Aussichten für den Dax hellen sich auf

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Aussichten für den Dax hellen sich auf bammie

Aussichten für den Dax hellen sich auf

 
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Anleger richten nun Blicke auf US-Arbeitsmarktdaten

Aussichten für den Dax hellen sich auf


Unterstützt von der jüngsten Entspannung beim Ölpreis hat der Deutsche Aktienindex am Donnerstag (Dax) die psychologisch wichtige Marke von 3800 Punkten übersprungen. Das Börsenbarometer stieg am Vormittag um 0,9 Prozent auf 3822 Zähler.

HB FRANKFURT. „Der Ölpreis ist und bleibt der entscheidende Faktor für die Entwicklung der Aktienkurse“, fasste ein Händler die Marktmeinung zusammen. „Allerdings tragen auch die positiven Zahlen der Finanzkonzerne Fortis und Swiss Re zur guten Stimmung bei. Außerdem haben sich die Aussichten für den Dax etwas aufgehellt, da wir nach mehreren vergeblichen Anläufen die Marke von 3800 Punkten endlich geknackt haben.“

Auch die charttechnische Lage helle sich zunehmend auf: Die 3 800er-Marke habe der Dax zum Start "dynamisch" übersprungen. Sollte sich das Börsenbarometer darüber etablieren, rücke der Widerstand bei 3 859 Zählern in den Blick. Nach unten sei der Leitindex bei 3 749 Stellen abgesichert.

Die Terminkontrakte auf die beiden führenden Öl-Sorten Brent und Crude Light kosteten zuletzt 40,90 Dollar und 43,79 Dollar je Barrel (159 Liter). In der Vorwoche hatten sie mit 45,15 beziehungsweise 49,40 Dollar Rekordmarken markiert. Einen Anschlag auf acht Öl-Leitungen nahe der südirakischen Metropole Basra sahen Börsianer zunächst gelassen, da unklar blieb, ob die irakischen Ölexporte hiervon gestört würden. Ein hoher Ölpreis schmälert das frei verfügbare Einkommen der Verbraucher und verteuert für die Unternehmen Produktion und Transport von Waren. Daher gilt er als Wachstumsbremse.

Praktisch ohne Einfluss auf die Aktienkurse blieb der weitgehend im Rahmen ausgefallene Ifo-Geschäftsklimaindex. Dieser fiel im August auf 95,3 Punkte von 95,6 Zählern im Vormonat. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Rückgang auf 95,1 Stellen gerechnet. Das Konjunkturbarometer spiegelt die Erwartungen der Unternehmen für die wirtschaftliche Entwicklung der kommenden Monate wieder.

Die Anleger richteten nun ihre Blicke auf die Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten, von denen sie sich Hinweise auf die Entwicklung der weltgrößten Volkswirtschaft erhofften. Experten sagen für die vergangene Woche einen leichten Anstieg der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe auf 335 000 von 331 000 in der Vorwoche voraus.

Mit einem Plus von 1,9 Prozent auf 9,71 Euro befanden sich die Titel der Lufthansa an der Spitze der Dax-Gewinner und setzten damit ihre jüngst begonnene Erholung fort. Die Aktien der Fluggesellschaft waren im Zuge der Verteuerung des Rohöls in den vergangenen Wochen unter besonders starken Verkaufsdruck geraten.
Gefragt waren außerdem die Papiere von Infineon, die sich um 1,2 Prozent auf 8,42 Euro verteuerten. Der Speicherchip-Hersteller hatte am Dienstag seine Prognose für das Branchenwachstum angehoben. Parallel dazu zogen die im TecDax gelisteten Aktien des Chip-Zulieferers Süss Microtec 4,4 Prozent auf 5,89 Euro an.

Im MDax richteten sich die Blicke unter anderem auf Merck. Der Pharma- und Chemiekonzern hatte am Morgen die Übernahme eines Großteils des skandinavischen Generika-Geschäfts des US-Konkurrenten Pfizer bekannt gegeben. Die Merck-Aktien stiegen um 0,5 Prozent auf 42,84 Euro.

Einen Kurssprung von elf Prozent auf 2,42 Euro verbuchten die im SDax gelisteten Aktien von EM.TV. Das Medienunternehmen hatte auf Grund von Sondereffekten im ersten Halbjahr schwarze Zahlen geschrieben und seine Ziele für das Gesamtjahr konkretisiert.


HANDELSBLATT, Donnerstag, 26. August 2004, 11:36 Uhr



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