Ariva bildet. Heute: "Der Große Zapfenstreich"

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Ariva bildet. Heute:
Kalli2003:

Ariva bildet. Heute: "Der Große Zapfenstreich"

 
26.10.05 13:03
#1

...be happy and smile
Der Große Zapfenstreich

Zivilisten mögen den Begriff ein wenig albern finden: der Große Zapfenstreich. Dennoch erfreut sich die Zeremonie großer Beliebtheit. Bereits im Kaiserreich, in der Weimarer Republik und in der Nazi-Zeit pflegten die deutschen Armeen die Tradition des Zapfenstreiches.

Auch die Bundeswehr führt den "Zapfenstreich" zu bedeutenden Anlässen auf; ausscheidende Verteidigungsminister und hohe Offiziere werden damit - üblicherweise - zum Abschied geehrt. 1998 war Altkanzler Helmut Kohl mit einem Großen Zapfenstreich vor dem Dom zu Speyer geehrt worden.

Die Ursprünge dieser feierlichen Form der deutschen Militärmusik gehen bis in das 16. Jahrhundert zurück. Wenn die Landsknechte zur festgesetzten Abendstunde in das Lager zurückkehren sollten, ging ein Offizier, begleitet von einem Pfeifer und einem Trommler, durch die Gaststuben und schlug mit seinem Stock auf den Zapfen des Fasses. Danach durfte der Wirt keine Getränke mehr ausgeben. Die Soldaten mussten in die Zelte. Diesen musikalischen Befehl nannten die Landsknechte "Zapfenstreich". Wer sich ihm widersetzte, wurde hart bestraft.

Während der Kriege gegen das napoleonische Frankreich nahm der Brauch zunächst in Preußen zeremonielle Bedeutung an. König Friedrich Wilhelm III. befahl 1813 für die preußischen Truppen die Einführung eines Gebets nach dem "Zapfenstreich". Der Befehl dazu lautet "Helm ab zum Gebet".

Die heute noch gebräuchliche Form mit Aufmarsch und Musik wurde von Wilhelm Wieprecht, dem Direktor aller Musikkorps des Preußischen Gardekorps, zusammengestellt. Die Zeremonie wurde unter seiner Leitung am 12. Mai 1838 in Berlin zum ersten Mal aufgeführt.

So long (oder doch besser short?)  

...be happy and smileKalli  

Ariva bildet. Heute:
MD11:

Ariva bildet : Wölfe und Bären

 
26.10.05 13:09
#2
Wildunfall:    
Teilkasko zahlt nur bei deutschem Wild  
   
Wildunfälle gehören eigentlich zum Leistungsumfang der Teilkaskoversicherung. Autofahrer, die eine solche Police abschließen, sollten also bei einer Kollision mit einem Tier darauf vertrauen können, dass ihre Versicherung den Schaden reguliert. Doch Vorsicht: Passiert der Unfall im Ausland, kann die Gesellschaft den Schadenersatz verweigern.

Ein solches Missgeschick passierte einem deutschen Urlauber, der mit seinem Pkw durch Norwegen fuhr. Wie aus heiterem Himmel sprang plötzlich ein Rentier vor den Wagen. Der Zusammenprall hinterließ erhebliche Schäden am Auto. Der Urlauber vertraute darauf, dass die heimische Versicherung den Schaden regulieren werde.


Doch weit gefehlt. Die Gesellschaft weigerte sich Schadenersatz zu leisten, weil der Versicherungsschutz nur einheimische Tiere einschließe. Das wollte der Urlauber nicht glauben und zog vor Gericht. Doch auch hier bekam er eine Abfuhr. Das Oberlandesgericht Frankfurt gab der Versicherung Recht (OLG Frankfurt, Az. 7 U 190/02). Es sei statthaft, dass die Gesellschaft den Versicherungsumfang nur auf einheimische Tiere beschränke, urteilten die Richter. Dazu gehörten u.a. Hirsche, Rehe, Wildschweine, Hasen und Hunde. Elche oder Rentiere seien nicht einheimisch.

Ariva bildet. Heute:

Aiva bildet : 50 Jahre Bundeswehr

 
#3
Chronologie: 50 Jahre Bundeswehr


- Die Bundeswehr wurde 1955 gegründet. Heute ist ihre Hauptaufgabe nicht mehr die Landesverteidigung, sondern der Kampf gegen den internationalen Terrorismus.




7. Juni 1955: Die Dienststelle Blank wird in das Ministerium für Verteidigung umgewandelt. Seit dem 9. Mai ist Westdeutschland Mitglied der NATO.

12. November 1955: Verteidigungsminister Theodor Blank (CDU) überreicht in Bonn den ersten 101 Freiwilligen die Ernennungsurkunden.

7. Juli 1956: Der Bundestag beschließt die Einführung der Wehrpflicht.

1. September 1966: Höhepunkt der Starfighter-Krise wegen zahlreicher Abstürze des Militärjets.

9. Februar 1975: Schwärzester Tag der Bundeswehr: Beim Absturz eines Transall-Transportflugzeugs auf Kreta sterben alle 42 Insassen.

12. Dezember 1979: NATO-Doppelbeschluss zur Nachrüstung mit Atomraketen in Europa bei gleichzeitigem Abrüstungsangebot an Moskau.

6. Mai 1980: Schwere Krawalle bei einem öffentlichen Gelöbnis von Rekruten in Bremen während der Hochphase der Friedensbewegung.

11. Dezember 1987: Minister Manfred Wörner (CDU) wird als erster Deutscher zum NATO-Generalsekretär berufen.

3. Oktober 1990: Gerhard Stoltenberg (CDU) übernimmt mit der Wiedervereinigung auch die Befehlsgewalt über die Streitkräfte in Ostdeutschland und damit über die «Armee der Einheit».

14. Oktober 1993: In der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh wird ein 26-jähriger Sanitätsfeldwebel erschossen, erstes Todesopfer der Bundeswehr bei einem UN-Auslands-Einsatz.

12. Juli 1994: Karlsruhe billigt Auslandseinsätze der Bundeswehr unter UN-Dach.

30. Juni 1995: Der Bundestag stimmt dem Einsatz in Bosnien zu. Erstmals werden damit Bundeswehr-Soldaten unter kriegsmäßigen Bedingungen in eine Krisenregion außerhalb des NATO-Gebietes geschickt.

16. Oktober 1998: Der Bundestag billigt die Beteiligung der Bundeswehr an einem NATO-Einsatz im Kosovokonflikt.

24. März 1999: Die NATO beginnt mit Luftangriffen gegen Rest- Jugoslawien. Die Bundeswehr beteiligt sich mit «Tornado»-Kampfjets.

2. Januar 2001: Erstmals beginnen Frauen bei der Bundeswehr die Grundausbildung an der Waffe.

20. Dezember 2001: Der Grundwehrdienst wird von zehn auf neun Monate verkürzt. Die Bundeswehr soll weiter verkleinert werden.

22. Dezember 2001: Der Bundestag stimmt der Entsendung im Rahmen der UN-Schutztruppe nach Afghanistan zu. Erstmals stehen damit Bundeswehrsoldaten vor einem Kampfeinsatz außerhalb Europas.

21. Mai 2003: Haupt-Aufgaben der Bundeswehr sollen künftig die internationale Konfliktverhütung und der Kampf gegen den Terror sein.

7. Juni 2003: Beim bis dahin schwersten Terroranschlag auf Bundeswehr-Angehörige im Ausland werden im afghanischen Kabul vier Soldaten getötet.

26. April 2004: Die ersten Eurofighter werden an die Bundeswehr ausgeliefert.

2. November 2004: Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) stellt sein Konzept zur Schließung von 105 der insgesamt 503 Bundeswehrstandorte bis 2010 vor. Reduzierung auf 250 000 Soldaten.



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