Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer

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Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer kleinlieschen
kleinlieschen:

Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer

16
28.07.07 10:17
#1

"Anbauflächen für Kraftstoffe aus Pflanzen werden erweitert - auf Kosten der Flächen für herkömmliche Landwirtschaft"

Von Carsten DierigBild aus der Morgenpost

 Ein Traktor mit angehängter Düngevorrichtung fährt durch ein Rapsfeld. Deutschland gehört mit einer Anbaufläche von mehr als einer Million Hektar zu den größten Rapserzeugern

Foto: picture-alliance/dpa

Köln - Klaus Reingen graut es schon vor seinen nächsten Treffen mit den Vertretern des Lebensmitteleinzelhandels. Denn in den anstehenden Gesprächen muss der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) über Preiserhöhungen sprechen. Schon wieder. Gerade erst hat der Handel zähneknirschend Aufschläge für die anstehende Weihnachtssaison akzeptiert, da muss die Industrie schon wieder an der Preisschraube drehen. "Die Rohstoffe sind weltweit so teuer wie nie", begründet Reingen. Verantwortlich dafür seien eine schlechte Ernte wegen großer Wetterkapriolen, die hohe Nachfrage aus Asien, vor allem aber der Boom der Biokraftstoffe. "Wir sind nicht gegen Biodiesel. Aber Lebensmittel müssen Vorrang für die Landwirtschaft haben", mahnt Reingen. http://www.morgenpost.de/content/2007/07/28/politik/912961.html

Und dann angeben - hey Leute, ich fahr umweltschonend - zum Kotzen!

Gruß ka-el

Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer kleinlieschen
kleinlieschen:

weiter

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28.07.07 10:22
#2
"Die Süßwarenindustrie ist nicht allein mit ihrer Kritik an der Energiegewinnung aus Pflanzen. Auch Lebensmittelhersteller stimmen in das Klagelied ein. Branchenriese Nestlé zum Beispiel. Konzernchef Peter Brabeck-Letmathe kritisiert die flächendeckende Vergrößerung der Anbauflächen für die Herstellung von Biosprit zu Lasten der Anbauflächen der herkömmlichen Landwirtschaft. "Wir dürfen die Landwirtschaft nicht für Biokraftstoffe missbrauchen", wettert der Manager, der nun mit deutlich steigenden Lebensmittelpreisen rechnet, sei es bei Gemüse, Fleisch oder Getreideprodukten. "Man muss sich die Frage stellen, ob 800 Millionen Autofahrer gegenüber Milliarden von Verbrauchern zu bevorzugen sind, für die Lebensmittel tatsächlich noch Mittel zum Leben sind", so Brabeck. In Mexiko sei es aus diesen Gründen bereits zu Unruhen gekommen. Tatsächlich gab es in dem mittelamerikanischen Land zuletzt sogenannte Tortilla-Demonstrationen. Denn in Mexiko steigt seit Monaten der Tortilla-Preis, weil der aus den USA stammende Mais, aus dem die als Volksnahrung geltenden Fladen gemacht werden, wegen des hohen Pflanzenbedarfs für die Spriterzeugung teurer wird.


Preiserhöhungen auf breiter Front
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) rechnet bereits in den kommenden zehn Jahren mit einem Anstieg der Lebensmittelpreise um 20 bis 50 Prozent je nach Produkt. Nestlé hat bereits Preiserhöhungen auf breiter Front angekündigt. Und Konkurrent Unilever wird wohl nachziehen, beklagte doch Konzernchef Willem-Jan Laan kürzlich auf einem Bioenergie-Forum, dass die gestiegenen Rohstoffpreise sein Unternehmen derzeit rund 500 Millionen Euro Umsatz pro Jahr kosten.

Und auch die Süßwarenindustrie rechnet mit einem Preisanstieg in der gesamten Produktpalette: Schokolade, Kekse und Kartoffelchips, sogar Eis soll teurer werden. Hauptgeschäftsführer Reingen rechnet mit einer Teuerung im zweistelligen Prozentbereich in den kommenden Monaten. "Die Politik sieht die Entwicklung der Biokraftstoffe zu rosig und hat dabei völlig die Konsequenzen aus den Augen verloren", so der Vertreter des nach Fleisch- und Milchprodukten drittgrößten Bereichs der Ernährungsindustrie. Der Getreidepreis hat sich hierzulande im letzten Jahr schon fast verdoppelt, Raps kostete ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Und auch Fleisch werde sich verteuern. Denn die Tiere benötigen Futtermittel. Für die müssen die Viehzüchter jedoch mehr bezahlen, weil sich die Anbauflächen für Futter verringern. Die Zeche bezahlen die Verbraucher.

Geht es nach den Politikern, soll der Anteil der Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 aber noch deutlich steigen: EU-weit auf zehn Prozent, in Deutschland sogar auf 17 Prozent. Seit Beginn des Jahres müssen die Mineralölkonzerne Diesel und Benzin Biosprit beimischen - bei Benzin zwei, bei Diesel 4,4 Prozent. Sehr zur Freude der Bauern. Erstmals seit Jahren herrscht im Lager der deutschen Landwirte wieder gute Stimmung.

"Man braucht uns wieder. Wir blicken voll Zuversicht in die Zukunft", sagt Bauernverbands-Präsident Gerd Sonnleitner, der wortgewandt den Slogan "Kornkraft statt Kernkraft" schmettert. Langfristig könnten jetzt in der gesamten Landwirtschaft wieder Arbeitsplätze entstehen. Vor wenigen Jahren sah das noch ganz anders aus. Da war das Bild der heimischen Landwirtschaft trostlos. Es gab Überproduktionen, und die Preise kannten nur eine Richtung: abwärts. Heute steigen die Preise für Weizen, Mais und Raps. Die Kritik der Industrie weisen die Bauern zurück. "Die Rohstoffkosten machen bei den Endprodukten nur wenige Prozent aus", sagt Frank Petzold, Referatsleiter Energiepolitik beim Bauernverband. In der Rechnung der Industrie werde der Anstieg von Energie-, Logistik- und Lohnkosten verschwiegen und die Schuld einseitig bei den Bauern gesucht. Petzold schätzt, dass die Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe bis zum Jahr 2030 von heute 1,6 auf drei Milliarden Hektar ausgeweitet werden kann - ohne die Nahrungsmittelproduktion einzuschränken.

Die steigenden Einnahmen der Landwirte haben mittlerweile vermögende Privatinvestoren auf den Plan gerufen. Sie steigen reihenweise in die Landwirtschaft ein. Bernhard Termühlen zum Beispiel, bis 2003 Vorstandschef des Heidelberger Finanzdienstleisters MLP, ist heute einer der größten Landwirte der Republik. Die Familie Rethmann, der mit Remondis Europas größtes Entsorgungsunternehmen gehört, zählt zu den größten Landbesitzern in den neuen Bundesländern. Dort kann ein gut geführter Betrieb Experten zufolge künftig pro Jahr rund fünf Prozent Kapitalrendite abwerfen. Darüber hinaus spekulieren die Investoren auf Wertsteigerungen für ihr Ackerland.


"Ernte auf den Teller, nicht in den Tank"
Mitverantwortlich für die Wertsteigerungen ist die Politik, beruht doch der Aufschwung in der Landwirtschaft hauptsächlich auf politischen Entscheidungen. Festgeschrieben sind sie zum Beispiel im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das den Landwirten beim Anbau von Spritpflanzen eine sogenannte Anschubfinanzierung sichert. Geld, das die Stromkunden und Autofahrer letztlich über höhere Preise aufbringen. Wirtschaftswissenschaftler sind entsetzt. Die OECD fürchtet, in eine noch teurere Phase der Agrarpolitik hineinzuschlittern.

Klaus Reingen vom BDSI fordert nun ein Ende der Subventionen für den Anbau von Pflanzen für erneuerbare Energien: "Es darf nicht sein, dass die Lebensmittel- und die Energiewirtschaft um Anbauflächen konkurrieren. Die Ernte gehört auf den Teller und nicht in den Tank."

Die Ernährungsindustrie bangt um ihre Rohstoffe. Zumal die EU nun auch noch Anbauflächen für die umstrittene Gen-Kartoffel Amflora reservieren will. Die Knolle ist besonders stärkehaltig, und soll bei der Herstellung von Papier und Klebstoff eingesetzt werden. Eine endgültige Entscheidung über den Anbau steht allerdings noch aus."

Aus der Berliner Morgenpost vom 28. Juli 2007
Lesen Sie auch:

Experten warnen vor Monokulturen
Studie: Weniger Sprit, mehr Strom und Wärme aus Pflanzen nötig


Gruß ka-el
Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer minesfan
minesfan:

auch nicht schlecht...

 
29.07.07 18:18
#3
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An den Tagen, wo es gut läuft freue ich mich, an den Tagen wo es schlecht läuft, denke ich an die Tage, wo es gut lief!
Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer Waldmann
Waldmann:

Sprit aus Pflanzen

4
29.07.07 18:33
#4
Na toll, dann gehen die Spritpreise für Biosprit und Lebensmittel immer dann hoch,
         -§wenn es regnet, weil – Ernteausfall
         -§wenn die Sonne scheint, weil –Ernteausfall
         -§nach einem Hagelsturm, weil –Ernteausfall

Also immer wenn wir Wetter haben.

Damit ist klar, Biosprit aus Pflanzen ist keine Lösung.
Eine Lösung wäre Sprit aus Müll herzustellen, denn den haben wir genug und keiner ist sauer wenn er knapp wird.
Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer Kicky
Kicky:

stillgelegte Flächen sollen auch in Betrieb

4
29.07.07 18:56
#5
genommen werden sagt der Präsident des Bauernverbandes Sonnleitner. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, hatte am Dienstag die Freigabe stillgelegter Flächen zum Anbau von Weizen und Mais für Biogasanlagen gefordert. Auch der Import von Biodiesel, der außerhalb der EU zu Dumpingpreisen und unter umweltschädlichen Bedingungen müsse beendet werden, sagte Sonnleitner.

tja das könnte denen so passen,im nächsten Jahr die Internationale Tagung zur Biodiversität in Deutschland und dann die Extensivierungsflächen,die für Wild und Artenerhaltung wichtig sind ,für Biodiesel opfern!
allerdings EU-Energiekommissar Andris Piebalgs hatte Forderungen zurückgewiesen, in großem Stil stillgelegte Agrarflächen in Europa zur Produktion von Biokraftstoffen zu nutzen.www.visavis.de/modules.php?name=djnews&djn_id=13780      Aber n-tv hat heute davon berichtet,weil die Getreidepreise  und Brotpreise um 30% steigen sollen-und die Produktionskapazität für Biodiesel steigt.Bis Jahresende soll durch neue und erweiterte Produktionsanlagen eine Gesamtkapazität von 5,4 Mio. Tonnen Biodiesel entstehen, berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) www.iwr.de  Dies entspricht einer Steigerung von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Eine Vollauslastung der Anlagen konnte bislang jedoch nicht erreicht werden
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Kicky:

der grosse Biofuel-Betrug

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01.08.07 04:03
#6
www.atimes.com/atimes/Global_Economy/IH01Dj01.html
....The world is in the early months of the greatest sustained rise in prices for all major grains, including maize, wheat and rice, that we have seen in three decades. Those three crops constitute almost 90% of all grains cultivated in the world.
What's driving this extraordinary change? Here things get pretty interesting. The administration of US President George W Bush is making a major public relations push to convince the world it has turned into a "better steward of the environment". The problem is that many have fallen for the hype.

The center of Bush's program, announced in his January State of the Union address, is called "20 in 10", cutting US gasoline use 20% by 2010. The official reason is to "reduce dependency on imported oil", as well as cutting unwanted "greenhouse gas" emissions. That isn't the case, but it makes good PR. Repeat it often enough and maybe most people will believe it. Maybe they won't realize their taxpayer subsidies to grow ethanol corn instead of feed corn are also driving the price of their daily bread through the roof.

The heart of the plan is a huge, taxpayer-subsidized expansion of use of bio-ethanol for transport fuel. The president's plan requires production of 35 billion US gallons (about 133 billion liters) of ethanol a year by 2017. Congress has already mandated with the Energy Policy Act of 2005 that corn ethanol for fuel must rise from 4 billion gallons in 2006 to 7.5 billion in 2012.To make certain it will happen, farmers and big agribusiness giants like ADM or David Rockefeller get generous taxpayer subsidies to grow corn for fuel instead of food. Currently ethanol producers get a subsidy in the US of 51 cents per gallon (13.5 cents per liter) of ethanol paid to the blender, usually an oil company that blends it with gasoline for sale.

As a result of the beautiful US government subsidies to produce bio-ethanol fuels and the new legislative mandate, the US refinery industry is investing big-time in building new special ethanol distilleries, similar to oil refineries, except they produce ethanol fuel. The number currently under construction exceeds the total number of oil refineries built in the US over the past 25 years. When they are finished in the next two to three years, the demand for corn and other grain to make ethanol for car fuel will double from present levels.

And not just US bio-ethanol. In March, Bush met with Brazilian President Luiz Inacio Lula da Silva to sign a bilateral "Ethanol Pact" to cooperate in research and development of "next generation" biofuel technologies such as cellulosic ethanol from wood, and joint cooperation in "stimulating" expansion of biofuel use in developing countries, especially in Central America, and creating a biofuel cartel along the lines of the Organization of Petroleum Exporting Countries (OPEC) with rules that allow formation of a Western Hemisphere ethanol market. In short, the use of farmland worldwide for bio-ethanol and other biofuels - burning the food product rather than using it for human or animal food - is being treated in Washington, Brazil and other major centers, including the European Union, as a major new growth industry.
Biofuel - gasoline or other fuel produced from refining food products - is being touted as a solution to the controversial global-warming problem. Leaving aside the faked science and the political interests behind the sudden hype about dangers of global warming, biofuels offer no net positive benefits over oil even under the best conditions.

Their advocates claim that present first-generation biofuels save up to 60% of the carbon emission of equivalent petroleum fuels. As well, amid rising oil prices at $75 per barrel for Brent marker grades, governments such as Brazil's are frantic to substitute home-grown biofuels for imported gasoline. In Brazil today, 70% of all cars have "flexi-fuel" engines able to switch from conventional gasoline to 100% biofuel or any mix. Biofuel production has become one of Brazil's major export industries as well.

The green claims for biofuel as a friendly and better fuel than gasoline are at best dubious, if not outright fraudulent. Depending on who runs the tests, ethanol has little if any effect on exhaust-pipe emissions in current car models. It has significant emission, however, of some toxins, including formaldehyde and acetaldehyde, a suspected neurotoxin that has been banned as carcinogenic in California.

Ethanol is not some benign substance as we are led to think from the industry propaganda. It is highly corrosive to pipelines as well as to seals and fuel systems of existing car or other gasoline engines. It requires special new pumps. All that conversion costs money.

But the killer about ethanol is that it holds at least 30% less energy per liter than normal gasoline, translating into a loss in fuel economy of at least 25% over gasoline for an Ethanol E-85% blend. No advocate of the ethanol boondoggle addresses the huge social cost that is beginning to hit the dining-room tables across the US, Europe and the rest of the world. Food prices are exploding as corn, soybeans and all cereal-grain prices are going through the roof because of the astronomical - US Congress-driven - demand for corn to burn for biofuel.....The idea that the world can "grow" out of oil dependency with biofuels is the PR hype being used to sell what is shaping up to be the most dangerous threat to the planet's food supply since the creation of patented genetically manipulated corn and other crops.The main reason US and world grain prices have been soaring in the past two years, and are now pre-programmed to continue rising at a major pace, is the conversion of US farmland to become de facto biofuel factories. Last year, US farmland devoted to biofuel crops increased by 48%. None of that land was replaced for food-crop cultivation; the tax subsidies make it far too profitable to produce ethanol fuel.

Since 2001, the amount of corn used to produce bio-ethanol in the US has risen 300%. In fact, in 2006 US corn crops for biofuel equaled the tonnage of corn used for export. In 2007 it is estimated it will exceed the corn for export by a hefty amount
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kleinlieschen:

Der Fluch des Biospritbooms

 
10.08.07 12:05
#7

U

Der Fluch des Biospritboomszum nächsten Bild, Shortcut: [ALT]+[v], [Enter] zum letzten Bild, Shortcut: [ALT]+[e], [Enter]
REUTERS/Crack Palinggi
 Bild 1 von 18  zum nächsten Bild, Shortcut: [ALT]+[v], [Enter] zum letzten Bild, Shortcut: [ALT]+[e], [Enter]
 

"Wir wollen Herren über unser eigenes Land bleiben", sind sich die Bauern im indonesischen Kalimantan auf der Insel Borneo einig. Seit dem anhaltendem Boom mit Palmöl zählen sie zu den Verlierern des Wirtschaftsaufschwungs. Landenteignungen, geringe Kompensationen und die daraus resultierende Verarmung sind einige der vielen Nebenwirkungen durch das Geschäft mit dem Agrotreibstoff.

Im Bild: Indonesische Bauern protestieren in Jarkata gegen neue Landgesetze, Juni 2005.

http://derstandard.at/?ressort=benzin
Unter jedem Bilbd gibt`s Texte zum besseren Verständnis -

Gruß ka-el

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kleinlieschen:

"Krieg zwischen dem Biosprit und den Spaghetti"

 
10.08.07 12:17
#8
Massive Preiserhöhungen bei Teigwaren und Risotto stehen bevor - Die Bevölkerung ist bereits beunruhigt

"Rom/Wien - Die steigenden Nahrungsmittelpreise und der Trend in Richtung Ökobenzin beunruhigt auch die Italiener. "E guerra tra ecobenzina e spaghetti" - "Es herrscht Krieg zwischen dem Biosprit und den Spaghetti", titelte vor kurzem die römische Tageszeitung "La Repubblica". Immerhin, der Teigwaren-Hersteller "De Cecco" verteuerte seine Preise im Land von Teigwaren und Risotto bereits um zehn Prozent, und Nudel-Gigant "Barilla" steht angeblich knapp vor einer Preiserhöhung.

Essen oder Autofahren
Jedenfalls geht den Italienern bereits der Hartweizen für die Basis der "Primi", also der warmen Vorspeisen, aus. Der Preis dafür ist in Foggia, dem Handelsplatz dafür, innerhalb eines Jahres um 30 Prozent gestiegen. Und wirklich dürfte - so die Annahmen in Italien - in Zukunft weltweit ein immer schärferer Zielkonflikt zwischen Nahrung und dem Autofahren ausbrechen.

Wenn die EU binnen weniger Jahre zehn Prozent der herkömmlichen Treibstoffe durch Bio-Sprit ersetzen will und die USA ihre Äthanol-Produktion versechsfachen wollen, dann - so heißt es in Italien - werden die Bauern zum Beispiel in den USA vom Getreide auf Mais umsteigen. Einerseits fehlt dann Getreide für die Nahrung, andererseits fehlt Mais auch für die vielen Verwendungen in der Nahrungsmittelindustrie: vom Futter für Geflügel bis zum Öl fürs Frittieren.

Relationen

Auf dem größten Nahrungsmittelmarkt der Welt - den USA - hängt fast alles vom Mais ab. Und dort hat sich der Preis für Popcorn bereits um 70 Prozent erhöht. In Italien rechnet man mit einer Verteuerung der Eier um 20 Prozent, der Butter um 50 Prozent und des Fleisches um 20 bis 40 Prozent. Zu teuer aber darf Mais auch nicht werden, dann zahlt sich nämlich die ganze Biosprit-Industrie erst recht nicht aus.

Die Frage bleibt überhaupt, ob eine Biosprit-Industrie riesigen Ausmaßes der Welt nützt: Für einen vollen Tank, so berechnete man in Italien, werden 200 Kilogramm Mais benötigt. Das könnte von der Kalorienmenge her einen Menschen ein Jahr lang ernähren. Am meisten aber bangen die Italiener um ihre Pasta: 28 Kilogramm Nudelgerichte essen sie im Durchschnitt pro Kopf und Jahr ...."(APA) derstandard.at/?url=/?ressort=benzin

Die Artikel zu dem Thema mehren sich :-)

Gruß ka-el
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Kicky:

die 5 Lügen der Biospritindustrie

 
10.08.07 13:45
#9
In der deutschen Ausgabe von Le Monde Diplomatique von Juni 2007, die letzte Woche der taz beilag, gibt es einen sehr ausführlichen Artikel zum Thema Biosprit mit dem Titel Sprit vom Acker.de.indymedia.org/2007/06/185388.shtml
BIOKRAFTSTOFFE FÜNF PROMOTIONLÜGEN :Das neuerdings all überall proklamierte "Zeitalter der sauberen Treibstoffe" per sogenannter Biokraftsstoffe, ist die Marketingsstrategie einer noch ungeklärten, auf nachwachsenden Kraftstoffen basierenden Ökonomie, die von Industrie, PolitikerInnen und Weltbank sowie auch der Internationalen ExpertInnengruppe zum Klimawandel förmlich gepredigt wird.
Biokraftstoffe (BKS) für die westlichen Industriestaaten sollen in den entsprechend enormen und ständig anwachsenden Bedarfsquantitäten hergestellt werden, aus den Rohstoffpflanzen von vornehmlich Mais, Zuckerrohr, Soja und Ölpalmen.... birgt der ansprechende Slogan "Biokraftstoff", den sprichwörtlichen Wolf im Schafspelz in sich: Marktinteressen und der schon übliche, verantwortungslose Umgang mit Ressourcen die eigentlich Allgemeingut sind. Die Lobby dieser Mär vom klimaschonenden, umweltfreundlichen Weiterrasen,-und hetzen, erwähnt mit keinem Wort die Zusammenhänge zwischen verfügbarem Land und ansässigen Menschen, ebensowenig wie den, zwischen Rohstoffen und Nahrungsmitteln.

2010 sollen erneuerbare Kraftsstoffe in Europa 5,75% des Bedarfs an Transporttreibstoffen decken; 2020 gar 10%. Dafür müsste die EU 70% ihres Ackerlands für die Produktion von Biokraftsstoffen nutzen, mit allen verheerenden Konsequenzen für die Nahrungsmittelsysteme des Nordens. Also wenden die OECD-Länder sich gen Süden: Diesem droht nun die Biotreibstoffconquista! Ein Beispiel liefert Brasilien, wo der Anbau von Kraftstoffpflanzen bereits eine Fläche in der Grösse der Niederlande, Belgiens, Luxemburgs und Großbritanniens beansprucht. Im Zuge des Booms plant die Regierung von Lula da Silva eine Verfünffachung des Zuckerrohranbaus, um 2025 10% des Weltbenzinverbrauchs decken zu können. Der Bedarf an Anbaufläche für lächerliche 10% zeigt sowohl die Dimension des "Bedarfs" im Verhältnis zur Ressource Land, wie auch im Bezug auf die strukturellen Veränderungen innerhalb künftiger Anbauländer.
Betroffen von solchen Expansionsplänen sind u.a. Indonesien, Malaysia und alle Staaten Süd,-und Mittelamerikas, in denen sich der Widerstand gegen diese Form von Okupation durch Konzerne und Konsortien wie MONSANTO in Allianz mit ADM; CHEVRON mit VW oder BP, DUPONT und TOYOTA zu formieren beginnt. Weshalb, verdeutlicht die Analyse der folgenden fünf Promotionlügen zugunsten von Biokrafsstoffen:

LÜGE 1: BIOKRAFTSSTOFF IST SAUBER UND UMWELTFREUNDLICH

Angeblich reduzieren BKS den Verbrauch fossiler Energieträger und es werden beim Anbau über die Photosynthese der Atmosphäre Treibhausgase entzogen.

In Wahrheit jedoch wiegen Abholzung, Trockenlegung, Kultivierung und der Kohlendioxidverlust des Bodens, diese moderaten Emissionsverringerungen mehr als auf. Bei der Herstellung jeder Tonne Palmöl, entstehen 33 Tonnen Kohlendioxidemissionen ( 10 mal mehr als bei 1ner Tonne Rohöl ). Die Rohdung tropischer Regenwälder zum Anbau von Zuckerrohr setzt 50% mehr Treibhausgase frei als Produktion und Verbrauch derselben Menge Benzin. Würden nur 5% BKSe durch die Zerstörung bestehender, alter Wälder gewonnen, wäre die Einsparung an CO-2 - Immissionen bereits wieder aufgebraucht.
Die industrielle Gewinnung von BKS erfordert den Einsatz von Düngemitteln, die aus Erdöl gewonnen werden. Weltweit 45 Millionen Tonnen Düngemittel pro Jahr haben den biologisch gebundenen Stickstoff bereits mehr als verdoppelt; das bedeutet ganz           erhebliche Emissionen von Distickstoffmonoxid, ein gleich 300-mal aggressiveres Treibhausgas als Co-2. In den Tropen ist die Auswirkung von Düngemitteln auf die Klimaerwärmung zudem 10 bis 100-mal stärker als im Norden.
Zur Herstellung von 1em Liter Erthanol bedarf es 3 bis 5 Liter Wasser und es werden bis zu 13 Liter Abwasser verursacht. Für deren Klärung wäre das Energieäquivalent von 113 Litern Erdgas erforderlich.
Die Frage stellt sich von selbst, welche Kontrollinstanzen darüber wachen, dass diese Mengen ungeklärten Wassers nicht Flüsse, Bäche und Grundwasser kontaminieren. Davon abgesehen haben auf dieser Welt mehr als 80 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und weite Teile dieser Erde sind von Verwüstung bedroht.
Der intensive Anbau von Kraftstoffkulturen, insbesondere von Soja, führt zu einer massiven Erosion der Böden: In den USA gehen jährlich 6,5 Tonnen Erde pro Hektar verloren; in Brasilien und Argentinien sogar bis zu 12 t/ha.

LÜGE 2: BIOKRAFTSTOFF FÜHRT NICHT ZUR ABHOLZUNG VON WÄLDERN

Angeblich findet die Kultivierung von Kraftstoffpflanzen auf minderwertigem, erodiertem Boden statt und bedeutet deshalb keine Schädigung der Natur.

Die "erodierten, minderwertigen" Böden, auf welchen BKS-Pflanzen angebaut werden, sind jedoch bspw. in Brasilien von der Regierung schlicht umdeklarierte 200 Millionen Hektar tropischer Trockenwald, Savanne und Feuchtgebiete, die zur Kultivierung freigegeben wurden. Es handelt sich hierbei um Ökosysteme mit wertvoller Biodiversität wie Mata Atlantica, den Cerrado und das Pantanal. Direkt von den Auswirkungen betroffen und zur Abwanderung in das bereits von Abholzung zerstörte Amazonasbecken gezwungen, sind die dort lebenden UreinwohnerInnen, Kleinbauern und Viehzüchter. Soja liefert 40% des brasilianischen Biokraftstoffs. Derzeit werden in Brasilien jährlich rund 325.000 ha Amazonas-Regenwald abgeholzt.
"Kahlschlagdiesel" (Deforestation Diesel), d.h. das zur Produktion von "Biodiesel" gewonnene Palmöl, ist die Hauptursache der Waldverluste in Indonesien ( wo auch ein unbeugsamer Gegner mit einer Motorsäge schwer verletzt wurde, siehe: www.regenwald.org). Indonesien hat eine der höchsten Abholzungsraten der Welt. Bis 2020 werden sich die dortigen Ölplantagen auf einen Umfang entsprechend der Fläche von England und Wales verdreifacht haben; oder anders gesagt, 98% des indonesischen Waldbestandes werden verschwunden sein.
Der weltweit grösste Plamölprodunzent ist bislang Malaysia. Dort sind 87% der Wälder verschwunden und die Abholzung schreitet mit einer Geschwindigkeit von 7% pro Jahr immer weiter voran

LÜGE 3: BIOKRAFTSTOFFE FÖRDERN DIE LÄNDLICHE ENTWICKLUNG

100 ha bäuerlich bewirtschaftetes Land in den Tropen sind gleichbedeutend mit ca. 35 Arbeitsplätzen. Demgegenüber stehen 10 - schlecht bezahlte - Arbeitsplätze auf Ölpalmen,-und Zuckerrohrplantagen; zwei Arbeitsplätze auf Eukalyptusplantagen und ein halber im Fall von Sojaanpflanzungen. Der aktuelle Einstieg, der die totale Marktkontrolle anstrebenden Grosskonzerne der Sektoren Öl, Getreide und Gentechnologie, in die Produktion von Kraftstoffpflanzen, ruiniert den bislang von Klein,-und Familienbetrieben bewerkstelligten Anbau. CARGILL und ADM beherrschen 65% des weltweiten Getreidehandels; MONSANTO und SYNGENTA ein Viertel der 60 Milliarden Dollar schweren Gentechindustrie. Dieses Machtpotential sichert den Multis die Steuerung der quasi gesamten Verwertungskette. Die Anhängigkeit der lokalen Rohstoffproduzenten in Bezug auf Saatgut, Einkauf, Service, Verarbeitung und Verkauf wird ständig erdrückender und unumgänglicher. In der "Sojarepublik", treffender Name für ein 50 Millionen Hektar grosses Gebiet von Südbrasilien über Nordargentinien und Paraquay bis Ostbolivien, sind bereits hunderttausende Bauernfamilien vertrieben worden.

LÜGE 4: BIOKRAFTSTOFFE SIND BEDEUTUNGSLOS FÜR DEN HUNGER IN
DER WELT

"Hunger beruht nicht auf einem Mangel an Nahrungsmitteln, sondern auf Armut" (Amartya Sen). Diese Aussage ist durch fundierte Untersuchungen (FAO) belegt. Dennoch müssen 824 Millionen Menschen Hunger leiden. Wenn steigende Kraftstoffpreise die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben, wird die Zahl dieser hungernden Mitmenschen weiter ansteigen, anstatt den Aussagen der Regierenden dieser Welt zufolge, bis 2015 um die Hälfte reduziert worden zu sein. In einer makaber inflationären Spirale werden auch die Preise für Land und Wasser in die Höhe getrieben und somit Nahrungsmittel und die Ressourcen zu ihrer Herstellung für Arme unerschwinglich werden. Laut Schätzungen des International Food Policy Research Institut werden sich Grundnahrungsmittel bis 2010 um 20 bis 33% und bis 2020 um 26 bis 135% verteuern. Erfahrungsgemäss geht der Kalorienkonsum bei einer 10%igen Preiserhöhung um 5% zurück. Mit jedem Prozent, um das die Nahrungsmittelpreise steigen, wird die Ernährung von 16 Millionen Menschen prekär. Das bedeutet, bei einem Weiterverlauf der derzeitigen Entwicklung werden 2020 etwa 1,2 Milliarden Menschen chronisch Hunger leiden ( 600 Millionen mehr als laut vorheriger Prognosen). Jeder Überschuss aber, wird im Benzintank landen. Angesichts dieser Fakten muss es als obszön bezeichnet werden, auf wertvollen Ackerflächen Kraftstoffe anzupflanzen.


LÜGE 5: EINE "ZWEITE GENERATION" VON BIOKRAFTSTOFFEN WIRD ALLE DIESE
PROBLEME LÖSEN

Umweltfreundliche Pflanzen sollen in einer sogenannten zweiten Generation die ökologischen Bedenklichkeiten der BKS-Produktion ausräumen. Ausser der Tatsache, dass für eine Bedarfsdeckung auch Wildpflanzen in grossem Stil angebaut werden müssten, was die selben bereits genannten Konsequenzen mit sich brächte, schwebt den Herstellern die Nutzung von gentechnisch manipulierten Pflanzen vor. Die Industrie will Bioethanollieferanten, insbesondere schnell wachsende Bäume, herstellen, deren Zelluloseaufspaltung in Zucker durch die gentechnische Reduktion von Lignin und Zellulose leichter gelingen soll. Der Ausbreitungsradius von Baumpollen ist wesentlich grösser als der von Nahrungsmittelpflanzen und generell ist eine massive gentechnische Kontamination anderer Pflanzen zu erwarten. Konzernen wie Monsanto und Syngenta könnte auf diese Weise die vollständige Kolonisierung des menschlichen Kraftstoff,- und Nahrungsmittelsystems gelingen!
Um dem Anspruch der Abwendung der schlimmsten Auswirkungen der globalen Erderwärmung Genüge zu tun, müsste diese Technologie binnen weniger Jahre perfektioniert zur Verfügung stehen. Bioethanol hat bislang nicht zur Reduzierung von CO-2 beigetragen und die (Gen-)-Technologie zur besseren Aufspaltung ist weder ausgereift geschweige denn erprobt. Sie ist nichts anderes als eine auf Willkür beruhende Parteinahme zugunsten des Meistbietenden, gegen die bewährten Solar,-Wind,-und Umwelttechnologien.
Die Internationale Energieagentur schätzt, dass bis in den nächsten 23 Jahren weltweit bis zu 147 Millionen Tonnen Biotreibstoff hergestellt werden. Der produzierte Kraftstoff wird nicht einmal die jährliche Steigerung des weltweiten Ölbedarfs abfangen können, die gegenwärtig bei 136 Millionen Tonnen liegt. Zu den Nebenwirkungen dieser Produktion aber gehören der Ausstoss beträchtlicher Mengen Kohlendioxid und Distickstoffmonoxid, ein Anwachsen der Bodenerosion und über 2 Milliarden Tonnen Abwässer.

Dem globalen Süden sollen die Lasten des exzessiven Kraftstoffverbrauchs und der Rohstoffverschwendung aufgebürdet werden; dabei sind Wälder, Wasser und Ernährung der Einsatz bei diesem Russischen Roulette der westlichen Industrienationen. Wenn die Verlierer nicht die Armen und Kleinbauern sein sollen, die wie der Widerstand in zahlreichen Ländern beweist, gegen ihren Willen und zu unlauteren Bedingungen zum "mitspielen" geuzwungen werden, bedarf es verbindlicher Schranken und Reglementierungen eines weiteren Zerstörungsbooms der sogenannten Zivilisation.

( Quelle aller Fakten und Zahlenangaben; Textvorlage:
Sprit vom Acker von Eric Holt-Giménez
Fünf Mythen vom Übergang zu Biokraftstoffen von Eric Holt-Giménez
www.monde-diplomatique.de )
Die Verwendung der genannten, jedoch nicht einfach kopierten Quelle geschieht, um die darin genannten Fakten und Zahlen in nicht kommerzieller Weise weiterzuverbreiten und @llen als kostenloses Wissenspotenzial zur Verfügung zu stellen, verantwortlich hierfür:  tierra@gmx.net ).

Noch ein paar Links:
Agrotreibstoffe - Mehr neue Probleme als Lösungen
www.askonline.ch/aktuell.htm
www.g8-landwirtschaft.de
www.co2online.de
Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer Kicky
Kicky:

umfassender Artikel in der Monde diplomatique

 
10.08.07 17:20
#10
Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer kleinlieschen
kleinlieschen:

mir reicht erstmal #9 - sehr informativ

 
10.08.07 17:38
#11
klasse Recherche Kicky :-)

Gruß ka-el
Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer Hagenstroem
Hagenstroem:

Ach so,

 
10.08.07 18:07
#12
da habe ich doch glatt gedacht, dieses Ding mit den nachwachsenden Rohstoffen, als einer der Kernpunkte des ökologischen Wandels, wäre auf dem Mist von ein paar Müsliessern und gänzlich von wirtschaftlichen Zusammenhängen befreiten Amateurpolitikern gewachsen. Hatte ich zumindest so verstanden, dass es ganz easy wäre mit der Umstellung und wir hätten dabei nicht mal Verluste im Lebensstandard zu fürchten. Sogar ganz neue Perspektiven für Landwirte in s.g. Dritte-Welt-Länder sollten sich daraus ergeben. Jetzt ist es doch wieder eine Verschwörung von grauen Eminenzen mit Weltmachtphantasien, die im Hintergrund agieren. Böse, böse, aber wirklich ganz böse Buben. Der Herr Monsanto muß wohl der schlimmste von all den Blutsaugern sein.
Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer gogol
gogol:

nur eine Meinung

 
10.08.07 19:14
#13
_warum jetzt diese Diskussion?? liegt es an den derzeitigen Preiserhöhungen ?? welche Gesetze werden zur zeit behandelt ??
kurz nachgeschaut und!!
eine novelle zum Anbau von Genmais, der größte produzent ist die Firma MONSANTO und ganz nebenbei auch der größte Produzent von genveränderten Getreide
nun 1+1 zusammengezogen

istmein überlegung


__________________________________________________
auf unserem Planeten gibt es nur Propheten
Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer Kicky
Kicky:

The Farmer s Nightmare?

 
11.08.07 01:05
#14
www.nytimes.com/2007/08/10/opinion/10fri2.html
Published: August 10, 2007
jetzt fürchten in USA im Korngürtel die Farmer um ihre Existenz,die Preise für Ackerland steigen und Land,das für Naturschutz gedacht war,wird wegen Biosprit wieder genutzt und die kleineren Farmer weichen den spekulierenden Investoren,amerikanische Landwirtschaft wird  industrialisiert,der Beginn eines tragischen Moments,in dem das Land von den Bauern zu den industiellen Giganten der Energie und der Agrarproduktion wechselt......
Only a few years ago, ethanol was just a line in a farm-state politician’s stump speech — something that went down well with the locals but didn’t mean much to anyone else. Now, of course, ethanol is widely touted — and, within reason, rightly so — as an important part of America’s search for energy independence and greener fuels. One day, we may be using cellulosic ethanol, the kind derived from grasses. For now, the ethanol boom is all about corn. And the real question is whether that will finally kill American farming as we know it.

Farmers in the corn belt have watched the coming of the ethanol boom with an ill-concealed excitement. They’ve invested in small-town processing plants, and they’ve happily seen the price of corn fluctuate steadily upward. But land prices have also moved steadily upward. Land set aside for conservation is being put back into production. And a bidding war has broken out over acreage, a war that farmers are sure to lose to speculative investors.

In short, the ethanol boom is accelerating the inequity in the rural landscape. The high price of corn — and the prospect of continued huge demand — doesn’t benefit everyone equally. It gives bigger, richer farmers and outside investors the ability to outcompete their smaller neighbors. It cuts young farmers hoping to get a start out of the equation entirely. It reduces diversity in crops and in farm size.

For the past 75 years, America’s system of farm subsidies has unfortunately driven farming toward such concentration, and there’s no sign that the next farm bill will change that. The difference this time is that American farming is poised on the brink of true industrialization, creating a landscape driven by energy production and what is now called “biorefining.” What we may be witnessing is the beginning of the tragic moment in which the ownership of America’s farmland passes from the farmer to the industrial giants of energy and agricultural production.  
Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer Kicky
Kicky:

Farmland im Preis bis um 30% gestiegen

 
11.08.07 01:13
#15
www.nytimes.com/2007/08/08/us/08farmers.html?fta=y
....Skyrocketing farmland prices, particularly in states like Illinois, Iowa and Nebraska, giddy with the promise of corn-based ethanol, are stirring new optimism among established farmers. But for younger farmers, already rare in this graying profession, and for small farmers with dreams of expanding and grabbing a piece of the ethanol craze, the news is oddly grim. The higher prices feel out of reach.....In central Illinois, prime farmland is selling for about $5,000 an acre on average, up from just over $3,000 an acre five years ago, a study showed. In Nebraska, meanwhile, land values rose 17 percent in the first quarter of this year over the same time last year, the swiftest such gain in more than a quarter century, said Jason R. Henderson, an economist at the Federal Reserve Bank in Kansas City.

A federal-government analysis of farm real estate values released Friday showed record average-per-acre values across the country. The analysis said property prices averaged $2,160 an acre at the start of 2007, up 14 percent from a year earlier.In Iowa, which produces more corn and is home to more ethanol plants than any other state, farm rental prices are mimicking purchase prices: they were up about 10 percent this spring over a year ago,.....And ethanol is leaving marks everywhere. New grain bins seem to be popping up all around the Midwest, farmers from Indiana to South Dakota say, and some of the highest farmland prices have been seen around the nearly 200 existing or proposed ethanol plants, where the cost of transporting the corn would be the cheapest. Mr. Henderson said he heard that land close to such facilities, most of which are in the Midwest, had jumped by as much as 30 percent over a year ago......
So the land prices are, in some cases, scooting beyond reach, even as young corn farmers — and hopeful farmers — are enticed by the sudden demand for ethanol as a replacement for the nation’s dependence on oil......Meanwhile, well-off buyers and investors, he said, seem to arrive in places like Dixon with “an open checkbook.”Without a family member who already owns a farm or without having a personal connection with a retiring community farmer, there is little chance of a young farmer getting in, most farmers here said.
Not surprisingly, the farmers are aging. In Iowa, about one-fourth of farmland is owned by people 75 or older, said Michael Duffy, a farm economist at Iowa State University. Another one-fourth is owned by people 65 to 74 years old.

Unknown is what will come of land prices if corn loses its place in the ethanol world and is surpassed by another source like cellulosic ethanol from switchgrass.
“Right now, a lot are still betting that corn-based ethanol will be around a while...
Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer Kicky
Kicky:

Mais-Kraftstoffe kommen US-Bürger teuer zu stehen

 
11.08.07 01:51
#16
WASHINGTON - Wenn Amerikaner an lauen Sommerabenden allerorten ihre so beliebten Barbecues veranstalten, ist in diesem Jahr das Grillvergnügen getrübt: Für Steaks, Hühnchenteile oder Schweinerippchen müssen sie zum Teil deutlich mehr Geld im Supermarkt lassen. Die wichtigste Ursache ist schnell gefunden: Der rasante Anstieg der Preise für Mais, der nicht nur in der Viehzucht zum Einsatz kommt, sondern auch der wichtigste Grundstoff für die Herstellung des Biotreibstoffs Ethanol in den USA ist.
Ausgelöst hatte den Boom US-Präsident George W. Bush, seit er sich zum Ziel setzte, die Abhängigkeit der Vereinigten Staaten von ausländischem Öl mittels alternativer Energien zu verringern. Die gestiegene Nachfrage ließ den Mais-Preis zeitweise auf das Doppelte in die Höhe schießen. Schon jetzt werden sie Benzin beigemischt, ersetzen derzeit aber gerade 3,5 Prozent des herkömmlichen Sprits. Soll der Anteil auf die angepeilten 15 Prozent steigen, entspräche dies 133 Milliarden Litern.

Kein Wunder, dass vor allem im Mittleren Westen, der Kornkammer der USA, Ethanol-Raffinerien wie Pilze aus dem Boden schießen. Im Mai gab es landesweit 120 Anlagen, 75 weitere waren im Bau. Voriges Jahr wurde bereits ein Fünftel der US-Maisernte für die Herstellung von Ethanol verbraucht, zwei Jahre zuvor waren es gerade 12 Prozent.
Auch Weizen und Sojabohnen kosten mehr, weil ihre Anbaufläche zugunsten der gelben Körner nun verringert wird. "Jeder, der etwas vom Maismarkt versteht, weiß, dass es zu Problemen überall dort kommt, wo Mais verwendet wird"

Und das Phänomen kletternder Lebensmittelpreise ist beleibe nicht auf die USA beschränkt. Im vergangenen Jahr stiegen weltweit die Kosten um 10 Prozent, vor allem durch teureren Mais, Weizen und Sojabohnen-Öl, wie der Internationale Währungsfonds (IWF) im Frühjahr schrieb. Neben schlechten Ernten sei auch der Durst nach Ethanol in den USA Ursache. "Vorausschauend wird die steigende Nachfrage nach Biotreibstoffen einen weiteren Preisauftrieb bei Mais und Sojabohnen- Öl nach sich ziehen", so die IWF-Prognose. In Mexiko etwa waren die Folgen dramatisch: Plötzlich kosteten Mais-Tortillas, die entscheidende Nahrungsquelle für 50 Millionen mit geringem Einkommen, das Doppelte. Die Regierung musste mit Preiskontrollen eingreifen. Dabei ist Ethanol auf Maisbasis, wie er in den USA hergestellt wird, weder billig noch sauber, wie das Magazin "Economist" anmerkt. Einigen Studien zufolge sei die aufgewendete Energie bei der Produktion höher als die gewonnene bei seiner Verbrennung. Und die Staatssubventionen liegen nach Berechnungen des Internationalen Instituts für Nachhaltige Entwicklung irgendwo zwischen 5,5 und 7,3 Milliarden US-Dollar (4 bis 5,3 Mrd Euro) pro Jahr. ......
www.tagesspiegel.de/wirtschaft/...offe-Mais-USA;art271,2355411
Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer elgreco
elgreco:

Die Geier sind ueberall

3
11.08.07 09:52
#17
So ein abrupter Gesinneswandel der Fuehrung im WH kommt nicht von Ungefaehr.
Blitzschnell wurden da die Zusammenhaenge erkannt, dass das ein tolles neues Karusell ist, um viel Geld zu machen, man muss nur der Erste sein.

Das Volk glaubt die Notwendigkeit der Nutzung von alternativen Rohstoffen, egal ob das sinnvoll ist oder nicht, und schon wird eine Welle losgetreten. Man kann ja auch sehr viel Geld verdienen mit Nahrungsmitteln und jetzt hat man eine brauchbare Begruendung, die teuerer zu machen.

elgreco
Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer kleinlieschen
kleinlieschen:

Diesen Kommentar im Eingangsposting

3
11.08.07 10:00
#18
nehme ich übrigens zurück:
"Und dann angeben - hey Leute, ich fahr umweltschonend - zum Kotzen!

Hab nochmal nachgedacht und bin draufgekommen, daß die Verbraucher mal wieder über Jahre hinweg verarscht wurden. Sei es mit Windkraft oder Biosprit etc., der Betrug am Bürger ist allgegenwärtig - also - sorry für den Satz.

Gruß ka-el
Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer Atomi
Atomi:

die Lösung kennen wir seit 1905

 
11.08.07 10:32
#19
E = mc² , oder nicht! Aber sind wir nicht selbst schuld an der Misere?

Protzige Verkehrsmittel welche man Autos nennt Gewicht zwischen 1 und 2 Tonnen befördern
1 Person von A nach B, mit einem Verbrauch von 7 bis 25 Litern Sprit auf 100 Km.

Unser fahrbarer Untersatz wurde in den letzten Jahren zum "Wohnzimmer" umgebaut, viel haben zu Hause weniger Lebensqualität als in ihrer Blechbüchse.

Es geht auch anders - würde man leichte Fahrzeuge bauen, und diese elektrisch betreiben,
kann man mit 10kW - enspricht cirka 1 Liter Benzin - 100 Km weit fahren.

Nur will dies keiner - die Macht liegt ja beim Volk - würde dieses nach solchen Fahrzeugen verlangen würden diese auch ins Angebot kommen.

Und noch was: Der Bürger betrügt sich selbst!!!

Mit sonnigem Gruß

Ronald Preuss
Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer Kicky
Kicky:

Bioethanolwerk Schwedt stoppt Produktion

2
13.09.07 00:03
#20
Schwedt - Das Bioethanolwerk Schwedt hat seine Produktion eingestellt. Das bestätigte die Sprecherin des Werkbetreibers Vereinigte Bioenergie AG (Verbio), Alexandra Mühr: „Derzeit sind unsere 90 Mitarbeiter noch mit Reinigungsarbeiten beschäftigt. Aber ab Oktober müssen wir sie wohl in Kurzarbeit schicken.“

Ganz überraschend kam die Stilllegung nicht. Bereits seit Jahresbeginn arbeitet das Werk nur noch mit 50 Prozent Leistung. In der im Jahr 2005 in Betrieb genommenen Anlage wird aus Getreide Ethanol hergestellt. Als Hauptursache für die Schwierigkeiten nennt Mühr die „im Vergleich zum Vorjahr bis auf das Dreifache gestiegenen Weltmarktpreise für Getreide“. Außerdem habe die schwarz-rote Bundesregierung das von ihren rot-grünen Vorgängern gegebene Versprechen gebrochen und die Bio-Kraftstoffe nicht steuerfrei gehalten. Seit Januar dieses Jahres sei auf Bioethanol im Kraftstoff die volle Mineralölsteuer fällig.

Zudem sei der zunächst geplante Beimischungszwang von Ethanol zum Benzin von zwei Prozent auf 1,2 Prozent gesenkt worden, was zu Absatzproblemen geführt habe. Und letztlich würde Ethanol von ausländischen Produzenten wesentlich günstiger angeboten als von hiesigen Herstellern. In Brasilien beispielsweise wird Ethanol aus Zuckerrohr sehr billig hergestellt, sagte Mühr. „Damit können wir angesichts unserer strengen Umweltauflagen und des Lohngefüges nur konkurrieren, wenn der Getreidepreis wieder auf das Niveau des Vorjahres fällt“.Dennoch sehe das Unternehmen für die Zukunft nicht völlig schwarz, sagt Mühr. Ab Januar 2008 gelten die ursprünglich veranschlagten zwei Prozent Beimischungspflicht. Auch könne die Bundesregierung die Ethanol-Importe quotieren und der Getreidepreis wieder sinken.

Im brandenburgischen Wirtschaftsministerium hofft man ebenfalls, dass sich die Marktsituation verbessert. Das Werk war mit 13,4 Millionen Euro aus Landesmitteln gefördert worden. Momentan bestehe keine Veranlassung, das Geld zurückzufordern, sagte Ministeriumssprecher Steffen Kammradt. „Die Gelder sind jedoch daran gebunden, dass im Frühjahr 2008 die 90 Arbeitsplätze bestehen.“www.tagesspiegel.de/berlin/Brandenburg;art128,2378476
Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer Kicky
Kicky:

Preis für Bioethanol 30% gefallen seit Mai

 
02.10.07 13:18
#21
NEVADA, Iowa, Sept. 24 — The ethanol boom of recent years — which spurred a frenzy of distillery construction, record corn prices, rising food prices and hopes of a new future for rural America — may be fading.Only last year, farmers here spoke of a biofuel gold rush, and they rejoiced as prices for ethanol and the corn used to produce it set records.But companies and farm cooperatives have built so many distilleries so quickly that the ethanol market is suddenly plagued by a glut, in part because the means to distribute it have not kept pace. The average national ethanol price on the spot market has plunged 30 percent since May, with the decline escalating sharply in the last few weeks....While generous government support is expected to keep the output of ethanol fuel growing, the poorly planned overexpansion of the industry raises questions about its ability to fulfill the hopes of President Bush and other policy makers to serve as a serious antidote to the nation’s heavy reliance on foreign oil.And if the bust becomes worse, candidates for president could be put on the spot to pledge even more federal support for the industry, particularly here in Iowa, whose caucus in January is the first contest in the presidential nominating process.

Many industry experts say the worst problems are temporary and have been intensified by transportation bottlenecks in getting ethanol from the heartland to the coasts, where it is needed most. And even if some farmers who invested in the plants lose money, most of them are reaping a separate bounty from higher prices for corn and other commodities, which are expected to remain elevated for some time.Even so, companies are already shelving plans for expansion and canceling new plant construction. If prices fall more, as many analysts predict, there is likely to be a sweeping consolidation of the industry, and some smaller companies could go out of business.

The falling price of ethanol comes in sharp contrast to the rise in crude oil prices. Lower ethanol prices help reduce gasoline prices at the pump, where ethanol is available, but because it constitutes 10 percent or less in most blends, the impact for the consumer is marginal.

Congress essentially legislated the industry’s expansion by requiring steadily higher quantities of ethanol as a gasoline blend, a kick-start that was further spurred by the proliferation of bans on a competing fuel additive used to help curb air pollution.

But the ethanol industry, which is also heavily subsidized by federal tax incentives, got far ahead of the requirements of the law, rapidly building scores of plants and snapping up a rising share of the corn harvest. Many of those plants have gone into operation in recent months, and many more are scheduled for completion by the end of next year.

The resulting ethanol oversupply is buffeting the market. Here in northern Iowa, deep in the corn belt, newly cautious farmers and ethanol executives are figuring out how to cut costs and weighing their options should the situation get worse.
www.nytimes.com/2007/09/30/business/...447b52d0adbe&ei=5087%0A
Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer kleinlieschen
kleinlieschen:

Na supa - Bio-Kraftstoffe viel schädlicher

 
06.12.07 18:58
#22

       
fürs Klima als gedacht
Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer 3799632 Umweltschützer, die den Boom skeptisch beurteilen, fühlen sich dadurch bestätigt
Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer 3799632
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  Ein Forscherteam um den Nobelpreisträger Paul J. Crutzen hat herausgefunden, dass die Klimabilanz der alternativen Treibstoffe deutlich schlechter ist als bislang angenommen. Die Wissenschaftler arbeiteten heraus, dass Biodiesel aus Raps bis zu 1,7 Mal schädlicher für das Klima sein kann als herkömmliches Benzin. Im besten Fall ist der Treibhaus-Effekt gleich groß. Grund ist die Düngung mit Stickstoff, der zum Teil als Lachgas (Distickstoffmonoxid) in die Atmosphäre gelangt.         Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer 3799632   Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer 3799632  
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Quelle: http://www.3sat.de/...nbsp;        nano

Gruß ka-el
Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer kleinlieschen
kleinlieschen:

%&§"(/=Editor *grml*

 
06.12.07 19:15
#23
Fortsetzung

Der Stoff ist jedoch ein um den Faktor 300 stärkeres Treibhausgas als Kohlendioxid und damit ein Klimakiller. Der Weltklimarat (IPCC) legte seinen Berechnungen einen drei- bis fünffach geringen Ausstoß von Lachgas bei der Herstellung von Biosprit zu Grunde, wie die Forscher notierten.
                    §
          §
Dabei klingt es doch eigentlich verlockend: Theoretisch könnten pflanzliche Energieträger dazu beitragen die Emissionen zu mindern, da bei ihrer Verbrennung lediglich so viel Kohlendioxid freigesetzt wird, wie die Pflanze für ihr Wachstum der Luft entzogen hat. Doch dieser positive, "klimaneutrale" Effekt wird der Studie zufolge von den negativen Effekten mehr als wettgemacht. Besser sieht die Bilanz bei Ethanol aus Zuckerrohr aus, wie es in großem Maßstab in Brasilien angebaut wird.
          §
In Deutschland ist aber vor allem Raps von Bedeutung, was etwa Experten des Umweltbundesamts oder des BUND unter Verweis auf die Energiebilanz und den Flächenverbrauch schon lange kritisch sehen. Auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wies auf die gravierenden Folgen für die Landwirtschaft hin, wenn - wie von vielen Regierungen geplant - die Produktion von Biokraftstoffen drastisch gesteigert werden soll.
          §
Die Energiebilanz stimmt insgesamt nicht
          §

Der Bund für Umwelt und Naturschutz und das Umweltbundesamt fordern eine Abkehr von der Politik, die Biokraftstoffe der ersten Generation zu fördern. Biomasse müsse effektiver genutzt werden, verlangt der BUND-Energieexperte Thorben Becker. "Die Energiebilanz stimmt insgesamt nicht." Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass der Einsatz von Biomasse bei der Kraft-Wärme-Kopplung viel mehr für den Klimaschutz bringe.
          §
Das gelte sogar für die Kraftstoffe der zweiten Generation, bei deren Herstellung auch Rest- und Abfallstoffe verarbeitet werden. Trotz aller Skepsis setzt die Politik auf den Sprit aus Pflanzen: Europaweit sollen Biokraftstoffe bis 2020 einen Anteil von zehn Prozent am gesamten Benzin- und Dieselverbrauch haben, Deutschland will mindestens zwölf Prozent schaffen. Derzeit sind es noch unter fünf Prozent. Auch US-Präsident George W. Bush setzt auf Ethanol, um sein Ziel zu erreichen, den Benzinverbrauch in seinem Land in den nächsten zehn Jahren um 20 Prozent zu senken. Der Bundesverband Biogene und Regenerative Kraft- und Treibstoffe (BBK) weist darauf hin, dass nicht nur Umweltschutzgründe für den Einsatz von Biosprit spreche, sondern auch Fragen wie etwa die Energiesicherheit.
          §
BBK-Geschäftsführer Martin Tauschke betont außerdem, dass es noch keinen umfassenden Vergleich der Ökobilanzen von Biodiesel und fossilem Kraftstoff gebe. Dieser müsse Umweltbelastungen wie das Abfackeln von Gas bei der Ölförderung und Umweltrisiken berücksichtigen und würde sicher zugunsten der Biotreibstoffe ausfallen.

www.3sat.de/index.html
Gruß ka-el
Biosprit-Boom macht Lebensmittel teurer Heuler

Soll ich jetzt ein witzig geben

 
#24
für die Überschrift oder ein interessant für den Inhalt?
*ratloskopfkratz*
Ich weiss, ich weiss, die Signatur sieht einfach nur bescheuert aus.
Beschwerden bitte direkt an ARIVA richten.


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