Cheney spielt den "bösen Polizisten"

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Cheney spielt den
bammie:

Cheney spielt den "bösen Polizisten"

 
05.05.06 11:25
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Tagespresse: Cheney spielt den "bösen Polizisten"

MOSKAU, 05. Mai (RIA Novosti). USA-Vizepräsident Dick Cheney hat die Innenpolitik des Kremls kritisiert und Moskau "Erpressung", "Einschüchterung", "Untergrabung der territorialen Integrität von Nachbarn" und "Einmischung in die demokratischen Prozesse" vorgeworfen.

Russland wurde aufgefordert, eine Wahl zu treffen: Entweder "zur Demokratie zurückzukehren" oder "ein Feind zu werden". Nach Ansicht von Experten bestand das Ziel des USA-Vizepräsidenten darin, Russland im Vorfeld des G8-Gipfels unter Druck zu setzen. Die Tageszeitungen "Kommersant", "Wedomosti" und "Rossijskaja Gaseta" gehen am Freitag darauf ein.

"Cheney war ohnehin als einer der Hauptkritiker Russlands in der Bush-Administration bekannt, in Vilnius hat er eine diplomatische Vorbereitung auf den G8-Gipfel vorgenommen", meint Alexej Malaschenko aus dem Moskauer Carnegie-Zentrum. "Dabei sind Cheneys Äußerungen härter als die Erklärungen der Außenamtschefin Condoleezza Rice, was an das Spiel ‚Der böse und der gute Polizist" erinnert", sagt Boris Schmeljow, Direktor des Zentrums für komparative politische Studien des Wirtschaftsinstituts der Russischen Wissenschaftsakademie. Dennoch geht es mit den Beziehungen zwischen den USA und Russland wirklich bergab, was in den Widersprüchen im postsowjetischen Raum und in der Nahostpolitik zum Ausdruck kommt, fügt Malaschenko hinzu.

Juli Woronzow, Russlands Botschafter in den USA 1994 bis 1999: Russland muss sein Leben leben. Wir haben keine Demokratie auf amerikanisch, aber wir haben eine russische Demokratie. Amerika muss sich damit abfinden.

Leonid Sluzki, erster Vizevorsitzender des auswärtigen Staatsduma-Ausschusses: Ich sehe nichts, was unser Land verbrochen hätte. Es entsteht der Eindruck, dass nicht der Vizepräsident einer respektierten Landes, sondern ein antirussisch eingestellter Balte gesprochen hat.

Michail Margelow, Chef des auswärtigen Ausschusses des Föderationsrates: Russland setzt seine Modernisierung vor dem Hintergrund der Kritik und des Argwohns seitens der postindustriellen Länder fort. Der Westen "erinnert sich" nur dann an Russland, wenn es brenzlig wird und wenn er nicht in der Lage ist, ein Problem allein zu lösen. Das internationale Schachbrett verliert aber ohne Russland in gefährlicher Weise das Gleichgewicht. Die Entstehung neuer Bedrohungen, darunter auch des Terrorismus, ist aber gerade mit einer Abschwächung der souveränen Rolle Russlands im Weltsystem verbunden.

de.rian.ru/world/20060505/47259333.html
Cheney spielt den

*fg* o. T.

 
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