Bobby Fischer ist tot

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Bobby Fischer ist tot Sarahspatz
Sarahspatz:

Bobby Fischer ist tot

9
18.01.08 22:38
#1
Schach-Genie Bobby Fischer ist tot
Genie und Wahnsinn lagen bei ihm nah beieinander: Der ehemalige Schachweltmeister Bobby Fischer ist im Alter von 64 Jahren in einem Krankenkhaus in Reykjavik gestorben. Bis zuletzt hatte der Exzentriker für Kontroversen gesorgt - auch als Antisemit.

Ich hab ihn sehr gemocht und viele seiner Partien nachgespielt.
Bobby Fischer ist tot 142649
Bobby Fischer ist tot tigerlilly
tigerlilly:

Zug um Zug

6
18.01.08 22:43
#2
Von Jürgen Holm

In Buenos Aires entscheidet sich, wer den Schachweltmeister herausfordern darf. Der Amerikaner Bobby Fischer hält sich schon jetzt für den Größten

Als der Amerikaner Bobby Fischer vor einigen Jahren gefragt wurde, ob er nicht an den Ausscheidungen zur Schachweltmeisterschaft teilnehmen wolle, sagte er: „Aber ich bin doch der Weltmeister."

Das halten außer ihm zahlreiche Kenner des Schachspiels für richtig. Bobby Fischer wird allgemein als das größte lebende Schachgenie, als das vielleicht größte aller Zeiten akklamiert. Bisher hielt er aber die lästigen Präliminarien für überflüssig, die man durchstehen muß, wenn man offiziell im Glanz eines Weltmeistertitels strahlen will.

Die Prozedur dauert in der Tat drei Jahre, und das durch vielerlei Bestimmungen komplizierte Ritual setzt Ausscheidungen in zonalen und interzonalen Turnieren voraus, bis schließlich acht Kandidaten ermittelt sind, die untereinander im K.-o.-System die beiden zweitgrößten ermitteln, die in dem aus zwölf Partien bestehenden Herausforderungsturnier um die Ehre spielen, dann 24 Partien gegen den amtierenden Weltmeister wagen zu dürfen.

In diesem Herbst ist Bobby Fischer nun doch dabei. Man sagt, er habe sich erst Anfang des Jahres entschlossen, als es eigentlich schon zu spät war, und sich einen Platz im Kandidatenturnier der letzten acht gekauft. Da allerdings zog er mit Verve erst den Russen Taimanow und dann den Dänen Larsen vom Brett. Und nun sitzt er in Buenos Aires dem Vorgänger des amtierenden Weltmeisters, dem 45 jährigen Tigran Petrosian, gegenüber.


Das Turnier hatte am 30. September mit einem Zug Fischers begonnen; er hatte in der Auslosung die weißen Figuren gewonnen. Bis zur fünften Partie schien alles offen. Nach je einem Sieg hatte es drei Remis gegeben; das Ergebnis stand 2,5 : 2,5. Dann aber zwang Bobby Fischer den Gegner zweimal hintereinander zur Aufgabe. 4,5 : 2,5 — nur noch zwei Siege oder vier Remispartien trennten Fischer von den 6,5 Punkten, die er aus zwölf Spielen erzwingen mußte, um endlich direkt den Thron angehen zu können. Für seine Freunde war es damit gelaufen.

Viele interessierte Laien erinnerte gerade dies argentinische Duell der Denkathleten an die Tatsache, daß das Schachbrett von seinen Erfindern, den Indern, eigentlich als Schlachtfeld konzipiert wurde. Jeder der beiden Spieler ist ein Feldherr, der über gleich starke Heerscharen in sechs Dienstgraden verfügt, über den König, sieben Offiziere und acht Bauern als Fußvolk. Ziel des Spiels ist die Vernichtung des Gegners, dadurch, daß man den feindlichen König bewegungsunfähig macht, ihn matt setzt bei gleichzeitigem höchstmöglichen Schutz des eigenen Souveräns vor solchem Schicksal.

Die beiden Feldherren im San-Martin-Theater von Buenos Aires, auf der indirekt beleuchteten Bühne, schienen eine frappierende Variante der Ost- West-Beziehungen zu spielen. Hier prallten zwei Temperamente aufeinander, die auf kuriose Weise just jene Merkmale aufweisen, die man gemeinhin aufzählt, wenn man menschliche Züge aus beiden Gesellschaftssystemen konfrontiert. Mit anderen Worten: Hier spielt Improvisation gegen Planung, Intuition gegen Perfektion.

Tigran Petrosian, der Armenier, ist sich seiner Pflichten als sowjetischer Schachgroßmeister allzeit bewußt. Er hat Schach studiert und alles über dieses königlich genannte Spiel gelernt, was man rational erfassen kann. Er war bis 1969 schon einmal Weltmeister, wurde entthront von seinem Landsmann Boris Spasskij. Petrosian ist ein beherrschter, von Umwelteinflüssen kaum abhängiger, jederzeit zu äußerster Konzentration fähiger Mensch.

Bobby Fischer dagegen ist in normale psychische Kategorien kaum einzuordnen. „Sein Leben ist seit seiner Kindheit einem einzigen Zweck gewidmet, und mit 28 Jahren ist er ein einsamer Mensch", heißt es in einem Porträt des Londoner Observer. Und: „Obwohl er mit Schach eine Menge Geld verdient hat, ist er heimatlos und wohnt am liebsten in Hotels."

Bobby Fischers Heimatlosigkeit begann in der Tat sehr früh. Die Ehe seiner Ehern — der Vater ist ein Physiker aus einer deutschen Emigrantenfamilie, die Mutter eine jüdische Lehrerin aus der Schweiz — scheiterte schon 1945, zwei Jahre nach seiner Geburt. Seine Erziehung blieb weitgehend der älteren Schwester überlassen.

Als Mutter Fischer in Brooklyn als Krankenschwester arbeitete, war es Schwester Joan, die eines Tages aus einem Spielwarengeschäft ein Schachspiel mitbrachte, die dazugehörige Einführungsbroschüre las und dem damals Sechsjährigen die ersten Züge zeigte. Natürlich war er ein Wunderkind wie viele andere Schachgrößen auch. Frau Fischer förderte das Interesse des Jungen. Sie gab sogar eine Anzeige, in der Lokalzeitung auf, um Gegner für den viele Partner schnell frustrierenden Knaben zu suchen.

Mit zwölf war Bobby Schachmeister, und mit vierzehn war er von keinem Amerikaner mehr zu schlagen. Er hat den erstaunlichen Intelligenzquotienten 184 (nach einer amerikanischen Tabelle bedeutet ein Intelligenzquotient von 140 bis 150 schon geniale Intelligenz und kommt nur bei 0,75 Prozent der Bevölkerung vor). Dennoch hat er sich nie für akademische Fortbildung interessiert. Mit fünfzehn ging er von der High School in Brooklyn ab und nannte als Grund, diese Schule könne ihn nichts Nützliches mehr lehren. Seitdem gab es für ihn überhaupt nichts anderes mehr als nur das Schachspiel. Und davon lebt er auch.

Als Neunzehnjähriger verließ er das Haus seiner Mutter und lebte fortan für sich allein. Er ist groß, blond und sieht gut aus, hat die breiten Schultern eines Athleten und große blaue Augen. Er bekommt viele Heiratsanträge von Mädchen, die er nicht kennt. Aber er zieht das Zölibat vor; nur so glaubt er, die nötige Widerstandskraft für die körperlichen und geistigen Belastungen des Hochleistungsschachs aufbringen zu können.

Er sitzt oft bis spät in die Nacht und analysiert klassische Spiele oder plant neue Eröffnungen, um seine Gegner zu verwirren. Er schläft bis Mittag. Bei den Mahlzeiten verschlingt er Steaks und trinkt Unmengen Orangen- oder Apfelsaft. Sein Ausgleichssport sind Tennis und lange Spaziergänge, wie jetzt in Buenos Aires, wo er viele Fans abwehren mußte. Er schätzt zwar den Beifall der Massen, läßt aber kaum Menschen an sich herankommen.

Er liest praktisch nichts mit Ausnahme detaillierter Beschreibungen alter Schachpartien. Er gehört einer christlichen Sekte an, die er nicht näher bezeichnen möchte. Man hält ihn für einen Anhänger ultrakonservativer Ideen in der amerikanischen Politik und führt das darauf zurück, daß er seine beste Zeit als Wunderkind gerade in der größten Zeit des Kalten Krieges hatte, und in der Tat hob ihn ein rechts tendierendes amerikanisches Magazin als „geheime US-Waffe" auf den Schild, bestimmt, die Vorherrschaft der Sowjets im Schach zu brechen. Abgesehen von einem seltsamen Anflug von Apathie in den sechziger Jahren, als er einmal kurzfristig alle Schachturniere absagte und nur noch Billard spielte, blieb sein internationaler Erfolg beständig und eindrucksvoll.

Die Russen antworten schon längst nicht mehr mit Spott auf das, was sie sein Ungestüm nennen. Seine spektakulären Triumphe in diesem Jahr haben sie zu verstohlener Bewunderung verleitet; der Schachexperte der Iswestija vermerkt, die sowjetischen Schach-Auguren seien "verwirrt und beunruhigt".

Bobby Fischer spielt Schach, um zu siegen. Er ist angriffslustig und sich der Macht bewußt, die die Figuren ausüben, die auf dem Brett die Hierarchie der menschlichen Gesellschaft spiegeln: der König, die Dame, die Türme, die Springer. Man sagt, er habe es gern, wenn sein Gegner sich winde und krümme, und sein größtes Vergnügen bestehe darin, „das Ego des Gegenübers zusammenbrechen" zu sehen Nach allgemeiner Ansicht sind es der Wagemut, die Risikobereitschaft am Rande des Abgrunds, ist es vor allem der Ideenreichtum, der Fischers Spiel auszeichnet. Im normalen Leben gibt er sich arrogant und eigenwillig. Im Gegensatz dazu entwickelt er vor dem Schachbrett einen ausgesprochenen Sinn für Ästhetik. In jedem Wettkampf vollbringt er eine Art Meisterstück. Innerhalb der Grenzen, die durch das quadrierte Brett gegeben sind, entwickelt er eine charakterliche Integrität, die von niemandem in Zweifel gezogen wird. Der russische Großmeister Botwinnik sagt von Fischer als Schachspieler, daß „er sich selber immer treu" sei.

Sein anvisierter Gegner, der sechs Jahre ältere Boris Spasskij, ist ebenfalls blond und sieht gut aus. Sein Schicksal war ähnlich wie das Bobby Fischers: Seine Mutter ist jüdin, seine Eltern trennten sich früh, er wuchs in einem Waisenhaus in Kiew auf. Und war natürlich auch ein Wunderkind des Schachs.
Bobby Fischer ist tot Sarahspatz
Sarahspatz:

danke, tigerlilly

 
18.01.08 22:49
#3
bin traurig.
Bobby Fischer ist tot pinguin260665
pinguin260665:

Scheiße...

5
18.01.08 22:53
#4
64 Jahre, das ist doch kein Alter.
Bobby Fischer ist tot tigerlilly
tigerlilly:

the king is gone...

 
18.01.08 22:56
#5
Bobby Fischer ist tot pinguin260665
pinguin260665:

Krebs?

 
18.01.08 22:58
#6
Bobby Fischer ist tot Sarahspatz
Sarahspatz:

.

4
18.01.08 23:07
#7
Wie ein Sprecher heute mitteilte, starb Fischer im Alter von 64 Jahren gestern in einem Krankenhaus in der isländischen Hauptstadt Reykjavik. Ein Journalist der Zeitung "Morgunbladid" erklärte, die genaue Todesursache sei nicht bekannt, "aber er war seit einigen Monaten krank und im vergangenen Jahr auch im Krankenhaus gewesen", fügte der Journalist hinzu. Ein Freund von Fischer ging nun mit der Nachricht an die Öffentlichkeit, der Schachspieler sei an Nierenversagen gestorben.
Bobby Fischer ist tot DeathBull
DeathBull:

VOn seiner größten Erfindung spricht mal wieder

5
18.01.08 23:19
#8
niemand :-(

Bobby Fischer ist tot 3908125
Bobby Fischer ist tot 3908125
Es gibt Freuden im Leben, die sich mit nichts anderem vergleichen lassen. Momente, in denen man spürt, daß es eine höhere Macht geben muß. Wenn die Zeit in der Unendlichkeit stehen zu bleiben scheint und man aus der Ferne die lieblichen Engelschöre zu vernehmen meint. DIe allerhöchste dieser Freuden ist die Perfektion. Beizuwohnen, wie ein Handwerker seine ganze Geschicklichkeit einsetzt um sein Werk zu vollbringen ist für mich die gesegnetste dieser Freuden. Die Lichtstrahlen eines Schweißbrenners vermögen meine Äuglein zum leuchten zu bringen wie kein noch so erlesener Wein dieser Erde. Ist das Werk des Schaffenden vollendet, spüre ich die ganze Wärme, die von dem Geleisteten ausgeht. Völlig vom Glück durchsetzt kann ich mich dann abends zur Ruhe legen und meine innere Stimmt sagt mir, daß es gut war, was ich erbracht habe.
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Bobby Fischer ist tot Happy End
Happy End:

Und was macht Schmeling?

 
18.01.08 23:24
#9
Bobby Fischer ist tot pinguin260665
pinguin260665:

Noch 'n paar Blödis am Start?

 
18.01.08 23:27
#10
Bitte melden!!!
Bobby Fischer ist tot DeathBull
DeathBull:

Schmeling ist mit Sinatra auf Malle

 
18.01.08 23:28
#11
Bobby Fischer ist tot 3908135cyborg.namedecoder.com/webimages/edox-alien.png" style="max-width:560px" >
Es gibt Freuden im Leben, die sich mit nichts anderem vergleichen lassen. Momente, in denen man spürt, daß es eine höhere Macht geben muß. Wenn die Zeit in der Unendlichkeit stehen zu bleiben scheint und man aus der Ferne die lieblichen Engelschöre zu vernehmen meint. DIe allerhöchste dieser Freuden ist die Perfektion. Beizuwohnen, wie ein Handwerker seine ganze Geschicklichkeit einsetzt um sein Werk zu vollbringen ist für mich die gesegnetste dieser Freuden. Die Lichtstrahlen eines Schweißbrenners vermögen meine Äuglein zum leuchten zu bringen wie kein noch so erlesener Wein dieser Erde. Ist das Werk des Schaffenden vollendet, spüre ich die ganze Wärme, die von dem Geleisteten ausgeht. Völlig vom Glück durchsetzt kann ich mich dann abends zur Ruhe legen und meine innere Stimmt sagt mir, daß es gut war, was ich erbracht habe.
Bobby Fischer ist tot angelam
angelam:

das jähzornige genie

 
18.01.08 23:33
#12
www.spiegel.de/panorama/0,1518,529536,00.html
Bobby Fischer ist tot pinguin260665
pinguin260665:

DeathBull...

 
18.01.08 23:34
#13
diese ID schon alleine *g*

Geh und kauf dir 'nen Luftballon.
Bobby Fischer ist tot pinguin260665
pinguin260665:

#12.

 
18.01.08 23:37
#14
hatte ich auch schon gefunden.
Google kennen alle, oder?
Bobby Fischer ist tot angelam
angelam:

#14 was bedeutet google?

 
18.01.08 23:40
#15
Bobby Fischer ist tot pinguin260665
pinguin260665:

#15.

5
18.01.08 23:46
#16
Hier gehts um Bobby Fischer, macht euch wegen was anderes lustig.
Bobby Fischer ist tot Eichi
Eichi:

Er wurde Isländer,

 
19.01.08 14:22
#17
vermutlich weil's da oben viele Eisbären (vgl. Flocke) gibt.

Die USA machte er stolz und danach hat er diese Staatsbürgerschaft an den Nagel gehängt.
Bobby Fischer ist tot Sarahspatz
Sarahspatz:

Trotz (oder gerade wg.)

 
19.01.08 14:24
#18
eines IQ von 185 hatte er ständig diese Verfolgungsparanoia.
Zieht sich durch sein ganzes Leben.
Bobby Fischer ist tot Rigomax
Rigomax:

Da war tatsächlich was von Paranoia. Aber

3
19.01.08 19:17
#19
das war zum Teil auch erklärlich. Er ging mit den USA nicht gerade zimperlich um, aber die USA auch nicht mit ihm. Die "Paßaffäre" war schon ein recht übles Bubenstück. Zur Erinnerung (und insoweit von beiden Seiten nicht bestritten):

Fischer spielte 1992 in Serbien gegen Spassky, gegen den er 20 Jahre vorher die Weltmeisterschaft errungen hatte. Fischer gewann und kassierte einige Millionen Dollar. Wegen des Embargos gegen Serbien setzten die USA ihn auf die Liste der vom FBI zu fangenden bösen Leute. Das ist schon verwunderlich, denn im eigentlichen Sinne hatte Fischer den Serben ja nichts geliefert, eher etwas weggenommen. Eine ganze Reihe anderer Amerikaner waren damals in Serbien tätig und wurde nicht in dieser Weise behandelt.

Wegen dieses angeblichen Verstoßes gegen das Embargo erklärten die USA Fischers Paß für ungültig, was ebenfalls ungewöhnlich ist. Fischer behauptet, daß ihm das nicht einmal eingermaßen zeitnah mitgeteilt worden ist, so daß er sich nicht dagegen wehren konnte. Auch anderen wurde das offenbar nicht mitgeteilt. Wenigstens konnte Fischer danach noch jahrelang unbehelligt in der Welt herumreisen. Er hielt sich dann längere Zeit in Japan auf. Dann plötzlich, mehr als 10 Jahre nach dem Turnier in Serbien, wurde Fischer wegen des ungültigen Passes in Japan festgenommen, als er in die Philippinen ausreisen wollte. - Das ist schon eine recht sonderbare Geschichte.
-----------
Die FAZ von heute brachte einen Artikel von Roswin Finkenzeller, in dem der _Schachspieler_ Fischer dargestellt wurde. Sehr lesenswert. In der gedruckten Version ist die Notation der am Ende des Artikels erwähnten Partie abgedruckt - ein eindrucksvolles Massaker von nur gut 20 Zügen. Die Partie ist sicherlich auch im Netz zu finden.

Mal sehen, ob das heute mit dem Link klappt:
www.faz.net/s/...AFABFD77725786E7BC~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Wenn nicht, dann:
www.faz.net/f30/common/...s.aspx?term=fischer&x=0&y=0&allchk=1
und auf den entsprechenden Link klicken.
Bobby Fischer ist tot cheche
cheche:

#18 / #19

 
19.01.08 19:22
#20
Ich denke Rigomax hat den Nagel auf den Kopf getroffen.
Herr Fischer fühlte sich berechtigt verfolgt und hatte keine PARANOIA.
Ein IQ von 185 ermöglichte ihm auch einen Durchblick, der so manch einer Organisation nicht recht gewesen ist.

Der König ist tot, lang lebe der König!!!
Che hat Euch lieb!
Bobby Fischer ist tot Rigomax

cheche: Da war schon was von Paranoia bei Fischer.

2
#21
Er fühlte sich ständig verfolgt. Das war teilweise berechtigt, teilweise aber eben nicht.  Ein gutes Beispiel dafür ist die Beendigung seiner Kontoverbindung bei der schweizerischen UBS. Die teilte ihm am 7.4.2005 mit, daß sie die Geschäftsverbindung kündigt und um Angabe bittet, wohin sie die bei der UBS befindlichen Gelder überweisen solle. Man kann wohl davon ausgehen, daß die USA Druck auf die UBS ausgeübt haben, um die UBS zu dieser ungewöhnlichen Handlungsweise zu bewegen. Insoweit wäre Fischers Vorstellung, verfolgt zu sein, noch zu verstehen. Warum er dann allerdings seinen in der Angelegenheit von ihm beauftragten isländischen Anwalt feuerte, den nächsten Anwalt ebenfalls und am Schluß behauptete, die beiden Anwälte, die UBS und die isländische Regierung hätten sich zusammengetan, um ihn auszuplündern, ist für mich nicht nachvollziehbar.

In dieses Schema passen auch seine häufigen Angriffe gegen "die Juden" und die von ihnen "beherrschten USA". Seine Persönlichkeitsstruktur war schon sehr merkwürdig. Seine Website liefert dafür eine Menge Beispiele: www.fischer.jp

Schnell Lesen! Wer weiß, wie lange die Gebühren dafür noch bezahlt werden ;-).

Trotz allem: Er war ein Genie und einer der besten Schachspieler aller Zeiten, wenn nicht sogar _der_ beste. Aber auch ein lehrreiches Beispiel für die möglichen Abgründe in der menschlichen Psyche. Ein Genie ist eben nicht immer auch ein Universalgenie.


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