Beslan: Das Video mit der Geheimbotschaft

Beiträge: 6
Zugriffe: 294 / Heute: 1
Beslan: Das Video mit der Geheimbotschaft 007Bond
007Bond:

Beslan: Das Video mit der Geheimbotschaft

 
13.09.04 21:19
#1
Das Video mit der Geheimbotschaft

In Russland ist ein Videofilm der Geiselnahme von Beslan veröffentlicht worden. Die Bilder bieten keine neuen Informationen. Aber dass es sie überhaupt gibt, straft die Informationspolitik der russischen Behörden während des Geiseldramas Lügen

AUS MOSKAU
KLAUS-HELGE DONATH

Seit Dienstagabend gibt es Bilder. Eine Videoaufzeichnung der Geiselnahme von Beslan lief am späten Dienstagabend im russischen Fernsehsender NTW in der täglichen Informationssendung "Strana i Mir" (Land und Welt). Die Aufnahmen müssen wenige Stunden nach der Besetzung der Schule am 1. September gemacht worden sein. Zwei vermummte Terroristen und eine schwarz gekleidete Geiselnehmerin mit einer Pistole sind zu sehen. Ein Zündkabel teilt die Sporthalle, in der die Kinder gefangengehalten wurden, der Länge nach in zwei Hälften. Beiderseits des Kabels hocken Kinder und Erwachsene dicht gedrängt auf dem Boden, auf dem Blutspuren zu sehen sind. Ein vermummter Terrorist macht sich in der Mitte der Halle an einem Sprengsatz oder einem Zünder zu schaffen (siehe Foto). Quer über die Halle ist zwischen zwei Basketballkörben eine Leine gespannt, an der eine Plastikbombe baumelt. Sie soll es gewesen sein, die später detonierte und damit den Sturm auf die Schule auslöste.

An der Innenwand steht ein Terrorist mit dem linken Fuß auf einem Buch, in dem sich anscheinend ein weiterer Sprengsatz befindet. Ein kleiner Junge mit erhobenen Händen starrt den maskierten Geiselnehmer an. Erstaunlich ruhig ist es, von Panik ist nichts zu spüren.

Im Hintergrund ist die Stimme eines Terroristen zu hören: "Wartet noch, bringt die Kinder noch nicht hierher, wartet, bis alle andern weggebracht sind." Ein anderer Geiselnehmer spricht leise über Handy - zu leise, um es zu verstehen.

Eines ist nunmehr klar: In der Sporthalle waren weit mehr Menschen, als der russische Krisenstab zunächst angegeben hatte. Es müssen mehrere hundert gewesen sein. NTW sprach von 1.000 Geiseln. Der Krisenstab hatte am ersten Tag der Geiselnahme 150 genannt und später 350 eingeräumt. Auch das war gelogen. Gestern wurde die endgültige Zahl von über 1.200 Geiseln bekannt gegeben.

Auf Anfrage sagte NTW, das Videoband sei dem Sender von einer "journalistischen Quelle" zugespielt worden. Das dürfte indes nicht ganz den Tatsachen entsprechen und ist darauf zurückzuführen, dass sich Journalisten in Russland einer Strafverfolgung aussetzen, wenn sie im Zusammenhang mit terroristischen Anschlägen Informationen preisgeben, die vom Geheimdienst auch im Nachhinein als gefährlich eingestuft werden können. Beobachter gehen davon aus, dass in Wirklichkeit der FSB-Geheimdienst die Aufnahmen weitergeleitet hat.

Unklar ist, seit wann die Behörden die Aufnahmen haben. Es ist schwer vorstellbar, dass sie erst hinterher in den Ruinen der Schule gefunden wurden. Von Videokassetten der Geiselnehmer war vielmehr schon während der Schulbesetzung mehrfach die Rede gewesen. Der Krisenstab behauptete damals aber, eine ihm zugespielte Kassette sei leer. Daher wüssten sie weder, was genau im Innern der Schule los sei, noch welche Forderungen die Geiselnehmer stellten. Als am Donnerstag letzter Woche, dem Tag vor dem Ende der Geiselnahme, der vom Kreml kaltgestellte Expräsident Inguschetiens, Ruslan Auschew, 26 Geiseln befreite, soll auch er eine Kassette mitgenommen und versprochen haben, sie Russlands Präsident Wladimir Putin zukommen zu lassen.

Unabhängige Printmedien zweifelten seit den ersten Stunden des Dramas nicht daran, dass der Kreml sehr früh über das Geschehen in der Schule informiert war. In der Moscow Times vermutete die bekannte Journalistin Julia Latynina gestern, Putin habe wenige Minuten nach Beginn der Besetzung die Forderungen der Terroristen auf dem Tisch gehabt. Latynina hat bereits unzählige Korruptionsskandale innerhalb der Staatsapparate aufgedeckt. Als die Terroristen die offizielle Zahl von 350 Geiseln vernahmen, schreibt sie weiter, hätten sie sich über die Desinformation geärgert und gedroht, bis auf 350 alle übrigen Geiseln umzubringen. Auch davon ließ der Kreml sich nicht beeindrucken.

So verdichten sich die Hinweise, dass der Kreml bewusst nichts unternommen hat, das Leben von Geiseln zu retten. Putin lehnt die Einrichtung einer unabhängigen Untersuchungskommission ab.
Beslan: Das Video mit der Geheimbotschaft DarkKnight
DarkKnight:

Ich glaub diesen ganzen Müll nicht.

 
13.09.04 21:28
#2
Beslan ist der 11.9. für Putin. Heute hat er verkündet, daß demokratische Rechte in den Provinzen beschnitten werden müssen und Rußland sich im Kaukasus engagieren muß.

Engagieren? Da wissen wir, was das heißt.

Wenn dieses Ding nicht FSB inszeniert wurde (und wenn nur nach dem Motto: let it happen), dann freß ich nen Besen.

Das stinkt doch weltweit alles gewaltig zum Himmel.

Offenbar hat die Politik erkannt, daß es zuviele Menschen gibt. Und da muß mal ne Hälfte weg. Am besten mit einem inszenierten dritten Weltkrieg. Aber vorher werden Rechte beschnitten und Kontrollfunktionen außer Kraft gesetzt.

Fazit: ich bin Optimist, weil ich nach wie vor denke, daß die Hälfte der Menschheit die nächsten 10 Jahre überlebt. Der Verstand sagt mir was anderes.
Beslan: Das Video mit der Geheimbotschaft 007Bond
007Bond:

Tja DarkKnight

 
13.09.04 21:47
#3
Deiner Annahme wird durch den Bericht nicht unbedingt widersprochen. Doch gibt es hierfür Beweise?
Beslan: Das Video mit der Geheimbotschaft Senf
Senf:

Wieso beherrschen die Amöben nicht die Erde??

 
13.09.04 21:51
#4
Hier einige Mitglieder des "Americans Committee for Peace in Chechenya":
Zbigniew Brzezinski, Richard Perle, Alexander M. Haig, Jr., Caspar Weinberger; die weiteren allseits bekannten Samariter *gröhl* gibt es es hier www.peaceinchechnya.org/about_members.htm

Ich glaube wenn einige von euch die Börse besuchen, dann steuern sie vermutlich zielstrebig den nächsten Papierkorb an - oder wo treffen sich die Ahnungslosen?
Tscha, manche hier müssen dir Kohle anlieferen, also: Unbeirrt weitermachen!

Da reisst der Senf auch nix mehr raus :(


 
Beslan: Das Video mit der Geheimbotschaft 007Bond
007Bond:

Putin will nach Anschlägen Moskaus Macht ausweiten

 
13.09.04 21:58
#5
Putin will nach Anschlägen Moskaus Macht ausweiten

Russlands Präsident kündigt mehr Einflussnahme in Teilrepubliken an

Der russische Präsident Wladimir Putin will seinen Einfluss in den Teilrepubliken ausbauen. Putin äußerte sich bei einer Sondersitzung von Vertretern der 89 russischen Regionen und Republiken, die als Reaktion auf die Geiselnahme von Besland einberufen worden war.

Nach den jüngsten Anschlägen will Russlands Präsident Wladimir Putin mit einer weit reichenden Machtkonzentration seinen Einfluss auf die russischen Teilrepubliken und Regionen ausdehnen und die Demokratie beschneiden. Als Reaktion auf die blutig beendete Geiselnahme in Nordossetien kündigte Putin bei einer Krisensitzung in Moskau eine "radikale" Reform der Machtstrukturen im Staat an.

Putin will seine Änderungsvorschläge bis zum Jahresende der Duma zur Abstimmung vorlegen. Vor den rund 500 Regionalvertretern machte er ein Versagen des Machtsystems für die tödliche Geiselnahme in einer Schule in Beslan Anfang des Monats verantwortlich. "Die zentralen und regionalen Machtorgane müssen einen einheitlichen und streng hierarchisch gegliederten Organismus bilden", forderte er. Dies sei "bisher nicht der Fall".

Putin äußerte sich bei einer Sondersitzung von Vertretern der 89 russischen Regionen und Republiken, die als Reaktion auf die Geiselnahme einberufen worden war. Bei dem Geiseldrama kamen nach amtlichen russischen Angaben 339 Menschen ums Leben.

Die Verantwortlichen der Regionen und Republiken sollen künftig von Putin als Staatschef vorgeschlagen und von den Regionalparlamenten gewählt werden. Bislang wurden Regionalgouverneure und Präsidenten der Republiken zumindest auf dem Papier frei und direkt gewählt.

Putin will zudem eine Änderung des Wahlrechts bei der Parlamentswahl. Künftig sollen alle 450 Sitze in der Duma mittels Verhältniswahlrecht und damit über Parteilisten vergeben werden; bislang wird die Hälfte der Abgeordneten nach Mehrheitswahlrecht bestimmt. Auf diesem Weg gelangten auch unabhängige Politiker ins russische Parlament.

Die Oppositionspartei Jabloko kritisierte Putins "verfassungswidrigen und gefährlichen" Vorstoß. Die geplante Abschaffung von Direktwahlen in den Regionen sei ein "Schlag gegen den russischen Föderalismus und Beleidigung der russischen Bürger".

Es ist nicht das erste Mal, dass Putin Machtkonzentration in seinem Sinne betreibt. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2000 hat er die politische Landschaft Russlands bereits weitgehend auf seine Ansprüche zugeschnitten und propagiert die "Vertikale der Macht", an deren Spitze er selbst steht.

Beslan: Das Video mit der Geheimbotschaft Senf

Ähem 00Genie: Und wer will Öl und Rohstoffe?

 
#6
Payroll of the CIA?

Secert mustard  


Talkforum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--