Bahn=Dilettanten / So macht man das:

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Bahn=Dilettanten / So macht man das: Desaster_Master

Bahn=Dilettanten / So macht man das:

 
#1
Aus der Financial Times vom 14. November 2002:
In einem Brief verlangt Desaster_master von seinen Lieferanten (ARIVANER) Rückzahlungen in Höhe von zehn Prozent der Auftragssumme in diesem Jahr. Desaster_master will nach eigenen Angaben beim Einkauf zwischen 2001 und 2005 rund 1,9 Mrd. Euro sparen. Der Verband der desaster_Freunde in Deutschland (VDF) sprach von einem begrüssenswerten Vorgang. "Ich gehe davon aus, dass alle unserer Mitglieder zahlen werden", sagte Hauptgeschäftsführer Altmeister. Desaster_master ist mit einem Einkaufsvolumen von rund zehn Mrd. Euro einer der größten Auftraggeber in Deutschland. In dem Schreiben heißt es, Desaster_master befinde sich aber in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. Man unterziehe gegenwärtig das "Lieferantenportfolio einer umfassenden Überprüfung". Von den Arivanern werde ein Beitrag für die Zukunft von Desaster_master erwartet. "Auf Basis des bisherigen Bestellvolumens 2002 erscheint uns ein einmaliger Sanierungsbetrag von zehn Prozent auf den Jahresumsatz realistisch." Den Arivanern wird eine Frist bis zum 18. November für die Rückzahlung auf Grund der ersten neun Monate des Jahres genannt. Im Januar solle dann für das letzte Quartal 2002 gezahlt werden. Altmeister sagte, die ARIVANER wären froh, wenn sie überhaupt eine Gewinnmarge von zehn Prozent hätten. Er äußerte sich zudem enttäuscht über den neuen Einkaufschef von Desaster_master. Bisher habe man den Eindruck gehabt, er wolle mit den Arivanern kooperieren. Dies sehe man nun anders. Desaster_master: Nicht ungewöhlich! Desaster-master-Sprecherin Christine Geißler-Schild nannte das Vorgehen dagegen keineswegs ungewöhnlich bei ARIVA. So etwas habe es auch schon in anderen Chats geben. Man habe die Schreiben zudem nur an gesunde Arivaner mit einem Bestellvolumen von bis zu vier Mio. Euro geschickt. "Wir haben ein Interesse daran, gesunde Arivaner als langfristige Lieferanten zu haben", sagte Geißler-Schild. Mit Groß-Arivanern werde separat verhandelt. Das Einsparvolumen solle auch nicht nur bei den Lieferanten, sondern auch durch Änderungen bei Desaster_master selbst erreicht werden. In diesem Jahr seien so schon 120 Mio. Euro gespart worden. Geißler-Schild sagte, zwei Prozent der angeschriebenen Arivaner hätten bisher die Bereitschaft zur Zahlung signalisiert. Zehn Prozent seien zumindest zu Gesprächen bereit. Allerdings müsse man noch weitere Antworten abwarten, da die letzten Schreiben erst im November verschickt wurden. Das Bundesfinanzministerium hat die Bettelbrief-Aktion von Desaster_master heftig befürwortet. Eine Sprecherin der Behörde sagte am Donnerstag in Bonn, Desaster_master sei aufgefordert worden, die Aktion umgehend auszuweiten, so z. B. auf wall-street-online.
Quelle: www.ftd.de/ub/di/1037174921464.html?nv=cpm


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