Bürger nutzen seit dem Euro-Start mehr Bargeld

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Bürger nutzen seit dem Euro-Start mehr Bargeld bammie

Bürger nutzen seit dem Euro-Start mehr Bargeld

 
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Seit Einführung der Euromünzen und -scheine ist die Nachfrage nach Bargeld kräftig gestiegen. Dabei hat nach der Umstellung auf Euro-Bargeld 2002 nicht nur der Wert von Banknoten und Münzen im Umlauf deutlich zugenommen, sondern auch die Anzahl der Scheine und Münzen, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) mit. Während das Bargeld in nationalen Banknoten vor der Umstellung einen Wert von umgerechnet gut 300 Mrd. Euro hatte, befinden sich mittlerweile mehr als 500 Mrd. Euro als Scheine in Portemonnaies, Kassen und Sparstrümpfen der Europäer. "Am stärksten wurden 500-Euro und 50-Euro-Banknoten nachgefragt, auf die 2003 und 2004 mehr als drei Viertel der wertmäßigen Erhöhung des Banknotenumlaufs entfielen", erklärte die EZB. Insgesamt sind derzeit 9,7 Milliarden Euro-Geldscheine im Umlauf, die durchschnittlich 54 Euro Wert sind. Die umlaufenden 59,6 Milliarden Euro-Münzen haben einen Wert von 16 Mrd. Euro. Die EZB will voraussichtlich gegen Ende des Jahrzehnts die zweite Serie der Euro-Banknoten in Umlauf bringen. Dabei wird es weiterhin keine Geldscheine zu ein und zwei Euro geben, wie dies vor allem Italien gefordert hatte. Eine Analyse der EZB habe ergeben, daß die Nachfrage nach kleinen Scheinen zu gering sei. Der Aufwand für Einzelhandel und Automatenindustrie sei zu hoch und die Produktion der Scheine zu teuer, erklärte die Zentralbank. Neue Sicherheitsmerkmale sollen den Fälschern ihr Handwerk in Zukunft noch stärker erschweren. Knapp 300 000 Blüten registrierte die EZB in der ersten Hälfte dieses Jahres, 40 000 davon in Deutschland. Aufs Jahr hochgerechnet entspricht dies der Gesamtmenge von 80 000 Fälschungen im vergangenen Jahr. Der Euro wird allerdings häufiger gefälscht als die D-Mark - nach Angaben der Bundesbank lag das Falschgeldaufkommen in den 90er Jahren im Schnitt bei 30 000 pro Jahr. rtr


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