Cheney droht den Russen *lol*

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Cheney droht den Russen *lol* danjelshake
danjelshake:

Cheney droht den Russen *lol*

3
05.05.06 11:20
#1

Cheney spielt den bösen Polizisten
Dick Cheney kritisiert Moskau

05.05.2006  10:10 Uhr

Moskau/Russland - USA-Vizepräsident Dick Cheney hat die Innenpolitik des Kremls kritisiert und Moskau "Erpressung", "Einschüchterung", "Untergrabung der territorialen Integrität von Nachbarn" und "Einmischung in die demokratischen Prozesse" vorgeworfen.

Russland wurde aufgefordert, eine Wahl zu treffen: Entweder "zur Demokratie zurückzukehren" oder "ein Feind zu werden". Nach Ansicht von Experten bestand das Ziel des USA-Vizepräsidenten darin, Russland im Vorfeld des G8-Gipfels unter Druck zu setzen. Die Tageszeitungen "Kommersant", "Wedomosti" und "Rossijskaja Gaseta" gehen am Freitag darauf ein.

"Cheney war ohnehin als einer der Hauptkritiker Russlands in der Bush-Administration bekannt, in Vilnius hat er eine diplomatische Vorbereitung auf den G8-Gipfel vorgenommen", meint Alexej Malaschenko aus dem Moskauer Carnegie-Zentrum. "Dabei sind Cheneys Äußerungen härter als die Erklärungen der Außenamtschefin Condoleezza Rice, was an das Spiel ‚Der böse und der gute Polizist" erinnert", sagt Boris Schmeljow, Direktor des Zentrums für komparative politische Studien des Wirtschaftsinstituts der Russischen Wissenschaftsakademie. Dennoch geht es mit den Beziehungen zwischen den USA und Russland wirklich bergab, was in den Widersprüchen im postsowjetischen Raum und in der Nahostpolitik zum Ausdruck kommt, fügt Malaschenko hinzu.

Juli Woronzow, Russlands Botschafter in den USA 1994 bis 1999: Russland muss sein Leben leben. Wir haben keine Demokratie auf amerikanisch, aber wir haben eine russische Demokratie. Amerika muss sich damit abfinden.


Leonid Sluzki, erster Vizevorsitzender des auswärtigen Staatsduma-Ausschusses: Ich sehe nichts, was unser Land verbrochen hätte. Es entsteht der Eindruck, dass nicht der Vizepräsident einer respektierten Landes, sondern ein antirussisch eingestellter Balte gesprochen hat.

Michail Margelow, Chef des auswärtigen Ausschusses des Föderationsrates: Russland setzt seine Modernisierung vor dem Hintergrund der Kritik und des Argwohns seitens der postindustriellen Länder fort. Der Westen "erinnert sich" nur dann an Russland, wenn es brenzlig wird und wenn er nicht in der Lage ist, ein Problem allein zu lösen. Das internationale Schachbrett verliert aber ohne Russland in gefährlicher Weise das Gleichgewicht. Die Entstehung neuer Bedrohungen, darunter auch des Terrorismus, ist aber gerade mit einer Abschwächung der souveränen Rolle Russlands im Weltsystem verbunden.
(MF)


Quelle:
Cheney droht den Russen *lol* 2539130 RIA Novosti

Cheney droht den Russen *lol* SAKU
SAKU:

Cool...

 
05.05.06 11:24
#2
Der kürzeste Krieg bis dato war ja gerade mal 38 Minuten lang...

Wenn die zwei sich ordentlich in die Haare bekommen und dann einer "aus versehen" aufs Knöpfchen drückt (Achmedinedschad??) dann könnte das getoppt werden - leider wird es dann aber kenen Eintrag ins Guzinnes Buch der Rekordee mehr geben...
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Cheney droht den Russen *lol* bammie
bammie:

hmpf o. T.

 
05.05.06 11:25
#3
Cheney droht den Russen *lol* danjelshake
danjelshake:

kann mir nicht vorstellen, dass man wieder soweit

 
05.05.06 11:31
#4
gehen wird, saku.
Cheney droht den Russen *lol* SAKU
SAKU:

schade...

 
05.05.06 11:34
#5
stell dir mal vor, kei Geschwätz mehr über Staatsverschuldung, keine Diskussionen mehr bei Chrtistiansen, keine Gelaber mehr von Religionen, kein JIMPS mehr...

Vielleicht wäre son format c: ja nicht so schlecht.
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Cheney droht den Russen *lol* danjelshake
danjelshake:

hm...

 
05.05.06 11:42
#6
also wenn du das "c" bei format c: auf cheney beziehst, geb ich dir recht... ;)
Cheney droht den Russen *lol* bammie
bammie:

Cheney ist kein Churchill, Putin kein Stalin

 
14.05.06 18:46
#7
Cheney ist kein Churchill, Putin kein Stalin - einen Kalten Krieg wird es nicht geben

Russland und die russische Demokratie, die Globalisierung und der russische Markt - inwieweit unterscheiden sie sich von denen des Westens?

MOSKAU, 10. Mai (Pjotr Romanow, RIA Novosti).

Die ganze letzte Zeit befassten sich US-Vizepräsident Richard Cheney und US-Außenministerin Condoleezza Rice damit, den Russen zu predigen, wie sie zu leben haben. Zudem hat Cheney für seine Belehrungen einen, gelinde gesagt, so kühlen Ton gewählt, dass nicht wenige Politologen sofort von der Möglichkeit eines neuen Kalten Krieges sprachen. Ich finde, sie irren sich. Cheney ist kein Churchill, er gehört nicht zu jenen, die den Lauf der Geschichte verändern. Zudem steht in Russland heute nicht Stalin, sondern Putin an der Macht. Putins Russland hat nicht vor, eine neue Berliner Mauer zu errichten, im Gegenteil, es öffnet die Tür zur westlichen Welt immer weiter. Sowohl wirtschaftlich: Man denke - eines unter mehreren Beispielen - an die Energieprojekte der Russen. Als auch politisch: Russland ist bei weitem nicht in allem mit dem Westen einverstanden, jedoch bereit, über beliebige Themen zu sprechen und nach Kompromissen zu suchen. Zu einer Schlägerei gehören immerhin zumindest zwei, sonst ist es ein Schattenfechten.

Viel wichtiger ist etwas anderes. Schon mehrmals habe ich in der westlichen Presse Kommentare in dem Sinne gelesen, dass der Vorabend des G-8-Treffens in Sankt Petersburg ein ausgezeichneter Zeitpunkt sei, Russland in so mancher Hinsicht unter Druck zu setzen: angefangen mit seiner Position zum iranischen Atomdossier bis hin zu innenpolitischen russischen Angelegenheiten. Solche Äußerungen zeugen am besten davon, dass die amerikanische politische Elite einen sehr wichtigen Augenblick verschlafen hat: Russland, das beinahe zwei Jahrzehnte lang im Orbit des Westens geblieben war, hat seine Kräfte als Planet endlich zum Teil wiederhergestellt und endlich eine selbstständige Bahn gefunden. Wenn dem aber so ist, muss der Westen, müssen namentlich die USA auch ihren gönnerhaften Ton gegenüber Moskau und die Art und Weise, mit ihm zu sprechen, ernsthaft überprüfen. Nach den kürzlichen Belehrungen von Condoleezza Rice und Dick Cheney, mit denen sie - zum wievielten Male schon! - versuchten, den Russen echte Demokratie beizubringen, sprang das direkt ins Auge. Beide wirkten etwas komisch, wie ein Mensch komisch wirkt, der einem längst abgefahrenen Zug vom Bahnsteig aus noch etwas hinterherruft.

Übrigens hätte man in Washington die heutige Situation im Voraus erkennen müssen, da sie natürlich ist. Einst musste ja der Moment kommen, da Russland, nach den erlebten Erschütterungen erholt, vom Bett aufstehen und seinen Weg gehen würde. Moskau hat noch eine Menge von verschiedenen Problemen, aber schon befindet es sich (vor allem psycholoigsch) in einem Zustand, da es seine Probleme selbstständig lösen wird. Zwar dankbar für die freundschaftlich gemeinten Ratschläge und uneigennützige Hilfe von außen, doch unter kategorischer Ablehnung des Mentortons und von Empfehlungen, besonders wenn sie dem eigentlichen Wesen Russlands und des russischen Volkes widersprechen. Im Westen mag man nach Herzenslust mit Moskau schimpfen oder über seine Begriffsstutzigkeit klagen oder allen Ernstes nach der Ursache der Eigenart der russischen Weltsicht forschen (das ist der produktivste Weg), doch ist da nichts zu ändern. Das vorrevolutionäre Russland (vor 1917) unterschied sich vom Westen, desgleichen das Russland, das für eine kurze Zeit nach dem demokratischen Februar von 1917 entstand, aber auch das Russland von heute und das von morgen wird nie eine hundertprozentige Kopie der westlichen Demokratie sein.

Es kann natürlich die Meinung vertreten werden, die Russen seien einfach außerstande, sich in den Markt und in das Leben unter den Bedingungen der Freiheit einzufügen, doch ist das nicht gerade die feinsinnigste Analyse. Es darf nicht vergessen werden, dass sich das vorrevolutionäre Russland nach Ansicht vieler westlicher Experten stürmisch entwickelte. Die deutsche Regierungkommission unter Professor Auhagen, die Russland kurz vor dem Krieg 1914 besuchte, zog einen für Wilhelm II. alarmierenden Schluss: Nach Beendigung der Bodenreform in Russland werde niemand mehr stark genug sein, mit den Russen Krieg zu führen. Dem wirtschaftlichen Wachstumstempo nach näherte sich Russland damals den Weltmächten an. Ich erwähne all das nur deshalb, weil auch heute, trotz all der zahlreichen russischen Probleme, mehrere Experten prophezeien: Um 2027 - 2030 werde Russland erneut unter den ökonomisch führenden Weltmächten sein. Es ist also ein Märchen, dass die Russen nicht unter Marktbedingungen leben könnten.

Gar nicht so einfach steht es auch um die russische Demokratie. Wie jede erfolgreiche Demokratie hat sie die Pflicht, sich den nationalen Besonderheiten und Traditionen der Russen anzupassen. Und so wird die russische Demokratie niemals die westliche voll und ganz nachvollziehen: Russland hat eine andere Geschichte und in vieler Hinsicht seine eigene Sicht auf Gut und Böse, auf Freiheit und Menschenrechte. Der vor kurzem in Moskau abgehaltene Konzil des russischen Volkes, den die Russisch-Orthodoxe Kirche einberufen hatte, kritisierte, das sei hier ohne Umschweife gesagt, hart und ohne Ansehen der Person den Westen deswegen, weil er die Moral vergessen habe. Wenn nicht von Moral untermauert, führen die Bürger- und die Redefreiheit, hieß es beim Konzil, zur Degradierung der Gesellschaft. Übrigens sagt auch beispielsweise die katholische Kirche ungefähr dasselbe. Mehr noch, ich bin mehr als sicher: Die Gründerväter der amerikanischen Demokratie, zutiefst religiöse Menschen, hätten vieles im heutigen Leben des Westens höchst missbilligt. Warum also von den Russen verlangen, sie sollen unbedingt den westlichen Weg gehen?

Russland hat einen demokratischen Weg gewählt. Es gibt keine ernsten Anzeichen dafür, dass die strategische Bewegungsrichtung korrigiert würde. Aber die rein russischen Nuancen - der Weg zur Festigung des staatlichen Prinzips, die Verhärtung des Kampfes für Moral und einige andere Aspekte - werden sich mit der Zeit sicherlich auswirken. Schließlich ist das neue Russland gleich jedem souveränen Land: Je fester gefügt das Land ist, desto beharrlicher wird es seine eigenen Interessen in der Welt behaupten. Nur dass man keine Angst davor zu haben braucht. Man muss einfach im Voraus wissen: Wenn Mrs. Rice sagt, die Amerikaner hätten ihre strategischen Interessen in der Nähe von Russlands Grenze, werden die Amerikaner nach einiger Zeit hören, dass auch die Russen ihre strategischen Interessen in der Nähe der amerikanischen Grenze, etwa in Lateinamerika, haben.

Wie es in den USA richtig heißt: Globalisierung eben!

de.rian.ru/analysis/20060510/47939708.html
Cheney droht den Russen *lol* bammie

Russlands Präsident streitet nicht gegen Cheney

 
#8
Russlands Präsident streitet nicht mit dem US-Vizepräsident

Wladimir Putin ist in seiner Rede nicht auf Cheneys Ausfälle eingegangen, aber die Position der G8 zur Zukunft des großen Klubs ist selbst noch viel zu unbestimmt.

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MOSKAU, 11. Mai (Dmitri Kossyrew, RIA Novosti). Am Vortag der alljährlichen Botschaft von Russlands Präsident Wladimir Putin an die Föderalversammlung geschah es, hatte der Kreml einen recht wesentlichen Informationsverlust gleichsam organisiert. Ein Sprecher spielte darauf an, dass die Botschaft "möglicherweise" eine Antwort auf die Erklärung enthalten werde, die der US-Vizepräsident Dick Cheney vor kurzem beim Gipfeltreffen der Ostsee- und der Schwarzmeerstaaten in Vilnius abgegeben hat. Cheney hatte dort die Führung Russlands beschuldigt, "ungerecht und inkorrekt die Rechte des russischen Volkes in Fragen der Demokratie zu beschränken", außenpolitisch Erdöl und Naturgas als Erpressungs- und Einschreckungsinstrument zu verwenden sowie "die territoriale Integrität eines Nachbarlandes zu unterminieren oder sich in demokratische Bewegungen einzumischen".

Von Anfang an kam der Verdacht auf, dass mit diesem "Durchsickern" etwas nicht stimmte, gleicht es doch eher einer elegant organisierten Desinformation. Der Präsident einer Weltmacht würde mit dem Vizepräsidenten einer anderen Weltmacht wohl kaum polemisieren, und schon gar nicht in einer alljährlichen Botschaft. Und das geschah in dem Marmorsaal, in dem Putin sprach, tatsächlich nicht. Mehr noch, auch ohne Cheney wurde die Außenpolitik in der einstündigen Rede des Präsidenten kaum berührt. Natürlich könnte man dazu Wladimir Putins sehr ausführliche Äußerungen über die Konkurrenzfähigkeit der nationalen Wirtschaft rechnen (ein Thema, das von einer seiner alljährlichen Botschaften auf eine andere übergeht). Oder die ins Einzelne gehenden Abschnitte zur Verteidigung, zur nationalen Sicherheit, zu den Militärausgaben Russlands und der anderen Länder, zum globalen Wettrüsten und der Verbreitung von Kernwaffen. Aber das in der Botschaft wesentlichste Thema Demografie und die damit zusammenhängenden Aufgaben im nationalen Gesundheitswesen und in den sozialen Programmen Russlands gehören nun wirklich nicht zur Außenpolitik.

Vizepräsident Cheney muss sich also mit der Antwort des russischen Außenministers Sergej Lawrow auf seine Ansprache begnügen. Er bezeichnete einige der Äußerungen Cheneys als eine "Lästerung" und erinnerte daran, dass "Anfang der 90er Jahre um den Preis des Lebens russischer Friedensstifter das Blutvergießen in Georgien und Moldawien eingestellt und dadurch die territoriale Integrität dieser Staaten gerettet wurde". Und Lawrow verwies darauf, dass Moskau in den letzten 40 Jahren keinen einzigen seiner Verträge über die Öl- und Gaslieferungen an das Ausland verletzt hat.

Damit ist die Geschichte jedoch noch nicht zu Ende, denn Cheneys Rede in Vilnius wird in zahlreichen Kommentaren mit dem in diesem Sommer bevorstehenden Vorsitz Russlands auf dem G8-Gipfel in Sankt Petersburg in Zusammenhang gebracht. Cheney habe Russland angeblich gewarnt: Wenn ihr eure Politik nicht ändert, dann werdet ihr sowohl den Gipfel als auch die Mitgliedschaft in der G8 verlieren. Schon nicht das erste Gipfeltreffen Wladimir Putins wird von einer selten wütenden propagandistischen Artillerievorbereitung begleitet, an der allerdings häufiger Experten und Journalisten als Regierungsmitglieder des einen oder anderen Landes teilnehmen. Wie die bisherigen Erfahrungen lehren, wird kurz vor solchen Ereignissen fortwährend behauptet, der Gipfel werde nicht stattfinden, falls Moskau diese oder jene Sammlung politischer Forderungen nicht erfülle. Russischerseits jedoch wird eine solche Kampagne für gewöhnlich nicht weiter beachtet. Und im Ergebnis verläuft auf dem Gipfeltreffen gewöhnlich alles erstaunlich erfolgreich, als wäre nicht erst eine Woche zuvor diesem Ereignis ein katastrophaler Ausgang vorhergesagt worden.

Versuchen wir es mit einer Prognose: Was geschieht, wenn sich jemand der führenden Politiker der G8 tatsächlich vornimmt, in Sankt Petersburg anstatt jener Tagesordnung, die Russland dem Gipfel vorschlägt, von der russischen Demokratie oder der Rolle von Moskau in Eurasien zu reden? (Ebendas gilt jetzt als der Sinn der Äußerungen von Cheney und vielen anderen seiner Gleichgesinnten.)

Nichts wird geschehen. Denn die Schlussergebnisse werden in diesem Klub im Konsens angenommen.

Überdies würde die G8 ihrem globalen Ruf Schaden zufügen. Russland schlägt nämlich vor, beim Gipfel die internationale Energiesicherheit ebenso wie die Fragen des globalen Bildungswesens und der Seuchenbekämpfung zu erörtern. Es liegt im Interesse aller acht führenden Politiker, zu diesen Problemen ein Dokument anzunehmen und, so es das Glück will, ihm auch noch in ihrer realen Politik zu folgen.

Mehr noch, Russland als die Weltmacht Nr. 1 im Bereich der Erdöl- und Erdgasgewinnung wird auch ohne die G8 eine Politik verfolgen, wie es sie auf dem betreffenden Gebiet heute verfolgt. Diese Politik setzt die Verantwortung des Lieferanten der Energieressourcen, wie auch der Transitländer, für die Wirtschaftsentwicklung der Empfängerländer voraus. Und dementsprechend ist eine vernünftige gemeinsame globale Politik in diesen Bereichen gemeint.

Ferner. Was geschieht, wenn, wie die radikalsten Experten vorhersagen, der Gipfel von 2008 überhaupt nicht stattfindet? Wiederum: Es wird nichts Wesentliches geschehen - außer der Tatsache, dass sich die G8 selbst über beide Aspekte ihrer Lage im System der Weltpolitik endlich klar wird.

Die Gründe dessen, was sich abspielt, liegen natürlich in der tiefen Krise nicht nur der G8 als solcher, sondern auch des Westens als eines politischen Ganzen, das als führende Kraft der weltweiten Entwicklung an Einfluss verliert. Die neuen führenden Kräfte - Indien, China - gehören der G8 nicht an, obwohl ihre höchsten Politiker nicht erst seit einem Jahr zu ihren Sitzungen als Gäste eingeladen werden. Russland steht hinsichtlich seiner Rolle in der Welt Indien oder China näher als den USA oder England, aber dank günstiger Umstände ist Russland Mitglied des Klubs, obwohl es in politischer Hinsicht seinen übrigen sieben Mitgliedern nicht näher gerückt ist und dies wohl auch kaum tun wird.

Eine Wahl steht bevor: entweder diesen Klub zum Rat aller realen führenden Kräfte der Weltwirtschaft zu erheben, zu diesem Zweck China und Indien (möglicherweise auch Südafrika und Brasilien) aufzunehmen und hierbei vom politischen Wesen des einen oder anderen Landes abzusehen. Dann ist Russlands Mitgliedschaft in diesem Klub eine Chance für die G8. Oder aber die G8 in das Gehirnzentrum des "Westens" im Kampf gegen die "Neulinge" der Weltwirtschaft umzuwandeln. Dann aber hat Russland darin nichts zu tun.

Beide Lösungen sind logisch. Inzwischen aber hängt die G8 genau in der Mitte zwischen diesen zwei Extremen, und eine solche Position ist schwerlich als logisch zu bezeichnen.

Doch das betrifft in keiner Weise die Probleme von Russlands Zukunft, über die Wladimir Putin in seiner Botschaft an die Föderalversammlung gesprochen hat.

de.rian.ru/analysis/20060511/48004649.html
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