"Blackwater" - das Geheimnis der vier gelynchten A

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flamingoe:

"Blackwater" - das Geheimnis der vier gelynchten A

 
09.04.04 16:33
#1

Gestern berichtete Panorama, darüber dass Teile der Einsatzkräfte im Iraq durch das private Unternehmen BLACKWATER gestellt werden, Einsatz hauptsächlich im Bereichen, in denen es um Personen- und Zivilschutz geht und wo es mal brenzlig werden kann. Es handelt sich um ehemalige Kämpfer, die teilweise von der regulären US-Army auch als Ausbilder für Einsatzkräfte in Krisenregionen eingesetzt werden. - MODERNE SÖLDNER -

Panorama sprch von Vermutungen, dass bis zu 10% der Einsatzkräfte im Irak von Blackwater kommen sollen.

http://www.blackwaterusa.com/

 

Aus dem Hamburger Abendblatt

"Blackwater" - das Geheimnis der vier gelynchten Amerikaner

Von Thomas Frankenfeld

Hamburg - Die grausigen Bilder der verkohlten Leichen von vier Amerikanern gingen um die Welt. Fassungslos sahen vor allem die Menschen in den USA im Fernsehen, wie ihre Mitbürger in der irakischen Stadt Falludscha, einer Hochburg des schiitischen Widerstands, von einem Mob niedergemetzelt und ihre verstümmelten Körper an einer Brücke über dem Euphrat aufgehängt wurden. Das Lynch-Massaker bildete den Auftakt zur Rebellion der Schiiten im Irak.

Doch welche Rolle spielten Jerry Zovko (32), Scott Helvenston (38), Wesley Batalona (48) und Michael Teague (38) in dem blutigen Chaos am Golf? Das wissen nicht einmal ihre Angehörigen, ihr Auftrag bleibt im Schatten.


Offiziell war von einem "Wasserbauprojekt" die Rede. Zovko und Helvenston waren als frühere Army-Ranger und Navy-SEAL hoch trainierte Elite-Soldaten. Helvenston war ein muskelstrotzender Mann, Fitness-Trainer, Felsenkletterer, Waffenexperte.

Alle vier arbeiteten für die Firma "Blackwater USA", der wohl renommiertesten amerikanischen Sicherheits-Firma. Blackwater hat seinen Namen nach dem dunklen Wasser, in dem Kampftaucher ihre Aufträge erledigen, und nach den schwarzen Gewässern bei Moyock in North Carolina, wo die Firma ihren Hauptsitz hat. Hier geht es nicht um Wasserbau - es geht um brandgefährliche Missionen.

Gegründet wurde Blackwater 1996 von dem Ex-Navy-SEAL Erik Prince und hat seitdem mehr als 50 000 Sicherheitsleute für Militär und Polizei ausgebildet. Unweit von Norfolk in Virginia verfügt Blackwater über ein 2400 Hektar großes Trainingszentrum, das als beste private Schießanlage der USA gilt. Sogar Eliteeinheiten wie Navy SEALS, Army Rangers oder die geheime Delta Force trainieren hier.

Allein seit 2002 hat Blackwater 35 Millionen Dollar an Regierungsaufträgen eingeholt. Im Irak stellt die Sicherheitsfirma unter anderem die Leibwächter für den US-Verwaltungschef Paul Bremer. Sie rekrutiert auch vor Ort irakische Mitarbeiter. Wie das Magazin "Time" berichtet, sollen schon mehr als 30 000 Iraker für Firmen wie Blackwater arbeiten. Deren "Berater" verdienen bis zu 15 000 Dollar in Monat. Etliche der rund 20 weltweit tätigen Sicherheitsfirmen arbeiten im Irak, da das US-Militär keine Kapazität hat, Politiker, Geschäftsleute, Diplomaten und andere Zivilpersonen zu schützen. Bis zu 2000 Dollar verlangt Blackwater pro Person und Tag.

Der US-Armee sind die schwer bewaffneten Privatkämpfer mit ihren Hightech-Waffen oft ein Dorn im Auge. Blackwater-Agenten tragen Sonnenbrillen und halten ihre Waffen aus den Autofenstern. "Sie haben sogar schon ihre Waffen auf mich gerichtet", sagt ein US-Offizier, "Und nun stellen Sie sich mal vor, wie Iraker in Falludscha das empfinden!" Ein Pentagon-Experte sagt, da Firmen wie Blackwater keine Aufklärung betrieben, würden sie bei ihren "Blindflug-Missionen" oft in tödliche Fallen geraten. Wie jetzt die vier Blackwater-Agenten auf dem Highway 10 in Falludscha.

erschienen am 8. April 2004 in Politik

interessant, danke!

 
#2

 

greetz



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