Bald ist es soweit!
Artikel vom November.2003
China Life Insurance plant NYSE-IPO im Volumen von 2,5 Mrd Dollar
Washington (vwd) - Die China Life Insurance Co plant ein Initial Public Offering an der New York Stock Exchange (NYSE) und erhofft sich dadurch Erlöse von 2,5 Mrd Dollar. Wie der Versicherer weiter mitteilte, sollen die Einnahmen für allgemeine Geschäftszwecke sowie zur Stärkung der Kapitalbasis verwendet werden. Weitere Details zum genaueren Pricing wurden noch nicht bekannt. In dem Filing an die US-Börsenaufsicht SEC vom Donnerstag wird die Registrierung von American Depositary Shares (ADS) beantragt, die die so genannten H-Aktien bzw die an ausländischen Börsen gelisteten Geschäftsaktivitäten repräsentieren.
Die Bewertung des IPO mit 2,5 Mrd Dollar sei zur Kalkulation der Registriergebühren vorgenommen worden, heißt es dort weiter. Oft differiert das tatsächliche Volumen eines IPO von der geplanten Bewertung. Sollte das IPO in diesem Gesamtvolumen zustande kommen, wäre es der weltweit größte Börsengang des Jahres. Bislang hat die britische Yell-Gruppe mit 1,14 Mrd GBP (1,94 Mrd Dollar) am meisten erlöst.
China Life läutet Rekord-Börsengang ein
Von Francesco Guerrera, Hongkong
Der weltweit größte Börsengang in diesem Jahr nimmt Gestalt an. Das Emissionsvolumen der staatlichen China Life Insurance liegt über dem des britischen Telefonbuchverlags Yell.
Die größten Börsengänge 2003
Wie aus Finanzkreisen in Hongkong verlautet, will China Life Insurance das Emissionsvolumen bei ihrem Initial Public Offering (IPO) um knapp 50 Prozent auf umgerechnet 3 Mrd. $ aufstocken. Bisheriger IPO-Spitzenreiter in diesem Jahr ist der britische Telefonbuchverlag Yell, der im Juli 1,8 Mrd. $ erlöst hatte. In Kürze werde Chinas größter Lebensversicherer die IPO-Anträge an den Börsen Hongkong und New York einreichen, hieß es weiter. Die Platzierung erfolge womöglich schon im September.
Der Börsengang von China Life zeigt zweierlei: Zum einen öffnet sich die Volksrepublik zwei Jahre nach ihrem Beitritt zur Welthandelsorganisation WTO zunehmend westlichen Investoren. So wird das IPO außer von China International Capital von den US-Instituten Citigroup und Credit Suisse First Boston sowie der Deutschen Bank begleitet.
Zum anderen läuft das IPO-Geschäft in Asien besser als anderswo in der Welt. Während in den USA und Europa sowohl die Zahl der Transaktionen als auch ihr Umfang gegenüber 2002 stark rückläufig sind, halten sich die Emissionserlöse in Fernost bislang stabil.
Gute Geschäftszahlen
"Wir hatten ursprünglich geplant, etwa 2 Mrd. $ mit unserer Aktienplatzierung in Hongkong aufzunehmen", sagte China-Life-President Wang Xianzhang der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Unser Gewinn ist im vergangenen Jahr und der ersten Jahreshälfte so gut ausgefallen, dass unsere Berater uns ermutigt haben, das Ziel zu revidieren", sagte Wang.
China Life wäre der erste der drei größten chinesischen Versicherer, der seine Aktien in Hongkong notieren lässt. Auch die Nummern zwei und drei der Branche, Ping An Insurance und People’s Insurance Co of China (PICC), planen milliardenschwere IPOs in Hongkong. PICC, Chinas ältester Versicherer, wird von Morgan Stanley und China International beraten.
Ping An will mit Unterstützung von Goldman Sachs, Morgan Stanley und HSBC bei seinem für die Jahreswende angepeilten IPO rund 2,6 Mrd. $ einsammeln. Die drei renommierten Investmentbanken hatten sich im Vorjahr bei der Gesellschaft eingekauft.
Marktführer in China
Alle drei Konzerne benötigen frisches Kapital, um ihre Expansion zu finanzieren. Peking baut derzeit die Sozialsysteme des Landes um und setzt darauf, dass die 1,3 Milliarden Chinesen stärker als bisher private Vorsorge treffen. Die Folge: Die Versicherer drängen in ehemalige Staatsmonopole wie die Krankenversicherung.
China Life kontrolliert 60 Prozent des Marktes für Lebensversicherungen, der seit 2000 jährlich um ein Drittel wächst. Allein 2002 hatten die Unternehmen ihre Prämieneinnahmen um 45 Prozent gesteigert.
"Die Versicherer stehen im Anfangsstadium, brauchen viel Bargeld und verfügen zudem über ein gutes langfristiges Potenzial", sagte Fondsmanager Andrew Salton von Standard Life. Weiterer Vorteil: "Es ist ein regulierter Markt, sodass sich der Wettbewerb in Grenzen halten wird."
China Life hatte den Reingewinn 2002 um acht Prozent auf 815 Mio. Yuan (umgerechnet rund 90 Mio. Euro) gesteigert. Die Prämieneinnahmen beliefen sich auf 128,7 Mrd. Yuan, das verwaltete Vermögen auf 300 Mrd. Yuan. Im ersten Halbjahr 2003 kletterten die Prämieneinnahmen um 26 Prozent auf 92,7 Mrd. Yuan.
26.11.2003
China Life interessantes Investment
Asia Investor
Nach Erachten der Experten des Börsenbriefes "Asia Investor" könnte sich ein langfristiges Investment in China Life (ISIN/ WKN nicht bekannt) auf jeden Fall lohnen.
Das Unternehmen sei mit Abstand der größte Lebensversicherer in China. China Life wolle im nächsten Monat Aktien und ADRs im Wert von rund 2,5 Mrd. Dollar in Hongkong und New York emittieren. Somit wären 25% des Stammkapitals an der Börse. Ein Investment könnte sich langfristig auf jeden Fall lohnen, da die Chinesen auf Basis der bisher bekannten Ergebnisse eine gute Figur machen würden. So habe man im ersten Halbjahr die Brutto-Prämieneinnahmen um 9% gesteigert. Für das gesamte Jahre erwarte man einen Anstieg um 13%. Der Nettogewinn solle auf dieser Basis um 18% steigen können. Für das kommende Jahr rechne man mit einem Wachstum bei den Prämieneinnahmen von 20%. Nach Erachten der Experten sei dies durchaus im Bereich des Möglichen, da Chinas Versicherungsmarkt mitten in einer Boomphase stecke.
Beachten müsse man allerdings, dass China Life von seiner Muttergesellschaft China Life Insurance Group vor dem Börsengang sehr aufpoliert worden sei. Der deutliche Gewinn vom letzten Jahr habe nämlich vor allem daran gelegen, dass man alle Policen, die vor 1999 abgeschlossen worden seien, an die Mutter weitergegeben habe. In den Jahren vor 1999 sei es üblich gewesen, den Versicherten Renditen von bis zu 9% zu garantieren. In einem Umfeld fallender Zinsen habe dies natürlich zu Verlusten geführt. Doch von denen sei China Life ja letztendlich befreit worden.
Das Stichwort Renditen bleibe dennoch immer noch aktuell. Besonders unter dem Gesichtspunkt, dass die chinesischen Versicherer bei weitem nicht das Potential an Investmentmöglichkeiten erschlossen hätten, das man von westlichen Kollegen kenne. So würden sich mehr als die Hälfte der Gelder immer noch auf niedrigverzinsten Bankkonten befinden. Rund 30% seien in Bonds investiert, gerade mal 5% in Aktien. Nach Ansicht der Experten seien die Gründe dafür nachvollziehbar. Gehe man allerdings davon aus, dass in dieser Hinsicht in den nächsten Jahren etwas Positives passiere, dürften auch die Gewinne der Versicherer an Dynamik gewinnen. Und das schlage sich entsprechend auch in den Kursen nieder.
Für die Experten vom "Asia Investor" ist China Life ein hochinteressantes Investment, wobei sie vom Timing allerdings erst den Börsengang abwarten, ob es vielleicht zu Gewinnmitnahmen kommt.
Artikel vom November.2003
China Life Insurance plant NYSE-IPO im Volumen von 2,5 Mrd Dollar
Washington (vwd) - Die China Life Insurance Co plant ein Initial Public Offering an der New York Stock Exchange (NYSE) und erhofft sich dadurch Erlöse von 2,5 Mrd Dollar. Wie der Versicherer weiter mitteilte, sollen die Einnahmen für allgemeine Geschäftszwecke sowie zur Stärkung der Kapitalbasis verwendet werden. Weitere Details zum genaueren Pricing wurden noch nicht bekannt. In dem Filing an die US-Börsenaufsicht SEC vom Donnerstag wird die Registrierung von American Depositary Shares (ADS) beantragt, die die so genannten H-Aktien bzw die an ausländischen Börsen gelisteten Geschäftsaktivitäten repräsentieren.
Die Bewertung des IPO mit 2,5 Mrd Dollar sei zur Kalkulation der Registriergebühren vorgenommen worden, heißt es dort weiter. Oft differiert das tatsächliche Volumen eines IPO von der geplanten Bewertung. Sollte das IPO in diesem Gesamtvolumen zustande kommen, wäre es der weltweit größte Börsengang des Jahres. Bislang hat die britische Yell-Gruppe mit 1,14 Mrd GBP (1,94 Mrd Dollar) am meisten erlöst.
China Life läutet Rekord-Börsengang ein
Von Francesco Guerrera, Hongkong
Der weltweit größte Börsengang in diesem Jahr nimmt Gestalt an. Das Emissionsvolumen der staatlichen China Life Insurance liegt über dem des britischen Telefonbuchverlags Yell.
Die größten Börsengänge 2003
Wie aus Finanzkreisen in Hongkong verlautet, will China Life Insurance das Emissionsvolumen bei ihrem Initial Public Offering (IPO) um knapp 50 Prozent auf umgerechnet 3 Mrd. $ aufstocken. Bisheriger IPO-Spitzenreiter in diesem Jahr ist der britische Telefonbuchverlag Yell, der im Juli 1,8 Mrd. $ erlöst hatte. In Kürze werde Chinas größter Lebensversicherer die IPO-Anträge an den Börsen Hongkong und New York einreichen, hieß es weiter. Die Platzierung erfolge womöglich schon im September.
Der Börsengang von China Life zeigt zweierlei: Zum einen öffnet sich die Volksrepublik zwei Jahre nach ihrem Beitritt zur Welthandelsorganisation WTO zunehmend westlichen Investoren. So wird das IPO außer von China International Capital von den US-Instituten Citigroup und Credit Suisse First Boston sowie der Deutschen Bank begleitet.
Zum anderen läuft das IPO-Geschäft in Asien besser als anderswo in der Welt. Während in den USA und Europa sowohl die Zahl der Transaktionen als auch ihr Umfang gegenüber 2002 stark rückläufig sind, halten sich die Emissionserlöse in Fernost bislang stabil.
Gute Geschäftszahlen
"Wir hatten ursprünglich geplant, etwa 2 Mrd. $ mit unserer Aktienplatzierung in Hongkong aufzunehmen", sagte China-Life-President Wang Xianzhang der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Unser Gewinn ist im vergangenen Jahr und der ersten Jahreshälfte so gut ausgefallen, dass unsere Berater uns ermutigt haben, das Ziel zu revidieren", sagte Wang.
China Life wäre der erste der drei größten chinesischen Versicherer, der seine Aktien in Hongkong notieren lässt. Auch die Nummern zwei und drei der Branche, Ping An Insurance und People’s Insurance Co of China (PICC), planen milliardenschwere IPOs in Hongkong. PICC, Chinas ältester Versicherer, wird von Morgan Stanley und China International beraten.
Ping An will mit Unterstützung von Goldman Sachs, Morgan Stanley und HSBC bei seinem für die Jahreswende angepeilten IPO rund 2,6 Mrd. $ einsammeln. Die drei renommierten Investmentbanken hatten sich im Vorjahr bei der Gesellschaft eingekauft.
Marktführer in China
Alle drei Konzerne benötigen frisches Kapital, um ihre Expansion zu finanzieren. Peking baut derzeit die Sozialsysteme des Landes um und setzt darauf, dass die 1,3 Milliarden Chinesen stärker als bisher private Vorsorge treffen. Die Folge: Die Versicherer drängen in ehemalige Staatsmonopole wie die Krankenversicherung.
China Life kontrolliert 60 Prozent des Marktes für Lebensversicherungen, der seit 2000 jährlich um ein Drittel wächst. Allein 2002 hatten die Unternehmen ihre Prämieneinnahmen um 45 Prozent gesteigert.
"Die Versicherer stehen im Anfangsstadium, brauchen viel Bargeld und verfügen zudem über ein gutes langfristiges Potenzial", sagte Fondsmanager Andrew Salton von Standard Life. Weiterer Vorteil: "Es ist ein regulierter Markt, sodass sich der Wettbewerb in Grenzen halten wird."
China Life hatte den Reingewinn 2002 um acht Prozent auf 815 Mio. Yuan (umgerechnet rund 90 Mio. Euro) gesteigert. Die Prämieneinnahmen beliefen sich auf 128,7 Mrd. Yuan, das verwaltete Vermögen auf 300 Mrd. Yuan. Im ersten Halbjahr 2003 kletterten die Prämieneinnahmen um 26 Prozent auf 92,7 Mrd. Yuan.
26.11.2003
China Life interessantes Investment
Asia Investor
Nach Erachten der Experten des Börsenbriefes "Asia Investor" könnte sich ein langfristiges Investment in China Life (ISIN/ WKN nicht bekannt) auf jeden Fall lohnen.
Das Unternehmen sei mit Abstand der größte Lebensversicherer in China. China Life wolle im nächsten Monat Aktien und ADRs im Wert von rund 2,5 Mrd. Dollar in Hongkong und New York emittieren. Somit wären 25% des Stammkapitals an der Börse. Ein Investment könnte sich langfristig auf jeden Fall lohnen, da die Chinesen auf Basis der bisher bekannten Ergebnisse eine gute Figur machen würden. So habe man im ersten Halbjahr die Brutto-Prämieneinnahmen um 9% gesteigert. Für das gesamte Jahre erwarte man einen Anstieg um 13%. Der Nettogewinn solle auf dieser Basis um 18% steigen können. Für das kommende Jahr rechne man mit einem Wachstum bei den Prämieneinnahmen von 20%. Nach Erachten der Experten sei dies durchaus im Bereich des Möglichen, da Chinas Versicherungsmarkt mitten in einer Boomphase stecke.
Beachten müsse man allerdings, dass China Life von seiner Muttergesellschaft China Life Insurance Group vor dem Börsengang sehr aufpoliert worden sei. Der deutliche Gewinn vom letzten Jahr habe nämlich vor allem daran gelegen, dass man alle Policen, die vor 1999 abgeschlossen worden seien, an die Mutter weitergegeben habe. In den Jahren vor 1999 sei es üblich gewesen, den Versicherten Renditen von bis zu 9% zu garantieren. In einem Umfeld fallender Zinsen habe dies natürlich zu Verlusten geführt. Doch von denen sei China Life ja letztendlich befreit worden.
Das Stichwort Renditen bleibe dennoch immer noch aktuell. Besonders unter dem Gesichtspunkt, dass die chinesischen Versicherer bei weitem nicht das Potential an Investmentmöglichkeiten erschlossen hätten, das man von westlichen Kollegen kenne. So würden sich mehr als die Hälfte der Gelder immer noch auf niedrigverzinsten Bankkonten befinden. Rund 30% seien in Bonds investiert, gerade mal 5% in Aktien. Nach Ansicht der Experten seien die Gründe dafür nachvollziehbar. Gehe man allerdings davon aus, dass in dieser Hinsicht in den nächsten Jahren etwas Positives passiere, dürften auch die Gewinne der Versicherer an Dynamik gewinnen. Und das schlage sich entsprechend auch in den Kursen nieder.
Für die Experten vom "Asia Investor" ist China Life ein hochinteressantes Investment, wobei sie vom Timing allerdings erst den Börsengang abwarten, ob es vielleicht zu Gewinnmitnahmen kommt.