BILD-Kampagne gegen Mindestlohn

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BILD-Kampagne gegen Mindestlohn Happy End
Happy End:

BILD-Kampagne gegen Mindestlohn

8
11.10.07 10:55
#1
Hungerlöhne in der PostbrancheWelche Rolle spielt die Presse?

PIN-Beschäftigter

 

Guten Abend zu REPORT MAINZ. Streit um den Mindestlohn, kaum ein Tag, an dem dazu nichts in den Nachrichten läuft oder in der Zeitung steht. Aktuell geht es um Briefträger. Sollen die jetzt alle einen Mindestlohn von 8,00 bis 9,80 Euro bekommen? Oder würde genau das, wie Kritiker behaupten, Arbeitsplätze kaputt machen?

Die Experten sind sich da nicht einig. Und die Politiker streiten. Wir Journalisten haben bei einem solchen Streit ausgewogen und differenziert zu berichten. Dazu gehört, dass wir beispielsweise offen legen, wer in der Debatte wessen Interessen vertritt. Eigentlich selbstverständlich. Ist es aber nicht.

Nehmen wir mal die Bild aus dem Hause Springer. Mindestlöhne, zum Beispiel in der Postbranche, nein, das hält man nicht für richtig. Kann diese Ablehnung damit zusammenhängen, dass der Springer-Verlag bei der Berichterstattung eigene Interessen vertritt? Daniel Hechler ist dieser Frage nachgegangen, auch bei denen, die mit einem Bruttostundenlohn von 4,50 Euro über die Runden kommen müssen.

Bericht:

Lothar Daniel bei seiner kurzen Mittagspause. Bei seiner Arbeit dürfen wir ihn nicht filmen. Ab Morgens fünf ist er auf den Beinen, oft bis Abends um halb acht. Eine 60-Stunden-Woche. Sein Stundenlohn: 4,50 Euro brutto. Der 49-Jährige hat in Kiel keinen besseren Job gefunden. Er ist Zusteller beim privaten Postunternehmen PIN.

O-Ton, Lothar Prinz, Postzusteller PIN:

»Eine Wohnung konnte ich mir bis jetzt nicht leisten. Meine Wohnung ist bei meiner Mutter, was ich natürlich gerne ändern würde, aber es geht nun mal nicht anders. Finanziell. Und leisten kann ich mir eigentlich gar nichts.«

Daniel hält Mindestlöhne für eine gute Sache. So wie, laut ARD Deutschlandtrend, knapp 90 Prozent der Deutschen auch. Doch wenn er Bild-Zeitung liest, hat er den Eindruck, dass er mit dieser Meinung ziemlich alleine da steht.

O-Ton, Lothar Prinz, Postzusteller PIN:

»In meinem Sinne wird absolut nicht geschrieben. Es ist so, dass im Endeffekt für uns da gar nichts drin steht.«

Dabei will Bild, laut Eigenwerbung, doch Stimme des Volkes sein. Aber ausgerechnet beim Thema Mindestlohn ist Bild ziemlich weit weg vom Volk. So beklagt das Blatt zwar Einkommensverluste der Arbeitnehmer, geißelt den Nettolohnskandal, Mindestlöhne seien aber trotzdem völlig falsch.

Bild meint: Mindestlöhne vernichteten Arbeitsplätze. Angeblich mehr als eine Million. Als Quelle muss das Ifo-Institut herhalten. Nur, ist das wirklich so? Wir fragen zwei Arbeitsmarktexperten. Einer, Professor Stefan Sell, eher wirtschaftsnah, der andere, Professor Rudolf Hickel, eher gewerkschaftsnah.


O-Ton, Prof. Rudolf Hickel, Universität Bremen:

R. Hickel

»Wer heute in Deutschland behauptet, dass die Mindestlohneinführung zu 1,1 Millionen Arbeitsplatzverlusten führt, der sagt nicht die Wahrheit. Vor allem aber auch zeigen internationale Vergleiche, in den Vereinigten Staaten, dass Mindestlöhne durchaus nicht Arbeitsplätze vernichten müssen.«

O-Ton, Prof. Stefan Sell, FH Koblenz:

S. Sell

 

»Wir können sogar an einem Beispiel, Großbritannien, wo es seit langem einen Mindestlohn gibt, der auch kontinuierlich erhöht worden ist, zeigen, dass alleine in den letzten sechs Jahren dort fast 400.000 zusätzliche Arbeitsplätze im Niedriglohnbereich geschaffen worden sind. Trotz eines Mindestlohnes, der mittlerweile bei acht Euro in der Stunde liegt.«

Doch da ist Bild unbelehrbar. Als die Bundesregierung über einen Mindestlohn in der Postbranche, berät fragt das Blatt: Ist das wirklich gut für die Beschäftigten?

Die Antwort: Natürlich, nein. Zweihundert Postunternehmen müssten gar um Ihre Existenz bangen. Einen Tag später dürfen die Konkurrenten der Post scharfe Kritik an der Vereinbarung zu Mindestlöhnen üben. Allen voran PIN. Wem PIN gehört, verschweigt Bild.

O-Ton, Prof. Stefan Sell, FH Koblenz:

»Hinter der PIN-Gruppe steht der Springer-Verlag. Und der Springer-Verlag hat ein ganz zentrales strategisches Interesse an diesem Unternehmen. Denn mit diesem Unternehmen kann es dem Springer-Verlag gelingen, den Briefmarkt in Deutschland, nach der Freigabe im kommenden Jahr, aufzurollen.«

Bild, das Flaggschiff der Springer AG, Europas größtem Verlagshaus, mit zahllosen Publikationen. Für PIN hat Konzernchef Döpfner über eine halbe Milliarde Euro hingeblättert. Insider wittern eine gigantische Fehlkalkulation. Dabei erträumte sich der Ziehsohn von Verlegerin Friede Springer sagenhafte Renditen.

Doch die lassen sich eben nur mit Niedrigstlöhnen bei den PIN-Mitarbeitern einfahren. Also Stundenlöhnen deutlich unter dem Tarif der Post AG von 11,43 Euro.

O-Ton, Prof. Rudolf Hickel, Universität Bremen:

»Die Kalkulation geht nicht mehr auf. Wenn ich auf Niedriglöhne, auf Billiglöhne spekuliere und durch die Politik Mindestlöhne vorgeschrieben bekomme, dann ist das Investment nicht mehr rentabel, und daraus versteht sich alles andere.«

Zum Beispiel, dass Springers Konzerninteresse auch in anderen Zeitungen des Verlages durchschlägt. Die BZ wittert „Mindestlohnbeschiss“. Für das Hamburger Abendblatt ist ein Mindestlohn definitiv der falsche Weg. Und die Welt gibt eigens eine Studie in Auftrag, um zu beweisen, dass Mindestlöhne Hunderttausende Arbeitsplätze kosteten. Natürlich bei Ifo.

Und in Bild & Co. sind diese Mutigen beim Thema Mindestlohn die ewig gleichen. Der Arbeitgeberpräsident, der Präsident des Verbandes privater Postzusteller, Gerster, Ex-Wirtschaftsminister Clement, der Gerster berät, und unzählige Male PIN-Chef Thiel. Alle gegen den Mindestlohn.

Nur Postzusteller wie Lothar Daniel, also die, um die es eigentlich geht, kommen so gut wie nie zu Wort.

O-Ton, Lothar Daniel:

L. Daniel

 

»Meine Position oder unsere Position wird nicht vertreten, sondern es wird immer nur das Gegenteil geschrieben.«

 

Ähnlich geht es Verdi. Bereichsleiter Wolfgang Abel schaltet jetzt für 20.000 Euro Anzeigen in Springer-Blättern, um mit seinen Argumenten überhaupt noch durchzudringen.

O-Ton, Wolfgang Abel, Verdi:

W. Abel

 

»Hier werden einseitig Fakten unterdrückt. Und damit wird Aktionärsjournalismus betrieben, aus meiner Sicht. Und wenn man sich mit Journalisten unterhält im Springer-Haus und auch außerhalb des Springer-Hauses, dann kriegt man auch gesagt, unter der vorgehaltenen Hand, dass der Druck auf die Journalisten, bestimmte Sachverhalte nicht zu schreiben, sehr groß ist.«

Immerhin: Welt und Morgenpost erwähnen in einigen Artikeln die Mehrheitsbeteiligung der Springer AG an PIN. Warum aber die Massenblätter Bild und BZ nicht? Konzernchef Döpfner lehnt ein Interview dazu uns gegenüber ab. Seine Pressestelle erklärt schriftlich:

Zitat:

»Wenn über das Thema Mindestlöhne berichtet wird, ist das nicht ein Thema der PIN, sondern betrifft in erster Linie alle privaten Postdienstleister...«

Andere Kritikpunkte seien haltlos. Der Chef des deutschen Journalistenverbandes, Michael Konken, dagegen, sieht journalistische Standards verletzt.

O-Ton, Michael Konken, Vorsitzender Deutscher Journalistenverband:

M. Konken

 

»Die Bild-Zeitung ist Leitmedium, aber viele andere Zeitungen gehören auch zum Konzern. Und wenn dann schon auch in anderen Medien, so oder ähnlich, berichtet wird wie in der Bild-Zeitung, dann schleicht sich doch der Verdacht ein, dass hier eine Linie vorgegeben wurde, die dann journalistisch umgesetzt wurde, vorbei an der Objektivität. Mit Verschweigen auch anderer Fakten, anderer Meinungen, und so auch Menschen draußen manipuliert werden.«

Eben das erträgt Lothar Daniel nur noch schwer. Dass ihm sein Arbeitgeber via Bild ständig erklärt, warum ein Stundenlohn von 4,50 Euro so sinnvoll ist.

O-Ton, Lothar Daniel:

»Ich sehe da irgendwie Positionen von irgendwelchen Leuten, die sich die Taschen voll machen wollen und das auf unserem Rücken im Endeffekt. Und das kann es irgendwo nicht sein.«

Alle Sendetermine: 08.10.2007, 21.45 Uhr, REPORT MAINZ, Das Erste Quelle: http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/.../zipj64/index.html
BILD-Kampagne gegen Mindestlohn Happy End
Happy End:

Wie "Bild" gegen den Mindestlohn kämpft

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11.10.07 11:02
#2

Wie "Bild" gegen den Mindestlohn kämpft

Wenn sich die "Bild"-Zeitung gegen die Meinung der überwältigenden Mehrheit ihrer Leser stellt, lohnt es sich fast immer, genauer hinzuschauen. Rund 90 Prozent der Deutschen sind laut einer Umfrage von Infratest dimap für Mindestlöhne entweder in allen oder bestimmten Branchen. In "Bild" stand diese oder eine ähnliche Zahl nicht. Dafür aber seit drei Wochen Tag für Tag ein beeindruckendes publizistisches Trommelfeuer gegen den Mindestlohn im Allgemeinen und bei den Briefzustellern im Besonderen.

"Bild", 19. September:

MINDESTLOHN Ist das wirklich gut für die Beschäftigten?

Nein, sagen Experten! Wirtschaftsweiser Prof. Wolfgang Franz zu BILD: "Die Erfahrung zeigt, dass Mindestlöhne Jobs kosten, vor allem bei den Geringqualifizierten. Ein Mitarbeiter darf ein Unternehmen nicht mehr kosten, als er der Firma einbringt. (…)"

Nach Berechnungen des Ifo-Instituts würde ein bundesweiter Mindestlohn von 7,50 Euro/Stunde rund 1,1 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland vernichten. (…)

Welche Folgen hätte der Mindestlohn für die privaten Post-Firmen?

Laut Branchenverband DVPT würden die Kosten der Betriebe dadurch deutlich steigen. Verbandschef Elmar Müller: "Von den rund 750 privaten Post-Unternehmen müßten 200 um ihre Existenz bangen." Tausende Jobs wären bedroht.

"Bild", 20. September:

MINDESTLOHN? Dann gehen wir pleite!

"Bild", 26. September:

"Steuerbefreiung statt Mindestlohn!"

Prof. Ulrich Blum (54), Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle: "Forderungen nach Mindestlöhnen sind völlig falsch! Sie steigern erst Kosten, dann die Arbeitslosigkeit."

"Bild"-Kommentar, 29. September:

Mindestlöhne vernichten Arbeitsplätze!

(…) gesetzliche Mindestlöhne gefährden Arbeitsplätze. Das angesehene Ifo-Institut rechnet damit, dass die Einführung eines bundesweiten Mindesteinkommens mehr als eine Million Stellen vernichten könnte. (…)

Dass durch gesetzliche Mindestlöhne neue Jobs entstehen, ist ein Märchen. Das Gegenteil ist richtig!

"Bild", 1. Oktober:

Ein Mindestlohn für die Post-Branche würde bis zu 50 000 Arbeitsplätze vernichten, befürchtet das Bundeswirtschaftsministerium ("Spiegel").

"Bild", 4. Oktober:

Herr Gerster, warum sind Sie gegen Mindestlöhne?

BILD-Interview mit Florian Gerster (58), dem ehemaligen Arbeitsminister und Chef der Bundesagentur für Arbeit, heute Präsident des Arbeitgeberverbandes Neue Brief- und Zustelldienste

(…) Ein Mindestlohn von 9,80 Euro schützt nicht die Arbeitnehmer, sondern vernichtet Arbeitsplätze.

"Bild"-Kommentar, 4. Oktober:

… der arbeitsplatzfeindliche Mindestlohn …

"Bild", 5. Oktober:

US-Nobelpreisträger warnt vor Mindestlohn

"Bild", 8. Oktober:

Mindestlohn? Der kostet uns den Job!

(…) Die privaten Postkonkurrenten warnten am Wochenende erneut davor, dass eine Mindestlohn-Höhe von bis zu 9,80 Euro pro Stunde bis zu 50000 Jobs gefährdet.

"Bild"-Kommentar, 8. Oktober:

Auch einen Mindestlohn gibt es nicht zum Nulltarif. Wenn der Staat festsetzt, was ein Arbeitnehmer zu bekommen hat, wird mancher Chef seinen Laden zumachen müssen und Angestellte vor die Tür setzen. (…)

Mindestlohn ohne "Mindestgewinn" kostet Arbeitsplätze, belastet die Sozialkassen und würgt den Aufschwung ab.

In den ganzen drei Wochen lässt "Bild" keinen einzigen unabhängigen Experten zu Wort kommen, der sich für den Mindestlohn ausspricht. (Dabei gibt es sie durchaus, und sie verweisen zum Beispiel auf die positiven Wirkungen, die der Mindestlohn auf den Arbeitsmarkt in Großbritannien und den USA gehabt habe.) Nur DGB-Chef Michael Sommer wird mit einem kurzen Plädoyer für den Mindestlohn zitiert.

Der "Bild"-Leser findet in dieser Zeit auch keinen Hinweis darauf, was "Bild" motivieren könnte, so massiv gegen den Mindestlohn zu kämpfen. Dabei gibt es eine einfache Antwort: Die Axel Springer AG, die "Bild" herausgibt, hat vor einem Vierteljahr für eine halbe Milliarde Euro die Mehrheit an der PIN-AG erworben, einem privaten Briefzusteller. Die PIN-AG ist mittlerweile der zweitgrößte deutsche Anbieter und hat mehr als 7000 Mitarbeiter.

Wie "Bild" erklärt, die eigenen Interessen nicht offenlegen zu müssen
 
"Wenn über das Thema Mindestlöhne berichtet wird, ist das nicht ein Thema der PIN, sondern betrifft in erster Linie alle privaten Postdienstleister…"
 
"Bild"-Sprecher Tobias Fröhlich gegenüber "Report Mainz"

Das ARD-Magazin "Report Mainz", berichtete gestern ausführlich über die Anti-Mindestlohn-Kampagne der "Bild"-Zeitung und anderer Springer-Blätter. Dort sagte der Bremer Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel, Springer spekuliere bei der PIN-AG auf Niedriglöhne, sonst gehe die Kalkulation des Unternehmens nicht mehr auf (PIN-Mitarbeiter berichteten gegenüber "Report Mainz" und "Plusminus" von Stundenlöhnen von unter 5 Euro.). Ein Sprecher der Gewerkschaft Ver.di sagte "Report Mainz", "der Druck auf die Journalisten" bei Springer, im Interesse des Post-Engagements des Verlages zu berichten, sei "sehr groß". Er sprach von "Aktionärsjournalismus".

Der von "Bild" in den vergangenen drei Wochen viermal in Sachen Mindestlohn zitierte Präsident des neuen Arbeitgeberverbandes "Neue Brief- und Zustelldienste", Florian Gerster, ist übrigens laut "FAZ" auf Druck von Springer an diese Position gekommen.

Quelle: http://www.bildblog.de/2532/wie-bild-gegen-den-mindestlohn-kaempft

BILD-Kampagne gegen Mindestlohn Nurmalso
Nurmalso:

Tja Deppy End,

 
11.10.07 11:08
#3
dein Problem ist, dass du dich so sehr und unkritisch für Schröder eingesetzt hattest. Aber niemand hat der neokonservativen Ideologie in D so sehr zum Durchbruch verholfen wie Schröder. Jetzt haben wir den Salat. Und dir fehlt irgendwie die Heimat, denke ich mir so. Wenn du noch einen Hauch Verstand hast, solltest du vielleicht Albrecht Müller lesen oder seine www.nachdenkseiten.de oder die Schnauze halten.
BILD-Kampagne gegen Mindestlohn admin
admin:

mal ne frage zu dem thema.

 
11.10.07 11:10
#4
was zahlt ihr z.zt. für den friseurbesuch?

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Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem.
BILD-Kampagne gegen Mindestlohn denkidee
denkidee:

Kein Mindestlohn aber 20% mehr für das Lügenblatt

 
11.10.07 11:10
#5
Wann kämpft BILD gegen die Höchstlöhne?

(Verkleinert auf 87%) vergrößern
BILD-Kampagne gegen Mindestlohn 124815
BILD-Kampagne gegen Mindestlohn Apfelbaumpflanzer
Apfelbaumpfla.:

Krass....dass ich das noch erleben darf,

 
11.10.07 11:10
#6
dass die Bild-Zeitung mal recht hat.

Grüße

Apfelbaumpflanzer

BILD-Kampagne gegen Mindestlohn Pate100
Pate100:

4,5 EUR ist doch lächerlich

2
11.10.07 11:29
#7
und eine absolute Frechheit. Ich frag mich wer dafür arbeiten geht
und wie man damit überleben kann?

Und im Endeffekt müssen wir Steuerzahler diesen Dumping Lohn durch Steuermittel
mitfinanzieren. Denn diese Leute brauchen Zuschüsse vom Staat um zu überleben.

Ich(wir alle) müssen also dafür zahlen damit diese Wixer vom Springer Verlag
ordentlich verdienen können. Einfach abartig!!!!

Um solche sittenwidrige Löhne zu verhindern und damit meine Steuern nicht für
die Subventionierung dieser löhne missbraucht werden, muss ein Mindestlohn her.
Jedenfalls für bestimmte Branchen! Denn ich hab kein Bock denen einen Teil ihres
Lohnes zu zahlen!
BILD-Kampagne gegen Mindestlohn Happy End
Happy End:

DGB-Chef Sommer attackiert neue Post-Gewerkschaft

 
29.10.07 21:54
#8
DGB-Chef Sommer attackiert neue Post-Gewerkschaft
"Das ist eine Karikatur"

Mainz – Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer, hat die neue Gewerkschaft ‚Neue Brief- und Zustelldienste (GNBZ)’ scharf kritisiert. Die Gewerkschaft hat sich vor zwei Wochen gegründet und tritt für „bezahlbare Löhne“ ein. Gegenüber dem ARD-Politikmagazin REPORT MAINZ sagte Sommer wörtlich: „Das hat mit Gewerkschaft nichts zu tun. Das ist eine Karikatur. Wenn das Schule macht, dass sich jetzt hier Arbeitgeber ihre Gewerkschaften gerade so gründen, wie sie es brauchen, dann gute Nacht, Deutschland.“

Die GNBZ will mit dem Arbeitgeberverband Neue Brief- und Zustelldienste einen Tarifvertrag mit Mindestlöhnen deutlich unter neun Euro vereinbaren. Der von der Deutschen Post dominierte Verband AGV hatte mit Verdi Mindestlöhne zwischen acht und 9,80 Euro vereinbart. Arbeitsminister Müntefering will diesen Mindestlohn für allgemeinverbindlich erklären.

Quelle: www.swr.de/report/presse/-/id=1197424/...62/1gj5dd8/index.html  
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BILD-Kampagne gegen Mindestlohn Woodstore
Woodstore:

ihr seid so ungebildet

 
29.10.07 22:02
#9
Bild will den Mindesloh nicht weil der größte deutsche private Postzusteller
PIN aus HAmburg zu 90% dem Springer Verlag gehört!


Woodstore
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Großes fällt in sich selbst zusammen: Diese Beschränkung des Wachstums hat der göttliche Wille dem Erfolg aufgelegt.
BILD-Kampagne gegen Mindestlohn Happy End
Happy End:

Sach bloß...

 
29.10.07 22:05
#10
www.ftd.de/technik/medien_internet/...rieftr%E4ger/219157.html  
BILD-Kampagne gegen Mindestlohn Happy End
Happy End:

Erfolg für BILD und PIN :-(

 
28.01.10 20:09
#11
Erfolg für private Konkurrenz
Gericht kippt Post-Mindestlohn

Der Post-Mindestlohn ist rechtswidrig - das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Donnerstag entschieden. Bei der Erstellung der entsprechenden Verordnung habe das Bundesarbeitsministerium die private Konkurrenz gravierend in ihren Rechten verletzt.

www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,674616,00.html
BILD-Kampagne gegen Mindestlohn Jäger u Sammler 1.01
Jäger u Sam.:

Jetzt weißt du warum sie Zumwinkel an die Wand..

 
28.01.10 20:14
#12
gestellt haben.
BILD-Kampagne gegen Mindestlohn Dunsany
Dunsany:

Pos. 3 ist zwar nicht nett ausgedrückt, aber in

 
28.01.10 20:47
#13
der Sache richtig. Mit dem Schröder und seiner Truppe haben die rot-grün-Verliebten mal echt ins Klo gegriffen und als Wähler und Basis totalversagt.

So ein Zusteller in der privaten Postbranche verkörpert den modernen Arbeitnehmer. Mobil, flexibel und billig.
Jetzt auch wissenschaftlich erwiesen:
Stress muss nicht krank machen
BILD-Kampagne gegen Mindestlohn rightwing

nanana ...

 
#14
... also über mindestlohn kann man mit mir durchaus diskutieren, da ich meine, dass es schlicht unanständig ist jmd. unter 6 euro in der stunde zu bezahlen. wer das nicht bezahlen will oder kann, soll von mir aus seinen laden dichtmachen. allerdings sollte man das problem schon etwas tiefer beleuchten - speziell in grenznahen östlichen regionen wäre ein mindestlohn von über 8,50 z.b. bei friseuren ein ziemliches problem. zudem fällt uns eine ganze kaste niedrigqualifizierter langsam in die sozialhilfe, da reine produktionsjobs bei uns einfach aussterben und vom billigeren ausland können wir uns einfach nicht abkoppeln. nicht zu arbeiten tut auf dauer niemanden gut und sicher hätte selbst mancher gewerkschaftsfreund einem "neuen niedriglohnsektor" zugestimmt, bei dem der staat eben fett etwas drauflegt, wäre da nicht die angst, dass dies den "regulären" tarifen den boden wegziehen würde.
im falle post und pin finde ich jedoch, das hier wieder mal der protektionismusbeauftragte des staates am werk war (wie auch bei porsche vs vw) um seinen ehemaligen staatsbetrieb vor der ungeliebten konkurrenz zu schützen.


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