Banken rechnen mit "richtigem Aufschwung"

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Banken rechnen mit
EinsamerSam.:

Banken rechnen mit "richtigem Aufschwung"

3
23.01.06 15:23
#1
Banken rechnen mit "richtigem Aufschwung"

Erstmals seit 2000 kann die Wirtschaft in Deutschland im laufenden Jahr mit einem "richtigen Aufschwung" rechnen. "Nach einem recht mageren Wirtschaftswachstum von knapp einem Prozent im vergangenen Jahr rechnen wir 2006 mit einer Wachstumsrate von rund 1,5 Prozent", sagte Manfred Weber, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Banken (BDB) am Montag in Berlin bei der Vorstellung des Konjunkturberichts für Januar.

In den vergangenen Monaten hätten sich die Frühindikatoren "auf breiter Basis" verbessert. Zudem verzeichne die Industrie mehr Aufträge. Neben einer weiterhin starken Nachfrage im Export werde auch mehr Geld für Ausrüstung ausgegeben, hieß es weiter. Am Arbeitsmarkt seien "erste Lichtblicke" zu erkennen.

Höhere Mehrwertsteuer Hoffnung und Risiko

Aufgrund der genannten Faktoren und unterstützt durch vorgezogene Käufe wegen der für 2007 angekündigten Mehrwertsteuererhöhung sei mit einer "schrittweisen Belebung des privaten Konsums" zu rechnen. Als Risikofaktoren für die Konjunktur im laufenden Jahr machte der Verband die Ölpreisentwicklung und die Aufwertung des Euro zum Dollar.

Kritik übte Manfred Weber an der Art und Weise der für 2007 geplanten Erhöhung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte. Das könne zu einer "extremen Belastung der Binnennachfrage" führen. Wenn eine Steuererhöhung überhaupt notwendig sei, solle sie gestaffelt erfolgen. "Starke Nachfrageschwankungen und die damit verbundenen Anpassungskosten" könnten so verringert werden, hieß es weiter.

Exportwachstum schwächte sich ab

Nach Einschätzung der Bundesbank hat sich der Aufschwung der deutschen Wirtschaft Ende vergangenen Jahres verlangsamt. "Insgesamt dürfte sich das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal 2005 gegenüber der kräftigen Zunahme im dritten Jahresviertel nach den bisher vorliegenden Daten saison- und kalenderbereinigt wieder merklich verringert haben", heißt es in dem am Montag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht Januar der Bundesbank.

Die Notenbank bestätigte damit die ersten Prognosen des Statistischen Bundesamts vor zwei Wochen. Nach Angaben der Statistiker lag das Wachstum im vierten Quartal "unter 0,4 Prozent". Im dritten Quartal hatte die Wirtschaft noch um 0,6 Prozent zum Vorquartal zugelegt. Für die Entwicklung hätte unter anderem ein schwächeres Exportwachstum sowie eine impulsloser privater Konsum gesorgt.

Hingegen sei die Industrieproduktion im Oktober und November deutlich gestiegen, berichten die Volkswirte. "Insgesamt verspricht die Auftragsentwicklung in der Industrie kräftige Impulse für die gesamtwirtschaftliche Produktion".

Quelle: N24.de, Netzeitung

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Der Einsame Samariter

Banken rechnen mit richtigem Aufschwung 2348502
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B Ghost:

Defintion der Rezession war nicht alles unter 1,7%

 
23.01.06 15:45
#2
Wachstum, wenn ich mich recht entsinne??

Oder wurde das inzwischen umdefiniert?

Sind unsere Ansprüche so weit gesunken?
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AHA

 
#3

Rezession oder nicht Rezession?

Eine Frage der Definition. Die Unterschiede zu den Rezessionsjahren 1982 und 1993 sind jedoch bemerkenswert


Das Statistische Bundesamt hat uns zum Wochenende mit einer guten und einer schlechten Nachricht überrascht. Die gute zuerst: Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 2001 nicht bei 0,6 Prozent, sondern bei 0,8 Prozent. Na ja, das ist lange her, und eigentlich interessiert es uns heute nicht mehr. Die schlechte Nachricht ist aktueller: Im zweiten Vierteljahr 2003 ging das BIP im Vergleich zum ersten Vierteljahr um 0,1 Prozent zurück. Mit anderen Worten: Die deutsche Wirtschaft schrumpft – und das seit einem halben Jahr. Denn schon im ersten Vierteljahr 2003 war die Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent zurück gegangen.

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Heißt das nun, dass Deutschland in der Rezession steckt? Das ist eine Frage der Definition. In Deutschland war es bis vor kurzem üblich von Rezession zu sprechen, wenn die Wirtschaft am Ende eines Jahres geschrumpft war; gebräuchlich war dafür auch der Ausdruck vom negativen Wachstum. In diesem Fall müsste man also abwarten, ob das Wachstum im zweiten Halbjahr 2003 so stark ist, dass für das gesamte Jahr noch eine positive Rate zustande kommt und damit die Rezession vermieden wäre. Die Amerikaner definierten den Begriff Rezession dagegen stets anders: Wenn die Wirtschaft zwei Quartale hintereinander schrumpft, dann ist die Rezession da. Da sich dieser Gebrauch des Begriffs auch unter Deutschlands Ökonomen durchsetzt, lässt sich also sagen: Die deutsche Wirtschaft steckt in der Rezession.

Rezession oder nicht Rezession – das ist nicht die entscheidende Frage. Beunruhigender ist die Tatsache, dass die deutsche Wirtschaft nun schon im dritten Jahr fast nicht mehr wächst, sie also von einer ungewöhnlich langen Stagnation gelähmt wird. Das ist ein neues Phänomen. Bisher konnte man sich in aller Regel auf einen Zyklus verlassen, also ein ziemlich regelmäßige Auf und Ab. Beispiel 1982: Da schrumpfte das BIP um ein Prozent, doch schon im Jahr darauf lag die Wachstumsrate wieder bei 1,9 Prozent, zwei Jahre danach bei 3,1 Prozent. Auch 1993 schrumpfte die (nun schon gesamtdeutsche) Wirtschaft wieder, diesmal um 1,2 Prozent. Aber 1994 lag die Wachstumsrate wieder bei 2,7 Prozent. Aufschwung und Abschwung folgten in ziemlich regelmäßigem Abstand aufeinander, und das lässt sich heute nicht mehr beobachten. Die Furcht ist also nicht unbegründet, dass - ähnlich wie in Japan nun schon seit langem - die deutsche Wirtschaft mit bestenfalls minimalem Wachstum leben muss.

Noch etwas hat sich grundlegend verschoben: Der Sockel der Arbeitslosigkeit wird immer höher. Mit anderen Worten: Geht eine Schwächephase zu Ende, kehrt die Arbeitslosigkeit nicht mehr auf das Niveau zurück, das sie vor dem Konjunktureinbruch hatte. Die Arbeitslosenquote steigt (mit geringen Variationen) kontinuierlich an. Am Ende der Rezession Anfang der achtziger Jahre lag sie bei 8,2 Prozent, ging bis 1991 auf 5,7 Prozent zurück (wobei der Effekt der Wiedervereinigung ausgeblendet ist) und liegt allein für Westdeutschland nun schon seit Jahren über acht Prozent. Hier liegt das zentrale Problem der wachstumsschwachen deutschen Wirtschaft: Selbst wenn es im zweiten Halbjahr 2003 wieder aufwärts geht, entstehen nicht genügend Arbeitsplätze, um die Zahl der Arbeitslosen nennenswert zu reduzieren.

(c) DIE ZEIT

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