED sein. Es wird allgemein mit
einem Zinsschritt in Höhe von 0,5 % gerechnet. Alan Greenspan hatte in
der vergangenen Woche in einer Rede vor einer sich stark abschwächen-
den US-Konjunktur gewarnt und Zinssenkungen als ein mögliches Mittel
zur Belebung der Wirtschaft genannt. Technisch sieht es bei der Nasdaq
aber weiterhin nicht schlecht aus. Der seit September 2000 bestandene
Abwärtstrend ist nachhaltig nach oben durchbrochen worden. Die starke
Aufwärtsbewegung der ersten Wochen des Jahres 2001 scheiterte
zunächst am Widerstand bei 2890 Punkten. Die Kurse waren bis dahin vom
Jahrestief um über 28 % gestiegen. In den Indikatoren zeichnete sich
ein stark überkauftes Bild. In diesem Tempo konnte es nicht weiter
gehen. Auf dem Weg nach oben wurde ein Gap zwischen 2638 und 2661
aufgemacht, was bisher nur teilweise geschlossen wurde. Wir halten es
für wahrscheinlich, daß dieses Gap im Rahmen der laufenden technischen
Gegenbewegung geschlossen wird. An unserer grundsätzlich positiven
Einstellung ändert das nichts. Nach unten ist die Nasdaq im Bereich um
die 2690 und 2550 Punkten gut abgesichert. Wir gehen nicht davon aus,
daß diese Bereiche nachhaltig unterschritten werden. Entscheidend kann
hier die Zinssenkung der amerikanischen Notenbank sein. Das Bild der
Konsolidierung an der Nasdaq wird auch durch die technischen
Indikatoren unterstützt, die aus ihren Extrembereichen nach unten
gedreht haben. Als Widerstand rückt erneut die Marke bei 2890 Punkten
in den Vordergrund. Sollte diese genommen werden, sehen wir die
nächsten Hürden bei 3000 und 3170 Punkten. Für die nächste Woche gehen
wir von einer anhaltend nervösen Seitwärtsbewegung aus, die von der
Notenbank in die eine oder andere Richtung beeinflußt werden könnte.
Der Markt preist eine Zinssenkung von 0,5 %, weshalb unserer Meinung
nach mit keinen größeren Auswirkungen in diesem Fall zu rechnen ist.
Wir können uns vorstellen, daß die Notenbank aufgrund der aktuellen
wirtschaftlichen Situation weitere Zinssenkungen in Aussicht stellt.
Davon würden die Technologiewerte am meisten profitieren. Wir raten in
der aktuellen schwächeren Marktverfassung, Positionen aufzubauen.
--- 6. Nikkei 225 Index ---
Der Nikkei Index scheint seine Talfahrt beenden zu können und bildet
möglicherweise einen Boden aus. Nachdem der Index intraday zweimal den
Bereich um 13150 Punkte getestet hat, sollte dieser nun als
Unterstützung fungieren und könnte die Form eines Doppel-Bodens
annehmen. Ein Indiz für die Beendigung der Abwärtsbewegung war der
Bruch des seit Mitte Dezember 2000 bestehenden steilen Abwärtstrends.
Wichtig für eine nachhaltige Trendwende ist jedoch der Ausbruch aus
dem bestehenden Abwärtstrendkanal, der seit April 2000 bestimmend ist
und dessen obere Abwärtstrendlinie bei 13900 Punkten verläuft. Dieser
Trend ist als sehr steil zu charakterisieren und sollte nach der
Überwindung eines Widerstandsbereiches bei 14300 bis 14400 Punkten und
einer kurzen Konsolidierung zügig überschritten werden. Mit 13696
Punkten verabschiedete sich der Nikkei aus dem Freitagshandel.
Trotz anhaltender Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Entwicklung
der japanischen Wirtschaft sollten die Gerüchte über Interventionen
der japanischen Regierung und Zinssenkungsphantasie in den USA für
weiteren Auftrieb an der Tokioter Börse sorgen.
--- 7. DAX-Technik ---
Die wenige Luft bis auf 6780 Punkte, die wir dem DAX für diese Woche
noch eingeräumt hatten, hat er tatsächlich fast bis auf den Punkt
genau ausgekostet mit einem Wochenverlaufshoch bei 6775 am gestrigen
Donnerstag. Kurz vor dem Wochenende schwächelt er nun etwas und steht
momentan bei 6665 Punkte. Diese Entwicklung über-rascht nicht, weil
einerseits der US-Aktienmarkt nur moderat in Schwung gekommen ist und
zweitens der Wider-standsbereich zwischen 6780 und 6800 Punkten sehr
massiv ist. Von professioneller Seite trauen sich die Investo-ren noch
nicht richtig in den Markt. Alles schaut gespannt wie die Katze auf
das Mauseloch, ob der DAX wohl den Widerstand bei 6800 Punkte
überwindet, manche mögen auch noch auf die 7000er Markeab warten. Die
Volatilität bei den Einzeltiteln ist sehr hoch und ein Einstieg kann
sich kurzfristig mit einem deutlichen Minus bemerkbar ma-chen wie z.
B. bei der Aktie von Deutsche Telekom, nachdem die Zahlen für das
vierte Quartal 2000 schlechter als erwartet ausgefallen sind.
Allerdings dürfte auf breiter Front ein schneller Kursanstieg
erfolgen, wenn der Markt in Schwung kommt und die angegebenen
Widerstände durchbricht. Ein Auge sollten Investoren bspw. auf die
Aktien von adidas-salomon und ThyssenKrupp werfen. Technisch sehen
beide Werte sehr gut aus. Bei adidas-salomon können wir uns ein
Kursniveau um 90 Euro erreichbar vorstellen und bei ThyssenKrupp den
Bereich um 24 bsi 25 Euro. Der DAX wird sich nächste so verhalten wie
der S&P 500. Die erwartete US-Zinssenkung könnte kurzfristig für
Gewinnmitnahmen sorgen. Dann muß man genau hinschauen, wie weit der
Index zurückkommt. Bleibt er weit genug von seiner ersten
Unterstützung bei 6460 entfernt, ist das ein sehr gutes Zeichen für
denn nachfolgenden Aufschwung. Sollte die Marke von 6780 bzw. 6800
Punkten nach oben durchbrochen werden, sehen wir nicht nur ein
Kursziel bis 7000 Punkte, sondern bis mindestens 7500 Punkte. Bis Ende
April dürfte der erwartete mittelfristi-ge Aufwärtstrend anhalten.
--- 8. Fazit - Ausblick - Empfehlung ---
Investoren empfehlen wir eine hohe Investitionsquote. Bei den gestie-
genen Kursen an den Technologiebörsen Neuer Markt und Nasdaq ist eine
Mischung aus Old- und New Economy-Aktien zu empfehlen. Wir erwarten
für nächste Woche in der ersten Welle nach der Zinssenkung durch die
FED Gewinnmitnahmen bei den Aktien. Doch diese Zinssenkung wird mit-
telfristig als Beschleuniger für eine Hausse bis Ende April dieses
Jahres sorgen.
Ihr SchmidtBank-Researchteam aus Nürnberg
Verfasser: Dieter Mäckler, Thomas Brodehl, Mike Otto
Quelle: SchmidtBank-Research
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zugelassen sind. Auch bei diesen drei neuen Fonds schenkt die H & A
Investment wieder Bernd Förtsch ihr Vertrauen und hat ihm und seinem
Team die Anlageberatung für diese neuen Fonds übertragen. Die Teil-
fonds investieren in die nach H&A-Ansicht zukunftsträchtigen Märkte
Ökologie und Ökonomie, Banken und Versicherungen sowie in die Bereiche
Venture Capital und Unternehmensbeteiligungen. "In Zeiten des immer
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Bereichen Ökologie und Ökonomie auseinandersetzen," so die Initiato-
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bewertet sind", suchen. "Die überdurchschnittliche Performance der
Versicherungsbranche zeigt sich durch einen Anstieg der Versicherungs-
aktien um mehr als 6.600 % im Zeitraum von 1968 bis 1999, während der
Gesamtmarkt lediglich um 1.180 % zulegen konnte," berichten die Initi-
atoren. Bei diesem Fonds wird Förtsch von dem Herausgeber des seit 13
Jahren erscheinenden Börsenbriefes "Die Versicherungsaktie", Rainer-
Kristian Teichert, als Subadvisor unterstützt. Mit dem H & A LUX DAC
NEW ECONOMY-FONDS (WKN 563 516) setzt Förtsch schwerpunktmäßig auf
Unternehmen im Bereich Venture Capital und Beteiligungsgesellschaften,
"die derzeit über die höchste Liquidität und über die gefragtesten
Portfolioperlen verfügen". Dieses Marktsegment zählt nach dem Urteil
des Fondsmanagers "zu den renditestärksten Anlageformen". Ein beson-
ders attraktives Renditepotenzial verspricht sich der Fondsmanager auf
Grund der Beteiligungsmöglichkeit bei aussichtsreichen PRE IPOs. Seine
Erfolge erzielte Bernd Förtsch u. a. mit dem im April 1997 aufgelegten
und von ihm beratenen Fonds DAC-FONDS UI (WKN 978 172). Unter anderem
wurde der Fonds von Micropal unter 4.500 Fonds im Auftrag von Focus-
Money als "bester Fonds der Welt" ausgezeichnet. Ausschlaggebend dafür
war die Drei-Jahres-Performance von 693 % (zum Bewertungsstichtag).
Auch der zweite von ihm seit Februar 1999 beratene Fonds DAC KONTRAST
(WKN 849 069) ist erfolgreich und weist nach Berechnungen der KAG seit
Übernahme aktuell eine Performance von 157 % auf.
Reguläre Ausgabeaufschläge: 5 %, Consors-Discount: 0 %, Mindestanlage:
1.000 EUR
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BVI: "Aktienfonds langfristig unverändert renditestark"
Trotz der ungünstigen Kursentwicklung an den wesentlichen Börsen der
Welt im vergangenen Jahr zeigten Aktienfonds unverändert ihre lang-
fristige Renditestärke. Dies ist der zum Jahresende 2000 erstellten
Wertentwicklungsstatistik des BVI Bundesverband Deutscher Investment-
Gesellschaften e. V. zu entnehmen. Auch international anlegende Ren-
tenfonds erreichten danach "ansehnliche Jahresergebnisse". Offene Im-
mobilienfonds erwiesen sich angesichts der Kursturbulenzen an den Ak-
tienmärkten wiederum als robust. Sie alle erreichten nach BVI-Statis-
tik im Jahr 2000, wie auch in den Jahren zuvor, positive Ergebnisse.
"Insgesamt schwache Börsenentwicklung im Jahr 2000"
Zum Verlauf des Börsenjahre 2000 schreibt der BVI: Das Jahr 2000
unterbrach den langfristigen Aufwärtstrend an den Aktienmärkten und
zeigte deutlich, das die Börse keine Einbahnstraße darstellt. Nachdem
der deutsche Aktienindex DAX 30 Anfang März 2000 bei einem Stand von
8.136 Punkten sein Allzeithoch erreichte, entwickelte er sich tenden-
ziell rückläufig. Der Kursrückgang führte zu einem Jahresendstand von
6.433 Punkten. Der DAX verzeichnete somit im Vergleich zum Jahresulti-
mo 1999 (6.958 Punkte) ein Minus von 7,5 Prozent. Dieser ungünstigen
Entwicklung an den Aktienmärkten konnten sich die Aktienfonds mit
Anlageschwerpunkt Deutschland kurzfristig nicht entziehen. Sie wiesen
auf Jahressicht einen Verlust von durchschnittlich 4,7 Prozent auf.
Damit fiel das Minus allerdings im Durchschnitt deutlich geringer aus
als der Rückgang des DAX im gleichen Zeitraum. Mittel- und langfristig
erreichten diese Aktienfonds nach BVI-Worten "weiterhin beachtliche
Renditen". So erzielten sie im Fünf-Jahres-Zeitraum einen Zuwachs von
163,7 Prozent. Ihre besondere Eignung für einen langfristigen und
effizienten Vermögensaufbau zur Altersvorsorge belegten sie mit Wert-
steigerungen von 268,9 Prozent nach zehn Jahren und 1.075,6 Prozent
nach 20 Jahren, so die BVI-Statistik.
"Europäische Aktienfonds langfristig ertragsstark"
Zu europaweit anlegenden Fonds bemerkt der BVI: Europaweit investie-
rende Aktienfonds verzeichneten im Jahr 2000 eine Wertminderung von
5,3 Prozent. Dies entsprach in etwa der allgemeinen Marktbewegung. Der
europäische Aktienindex DJ STOXX fiel beispielsweise im gleichen Zeit-
raum um 5,2 Prozent. In den vergangenen fünf Jahren legten diese Fonds
dagegen durchschnittlich um 161,0 Prozent zu. Die Zuwächse von 246,5
Prozent (zehn Jahre) bzw. 1.042,9 Prozent (20 Jahre) untermauern die
Ertragsstärke dieser Fonds, kommentiert der BVI. Aktienfonds mit welt-
weitem Anlageschwerpunkt wiesen im vergangenen Jahr ein Minus in Höhe
von 8,6 Prozent aus, der MSCI-World verlor 10,3 Prozent. Ein anderes
Bild zeigt sich für den BVI auch hier bei der Betrachtung mittel- und
langfristiger Anlagezeiträume: Nach fünf Jahren lag die durchschnitt-
liche Wertsteigerung bei 160,9 Prozent, nach zehn Jahren bei 273,9
Prozent und nach 20 Jahren bei 929,2 Prozent. "Die sehr unterschied-
liche Entwicklung der verschiedenen Branchen in den vergangenen zwölf
Monaten schlug sich in der differierenden Entwicklung der entsprechen-
den Fonds nieder. Während Branchenfonds mit der Ausrichtung Biotechno-
logie/Pharma mit einer durchschnittlichen Wertsteigerung von 49,6 Pro-
zent im Jahr 2000 bemerkenswerte Zuwächse erzielten, ging es bei Tech-
nologie- und Internetwerten rapide abwärts. So verzeichneten Branchen-
fonds, die auf Internetwerte setzten, im Jahr 2000 ein Minus von
durchschnittlich 55,2 Prozent und Technologiefonds einen Wertrückgang
von 19,6 Prozent. Langfristig lieferten jedoch auch Fonds, die auf
Technologiewerte setzen, gute Ergebnisse. Der fünf-Jahres-Zeitraum
weist für solche Fonds ein Ertragsplus von 254,3 Prozent und der Zehn-
Jahres-Zeitraum von 456,7 Prozent aus", heißt es in der BVI-Statistik
weiter. "Euro-Rentenfonds erzielten erfreuliche Ergebnisse." Die Um-
laufrendite deutscher festverzinslicher Wertpapiere sank nach BVI-Be-
obachtung im Vergleich zum Vorjahresultimo (5,2 Prozent) geringfügig.
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2. MARKTANALYSE
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Aktienmärkte 5. Woche vom 29. Januar bis zum 2. Februar 2001
(Alle nachfolgenden Kurs- und Indexstände beziehen sich auf Freitag,
26. Januar 2001, im Zeitraum zwischen 17 und 18 Uhr MEZ).
--- 1. Zinspolitik der FED: Akzelerator für die Aktien ---
Wesentliche Bedeutung für die Kursentwicklung an den Aktienmärkten hat
derzeit die Zinspolitik der amerikanischen Notenbank FED (Federal
Reserve Bank). Die Erfahrung vergangener Zinszyklen ist ein guter
Indikator, um das Kurspotential der Aktien diesseits und jenseits des
Atlantiks einzuschätzen.
Am 3. Januar dieses Jahres leitete die FED mit der ersten Zinssenkung
des Leitzinses, dem Tagesgeldsatz (der Fed Funds Rate), eine neue
Zinssenkungsrunde ein. Die Zinsbeschlüsse der US-Notenbank werden üb-
licherweise nach einer Sitzung des Offenmarktausschusses der Notenbank
(FOMC: Federal Open Market Committee) getroffen und umgesetzt. Die
letzte FOMC-Sitzung war am 19. Dezember 2000. Die nächste Sitzung wird
am kommenden Dienstag und Mittwoch sein. Insofern war die Zinssenkung
vom 3. Januar außergewöhnlich, weil sie nicht unmittelbar nach der
FOMC-Sitzung beschlossen wurde. Der Grund für den Zinssenkungsbechluß
zu diesem überraschenden Termin waren eine rapide Verschlechterung der
US-Konjunktur und crashartige Zustände am Markt für Technologieaktien.
Der Offenmarktausschuß hat nach der Sitzung am 19. Dezember letzten
Jahres eine Abschwächung der US-Konjunktur für die nähere Zukunft
prognostiziert. Seit dieser Zeit haben die verschiedensten
Konjunktur-, Stimmungs- und Preisindikatoren eine rapide
Verschlechterung der Konjunkturlage und -perspektive angezeigt. Die
Rede des amerikanischen Notenbankpräsidenten, Alan Greenspan, am
gestrigen Donnerstag vor dem Budgetausschuß des US-Senats zeigt, welch
große Sorgen hinter dem ersten Zinssenkungsbeschluß stehen. Die
wichtigsten Informationen für die Finanzmärkte aus dieser Rede und der
anschließenden Befragung durch die Senatoren waren mögliche Hinweise
über die Zinspolitik der Fed. Die Meinung zur Konjunkturlage wurde von
Mr. Greenspan deutlich ausgesprochen:
"... Should current economic weakness spread beyond what now appears
likely, having a tax cut in place may, in fact, do noticeable good."
Question Senator Sarbanes: "Well, we've had a slowdown in the economy,
but we haven't had a recession. Is that correct at this point?" Answer
Mr. Greenspan: "As far as we can jugde, we have had a very slowing
down, and, indeed, we are probably very close to zero at this
particular moment. You know, we're only into a third of the first
quarter. We know that the fourth quarter was a very small positive,
but there is an inventory liquidation process going on... which is
having a very dramatic effect on reducing production in the
manufacturing sector." "... The crucial issue ... is whether that
marked decline breaches consumer confidence..."
Die Meinung von Mr. Greenspan im Falle eines starken Wirtschafts-
abschwungs kam ebenfalls deutlich zum Ausdruck: "... cycles in this
country have usually been characterized by fairly long expansions and
then sharp contractions. Contractions, which I might add, which are
very difficult to forecast. And it is, consequently, extraordinarily
difficult to use fiscal policy, which has this long timeframe to work,
whereas obviously monetary policy can work almost instantaneously".
Diese Aussagen stützen unsere Erwartung, daß das FOMC in der kommenden
Woche eine weitere große Zinssenkung beschließen wird. Eine Umfrage
der Nachrichtenagentur Reuters bei 25 Primärhändlern (erste Adressen,
die T-Notes handeln) an der Wall Street nach der Greenspan-Rede ergab
ein eindeutiges Bild. Lediglich ein Händler erwartet eine Zinssenkung
von nur 25 Basispunkten bei der Fed Funds Rate. Die anderen 24 Händler
erwarten eine Zinssenkung um 50 Basispunkte. Für die übernächste FOMC-
Sitzung wird ebenfalls mehrheitlich (21 Händler) von einer dritten
Zinssenkungsmaßnahme im Ausmaß von 25 Basispunkten ausgegangen.
Dieses Erwartungsszenario ist am US-Bondmarkt bereits seit Wochen
ablesbar. Das Zinstief auf der Renditestrukturkurve liegt mit 4,73 %
im zweijährigen Bereich. Somit rechnet der Rentenmarkt mit einem
Rückgang der Fed Funds Rate von derzeit 6,0 % um 125 bis 150
Basispunkte auf 4,75 % bis 4,50 %. Nach der von uns erwarteten zweiten
Zinssenkung am kommenden Mittwoch um 50 Basispunkte stehen also noch
weitere Zinssenkungen der FED an.
Wichtig für die Aktienanleger ist es zu wissen, daß üblicherweise die
zweite Zinssenkung der US-Notenbank als Beschleuniger im
Kursaufschwung wirkt. Das Zwischentief der Aktienkurse ist in der
Regel erreicht zwischen der ersten und zweiten Zinssenkungsmaßnahme.
Die durchschnittliche Aktienkursperformance - ausgehend von diesem
Zwischentief - liegt bei den Standardwerten nach einem Zeitraum von
drei bis sechs Monaten bei ca. 20 %. Bei den Technologieaktien
(Wachstumswerten) liegt die Performance noch darüber.
Die positive Wertentwicklung vieler Aktien in den vergangenen zwei
Wochen ist teilweise als Korrektur der übertriebenen Kursverluste im
letzten Jahr zu verstehen, aber auch schon als Reaktion zu deuten auf
die Hoffnungen (Konjunktur- und Gewinnentwicklung), die mit den
Zinssenkungen der amerikanischen Notenbank verbunden werden. Um das
weitere Ausmaß auf Sicht bis Ende April abzuschätzen, wollen wir die
Aktienmarktsegmente im einzelnen erörtern.
--- 2. Neuer Markt Deutschland ---
Nach den Kurssteigerungen der letzten Wochen setzte der Neue Markt in
dieser Woche - wie von uns erwartet - seine Aufwärtsbewegung zunächst
aus. Nach einem schwächeren Wochenstart kam es im Wochenverlauf
zunächst zu verhalten steigenden Kursen, bevor die nachgebende Nasdaq
nach alt bekanntem Muster auch den Neuen Markt mit nach unten zog.
Händler berichteten am Mittwoch bei noch steigenden Kursen über
bereits rückläufige Umsatzvolumina. Die Wochenperformance des Nemax
All Share betrug -1,91 %, der Nemax 50 kam auf ein Minus von 2,25 %.
Die Nasdaq wurde durch Veröffentlichungen von Quartalsergebnissen der
Unternehmen stark beeinflußt, was auch noch für einige Wochen für
Unsicherheit sorgen dürfte. Im Blickpunkt stand vor allem die Rede des
amerikanischen Notenbankchefs Alan Greenspan am gestrigen Donnerstag.
Vor dem Budgetausschuß des US-Senats sprach er von einem sich
dramatisch abschwächenden Wirtschaftswachstum in den USA, das sehr
nahe am Nullwachstum liegt. Von einer Rezession wollte er jedoch nicht
sprechen. Weiterhin deutete er in seiner Rede an, daß Zinssenkungen
ein geeignetes Mittel seien, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln.
Grundsätzlich sei er für das Steuersenkungsprogramm des neuen
Präsidenten Georg W. Bush. Marktteilnehmer rechnen fest mit einer
Zinssenkung um 0,5 % in den USA zur nächsten Sitzung des
Offenmarktausschusses am kommenden Mittwoch.
Händler sprachen in der vergangenen Börsenwoche von einem zunehmenden
Engagement von außländischen und institutionellen Investoren. In den
kommenden Wochen gewinnen institutionelle Investoren, die zu
Jahresanfang über relativ hohe Cashbestände verfügten, wachsende
Bedeutung. Um die Aufwärtsbewegung weiterhin aufrecht zu erhalten,
müßten Anschlußkäufe den Markt nach oben hebeln.
Nachdem die jüngste Aufwärtsbewegung das Gap (Kurslücke) im Nemax All
Share vom 19./20.12.00 zwischen 2840 und 2904 Punkten schließen
konnte, setzte die sich bereits in der letzten Woche in den
Indikatoren abzeichnende Gegenbewegung ein. Wir werten die aktuelle
Marktschwäche als eine technische Korrektur auf die zuvor stark
gestiegenen Kurse. Dabei wurde die Unterstützung bei 2810 Punkten
wieder nach unten durchbrochen. Der nächste Support liegt bei 2620
Punkten. Die obere Begrenzungslinie des seit September 2000
verlaufenden Abwärtstrendkanals liegt mit 2385 Punkten bereits sehr
weit weg und kann uns deshalb nur sehr spät als weitere Unterstützung
dienen. Wir gehen jedoch davon aus, daß sich der Markt in den nächsten
Tagen eher seitwärts bewegt, bevor er sich wieder in Richtung Norden
auf den Weg macht. Als Widerstände auf dem Weg nach oben dienen die
Marken bei 2810 und 3000 Punkten. Die technischen Indikatoren liefern
ein gemischtes Bild. Während der RSI bereits aus seinen
Extrembereichen nach unten gedreht hat, zeigen Stochastik und Momentum
immer noch nach oben. Doch auch diese Indikatoren befinden sich
bezogen auf die letzten Monaten in der Nähe ihrer Wendepunkte, was
zunächst eher für ein Andauern der Korrekturbewegung spricht.
Bei den Sektoren gab es in der abgelaufenen Börsenwoche recht
unterschiedliche prozentuale Veränderungen. Auf der Gewinnerseite
stand der Index für Biotechnologiewerte mit einem Plus von 5,18 %,
gefolgt vom IT-Service- (4,92 %) und Industriebereich (4,88 %). Zu den
Verlierern zählte der Bereich Internet (-8,65 %) und
Finanzdienstleister (-3,56 %).
Für die nächste Woche rechen wir zunächst mit einem nervösen Wochen-
start. Die Unsicherheit vor der Zinsentscheidung der amerikanischen
Notenbank und weitere Ergebnisveröffentlichungen werden die Märkte in
Atem halten. Sollte die Zinssenkung um 0,5 % beschlossen werden, wovon
wir ausgehen, könnte sich die Aufwärtsbewegung der letzten Wochen
fortsetzen. In die aktuelle Schwäche hinein raten wir weiterhin zum
Positionsaufbau. Vorsichtigere Anleger können die Zinsentscheidung und
die Interpretation der Aussagen von Alan Greenspan durch die Kapital-
märkte am kommenden Mittwoch noch abwarten. Wir sind überzeugt, daß
die Tiefstkurse hinter uns liegen und der Markt, wenn auch immer
wieder von Gegenbewegungen begleitet, per Saldo nach oben laufen wird.
--- 3. Europäischer Aktienmarkt ---
Der DJ Stoxx 50 Index konnte sich in dieser Woche um knapp ein Prozent
verbessern, auf augenblicklich 4539 Punkte. Der gestrige Schlußstand
von 4567 Punkten lag schon sehr nahe an unserem ersten Widerstand von
4570 Punkten. Wie bereits letzte Woche erwähnt, sehen wir die beiden
Widerstandsmarken bei 4570 und 4620 Punkten als nicht leicht zu
nehmende Hürden auf dem weiteren Weg nach oben. Der dominierende
Abwärtstrendkanal ist weiterhin intakt und verläuft per Ende nächster
Woche zwischen 4295 und 4655 Punkten. Somit liegen also drei
gewichtige Widerstandsniveaus eng beieinander, und der Index braucht
schon eine Menge Kraft, um diesen Wall zu durchbrechen. Jener
Abwärtstrendkanal hat seinen Ursprung Anfang September letzten Jahres.
Das ist deshalb wichtig, weil der internationale Führungsmarkt, der
amerikanische S&P 500 Composite, ebenfalls seit dieser Zeit einen
Abwärtstrend eingeleitet hatte, diesen jedoch mittlerweile nach oben
durchbrochen hat. Aber dazu lesen Sie weiter unten mehr. Wir sehen die
Bewegung, die der S&P vorgemacht hat als Indikation für das weitere
Verhalten des europäischen Benchmarkindex DJ Stoxx 50 an. Konkret
erwarten wir, daß im Zuge der für Mittwoch erwarteten Zinssenkung der
FED die Aktienkurse einen Schub bekommen und der Index zumindest die
ersten beiden Widerstandsmarken durchbrechen kann. Sollte gar die
obere Trendlinie des Abwärtstrendkanals durchbrochen werden, wäre dies
das Signal für ein Kursziel von rund 5200 Punkte bis Ende April 2001.
--- 4. US-Aktienmarkt ---
Der S&P 500 Composite hat seinen Abwärtstrend vom September 2000 nach
oben durchbrochen und schloß an sechs aufeinander folgenden
Handelstagen über der wichtigen Marke von 1430 Punkten. Der
Unterstützungsbereich reicht nun ab 1430 Punkte bis auf 1320 Punkte.
In diese Zone könnte der Index kurzfristig noch einmal zurückfallen,
wenn es unmittelbar nach der erwarteten Zinssenkung heißt: Sell on
facts. Diese Bewegung dürfte, falls sie überhaupt eintritt, aber nur
sehr kurze Zeit wirken. Letztlich hat der Index mit dem Bruch des
Abwärtstrends und dem Durchbruch über 1430 Punkte ein Signal zu einer
mittelfristigen Aufwärtsbewegung gegeben. Im Zuge der sich dramatisch
verschlechternden Konjunkturlage und den dadurch bedingt großen
Zinssenkungsschritten der FED wird die Hoffnung auf eine wirkungsvolle
Geldpolitik die Aktien wieder nach oben treiben und dem S&P ein
mittelfristiges Kurspotential bis an die ehemaligen Höchststände bei
rund 1520 Punkten eröffenen.
Für den Dow Jones industrial average gilt im Grund ein ähnlich
positives Szenario wie für den S&P. Die technische Konstellation ist
allerdings etwas anders, denn der Index bildet eine Dreiecksformation
mit einer kurzfristigen Aufwärtstrendlinie bei derzeit 10540 Punkten
und einer parallelen Widerstandlinie bei 11300 Punkten. Wir sehen eine
gute Chance, daß demnächst die obere Linie nach oben durchbrochen
werden kann. Danach hätte der Index nicht nur Luft bis zum ehemaligen
All-time-high bei 11722, sondern auch darüber hinaus bis in den
Bereich um 12500 Punkte.
--- 5. Nasdaq ---
Spekulationen über eine bevorstehende Zinssenkung der US-Notenbank in
Höhe von 0,5 % trieben die Aktien an der Nasdaq zu Wochenanfang nach
oben. Am Ende der Woche kam es jedoch anders, und die Nasdaq lief ins
Minus. Die Wochenperformance betrug -2,40 % (Stand 26.01.01, 17:00
Uhr). Zahlreiche Unternehmensergebnisse wurden veröffentlicht. Dell
enttäuschte die Anleger mit einer Gewinnwarnung für das vierte
Quartal. Doch im weiteren Verlauf konnte Compaq Computer die
Analystenschätzungen schlagen. Ebenfalls besser als erwartet
ausfallende Zahlen meldeten Computer Associated, Openwave, Siebel
Systems und Broadcom. Die Aktien der Software- und Hardwarehersteller
bekamen im Anschluß Auftrieb, der durch die Hoffnung getragen wurde,
daß das Gewinnwachstum dieser Unternehmen anhalten könnte. Der
Telekomausrüster Lucent meldete wiederholt einen Verlust. Um Kosten
einzusparen, plant das Unternehmen, rund 10.000 Arbeitsplätze zu
streichen. Das wären 10 % der gesamten Belegschaft. Am Mittwoch schloß
die Nasdaq zum fünften mal innerhalb von sechs Börsentagen im Plus.
Erst der negative Ausblick des weltgrößten Faserkabelnetz-Herstellers
Corning beendete den "Siegeszug" der Nasdaq. Das Unternehmen warnte
vor einer Abschwächung des Telekommunikationsmarktes im ersten Quartal
2001. Die Nasdaq büßte im Anschluß 3,67 % ein, wobei auch andere Werte
des Sektors unter Druck standen.
Im Blickpunkt der nächsten Woche wird die Sitzung des Offenmarktaus-
schusses der amerikanischen Notenbank FED sein. Es wird allgemein mit
einem Zinsschritt in Höhe von 0,5 % gerechnet. Alan Greenspan hatte in
der vergangenen Woche in einer Rede vor einer sich stark abschwächen-
den US-Konjunktur gewarnt und Zinssenkungen als ein mögliches Mittel
zur Belebung der Wirtschaft genannt. Technisch sieht es bei der Nasdaq
aber weiterhin nicht schlecht aus. Der seit September 2000 bestandene
Abwärtstrend ist nachhaltig nach oben durchbrochen worden. Die starke
Aufwärtsbewegung der ersten Wochen des Jahres 2001 scheiterte
zunächst am Widerstand bei 2890 Punkten. Die Kurse waren bis dahin vom
Jahrestief um über 28 % gestiegen. In den Indikatoren zeichnete sich
ein stark überkauftes Bild. In diesem Tempo konnte es nicht weiter
gehen. Auf dem Weg nach oben wurde ein Gap zwischen 2638 und 2661
aufgemacht, was bisher nur teilweise geschlossen wurde. Wir halten es
für wahrscheinlich, daß dieses Gap im Rahmen der laufenden technischen
Gegenbewegung geschlossen wird. An unserer grundsätzlich positiven
Einstellung ändert das nichts. Nach unten ist die Nasdaq im Bereich um
die 2690 und 2550 Punkten gut abgesichert. Wir gehen nicht davon aus,
daß diese Bereiche nachhaltig unterschritten werden. Entscheidend kann
hier die Zinssenkung der amerikanischen Notenbank sein. Das Bild der
Konsolidierung an der Nasdaq wird auch durch die technischen
Indikatoren unterstützt, die aus ihren Extrembereichen nach unten
gedreht haben. Als Widerstand rückt erneut die Marke bei 2890 Punkten
in den Vordergrund. Sollte diese genommen werden, sehen wir die
nächsten Hürden bei 3000 und 3170 Punkten. Für die nächste Woche gehen
wir von einer anhaltend nervösen Seitwärtsbewegung aus, die von der
Notenbank in die eine oder andere Richtung beeinflußt werden könnte.
Der Markt preist eine Zinssenkung von 0,5 %, weshalb unserer Meinung
nach mit keinen größeren Auswirkungen in diesem Fall zu rechnen ist.
Wir können uns vorstellen, daß die Notenbank aufgrund der aktuellen
wirtschaftlichen Situation weitere Zinssenkungen in Aussicht stellt.
Davon würden die Technologiewerte am meisten profitieren. Wir raten in
der aktuellen schwächeren Marktverfassung, Positionen aufzubauen.
--- 6. Nikkei 225 Index ---
Der Nikkei Index scheint seine Talfahrt beenden zu können und bildet
möglicherweise einen Boden aus. Nachdem der Index intraday zweimal den
Bereich um 13150 Punkte getestet hat, sollte dieser nun als
Unterstützung fungieren und könnte die Form eines Doppel-Bodens
annehmen. Ein Indiz für die Beendigung der Abwärtsbewegung war der
Bruch des seit Mitte Dezember 2000 bestehenden steilen Abwärtstrends.
Wichtig für eine nachhaltige Trendwende ist jedoch der Ausbruch aus
dem bestehenden Abwärtstrendkanal, der seit April 2000 bestimmend ist
und dessen obere Abwärtstrendlinie bei 13900 Punkten verläuft. Dieser
Trend ist als sehr steil zu charakterisieren und sollte nach der
Überwindung eines Widerstandsbereiches bei 14300 bis 14400 Punkten und
einer kurzen Konsolidierung zügig überschritten werden. Mit 13696
Punkten verabschiedete sich der Nikkei aus dem Freitagshandel.
Trotz anhaltender Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Entwicklung
der japanischen Wirtschaft sollten die Gerüchte über Interventionen
der japanischen Regierung und Zinssenkungsphantasie in den USA für
weiteren Auftrieb an der Tokioter Börse sorgen.
--- 7. DAX-Technik ---
Die wenige Luft bis auf 6780 Punkte, die wir dem DAX für diese Woche
noch eingeräumt hatten, hat er tatsächlich fast bis auf den Punkt
genau ausgekostet mit einem Wochenverlaufshoch bei 6775 am gestrigen
Donnerstag. Kurz vor dem Wochenende schwächelt er nun etwas und steht
momentan bei 6665 Punkte. Diese Entwicklung über-rascht nicht, weil
einerseits der US-Aktienmarkt nur moderat in Schwung gekommen ist und
zweitens der Wider-standsbereich zwischen 6780 und 6800 Punkten sehr
massiv ist. Von professioneller Seite trauen sich die Investo-ren noch
nicht richtig in den Markt. Alles schaut gespannt wie die Katze auf
das Mauseloch, ob der DAX wohl den Widerstand bei 6800 Punkte
überwindet, manche mögen auch noch auf die 7000er Markeab warten. Die
Volatilität bei den Einzeltiteln ist sehr hoch und ein Einstieg kann
sich kurzfristig mit einem deutlichen Minus bemerkbar ma-chen wie z.
B. bei der Aktie von Deutsche Telekom, nachdem die Zahlen für das
vierte Quartal 2000 schlechter als erwartet ausgefallen sind.
Allerdings dürfte auf breiter Front ein schneller Kursanstieg
erfolgen, wenn der Markt in Schwung kommt und die angegebenen
Widerstände durchbricht. Ein Auge sollten Investoren bspw. auf die
Aktien von adidas-salomon und ThyssenKrupp werfen. Technisch sehen
beide Werte sehr gut aus. Bei adidas-salomon können wir uns ein
Kursniveau um 90 Euro erreichbar vorstellen und bei ThyssenKrupp den
Bereich um 24 bsi 25 Euro. Der DAX wird sich nächste so verhalten wie
der S&P 500. Die erwartete US-Zinssenkung könnte kurzfristig für
Gewinnmitnahmen sorgen. Dann muß man genau hinschauen, wie weit der
Index zurückkommt. Bleibt er weit genug von seiner ersten
Unterstützung bei 6460 entfernt, ist das ein sehr gutes Zeichen für
denn nachfolgenden Aufschwung. Sollte die Marke von 6780 bzw. 6800
Punkten nach oben durchbrochen werden, sehen wir nicht nur ein
Kursziel bis 7000 Punkte, sondern bis mindestens 7500 Punkte. Bis Ende
April dürfte der erwartete mittelfristi-ge Aufwärtstrend anhalten.
--- 8. Fazit - Ausblick - Empfehlung ---
Investoren empfehlen wir eine hohe Investitionsquote. Bei den gestie-
genen Kursen an den Technologiebörsen Neuer Markt und Nasdaq ist eine
Mischung aus Old- und New Economy-Aktien zu empfehlen. Wir erwarten
für nächste Woche in der ersten Welle nach der Zinssenkung durch die
FED Gewinnmitnahmen bei den Aktien. Doch diese Zinssenkung wird mit-
telfristig als Beschleuniger für eine Hausse bis Ende April dieses
Jahres sorgen.
Ihr SchmidtBank-Researchteam aus Nürnberg
Verfasser: Dieter Mäckler, Thomas Brodehl, Mike Otto
Quelle: SchmidtBank-Research
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