Bayerns Wildschweine strahlen noch immer

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Bayerns Wildschweine strahlen noch immer Happy End
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Bayerns Wildschweine strahlen noch immer

 
24.08.05 18:12
#1
SPIEGEL ONLINE - 24. August 2005, 16:55
URL: 
http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,371239,00.html

Tschernobyl-Unfall
 
Bayerns Wildschweine strahlen noch immer

19 Jahre nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl sind Tiere und Pflanzen in Deutschland zum Teil immer noch stark radioaktiv belastet. Bayerische Wildschweine strahlen gar immer stärker, wie das Bundesamt für Strahlenschutz jetzt herausgefunden hat.

Bayerns Wildschweine strahlen noch immer 2071932
DPAWildschwein: Manches Tier blickt in eine strahlende Zukunft
Salzgitter - Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat die Radioaktivität von Wildbret sowie von Pflanzen und Böden des Bayerischen Waldes messen lassen. Das Ergebnis: Noch immer leiden Tiere und Pflanzen unter der Strahlung, die 1986 durch den Atomreaktor-Unfall im Kraftwerk Tschernobyl freigesetzt wurde.

"Bei Wildschweinen steigt die radioaktive Belastung seit 1996 sogar wieder an", erklärte der Sprecher des BfS, Florian Emrich. Als Ursache für die Verseuchung gilt die Pilzart Hirschtrüffel, die auf dem Speiseplan von Wildschweinen steht. Rotwild sei dagegen weniger stark betroffen.

Der gemessene Mittelwert der radioaktiven Kontamination von Wildschweinfleisch im untersuchten Gebiet betrug laut BfS im vergangenen Jahr rund 6700 Becquerel Radiocäsium pro Kilogramm (Bq/kg). "Damit liegt die durchschnittliche Belastung von Wildschweinen um ein Vielfaches über dem Grenzwert zur Nahrungsmittelvermarktung von 600 Bq/kg Radiocäsium", erklärte Emrich.

Die Ursache der hohen Belastung liegt darin, dass die unter der Erde wachsenden Hirschtrüffel ein besonders guter Speicher für das radioaktive Cäsium sind, das nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl vor allem über Süddeutschland niedergegangen und langsam in tiefere Bodenschichten gewandert ist. In den Hirschtrüffeln selbst wurden im Schnitt 24.700 Bq/kg gemessen.

"Deshalb ist auch in den kommenden zwei Jahrzehnten nicht mit einem nennenswerten Rückgang der Kontamination von Wildschweinfleisch zu rechnen", sagte Emrich.

Deutlich niedriger belastet sind laut BfS dagegen Rehe und Rothirsche. Während bei Rothirschen mittlerweile der gesetzliche Grenzwert für die Vermarktung in der Regel unterschritten wird - 2003 übertraf keine Probe den Wert von 600 Bq/kg Radiocäsium -, betrug der bei Rehen gemessene Mittelwert im vergangenen Jahr noch 530 Bq/kg, mit deutlich höheren Werten im Herbst. Rehe ernähren sich in größerem Maße von höher kontaminierten Grünpflanzen wie Farnen und, je nach Jahreszeit, unterschiedlichen Pilzarten.

Wer für sich persönlich die Strahlenbelastung so gering wie möglich halten möchte, sollte nach Ansicht des BfS auf den Verzehr von vergleichsweise hoch kontaminierten Pilzen und Wildbret verzichten. Es sei aber "nicht dramatisch" wenn man gelegentlich ein Wildschwein-Gericht esse, sagte Emrich. Zudem seien Wildschweine aus anderen Gegenden Deutschlands weniger belastet.

Bayerns Wildschweine strahlen noch immer utscheck
utscheck:

:-)

 
24.08.05 18:24
#2
Kein Wunder, dass dort unten Schwarz gewält wird, wenn das Schwarzwild derart stark belastet ist...Das würde auch das unterschiedliche Wahlverhalten von Land- und Stadtbevölkerung erklären, ich zumindestens habe in München beim Italiener noch nie Wildschwein auf der Karte gesehen *ggg

Guten Appetit
utscheck
Bayerns Wildschweine strahlen noch immer Scontovaluta
Scontovaluta:

Gegenläufig zum physikalischen Verdünnungseffekt

 
24.08.05 18:42
#3
(Zerfall) oder auch der Einschwemmung in tiefere Erdschichten ist nun mal der Speicher- oder  Anreicherungseffekt bestimmter biologischer Organismen. Die hier genannten Pilze reichern mit ihrem weitverzweigten Mycelnetz Cäsium an, bevor es dann in die Fruchtkörper ("Pilze") gelangt. Zwischen radioaktivem und strahlungslosem Cäsium wird da nicht unterschieden. Die sauren Waldböden sind sehr cäsiumarm, was die Pilze zu besonders effektiven Speicherorganismen hat werden lassen.

Bleibt für radioaktives Cäsium noch der biologische Verdünnungseffekt, der auch bei den Wildschweinen und deren Fressfeinden zu beobachten ist. (Hinzu kommen noch Organismen, welche die Verdauungsprodukte oder auch die Kadaver verendeter Wildschweine verwerten.)

Es zeigt sich, dass die Gefahr bei Nutzung der Kernenergie in der Verbreitung radioaktiver Stoffe besteht. Da kann die Technik so gut sein wie sie will, aufkonzentriertes, radioaktives Material sollte der Mensch da lassen wo es ist, und unterlassen es abzubauen und in verdünnter Form (immer noch hochgiftig) zu verbreiten oder einzulagern.
Bayerns Wildschweine strahlen noch immer KTM 950
KTM 950:

Bei Cäsium hast du aber

 
24.08.05 18:59
#4
den Vorteil, dass es nur eine Halbwertzeit von 30,2 Jahren hast.
Also die Wildsau nur Lange genug einfrieren. Deine Ururenkel nehmen dann etwa nur 12,5 % der Strahlenbelastung wie du zu sich.
Bayerns Wildschweine strahlen noch immer Scontovaluta
Scontovaluta:

Die Halbwertszeit besagt nur,

 
24.08.05 19:13
#5
dass nach einer bestimmten Zeit die Hälfte der strahlenden Teilchen zerfallen ist und ihre Strahlung, die ja unter anderem die Erbmasse schädigt, abgegeben haben. Da können 12,5% immer noch viel zu viel sein.

Da tut man seinen Urenkeln schon den größeren Gefallen, wenn man das Fleisch jetzt selbst verzehrt, von da an möglichst auf die Fortpflanzung verzichtet (sonst werden sie Missgeburten) und hofft, möglichst viel Strahlung mit ins Grab (Endlager) zu nehmen.

Bayerns Wildschweine strahlen noch immer KTM 950
KTM 950:

Interessante Betrachtungsweise

 
24.08.05 19:33
#6
aber erklär das mal den Wildschweinen, die haben jedes Jahr einen Wurf mit 5 bis 8 Frischlingen. Die interessiert die Halbwertzeit einen Scheissdreck.

Aus deiner Sicht dürfte sich dann ein Bayer aus dem Bayerischen Wald nicht mehr fortpflanzen, die stehen nähmlich auf Schwammerlsoße zum Schweinsbraten und die Schwammerl sind nun mal belastet.

Hmm, das wäre ja ein Fiasko für die CSU, wenn sich die ach so gscheiten Wähler im Bayerischen Wald nicht mehr vermehren und ihre Wähler langsam aber sicher aussterben.

:-)))

Bayerns Wildschweine strahlen noch immer Scontovaluta
Scontovaluta:

Fazit: Die Pilze reichern das Cäsium

 
24.08.05 20:08
#7
wieder an, das sich eigentlich mit dem Regenwasser ins tiefere Erdreich verabschieden will. Das Schwarzwild frißt diese eben diese Strahlenbomben gern und reichert somit ebenfalls Cäsium an.

Man sollte also die Jagd auf das Schwarzwild auf längere Zeit einstellen. Ja, im Gegenteil, man sollte dem Schwarzwild verstärkt Gelegenheit bieten, sich mal richtig ordentlich zu vermehren und dann warten, bis alle diese Pilze aufgefressen sind.

Die Schweinderln kann man dann irgendwo endlagern.  
Bayerns Wildschweine strahlen noch immer zombi17

Ihr solltet euch Premiere anschaffen, Jungens

 
#8
Nicht wegen den dusseligen Filmen oder den hervorragenden Sportübertragungen, sondern wegen Geschichte und Discovery.
Letztens war eine Doku über das Wettrüsten mit nuklearen Material zu sehen. Das ging nur bis zur Äera Kennedy, aber selbst das war schon hammerhart. Die ganze Scheisse, die auf dieser Welt passiert, kommt nicht von ungefähr.
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