Bausparen II

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Bausparen II kunibert
kunibert:

Bausparen II

 
05.07.03 16:07
#1
Die Vorteile der höheren Bausparzinsen

Experte: Nicht nur ans günstige Darlehen denken

Bremen -  Nach den schlechten Erfahrungen mit der Börse haben sichere Geldanlagen wieder Konjunktur. Von diesem Trend profitiert nicht zuletzt das Bausparen, das derzeit regelrecht boomt. Doch Verbraucherschützer raten zum Rechnen. Arno Gottschalk von der Bremer Verbraucherzentrale: "Es ist zu befürchten, dass viele Verträge ohne ausreichende Überlegung abgeschlossen werden."

Bausparen ist nicht gleich Bausparen. Es gibt Tarife, die darauf ausgelegt sind, dass später ein zinsgünstiges Darlehen aufgenommen wird. Bei diesen Angeboten ist der Guthabenzins in der Ansparphase sehr niedrig und liegt meist nur bei 1,5 bis 2, Prozent.

Es gibt aber auch Tarife, die eine höhere Guthabenverzinsung ermöglichen. Sie sind meist so gestaltet, dass die Bausparkasse bei einem Darlehensverzicht einen Bonus zahlt und mitunter auch die Abschlussgebühr erstattet. Hier kann eine Verzinsung von fast fünf Prozent erzielt werden; inklusive staatlicher Förderung sind sogar Renditen von mehr als sechs Prozent möglich.

Die Unterschiede sind erheblich. Wer etwa einen Bausparvertrag über 50 000 Euro achteinhalb Jahre mit einer Monatsrate von 200 Euro anspart, besitzt bei einem Prozent Abschlussgebühr, neun Euro jährlicher Kontogebühr und 1,5 Prozent Zins am Ende 21 303 Euro Guthaben. Bei fünf Prozent Guthabenzins und Erstattung der Abschlussgebühr beläuft sich das Guthaben auf 25 189 Euro - fast 20 Prozent mehr.

Deshalb müssen die Weichen gleich richtig gestellt werden. Wer von vornherein weiß, dass er später das Darlehen nicht in Anspruch nehmen wird, sollte auf einen möglichst hohen Zins und die Erstattung der Abschlussgebühr achten. Aber auch die echten Bausparer, die den Grundstein für eine Eigenheimfinanzierung legen möchten, sollten überlegen, ob dies nicht auch der bessere Weg für sie ist. Gottschalk rechnet nach: "Durch den höheren Ertrag in der Ansparphase besitzen sie mehr Eigenkapital und müssen weniger Kredit aufnehmen. Im obigen Beispiel führt das dazu, dass das Bauspardarlehen mit 4,25 Prozent Kreditzins nur dann günstiger wäre, wenn - bei gleicher Monats-Kreditrate - ein Hypothekendarlehen effektiv 7,8 Prozent an Zinsen kosten würde." Deshalb hätte sich in den zurückliegenden acht Jahren diese Variante des Bauspardarlehens durchgängig nicht gelohnt.

"Viele Bausparer glauben, dass der niedrige Kreditzins eines Bauspardarlehens eine niedrige monatliche Belastung bedeutet." Das Gegenteil ist der Fall, warnt der Bremer Spezialist. Weil Bauspardarlehen meist in acht bis elf Jahren zurückgezahlt werden, ist die Tilgung erheblich höher als bei einem Hypothekendarlehen, bei dem die Rückzahlung auf rund 30 Jahre gestreckt werden kann.  ddp


Artikel erschienen am 5. Jul 2003
Bausparen II kunibert
kunibert:

Der Weg zu günstigen Baugeld-Konditionen

 
05.07.03 16:10
#2
Der Weg zu günstigen Baugeld-Konditionen

Berlin -  Die Zinsen für Baudarlehen sind so niedrig wie nie zuvor: Bekamen Häuslebauer für Hypothekenkredite mit zehnjähriger Laufzeit noch Anfang der neunziger Jahre im Schnitt Zinssätze von 8,3 Prozent aufgebrummt, verlangen die Banken derzeit weniger als fünf Prozent; Darlehen mit fünfjähriger Laufzeit sind sogar für knapp vier Prozent zu haben. Gut für alle, die jetzt einen neuen Kredit brauchen - doch diese günstigen Konditionen können sich auch all jene Bauherren sichern, bei denen die Anschlussfinanzierung laufender Verträge erst noch fällig wird.


Schon bis zu drei Jahre vor Auslaufen eines Kredits kann mit der Bank über ein Anschlussdarlehen verhandelt werden. "Vorher lohnt sich ein Blick ins Internet, um die Konditionen von Discountern und Direktbanken zu vergleichen", rät Jörg Sahr von der Stiftung Warentest/Finanztest. Wer für eine Anschlussfinanzierung keinen hohen Beratungsbedarf mehr habe, für den sei ein Wechsel zu einer Direktbank womöglich attraktiv.


Für den vorzeitigen Ausstieg aus teuren Krediten gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten: Eine Umschuldung, ein Kredit mit Bereitstellungszinsen oder ein so genanntes Forward(Vorwärts)-Darlehen. Je nach Ausgangslage können alle drei Varianten sinnvoll sein:


Bei der Umschuldung wird der alte Kredit vorzeitig gekündigt und sofort ein neuer aufgenommen. Das geht aber nur mit Einwilligung der Bank - "und die lässt sich ihren Zinsverlust meist fürstlich bezahlen", weiß Sahr. Die so genannte Vorfälligkeitsentschädigung ist Verhandlungssache und wird von jeder Bank anders berechnet, doch muss der Kunde mindestens ebenso viel ausgeben, wie er mit dem neuen Zinssatz spart. Lohnen kann sich die Umschuldung dann, wenn die Laufzeit des neuen Darlehens deutlich länger ist als die Restlaufzeit des alten - und wenn bis zum Ablauf des alten Kredit mit steigenden Zinsen zu rechnen ist.


Ein Bereitstellungskredit wird parallel zum laufenden Altvertrag abgeschlossen und kostet Geld, solange er nicht abgerufen wird: Spätestens ein Vierteljahr nach dem Abschluss kassiert die Bank für jeden weiteren Monat "Leerlauf" ,25 Prozent der Kreditsumme als Bereitstellungszinsen. Sobald der alte Kredit abgelaufen ist, wird der neue zum zuvor vereinbarten Hypothekenzinssatz wirksam. Beträgt die Restlaufzeit des alten Kredits aber noch mehr als ein Jahr, werden Bereitstellungskredite in der Regel nicht mehr gewährt.


Bei einem Forward-Kredit werden ebenfalls die derzeit günstigen Zinsen für einen späteren Zeitraum festgeschrieben, doch kostet dieser Kredit nichts, solange das alte Darlehen noch läuft. Dafür erhöhte sich der vereinbarte Zinssatz mit jedem Monat des Vorlaufs um rund ,025 Prozent. Wer also einen Forward-Kredit mit einem Jahr Vorlauf vereinbart, muss später statt 4,9 Prozent rund 5,2 Prozent Zinsen zahlen; bei drei Jahren erhöht sich der Satz auf 5,8 Prozent. Ärgerlich wird es allerdings, wenn der marktübliche Zinssatz im selben Zeitraum dann nicht auch gestiegen ist.  AFP


Artikel erschienen am 5. Jul 2003
Bausparen II Fundi

Bausparen ist eigentlich nur in Hochzinsphasen

 
#3
sinnvoll, da die Bausparkredite langfristige meist um die 4.5 - 5 % lagen. Bei früheren Hypothekendarlehen von 7, 8 oder mehr Prozent war dies ein Vorteil. Mittlerweile gibt's die 4 % aber schon ohne Ansparphase. Eigentlich gibt's also keinen Grund mehr fürs Bausparen.

Gruß
Fundi


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