Bosse wollen Merkel

Beiträge: 3
Zugriffe: 225 / Heute: 1
Bosse wollen Merkel Schepper
Schepper:

Bosse wollen Merkel

 
19.07.05 23:12
#1
Bosse wollen Merkel

(n-tv.de)

Führungskräfte in der Wirtschaft wünschen sich nach einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach Angela Merkel (CDU) als Bundeskanzlerin und erwarten von ihr radikale Reformen. Dazu gehören für rund zwei Drittel der Befragten tiefe Einschnitte im Sozialbereich, sagte Institutsleiterin Renate Köcher.

Die Mehrheit der Befragten rechne mit Massenprotesten gegen die neue Politik. Allensbach befragte im Auftrag des Wirtschaftsmagazins "Capital" 509 repräsentativ ausgewählte Führungskräfte. Für Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sprachen sich nur 27 Prozent der Befragten aus.

Von den Spitzenkräften aus der Wirtschaft verlangten 80 Prozent eine radikale Reformpolitik, bei den SPD-Anhängern seien es 60 Prozent, bei den Unions-Anhängern 81 Prozent.

Auf Merkel liegen laut der Umfrage große Hoffnungen. "Ich würde mich etwas fürchten, wenn ich davor stünde, Kanzlerin zu werden", sagte Köcher. So erwarten die meisten Befragten nicht nur ein einfacheres Steuersystem sowie weniger Arbeitslose und Staatsschulden, sondern auch bessere Forschungsbedingungen sowie Reformen bei Rente, Pflege und Gesundheit. Allerdings überwiegt die Skepsis bei der Frage, ob eine unionsgeführte Regierung diese Aufgaben bewältigen kann. 61 Prozent aller Befragten bezweifelten, dass CDU und CSU gut auf eine Regierungsübernahme vorbereitet seien. Selbst unter den Unions-Anhängern waren noch 53 Prozent dieser Meinung.

Mehr als 90 Prozent der Befragten rechnet damit, dass die Union nach einem Wahlsieg die Mehrwertsteuer erhöht. Sinken im Gegenzug die Sozialabgaben, sind drei Viertel der befragten Wirtschaftsführer für die Erhöhung, fließt das Geld in die öffentlichen Haushalte, stimmen 62 Prozent zu.

Die große Mehrheit der Befragten - 92 Prozent - begrüßt die Entscheidung für vorgezogene Neuwahlen. Rund zwei Drittel meinen allerdings, Bundeskanzler Schröder kapituliere mit dem Vorstoß vor den Problemen. Bei n-tv sagte Renate Köcher, die Top-Entscheider seien der Meinung, Schröder traue "sich nicht mehr zu, zumindest mit dieser Regierungskoalition, die Probleme wirklich zu bewältigen". 81 Prozent sehen den Regierungschef vor dem Ende seiner politischen Laufbahn. Noch vor einem Dreivierteljahr hatte ihm ein ähnlich großer Prozentsatz ein Comeback in der Wählergunst zugetraut.

Befragt zu den von den Führungskräften bevorzugten Koalitionen sagte Köcher bei n-tv: "Die Koalitionspräferenzen sind ganz eindeutig: Die Mehrheit der Elite favorisiert eine schwarz-gelbe Koalition. An zweiter Stelle liegt die absolute Mehrheit der CDU und erst an dritter Stelle eine große Koalition.“

Unter den 509 Befragten waren 362 Spitzenkräfte aus der Wirtschaft, 105 Spitzenpolitiker und die Leiter von 20 Bundesbehörden. Sie wurden telefonisch vom 28. Juni bis 12. Juli 2005 befragt.

==================================================

Jetzt ist die Katze aus dem Sack! Die Bosse wollen Blut sehen.
Aber die Bosse sagen nicht direkt: Jetzt muss die Bevölkerung bluten
- nein, sie sagen es anders: die CDU brauche den Mut zu radikalen
Reformen. Hahaha, das wird nicht gut gehen.  
Bosse wollen Merkel Schepper
Schepper:

"Merkel bleibt gesamtdeutsch"

 
20.07.05 21:54
#2
Merkel bleibt gesamtdeutsch

CDU-Chefin Angela Merkel lehnt einen speziellen Wahlkampf in den ostdeutschen Bundesländern ab. "Wir führen einen Wahlkampf für ein Land", sagte sie der "Financial Times Deutschland". Angesichts der Haushaltslage könne es auch keine finanziellen Sonderprogramme für die neuen Bundesländer geben.

"Die Startvorteile für Ostdeutschland sind nicht vorwiegend finanzieller Art, sondern bestehen etwa in einem erweiterten Spielraum für beispielsweise den Bürokratieabbau", sagte Merkel. Klar sei natürlich, dass der Solidarpakt II eingehalten werde. Auch werde die Union bei der Finanzplanung der EU darauf achten, dass die Ziel-II-Förderung erhalten bleibe.

Mehrere ostdeutsche CDU-Politiker hatten in den vergangenen Tagen einen auf die neuen Länder zugeschnittenen Wahlkampf gefordert. Merkel selbst hatte erklärt, der Wahlkampf in Ostdeutschland sei "in Teilen" anders.

Der Generalsekretär der thüringischen CDU, Mike Mohring, warf Merkel vor, bisher zu wenig ihre DDR-Herkunft hervorgekehrt zu haben. "Wir müssen mit diesem Pfund wuchern", zitierte ihn der "Tagespiegel". Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur betonte Mohring: "Wir können eine Neuwahl nicht allein im Osten gewinnen, aber durchaus hier verlieren."

Die Bundesgeschäftsführerin der Grünen, Steffi Lemke, kommentierte die Debatte mit den Worten: "Die fehlende Sensibilität von Frau Merkel für Ostdeutschland ist ihr auf die Füße gefallen." Die stellvertretende FDP-Vorsitzende Cornelia Pieper riet Merkel 15 Jahre nach der Einheit davon ab, ihre ostdeutsche Biografie stärker herauszustellen. Die PDS-Bundestagsabgeordnete Petra Pau sagte, es sei in jedem Wahlkampf dasselbe: Plötzlich werde der ansonsten so ferne Osten zum nahen Osten.
**************************************************
Komödienstadel:
Pieper rät Merkel ab, als Ossi aufzutreten, Mohring macht gegenteilige Vorwürfe, ja was denn, wie denn, dann doch lieber gleich gesamtdeutsch, oder?      LOL
Bosse wollen Merkel Schepper

Züchtige Merkel hält sich bedeckt

 
#3
"Keine falschen Versprechungen"

Das Spiel mit den Zahlen hat der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber im bereits begonnen Wahlkampf zur geplanten Neuwahl wieder zum Leben erweckt. Er wirbt für einen Blick ins Nachbarland. "Österreich hat die Arbeitslosenquote auf vier Prozent gesenkt", sagte er in einem Interview. "Wir sagen: Deutschland kann es besser." CDU-Chefin Angela Merkel will jedoch eine solche Zahl nicht als Zielmarke verstanden wissen: "Ich nenne keine Zahlen." Und spricht von "falschen Versprechungen", die sie Schröder überlassen will.

CSU-Präsidiumsmitglied Dagmar Wöhrl warnt gleichsam davor, mit Zahlen zu hantieren. "Das halte ich nicht für sinnvoll." Und sie fügt hinzu: "Außerdem bin ich kein Hellseher." Die Bundestagsabgeordnete hält es für sinnvoller, sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse als Maßstab zu nehmen und dafür zu sorgen, dass ihr weiterer Verlust gestoppt wird. (n-tv)
**************************************************
Ein schöneres Eingeständnis der vorweggenommenen eigenen Erfolglosigkeit
bei der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit kann es nicht geben.        


Talkforum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--