Attraktiver Finanzplatz Schweiz

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Attraktiver Finanzplatz Schweiz quantas
quantas:

Attraktiver Finanzplatz Schweiz

 
27.08.05 07:26
#1

Ausländische Kundendepots auf Rekordstand gestiegen

Der Finanzplatz Schweiz hat seine Anziehungskraft für Vermögensanlagen aus dem In- und Ausland weiter verstärkt. Mitte Jahr lagen in den Kundendepots der Banken Wertschriften für 3,9 Billionen Franken - so viel wie nie zuvor, wie der jüngsten Statistik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zu entnehmen ist.

(ap) Die Wertschriftenbestände in den Kundendepots der Banken, die als wichtige Kennziffer für das Private Banking gelten, nahmen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 13% auf 3,894 Billionen Franken zu. Sowohl die Anlagen aus dem Ausland wie auch jene aus dem Inland erreichten damit neue Rekordstände, wie dem statistischen SNB-Monatsheft August zu entnehmen ist.

Die in Wertschriften angelegten Vermögen ausländischer Kunden stiegen dabei um überproportionale 15,5% auf 2,272 Billionen Franken. Inländische Depotinhaber hatten Wertschriften für 1,622 Billionen Franken oder 9,7% mehr als Ende 2004.

Rückgang nach der Börsenkrise

Die SNB-Statistik über die Wertschriftenbestände in Kundendepots wird seit 2000 monatlich publiziert und ist die einzige offizielle Kennzahl, die gewisse Rückschlüsse über die Gesamtposition der Schweizer Banken im Vermögensverwaltungsgeschäft zulässt.

Nach dem bisherigen Rekordjahr 2000 gingen die Bestände im Zuge der Börsenkrise während zwei Jahren deutlich zurück. Wie weit der seit 2003 zu beobachtende Anstieg auf die Erholung der Finanzmärkte oder auf den Neuzufluss von Geldern zurückzuführen ist, lässt sich auf Grund der Statistik nicht sagen.

Sicher ist aber, dass sich die Zunahme im laufenden Jahr akzentuiert hat und dass die Position ausländischer Anleger wieder überproportional gestiegen ist. So machten die Vermögen ausländischer Kunden auf den Wertschriftendepots der Banken Mitte dieses Jahres 58,3% des gesamten Bestandes aus, verglichen mit 57,1% Ende 2004 beziehungsweise 54% vor fünf Jahren.

Klar an der Weltspitze

Diese Entwicklung stützt die These von Bankfachleuten, dass der Finanzplatz Schweiz mit dem Abschluss der zweiten bilateralen Verträge mit der EU und den darin enthaltenen Klärungen zum Bankgeheimnis wieder an Attraktivität für ausländische Kundschaft gewonnen hat. Schätzungen gehen davon aus, dass der Schweizer Finanzplatz rund einen Drittel der weltweiten grenzüberschreitenden Privatvermögen verwaltet und damit klar an der Spitze liegt.

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Diesen Artikel finden Sie auf NZZ Online unter: http://www.nzz.ch/2005/08/26/wi/newzzECUG7NIJ-12.html

 
 
Attraktiver Finanzplatz Schweiz quantas
quantas:

Finanzplatz: in Forschung und Lehre an die Spitze

 
30.08.05 18:36
#2

Swiss Finance Institute gegründet

Der Finanzplatz Schweiz soll auch in Forschung und Lehre an die Weltspitze. Die vielversprechenden Kräfte an den Universitäten sollen deshalb künftig über die Stiftung Swiss Finance Institute (SFI) noch vermehrt gefördert und gebündelt werden. Das Projekt von Banken, Bund und Universitäten startet Anfang 2006.

(ap) Das Swiss Finance Institute soll Forschung sowie Aus- und Weiterbildung an den Schweizer Hochschulen auf den Gebieten Banking und Finance nachhaltig verstärken und koordinieren. Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) stellte am Dienstag ihr Projekt vor. Das Institut wird seine operative Tätigkeit am 1. Januar 2006 aufnehmen und mit den bestehenden universitären Strukturen arbeiten. Ein eigener Campus ist also nicht geplant.

Für alle Universitäten offen

Es sei von zentraler Bedeutung gewesen, die führenden Universitäten der Schweiz für die gemeinsame Sache gewinnen zu können, unterstrich SBVg-Präsident Pierre G. Mirabaud. Das Institut sei für alle Universitäten offen. Mirabaud hatte das Projekt vor anderthalb Jahren lanciert. Und zwar mit dem als Frage formulierten Leitmotiv: «Wann wird der Schweiz der erste Nobelpreis in Wirtschaftswissenschaften verliehen?»

Als wichtige Initiative zur Stärkung des Lehr-und Forschungsplatzes begrüsste der Staatssekretär für Bildung und Forschung, Charles Kleiber, das Institut. Es eröffne dem vom Nationalfonds durchgeführten Nationalen Forschungsschwerpunkt «Financial Valuation and Risk Management (FINRISK) neue Perspektiven. Das Swiss Finance Institut bedeute auch Neuland, entstehe doch erstmals in einem für die Wohlfahrt der Schweiz vitalen Bereich eine öffentlich-private Partnerschaft, mit der an den Hochschulen neues Wissen entwickelt werde.

Führende Position

Einen «willkommenen zusätzlichen Schub» verspricht sich der Rektor der Universität Zürich, Hans Weder. Der auf 13 Lehrstühle ausgebaute Bereich Finance werde mit dem SFI in den nächsten acht Jahren vier bis sechs weitere Lehrstühle erhalten.

Mittelfristiges Ziel des SFI ist eine europaweit führende Position der Schweiz in zwei bis drei Forschungsbereichen wie zum Beispiel Private Banking oder Risk Management. Dabei sollen vor allem universitäre Strukturen gefördert werden. Doktorandenförderung und Kaderausbildung, so genannte Executive Education, sind weitere Bestandteile des Programms.

Fonds mit 75 Millionen geäufnet

Die vom SFI koordinierte Förderung beträgt 18 Millionen Franken pro Jahr. Der Aufwand wird von den Banken, Bund und Hochschulen gemeinsam gedeckt. Die Banken äufneten zu diesem Zweck einen Fonds mit 75 Millionen Franken. Die Hebelwirkung der Bildungs- und Forschungsförderung wird auf 200 Millionen Franken beziffert.

Stiftungsratspräsident ist Olivier Steimer, Verwaltungsratspräsident der Waadtländer Kantonalbank. Zum SFI-Geschäftsführer wurde Professor Jean-Pierre Danthine ernannt, Direktor des International Center for Financial Asset Management and Engineering.

 
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Slater:

interessant o. T.

 
30.08.05 19:45
#3
Attraktiver Finanzplatz Schweiz quantas

Internationale Ethik-Richtlinie für Finanzanalytik

 
#4

Internationale Ethik-Richtlinie für Finanzanalytiker

Die Schweiz erfüllt sämtliche Vorgaben

fg. Die in der Schweiz im Jahr 2003 teilweise heftig geführte Debatte über die Transparenz und die Unabhängigkeit von Finanzanalytikern hat nun auch international ihren Niederschlag gefunden. Am Dienstag hat der Weltdachverband der Finanzanalytiker und Vermögensverwalter, die Association of Certified International Investment Analysts (ACIIA), erstmals Ethik-Richtlinien erlassen. Im Zentrum des Grundlagenpapiers stehen die Prinzipien Ehrlichkeit, Integrität, Fairness, Sorgfalt und Kundeninteresse. Um den Ethik-Anforderungen zu genügen, müssen Analytiker unter anderem Anlagen unabhängig und objektiv beurteilen, sich regelmässig weiterbilden und mit sämtlichen Gesetzen sowie Standesregeln vertraut sein. Die Richtlinien des in der Schweiz domizilierten Dachverbands sollen als internationaler Standard verstanden werden, an dem sich die nationalen Regulatoren orientieren können. Die ACIIA hat bei Nichteinhaltung durch die aus 28 Ländern stammenden Mitglieder keine Sanktionsmöglichkeiten.

Auf die Schweiz hat das neue Regelwerk keine unmittelbaren Auswirkungen. Die Schweizer Branchenorganisation (Swiss Financial Analysts Association, SFAA), die zu den Gründungsmitgliedern der ACIIA gehört, hat nach eigenen Angaben mit dem im Jahr 2002 eingeführten «Handbook of Best Practice» und den von der Eidgenössischen Bankenkommission verabschiedeten «Richtlinien zur Sicherstellung der Unabhängigkeit der Finanzanalyse» Instrumente in der Hand, die mindestens so detailliert und «bissig» wie die ACIIA-Regeln abgefasst sind. Im Unterschied zur Schweiz sind etwa die umstrittenen Eigengeschäfte von Analytikern, die hierzulande seit Juli 2003 untersagt sind, gemäss Weltverband zulässig, sofern sie die «Objektivität» nicht beeinträchtigen und gegenüber Kunden und weiteren Interessierten offengelegt werden.

Ebenfalls restriktiver als im ACIIA-Papier sind die Schweizer Bestimmungen zu den Interessenverflechtungen zwischen Analyse und Investment Banking. In der jüngsten Vergangenheit sind diese sogenannten Trennwände («Chinese Walls») zuweilen so löchrig gewesen, dass die Analytiker sich vorwerfen lassen mussten, als abhängige Marketing- und Verkaufsmaschine des Investment Banking zu funktionieren. Dass in der Schweiz die eigenen Regeln mehr als blosse Papiertiger sind, zeigt die vom SFAA forcierte Anwendung des «Handbook of Best Practice». Eineinhalb Monate nachdem die Schweizer Standesorganisation zur Unterzeichnung einer Deklaration gedrängt hat, haben fast 70% der Mitglieder mit ihrer Unterschrift bestätigt, die Vorschriften im Handbuch zu beachten.

NZZ 31.8.2005



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