Aus Mist mach Biogas in Erdgasqualität!

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Aus Mist mach Biogas in Erdgasqualität! quantas
quantas:

Aus Mist mach Biogas in Erdgasqualität!

 
20.10.05 10:49
#1

60 Bauern liefern Mist

In Inwil wird eine Biogas-Grossanlage erstellt

60 Landwirte beteiligen sich an einer Biogas-Grossanlage in der Luzerner Gemeinde Inwil. Mit Gülle, Mist und Grünabfällen soll ab Anfang 2007 Biogas in Erdgasqualität produziert werden. Die Produktionsmenge soll einer Million Liter Benzin entsprechen.

(sda) In der Luzerner Gemeinde Inwil soll ab Frühjahr 2007 aus Gülle und Mist Biogas produziert werden. Der Treibstoff wird unter dem Namen «SwissFarmerPower» vermarktet. An der Anlage sind unter anderen über 60 Bauern aus der Region beteiligt.

Die Gülle der Landwirte wird - teilweise über ein bestehendes Leitungsnetz - direkt in die Anlage in Inwil gepumpt. Dort sollen laut einer Medienmitteilung vom Mittwoch jährlich gegen 40'000 Tonnen Gülle und Mist sowie Grünabfälle und andere organische Stoffe verarbeitet werden.

Biogas mit Erdgasqualität

Aus dem Material wird Biogas gewonnen, auf Erdgasqualität aufbereitet und ins Netz von «ewl energie wasser luzern» eingespeist. Die jährliche Produktionsmenge entspricht einer Million Liter Benzin oder Diesel; damit können über 1000 Erdgasfahrzeuge mit einer jährlichen Fahrleistung von 10'000 km betrieben werden.

In einem weiteren Schritt wird die Gülle zu einem hochwertigen Dünger aufbereitet. Dieser kann im Ackerbau als Ersatz für importieren Mineraldünger eingesetzt werden.

Erste Produktionsanlage in Europa

Es handle sich um die erste Produktionsanlage in Europa, die CO²- neutralen Treibstoff aus Gülle produziere, gaben die Initianten am Mittwoch bekannt. Realisiert wird das Projekt unter Federführung von Innovations Transfer Zentralschweiz (ITV).

 
 
 

 http://www.nzz.ch/2005/10/19/il/newzzEEZMF4NR-12.html

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Holzenergie wird interessanter

 
22.10.05 07:51
#2
Hoher Ölpreis sorgt für Umdenken
Holz als Energieträger erfreut sich bei privaten Investoren einer steigenden Nachfrage. Trotz höheren Investitionskosten lassen sich immer mehr Hausbesitzer eine moderne Holzfeuerungsanlage einbauen – oder heizen ihren Cheminée-Ofen wieder ein.  

Weit über 600'000 Holzfeuerungsanlagen, vom rustikalen Kachelofen über moderne Schwedenofen bis hin zu leistungsfähigen Schnitzelfeuerungen gibt es in der Schweiz. Gebraucht wurden in den letzten Jahren längst nicht alle. Viele Cheminée-Öfen wurden mehr zwecks Gemütlichkeit von Zeit zu Zeit in Betrieb gesetzt, als um die Wohnung zu heizen.

Diesen Winter dürfte sich in dieser Beziehung einiges ändern. Die rekordhohen Ölpreise führen zu einem Umdenken, sagt Daniel Keel von Holzenergie Schweiz. Werden die Cheminées und Schwedenöfen zusätzlich eingesetzt, lässt sich der Energieverbrauch der Heizung massiv senken.

Produzenten ausgebucht
Neben dem vermehrten Einsatz bestehender Heizungen würden aber auch  private Bauherren statt einer Ölfeuerung vermehrt eine Holzfeuerung einbauen. Momentan seien die meisten Produzenten von Holzfeuerungsanlagen ausgebucht, sagte Keel. Für Einfamilienhäuser besonders geeignet sind die Pellet-Feuerungen. Dank der wesentlich höheren Energiedichte benötigen Holzpellets viermal weniger Raum als Holzschnitzel und können so auch in einem kleineren Raum gelagert werden.

Ob die Nutzung von Holz als neue oder zusätzliche Energiequelle statistisch messbar zunimmt, kann momentan aber noch nicht gesagt werden. Im vergangenen Jahr wurden etwas mehr als 2,6 Millionen Kubikmeter Energieholz genutzt. Das Potenzial an nachwachsendem Holz für Energiezwecke wäre aber doppelt so gross.

Bewirtschaftung schwierig

Der Anteil von Holz am Gesamtenergiemarkt liegt heute bei bescheidenen 2,5 Prozent, umgerechnet auf Wärmeenergie sind es 5 Prozent. Schon vor Jahren wurde vom Bundesamt für Energie das Ziel postuliert, diese Zahlen zu verdoppeln. Nur: Der Wald wächst vor allem in den schwer nutzbaren Bergregionen nach, wo eine Bewirtschaftung ökonomisch kaum möglich ist.  

Trotz dem wachsenden Interesse an Energieholz stagnieren die Holzpreise weiterhin auf einem sehr tiefen Niveau. Einzig beim Stückholz, das rund zwei Jahre gelagert werden muss, zeichnet sich laut Keel bei einigen Forstbetrieben eine Verknappung ab. Bei den Holzpellets dagegen herrsche auf dem Markt momentan sogar ein Überangebot, da die Nachfrage mit dem Angebot noch nicht standhält.

 


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Heizen mit Holzpellets

 
22.10.05 07:54
#3
Fahrzeugbau-Unternehmen substituiert 100 000 Liter Heizöl

Die vorab durch den Bau von Grossfahrzeugen bekannte Hess AG in Bellach bei Solothurn hat eine konventionelle Ölheizung durch die grösste Holzpellets-Heizzentrale der Schweiz ersetzt. Die Anlage mit einer Leistung von 640 Kilowatt liefert jährlich 800 000 Kilowattstunden Wärme - genug für 50 Einfamilienhäuser - und beheizt etwa 1200 Quadratmeter Fläche. Der Verbrauch beträgt 200 Tonnen Pellets pro Jahr; dadurch werden rund 100 000 Liter Heizöl substituiert.

Lieferantin der Pellets ist die AEK Pellet AG in Balsthal, ein Unternehmen der AEK-Gruppe, die früher als Gesellschaft des Aare- und Emmen- kanals vorab in der Produktion und Verteilung von Elektrizität tätig war. Mit der AEK Energie AG besteht ein Contracting-Vertrag für 15 Jahre. Ihr gehört die Anlage, sie kam für die Investition von 260 000 Franken auf - abzüglich 54 000 Franken Förderbeitrag des Kantons Solothurn -, und sie ist dauernd für den Betrieb, den Unterhalt und die Optimierung verantwortlich. Geschäftsführer Alex Naef bestätigte, dass die Firma Hess in erster Linie am Endprodukt Wärme interessiert sei; das Contracting habe sie vom Investitions- und vom Betriebsrisiko befreit, und sie benötige auch kein Personal für den Unterhalt mehr.

Der für das Contracting zuständige Leiter der Pellet-Herstellerin, Walter Wirth, sieht für diesen Brennstoff einen zukunftsfähigen Markt, auch unter ökonomischen Gesichtspunkten. Der Preis pro Tonne Pellets liege derzeit zwischen 240 und 270 Franken, also deutlich unter den 380 Franken, die einem Heizölpreis von 80 Franken pro 100 Liter entsprächen. Die Einsparung an Brennstoffkosten beträgt 27 000 Franken im Jahr, und bei der Einführung der CO2-Abgabe kämen nochmals 9000 Franken dazu. Zudem wird der Ausstoss von CO2 um 265 Tonnen vermindert. Die AEK Pellet AG stösst nach den Ausführungen von Wirth mit 25 000 Tonnen schon bald an die Grenze der Produktion. Sie ist deshalb daran interessiert, dass in Luterbach bei Solothurn ein Grosssägewerk entsteht und den nötigen Rohstoff - Restholz von Schweizer Betrieben - liefert. Ebenfalls geplant ist eine Wärmezentrale.

 
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Zunehmende Nachfrage

 
22.10.05 08:08
#4
Pionierbetrieb in Unterstammheim hat Produktion verdoppelt
Angesichts der hohen Heizölpreise und aus Umweltschutzgründen werden aus Sägemehl hergestellte Holz-Pellets als Brennstoff immer beliebter. Die Konrad Keller AG in Unterstammheim, die im Jahre 2001 als erster Holzverarbeitungsbetrieb der Schweiz mit der Herstellung von Holz-Pellets begann, hat die Produktion mittlerweile auf 4000 Tonnen pro Jahr verdoppelt und wird diese im nächsten Jahr weiter ausbauen.

Es gibt gemütlichere Arbeitsplätze als derjenige des Produktionsleiters Paul Hildbrand. Sofern er nicht gerade eine Panne beheben muss und die Produktion stillsteht, ist der Lärm im Raum gewaltig, und Sägemehl rieselt einem unaufhörlich auf den Kopf. Schauplatz des Geschehens ist die Pelletier-Anlage der Konrad Keller AG in Unterstammheim, wo Sägemehl und Hobelspäne aus dem im benachbarten Sägewerk anfallenden Restholz zu Holz-Pellets verarbeitet werden. In einer Presse wird das Rohmaterial unter hohem Druck durch eine rotierende Matrize gedrückt. Die daraus entstehenden Stäbchen mit einem Durchmesser von fünf bis sieben Millimetern werden danach mit einem Messer auf eine maximale Länge von fünf Zentimetern zugeschnitten und über ein Förderband den drei Silos mit einem gesamten Fassungsvermögen von 200 Tonnen zugeführt, von wo sie anschliessend mit einem Tankwagen zu den Kunden geführt oder in Säcke zu 15 und 20 Kilogramm abgefüllt werden.

Neue Anlage installiert

Die Produktion von Holz-Pellets ist nicht ohne Tücken. So muss das Rohmaterial laut Hildbrand einen Feuchtigkeitsgehalt von 10 bis 13 Prozent aufweisen. Die Konrad Keller AG, die als erster Holzverarbeitungsbetrieb der Schweiz im Jahre 2001 mit der Produktion von Holz-Pellets begann, musste nach Angaben von Gisela Keller, im Betrieb zuständig für die Werbung, entsprechendes Lehrgeld bezahlen. Die erste Anlage sei mangelhaft gewesen und habe nicht wie gewünscht ausgebaut werden können. Im vergangenen Jahr installierte die Firma deshalb eine neue Anlage. Die Produktion ist inzwischen von 2000 auf 4000 Tonnen pro Jahr erhöht worden. Im nächsten Jahr rechnet man mit einer weiteren Steigerung. Weil das aus dem Betrieb anfallende Restholz nicht mehr ausreicht, bezieht dieser inzwischen auch Sägemehl von auswärtigen Betrieben.

Der starke Nachfragezuwachs hat laut Keller vor allem zwei Gründe. Die ersten Kunden hätten sich ausschliesslich aus Umweltschutzgründen für die aus dem nachwachsenden, CO2-neutralen Energieträger Holz hergestellten Pellets entschieden. Im Zuge der steigenden Erdölpreise sei das Kundensegment erweitert worden. So umfasse die Kundenliste mittlerweile auch zahlreiche grössere Betriebe. Die Kosten für die Anschaffung einer Pellets-Heizung sind zwar etwas höher als diejenigen herkömmlicher Ölheizungen. Die Firma macht jedoch geltend, dass die Betriebskosten niedriger ausfallen und zum Beispiel bei einer Heizung für ein mittleres Einfamilienhaus nur rund 70 Prozent der bei Ölheizungen anfallenden Kosten betragen. Zudem sind Pellets von der ab Anfang Januar gültigen CO2-Abgabe ausgenommen.

Umweltschutz steht im Vordergrund
Die Konrad Keller AG betreibt auf ihrem Areal seit 1990 eine Holzschnitzel-Heizzentrale, die Teile von Unter- und Oberstammheim mit Wärmeenergie versorgt. Die Pellets-Produktion kam ihr gelegen, weil die früheren Abnehmer des Restholzes, darunter Spanplattenwerke und Papierfabriken, Reste aus Nadelholz bevorzugen, was die verschiedene Holzarten verarbeitende Firma vor Probleme stellte. Laut Gisela Keller sind Holzschnitzelheizungen für nahe gelegene grössere Abnehmer durchaus sinnvoll. Allerdings sei bei diesen ein rund viermal grösseres Stapel- Volumen erforderlich. Pellets-Heizungen seien heute technisch ebenfalls ausgereift. Als Abfallprodukt entstünden lediglich geringe Mengen Asche.

Laut Keller ist die graue Energie, die für die Produktion von Pellets aufgewendet werden muss, rund viermal niedriger als beim als umweltfreundlich angepriesenen Erdgas. Die 22 Mitarbeiter zählende Konrad Keller AG trage dem Umweltschutz auch Rechnung, indem sie nur Holz und Holzprodukte aus der Region verwende und die Pellets nach Möglichkeit in dieser absetze. Chemische Zusatzstoffe werden keine verwendet, doch wird natürliches Lignin beigefügt, das die Produktion erleichtert. Zwei Kilogramm Pellets ersetzen einen Liter Heizöl. Nach Angaben von Holzenergie Schweiz entsteht bei der Pellets-Produktion ein kompakter Brennstoff mit hohem Heizwert. Die Betriebskosten liegen gegenüber einer Ölheizung tiefer, weil die Kosten für Tankrevision, Brenner-Service und Feuerungskontrolle entfallen. Das Potenzial für die Nutzung von Holz-Pellets in der Schweiz beträgt gemäss einer Studie rund 180 000 Tonnen. Für die Qualität des Brennstoffs sorgt das Qualitätslabel «Swisspellet» von Holzenergie Schweiz.

www.nzz.ch/2005/10/07/zh/articleD7JN5.html


 

 
Aus Mist mach Biogas in Erdgasqualität! Kicky
Kicky:

Förderung mit 3000 EURO, 5 t Pellets 176EUR

 
22.10.05 09:15
#5
www.carmen-ev.de/dt/energie/pellets/pelletpreise.html hier auch Preise
www.aktion-holzpellets.de/  hier auch die Förderrichtlinien für NRW
Pellets sind eine kostengünstige Alternative zu fossilen Brennstoffen. Im Durchschnitt liegen die Preise nur bei 71 Prozent der jährlichen Erdgas- und 85 Prozent der jährlichen Heizölkosten. Wann steigen Sie um?
Der Einbau von Pelletheizungen wird durch das Marktanreizprogramm der Bundesregierung (BAFA) und in NRW über die Holzabsatzförderrichtlinie (HaFö) unterstützt.
Gefördert wird der Einbau der Holzpelletanlagen wie folgt:
Marktanreizprogramm der Bundesregierung BAFA
Automatisch beschickte Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse (Pelletsanlagen):

Zuschüsse werden nur für Anlagen mit einer Nennwärmeleistung von mindestens 8 und maximal 100 kW sowie einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 88 % gewährt.

Der Zuschuss beträgt 60 € je kW installierter Nennwärmeleistung, mindestens jedoch 1.700 € bei Anlagen mit einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 90 %.

Für Primäröfen ohne Wärmedämmung mit einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 90 %, die konstruktionsbedingt auch Wärme an den Aufstellraum abgeben, beträgt der Zuschuss mindestens 1.000 €.

Die Anlagen müssen mit einer Leistungs- und Feuerungsregelung sowie einer automatischen Zündung ausgestattet sein und bei Anlagen bis 50 kW ist erforderlich, dass es sich um eine Zentralheizungsanlage handelt.

Art der Förderung:
Die Förderung erfolgt als Festbetragsfinanzierung durch nicht rückzahlbare Zuschüsse.

Antragsberechtigt sind:
Privatpersonen, Kommunen, Zweckverbände, sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie eingetragene Vereine, die entweder Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstückes sind, auf dem die Anlage errichtet werden soll.
Die Höhe der Fördermittel für öffentliche Antragsteller und Vereine sind auf 6,5 % der jährlich zur Verfügung stehenden Verpflichtungsermächtigungen begrenzt, so dass für diesen Bereich ein Windhundverfahren durchgeführt wird.
Freiberuflich Tätige sowie kleine und mittlere gewerbliche Unternehmen nach der Definition der Europäischen Gemeinschaften (Abl. der EG 1996 Nr. C 213/4ff) sind erst nach erfolgter beihilferechtlicher Genehmigung der Förderrichtlinien durch die Europäische Kommission und Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union antragsberechtigt. Die Genehmigung und Veröffentlichung ist noch nicht erfolgt.
Generell nicht antragsberechtigt sind Unternehmen, bei denen es sich nicht um kleine und mittlere Unternehmen nach der Definition der Europäischen Gemeinschaften handelt.

Unmittelbar nach Eingang des Antrags bei der BAFA bzw. KfW können Sie den Auftrag erteilen und mit den Arbeiten beginnen. Dies gilt nicht für die Förderprogramme des Landes NRW. Hier kann der Auftrag erst erteilt werden, nachdem die Förderung zugesagt wurde.

Förderanträge können über das BAFA oder die KfW bezogen werden.

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Telefon: 06196/908-625; Fax: 06196/908-800
E-Mail:  solar@bafa.de
Internet: www.bafa.de

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
Telefon: 01801/33 55 77
Fax: 069/7 43 16 43 55
E-Mail:  iz@kfw.de
Internet: www.kfw.de  
Aus Mist mach Biogas in Erdgasqualität! geldschneider

Sehr interessanter Beitrag! @kicky o. T.

 
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