Börse belohnt gute Quartalszahlen nicht

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Börse belohnt gute Quartalszahlen nicht moya
moya:

Börse belohnt gute Quartalszahlen nicht

 
24.10.04 10:14
#1
Dax fällt zeitweise unter die Marke von 3900 Punkten - Euro klettert auf Acht-Monats-Hoch

Frankfurt/Main  -  Der deutsche Aktienmarkt kommt nicht auf die Beine. Für Unterstützung sorgten zwar gute Quartalszahlen von SAP und Schering, später brachten die besser als erwartet ausgefallenen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA kurzfristig positive Impulse. Bis zum Nachmittag waren die Kursgewinne aber zum größten Teil wieder zusammengeschmolzen, zwischenzeitlich fiel der Leitindex sogar unter die Marke von 3900 Zählern. "Es ist zermürbend. Wir kommen nicht vom Fleck und positive Ansätze werden durch Störfeuer vom Euro und dem Ölpreis immer wieder zunichte gemacht", sagte Thilo Müller von der Landesbank Rheinland- Pfalz.


Nachdem sich der Leitindex zum Handelsschluß wieder etwas erholte, schloß er letztlich bei 3934 Punkten mit 0,5 Prozent im Plus. Auch die Nebenwerte erzielten leichte Zuwächse. So verbesserte sich der MDax um 0,4 Prozent auf 5058 Zähler, der TecDax legte immerhin um 0,7 Prozent auf 503 Punkte zu. Der Rentenmarkt tendierte zur Kasse fester. Die Umlaufrendite fiel auf 3,57 (Vortag: 3,59) Prozent. Der Bund Future notierte nachmittags unverändert bei 116,83 Punkten. Der Euro stieg zeitweise auf ein Acht-Monatshoch bei 1,2651 Dollar. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,2606 (1,2590) Dollar fest.


Die Papiere des Software-Herstellers SAP hielten sich mit einem Plus von 2,6 Prozent auf 133,42 Euro an der Dax-Spitze. "Die Zahlen liegen über den durchschnittlichen Erwartungen des Marktes", sagten Händler. Positiv werteten Händler und Analysten vor allem die besser als erwartet ausgefallenen Lizenzumsätze. Unterstützend wirkten auch gute Zahlen des Wettbewerbers Siebel Systems. JP Morgan bestätigte die "Overweight"-Empfehlung für SAP. Die positive Stimmung bei den Technologiewerten half sowohl Infineon (plus ein Prozent auf 8,35 Euro), als auch den Siemens-Papieren (0,7 Prozent 58,81 Euro). Schering-Aktien profitierten ebenfalls von den Geschäftszahlen. Dank guter Verkäufe der Antibabypille Yasmin fiel der Gewinn höher aus als erwartet. Die gesenkte Umsatzprognose für das Multiple-Sklerose-Medikament Betaferon drückte die Aktie nur zeitweise ins Minus. Zum Nachmittag verteuerten sich Schering um 1,4 Prozent auf 50,85 Euro.


Ein gemischtes Bild bot sich bei den Versicherungen. Allianz-Titel verloren 0,1 Prozent auf 79,74 Euro. Die weitere Unsicherheit um die Untersuchungen des Generalstaatsanwalts Eliot Spitzer gegen die führenden Versicherer in den USA belaste die Branche, sagten Händler. Münchener Rück verloren 0,1 Prozent auf 73,75 Euro an. Die Querelen im Management von MG Technologies hatten Anleger und Analysten mit Besorgnis verfolgt. Entsprechend zeigte sich die Erleichterung im Kurs, nachdem das Unternehmen den Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden Udo Stark bekanntgegeben hatte. Das Papier gewann 2,4 Prozent auf 9,36 Euro.


Autowerte wurden von einem hohen Ölpreis und dem Hoch beim Euro gebremst. Volkswagen gaben 0,5 Prozent auf 34,90 Euro ab. Zudem belastete die Mitteilung, die Gewerkschaft wolle im Tarifstreit mit dem Wolfsburger Autohersteller den Druck erhöhen. Hinzu kam ein negativer Analystenkommentar. BMW verloren 0,1 Prozent auf 33,54 Euro und Daimler-Chrysler notierte bei 32,80 Euro 0,7 Prozent über ihrem Vortagesschluß.

Im MDax gewannen die Papiere des Online-Brokers Im MDax gewannen die Papiere des Online-Brokers Comdirect Bank nach Vorlage von Geschäftszahlen 2,8 Prozent auf 5,83 Euro. Die Commerzbank-Tochter verbuchte zwar im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang. Er fiel aber weniger gravierend aus als von Börsianern befürchtet worden war. Außerdem bekräftigte das Unternehmen seine Gewinnprognose für das laufende Jahr und kündigte eine deutlich höhere Dividende an.


Die erst seit Mai an der Börse notierten Titel des Geldautomatenherstellers Wincor Nixdorf profitierten wie schon am Vortag von einer Analystenempfehlung und verteuerten sich um 3,2 Prozent auf 52,94 Euro. Die WestLB hatte die Titel in Erwartung der am 28. Oktober anstehenden Quartalszahlen auf eine Empfehlungsliste gesetzt. Größter Verlierer im MDax waren die Aktien des Generikaherstellers Stada mit einem Verlust von 4,1 Prozent auf 16,83 Euro. Händler führten diese Entwicklung auf schwache Generikazahlen des Schweizer Pharmakonzerns Novartis zurück.  DW

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US Leitbörse: Nur gemischte Unternehmenszahlen

 
#2
New Yorker Börsen schließen gemischt
21. Okt 15:58, ergänzt 22:13


Nach einer Flut von Unternehmenszahlen haben sich die US-Börsen orientierungslos gezeigt. Caterpillar belasteten die Standardwerte, während starke Internetaktien den Tech-Sektor beflügelten.

Die amerikanischen Aktienmärkte haben sich ohne klare Richtung aus dem Handel verabschiedet. Der die Standardwerte umfassende Dow Jones Index |INDU Chart für dow jones industrial average index 9757,81 -1,09%| verringerte im Handelsverlauf die Verluste, schloss aber dennoch mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 9865,76 Zählern. Dagegen weckten die Tech-Werte an der Nasdaq die Kauflust der Anleger: Der technologielastige Composite Index |COMPX Chart für nasdaq composite index 1915,14 -1,97%| gewann 1,1 Prozent und schloss bei 1953,62 Punkten. Die unerwartet positiven wöchentlichen Arbeitsmarktdaten sorgten zwar für Erleichterung, doch Ölpreis und Dollar trübten die Stimmung der Investoren.

Der Euro stieg in den vergangenen zwei Handelstagen um rund zwei Prozent auf 1,26 Dollar und durchbrach damit mehrere Widerstände nach oben. Der Ölpreis legte am Donnerstag nach einer kurzen Verschnaufpause wieder zu: An der New Yorker Warenterminbörse erreichte der Preis für ein Fass (159 Liter) Rohöl der Sorte Light Sweet zur Auslieferung im Dezember 54,52 Dollar. Am Vortag hatte der Preis für Novemberlieferungen nur knapp unter der 55-Dollar-Marke gelegen.

Caterpillar wenig gesucht

Mehr in der Netzeitung
  • Gestiegener Euro-Kurs erhöht
    Risiken für deutsche Konjunktur
    21. Okt 10:41
  • Ebay wagt für 2005 nur verhaltene Prognose 20. Okt 22:40, ergänzt 23:12
  • Am Donnerstag veröffentlichen zahlreiche Unternehmen ihre Quartalszahlen: So legt unter anderem der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft nachbörslich seine Quartalszahlen vor. Experten rechnen mit einem Umsatzanstieg von neun Prozent auf 8,99 Milliarden Dollar und einem unveränderten Gewinn je Aktie ohne Sondereffekte von 30 Cents je Aktie. Die Papiere büßten ein halbes Prozent ein. Außerdem werden Quartalsberichte von Peoplesoft, Google und Amazon erwartet.

    Unter Abgabedruck gerieten Caterpillar, die mit einem Minus von 4,2 Prozent die Verliererliste anführten. Der US-Baumaschinenhersteller verdiente im dritten Quartal zwar mehr als die Analysten erwartet hatten, allerdings lag die Umsatzrendite unter den Prognosen.

    SBC verliert

    Verkauft wurden am Donnerstag zudem SBC Communications: Die Telefongesellschaft steigerte den Gewinn, lag damit aber nur im Rahmen der Erwartungen. Die Aktien verloren 2,9 Prozent. Der Versicherer AIG litt nicht nur unter einem leicht schwächer als erwartet ausgefallenen Ergebnis, sondern auch unter den Ermittlungen des New Yorker Staatsanwaltes Eliot Spitzer.

    Gefragt waren dagegen Walt Disney, die sich um 2,3 Prozent verteuerten. Auch United Technologies und Alcoa legten zwischen 1,3 und 1,6 Prozent zu. General Motors, die nicht nur in Europa, sondern auch in den USA Arbeitsplätze abbauen wollen, legten um rund ein halbes Prozent zu. Zu den Gewinnern an der Nasdaq gehörten die Internetwerte: Im Vorfeld der Quartalszahlen gewannen Google mehr als sechs Prozent. Ebay rückten um neun Prozent vor, während Yahoo 3,5 Prozent gewannen.

    Arbeitslosenhilfeanträge auf tiefstem Stand seit sechs Wochen

    Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sind stärker gefallen als von Analysten erwartet. Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte, sanken sie um 25.000 auf 329.000 in der Woche zum 16. Oktober. Das sei der niedrigste Stand seit sechs Wochen, hieß es weiter. Experten waren von einem Rückgang auf 344.000 ausgegangen. Der weniger für Schwankungen anfällige gleitende Vierwochendurchschnitt fiel um 5500 auf 348.250 Anträge. Am 5. November veröffentlicht das Ministerium den Arbeitsmarktbericht für Oktober.

    AIG leicht unter den Prognosen

    Die US-Versicherungsgesellschaft American International Group (AIG) hat im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten knapp verfehlt. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, lag der Gewinn je Aktie ohne Sondereffekte im Berichtszeitraum bei 97 Cents. Im Vorjahreszeitraum erzielte AIG 89 Cent je Aktie. Experten hatten dagegen mit einem leicht höheren Gewinn je Aktie von 98 Cent gerechnet. Der Umsatz stieg um 25,1 Prozent auf 25,41 Milliarden Dollar. Gegen den Konzern wird zudem im Zusammenhang mit dem Skandal um den größten US-Versicherungsmakler Marsh ermittelt.

    Hohe Abschreibungen belasten AT&T-Zahlen

    Der US-Telekomkonzern AT&T hat im dritten Quartal aufgrund von Einmalabschreibungen einen Nettoverlust von 7,1 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Das entspricht einem Verlust je Aktie von 8,95 Dollar. Im Vorjahreszeitraum erzielte AT&T noch einen Gewinn von 418 Millionen Dollar. Wie der Konzern am Donnerstag mitteilte, belasteten Abschreibungen auf das Telekommunikationsnetzwerk in Höhe von 11,4 Milliarden Dollar das Ergebnis. Der Umsatz sank in den vergangenen drei Monaten um zwölf Prozent auf 7,6 Milliarden Dollar. Analysten hatten dagegen mit einem Umsatz von 7,33 Milliarden gerechnet.

    Ebay erhöht seine Jahresprognosen

    Das Internet-Auktionshaus Ebay hat im dritten Quartal dieses Jahres den Umsatz um mehr als 50 Prozent gesteigert und mehr verdient als von Analysten erwartet. Der Gewinn ohne Einmaleffekte lag bei 195 Millionen Dollar oder 28 Cent je Aktie nach 103 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Mittwoch nach Handelsschluss an den US-Börsen mitteilte. Damit wurden die Analystenschätzungen von 27 Cent Gewinn pro Aktie leicht übertroffen. Der Umsatz stieg auf Jahressicht auf fast 806 Millionen Dollar. Analysten hatten lediglich mit Erlösen von 780 Millionen Dollar gerechnet. Gleichzeitig hob Ebay seine Prognose für das Gesamtjahr an und rechnet nunmehr mit einem Proformagewinn von 1,20 Dollar – drei Cent mehr als zuvor.

    Merck leidet unter Vioxx

    Der wegen seines Schmerzmittels Vioxx in die Schlagzeilen geratene US-Pharmakonzern Merck hat im dritten Quartal einen Gewinn von 1,33 Milliarden Dollar oder 60 Cent je Aktie erzielt. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag in New York mit. Im Vorjahresquartal lag der Gewinn je Aktie bei 82 Cent. Der Rücknahme von Vioxx Ende September schmälerte den Angaben zufolge den Gewinn je Aktie um 25 Cent. Die Umsätze gingen um vier Prozent auf 5,54 Milliarden Dollar von zuvor 5,76 Milliarden zurück. Analysten hatten mit einem Gewinn je Aktie von 71 Cents bei einem Umsatz von 5,93 Milliarden Dollar gerechnet. Merck erwartet nunmehr einen Gewinn von 48 bis 53 Cent je Aktie im vierten Quartal.

    Siebel trifft die Erwartungen

    Der US-Business-Software-Spezialist Siebel Systems hat in vergangenen Geschäftsquartal die Gewinnprognosen der Analysten getroffen. Wie der Konzern am Mittwochabend nach Handelsschluss an den US-Börsen im kalifornischen San Mateo mitteilte, lag der Nettogewinn je Aktie bei vier Cent. Im vergleichbaren Vorjahresquartal hatte der SAP-Konkurrent noch einen Verlust von zwölf Cent erwirtschaftet. Der Umsatz stieg um 1,4 Prozent auf 317 Millionen Dollar. Analysten hatte ebenfalls eine Gewinn von vier Cent erwartet bei einem Umsatz von 315,8 Millionen Dollar. Im vierten Quartal rechnet Siebel mit einem Gewinn von fünf bis acht Cent je Aktie.

    Caterpillar erzielt Rekordgewinn

    Der Baumaschinenhersteller Caterpillar hat einen Rekordgewinn im dritten Quartal erzielt. Im Berichtszeitraum stieg der Nettogewinn auf 498 Millionen Dollar oder 1,41 Dollar je Aktie gegenüber 62 Cent je Aktie. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag im US-Bundesstaat Illinois mit. Der Umsatz legte von 5,55 auf 7,65 Milliarden Dollar zu. Analysten waren von einem Gewinn je Aktie von 1,36 Dollar ausgegangen und einem Umsatz von 6,57 Milliarden Dollar. Caterpillar begründete den starken Zuwachs mit den niedrigen Zinsen und hohen Kohlepreisen. Der Konzern bekräftigte gleichfalls die Prognosen für das vierte Quartal.

    SBC steigert Gewinn um 75 Prozent

    Die US-Telefongesellschaft SBC Communications hat im abgelaufenen Quartal den Gewinn kräftig gesteigert. Wie das Unternehmen am Donnerstag in San Antonio mitteilte, lag der Gewinn je Aktie bei 63 Cent gegenüber 37 Cent im Vorjahresquartal. Begründet wurde das Plus mit dem Verkauf von Beteiligungen wie beispielsweise der Telefonauskunfts-Aktivitäten. Ohne diese einmaligen Erträge lag der Gewinn je Aktie bei 38 Cent und damit im Rahmen der Analystenerwartungen. Der Umsatz wuchs um 1,4 Prozent auf 10,3 Milliarden Dollar. (nz)



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