Amerika auf dem Weg ins Mittelalter?

Beiträge: 11
Zugriffe: 601 / Heute: 1
Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? satyr
satyr:

Amerika auf dem Weg ins Mittelalter?

 
09.06.04 22:34
#1

Evolution - die große Lüge?

Kreationismus

Sekten verleugnen moderne Wissenschaft

Vor allem in den USA wird eine Bewegung stärker, die nicht auf eine komplexe Entwicklungsgeschichte des Leben - auf die Evolution - setzt, sondern einen Schöpfer propagiert, der alles gezielt in wenigen Tagen erschaffen hat.


Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555 Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555 

Joachim Bublath Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555



nächste Sendung:
10.06.04 04:25 Uhr

 Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555TiercollageAmerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Evolution und Vielfalt Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555 Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555StammbaumAmerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Belege für Evolution Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555 Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555WeizenAmerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Genetik auf Abwegen Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555 Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555   Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555

Nach Meinung der Kreationisten soll ein Überwesen - ein Gott - Tiere und Menschen erschaffen haben. Anstelle einer Millionen Jahre dauernden Entwicklung entstand der erste Mensch innerhalb nur eines einzigen Tages.

Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555  Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555ap
In der Welt der Kreationisten soll der Mensch zusammen mit Dinosauriern gelebt haben Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555

Charles Darwin ein Scharlatan?
     Und auch die anderen Lebewesen sollen nach dieser religiösen These in atemberaubender Geschwindigkeit kreiert worden sein. Die vielfältige Gestalt der Insekten beispielsweise wäre demnach nicht Folge von Anpassung und Auslese. Wie aus einem Baukasten soll ein intelligenter Schöpfer nach festem Plan die einzelnen Teile zusammengesetzt haben. Dieser Kreationismus findet immer mehr Anhänger, vor allem in den USA. Die wörtlichen Zitate aus Auslegung der Bibel sollen das Biologiebuch ersetzen. Der Schöpfungsbericht soll nach dem Glauben der Kreationisten eine tatsachengenaue Schilderung der Entstehung des Lebens und der Welt sein. Die Hälfte aller Amerikaner ist fest davon überzeugt, dass die Evolutionstheorie Unfug sei und der Naturforscher Charles Darwin ein Scharlatan ist.

Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555    Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555

Glaubt man den Kreationisten soll die Erde erst vor 6000 Jahren als fertiges Produkt entstanden sein. Unser Planet sah im wesentlichen damals schon genau so aus wie heute. Kontinente und Ozeane existierten bereits. Die geologischen Abläufe soll es nicht gegeben haben. Im Gegensatz zu den Erkenntnissen der Geowissenschaften brauchten die Alpen nicht Millionen Jahre um ihre heutige Gestalt anzunehmen sondern nur wenige Stunden. In der Welt der Kreationisten sind alle Tiere gleichzeitig erschaffen worden. Zwar sind einige Arten ausgestorben, doch es gab eine Zeit, in der Dinosaurier gemeinsam mit Giraffen und Antilopen lebten. Auch das gegen jede wissenschaftliche Erkenntnis. Selbst der Mensch soll gleichzeitig mit den Urzeitgiganten gelebt haben.

Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555  UrpferdAmerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555dpa
Moderne Methoden der Altersbestimmung an versteinerten Knochen werden nicht anerkannt Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555

Fossilien als Zeugen der Sintflut
     Aber die Idylle währte nicht ewig. Sündige Erdenbewohner erregten den Zorn des Schöpfers und sollten mit einer verheerenden Katastrophe bestraft werden. Nach wortgetreuen Auslegung der Bibel gelang es aber, von jeder Tierart ein Pärchen zu retten. Die Arche Noah soll selbst Dinosaurier Zuflucht geboten haben, die als Eier transportiert wurden. Dann kam die Sintflut. Sie wütete erbarmungslos und veränderte das Antlitz der Erde für immer. Nur durch den Schutz der Arche konnte das Leben überdauern. Außerhalb des Schiffes wurde alles vernichtet.

Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555    Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555

Kreationisten interpretieren deshalb Fossilien, die Knochenfunde aus der Urzeit, anders: als Zeugnisse dieser Katastrophe. Nach der Sintflut sollen die Knochen innerhalb von 4000 Jahren zu Stein geworden sein. Nach wissenschaftlicher Überzeugung dauert das mindestens 10.000 Jahre, meist viel länger. Dinosaurierknochen, eigentlich ein eindeutiger Beleg für die Evolution, werden hier als Zeugen der Sintflut umfunktioniert. Ein haarsträubendes Szenario, das fundamentale Erkenntnisse der Geologie und Biologie ignoriert. Was bleibt, ist ein wissenschaftsfeindlicher Glaube, der sich mit allen Mitteln in den Köpfen der Menschen festsetzen soll.

Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555    Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555

Manipulation an Schulen
     Manipulation statt Einsicht und Erkenntnis - eine Entwicklung, die wir schon hinter uns gelassen glaubten. Vor allem in den USA verstärkt sich der politische Druck, den Kreationismus immer weitergehender in die Lehrpläne der Schulen aufzunehmen. Vor kurzem wurden solche Versuche auch in Italien unternommen und auch in Deutschland versuchen Kreationisten Land zu gewinnen - über Bücher, die in Schulen eingeschleust werden sollen.

Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555  Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555WeizenAmerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Weiter mit:
Genetik auf Abwegen
Irrglaube führte zu Hungersnöten Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555
Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534555

Ein Beispiel aus der Stalinära zeigt, wie dramatisch es ausgehen kann, wenn Politik die Ergebnisse der Wissenschaft zu beeinflussen versucht und sie für eigene Ziele ausnutzen will.

Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? satyr
satyr:

Ergänzung

 
09.06.04 22:39
#2
Die gläubige Nation:
Wie die Krieger Gottes das amerikanische Bildungssystem unterwandern

Kein demokratisches Land der Welt legt soviel Wert auf die Trennung von Staat und Kirche wie die Vereinigten Staaten von Amerika. Und doch ist die Religion in god's own country allgegenwärtig: im Wahlkampf, im Portemonnaie und in den Köpfen. Mehr als 90 Prozent der US-Bürger glauben laut Umfragen an Gott. Dem säkularen Verfassungsanspruch steht eine zivilreligiös durchsetzte Wirklichkeit entgegen. Obschon Religionsunterricht an öffentlichen Schulen in den USA untersagt ist, hielt der biblische Schöpfungsmythos als Erklärung für die Entstehung des Lebens nicht nur Einzug in die Klassenzimmer, sondern drängte in manchen Bundesstaaten die Evolutionstheorie Darwins ins Abseits der Curricula. Vorübergehend zumindest.

Bei ihrem Marsch auf Schulen und Universitäten hatten die Bibellobbyisten 1999 einen Coup gelandet: In Kansas, der Hochburg der Kreationisten, entschied die mehrheitlich von konservativen Republikanern besetzte Schulbehörde, dass im naturwissenschaftlichen Unterricht die Lehre Darwins und alle sich aus ihr ableitenden Evolutionstheorien nicht mehr Teil des Lehrplans und also auch nicht mehr prüfungsrelevant sein sollten. Von einem "Rückfall ins tiefste Mittelalter" sprach damals Amerikas fortschrittliche Fachwelt, und selbst hierzulande machte die Entscheidung Schlagzeilen. Mitte Februar dieses Jahres ruderte die Behörde nun wieder zurück und beschloss, dass die Evolutionstheorie in Kansas fortan doch zu lehren ist. "Wir haben Wissenschaft wieder als eine wissenschaftliche Methode definiert", sagt Val Defever, die als Mitglied der Schulbehörde für die Rückgängigmachung der Entscheidung von 1999 stimmte. "Wir haben die wissenschaftlichen Grundbegriffe wieder klar bestimmt. Wir haben die Urknall-Theorie neu eingesetzt, die erdhistorische Zeitachse eindeutig festgelegt und die Geschichte der Dinosaurier wieder auf die Unterrichtsplände gesetzt. Und natürlich auch die Evolutionstheorie. Wir haben Wissenschaft wieder zu Wissenschaft gemacht."

Der alte Streit um Gottes Wort und Darwins Abstammungslehre, um Glauben und Wissen, dürfte damit freilich noch lange nicht beendet sein. "Viele Leute haben nach der Entscheidung gesagt, die Schlacht sei geschlagen. Aber daran glaube ich nicht", meint Tom Wolf, Professor für Biologie an der Universität von Topeka/Kansas. "Ich mache das jetzt schon seit Jahren mit, und immer gab es Krach zwischen Kreationisten und Evolutionisten. Da wird sich nichts ändern." Um den Einfluss der Kreationisten auf Lehrpläne, Schulbehörden und die Öffentlichkeit entscheidend zurückzudrängen, bräuchte es mehr solcher Entscheidungen.

Amerikas Kreationisten und die "Creation Science"

Am 5. und 6. Tag erschuf Gott alle Kreatur, in der nach seiner Anweisung gebauten Arche überlebte sie die Sintflut - das ist für Amerikas Kreationisten trotzige Gewissheit. Die Bibel, davon sind sie überzeugt, enthält die verbindliche Schöpfungsgeschichte. Die Erde ist demnach nur wenige tausend Jahre alt, und der Mensch stammt keinesfalls vom Affen ab. Seit Jahrzehnten kämpfen die Kreationisten gegen Darwins Evolutionstheorie, nach der sich Pflanzen, Tiere und der Mensch über Jahrmillionen entwickelt haben. Seine Lehre halten sie für den Ursprung alles Bösen, verantwortlich für so ziemlich alle Übel dieser Welt - Kriminalität, Drogen, Abtreibung oder Scheidungsraten. "Wenn wir nur zufällige Nebenprodukte sind, irgendetwas aus der Ur-Suppe kommendes oder mutierte Tiere, was ist dann das Leben? Wer bin ich dann? Was ist der Sinn des Lebens? Warum dann überhaupt weitermachen und nicht einfach alles hinschmeißen? Die Evolutionstheorie vermittelt ein trostloses Bild unseres Lebens und zersetzt die Gesellschaft", sagt John D. Morris, Präsident des "Institute for Creation Research" (ICR), dem Hauptquartier der amerikanischen Kreationisten im kalifornischen San Diego.

Hier versuchen Mitarbeiter des ICR - Biologen und Chemiker, Astronomen und Physiker, Geologen und Mathematiker - das, was im Alten Testament steht, wissenschaftlich zu untermauern. Seit der Supreme Court 1968 die noch aus den 20er Jahren stammenden Anti-Darwin-Gesetze als nicht verfassungskonform aufhob, operieren die Kreationisten mit einer neuen Strategie: aus dem Glauben an den Schöpfergott wurde flugs eine Wissenschaft, die "creation science". Ihre Kreuzzüge führen Gottes Krieger seither nicht für die Religion, sondern gegen "schlechte" Wissenschaft. Die Evolution, so ihre Argumentation, könne weder beobachtet noch im Labor simuliert werden und sei folglich eine empirisch unbewiesene Behauptung.

Dem 1972 gegründeten Institut ist eine eigene Hochschule mit Bibliothek angegliedert. Etwa 25 Nachwuchskräfte in den Naturwissenschaften erhalten hier jährlich den Magistertitel - "wirksame Krieger für den Glauben", sagt John D. Morris, Leiter des Instituts. Als die kalifornische Schulbehörde Anfang der 90er Jahre die Wissenschaftlichkeit der Abschlüsse des ICR anzweifelte, wurde sie per Gerichtsurteil zu einer Entschädigungszahlung von 225.000 Dollar verurteilt.

Eine Radiostation, ein Konferenzzentrum und eine Versandzentrale, die mit dem Verkauf der Institutspublikationen 1,8 Millionen Dollar pro Jahr erzielt, gehören darüber hinaus zur Ausstattung des ICR. Das "Museum of Creation and Earth History" schließlich präsentiert Zehntausenden Besuchern das kreationistische Weltbild hübsch bunt und plakativ: vom ersten Tag der Schöpfung bis zum Sündenfall der Moderne, der Lehre Darwins. Während der Baum des Kreationismus grünt und reiche Frucht trägt - "wahren Amerikanismus, gute Regierung, echtes Familienleben, wahre Wissenschaft" -, krankt der Baum der Evolution an seinen schlechten Trieben: "Kommunismus, Nazismus, Atheismus, Rassismus, Pornografie, Abtreibung, Genozid, Homosexualität, Euthanasie, Chauvinismus ....".

Die Kreationisten kämpfen an vielen Fronten, multimedial und mit Erfolg. "Zehntausende kreationistische Wissenschaftler, hunderte kreationistischer Organisationen - das zeigt doch, dass die Mehrheit der Leute hier in Amerika an die Schöpfung glaubt, Sie können nicht glauben, dass ihre Vorfahren Fische waren. Das ist ja auch eine verrückte Idee. Sie weigern sich einfach, das zu glauben", sagt John D. Morris. Und in der Tat sind laut einer Gallup-Umfrage von 1999 47 Prozent aller US-Amerikaner von der Richtigkeit des kreationistischen Weltbildes überzeugt, weitere 40 Prozent stimmen ihm weitgehend zu. "Der Kreationismus als Glaubenssystem ist bei uns so populär, weil er simple Lösungen anbietet", meint Professor Wolf. "Die Leute wollen nicht kompliziert denken. Der Kreationismus bietet die Möglichkeit zu sagen, es ist so und nicht anders, regt euch nicht auf. Wir müssen nichts entscheiden, es richtet sich schon irgendwie."

Schützenhilfe erhielten die Bibellobbyisten zudem von politischer Prominenz: Präsidentschaftskandidat Ronald Reagan hatte seinerzeit die Kreationisten mit der Forderung, an staatlichen Schulen müsse neben Darwin auch die biblische Schöpfungsgeschichte gelehrt werden, politisch salonfähig gemacht. Der jetzige US-Präsident George W. Bush ist fromm und gläubig. Auch er gibt den Kreationisten moralischen Auftrieb. Das wiederum kann ihm nur nützen. Denn der Kreationismus liefert den spirituellen Überbau für eine gottesfürchtige, ultrakonservative Gesellschaft. Noch vor der Wahl ließ Bush verlauten, im Biologieunterricht sei die Evolutionslehre gleichberechtigt mit der Genesis zu behandeln.

Etappensiege

Obschon der oberste amerikanische Gerichtshof eben dies unter dem Hinweis auf den Verfassungsgrundsatz der Trennung von Staat und Kirche 1987 verboten hatte, konnten die Kreationisten auf bundesstaatlicher Ebene in den 90er Jahren eine Reihe von Etappensiegen erringen. 1995 wurden Schulbücher in Alabama mit Aufklebern versehen, die darauf hinweisen, dass die Evolution "eine umstrittene Theorie ist, die nicht als Tatsache angesehen werden darf". In Kentucky müssen Buchseiten zum Thema "Urknall" verklebt werden. Lehrer in Louisiana und Arizona sind gehalten, vor Lektionen über Darwins Lehre Warnungen zu verlesen. In Georgia wurde das gesamte Kapitel "Über die Entstehung des Lebens" aus den Grundschulbüchern entfernt. Auch in Illinois, New Mexico, Texas und Nebraska versuchten die Schulbehörden, die Evolutionstheorie aus den Schulbüchern verschwinden zu lassen.

In Kansas kostete den Biologielehrer Stan Roth seine Weigerung, die Schöpfungsgeschichte zu lehren, den Job. Er hatte das kreationistische Erklärungsmodell über den Ursprung des Lebens als unwissenschaftlich bezeichnet. Daraufhin machte die Schülerin Anna Harvey Front gegen den angesehenen Pädagogen: Nach einer Anhörung wurde er nach 40 Jahren im Schuldienst entlassen.

Der Streit um die Evolutionstheorie in Amerika

Der Konflikt zwischen Anhängern der Evolutionstheorie und Verfechtern der Schöpfungslehre ist so alt wie Darwins Thesen selbst. Während die großen Kirchen in Europa ihren Widerstand jedoch schon bald zugunsten einer metaphorischen Lesart der Genesis aufgaben, klammerten sich in Amerika protestantische Fundamentalisten weiterhin an die Worte der Bibel. Weitgehend unwidersprochen verkündete 1919 der amerikanische Präsidentschaftskandidat William J. Bryan in großen Kampagnen, der Erste Weltkrieg sei eine Folge Darwinscher Gottlosigkeiten in Europa gewesen. In den 20er Jahren wurden in mehr als 20 US-Bundesstaaten Gesetze gegen die Verbreitung der Evolutionslehre angestrebt und in Arkansas, Mississippi, Oklahoma sowie Tennessee auch erlassen. 1925 wurde in Tennessee der High-School-Lehrer John Scopes verhaftet und vor Gericht gestellt, weil er die Darwinsche Evolutionstheorie unterrichtet hatte. In einem Aufsehen erregenden Prozess, der als "Monkey Trial" in die Geschichte einging, wurde er zu 100 Dollar Strafe verurteilt.. Die Anti-Darwin-Gesetze blieben bis zum Urteil des Supreme Court im Fall "Epperson v. Arkansas" 1968 in Kraft. Seither versuchen die Kreationisten mit aller Macht und wachsendem Erfolg, die Evolutionstheorie aus dem Unterricht wieder zu verbannen.


Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? AbsoluterNeuling
AbsoluterNeul.:

Die werden nicht weit kommen,...

 
09.06.04 22:41
#3
...wenn die Amerikaner erst mal bemerken, dass sie nicht mehr das wissenschaftlich innovativste und produktivste Land sind, technologisch zurückfallen und damit wirtschaftliche Probleme bekommen.

Das macht mir wenig Sorge.
Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? satyr
satyr:

@AN Religiöse Eiferer auf dem Vormarsch und

 
09.06.04 22:47
#4
das macht dir keine Sorgen ?
Auf der einen Seite die Islamisten ,mit dem heiligen Krieg
Auf der anderen Seite die Kreuzzüge.
Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? ADDY
ADDY:

satyr Du solltest mal die Amisch besuchen

 
09.06.04 22:54
#5
Heute ist Amerika eine der Gesellschaften mit der grössten Religionsvielfalt in der Welt.

Im Jahr 1990 zählten die Protestanten 140 Millionen Gläubige, die Katholiken 62 Millionen und Juden 5 Millionen. Der Islam hatte ebenfalls 5 Millionen Anhänger, vielen von ihnen sind zum Islam übergetretene Afro-Amerikaner. Es wird geschätzt dass sich die Anzahl der Moscheen in den USA, heute etwa 1,200, in den letzten 15 Jahren verdoppelt hat. Auch Buddhismus und Hinduismus wachsen mit der Anzahl der Einwanderer aus Ländern, in denen dies die Hauptreligionen sind.

Amerika war auch immer ein fruchtbarer Nährboden für neue Religionen. Die Mormonen und die Christliche Wissenschaftskirche sind vielleicht die am besten bekannten Glaubengemeinschaften, die auf amerikanischem Boden entstanden sind. Wegen ihrer Tradition der Nichteinmischung in religiöse Angelegenheiten boten die USA auch eine Zuflucht für viele kleinere Glaubensgemeinschaften aus Übersee. So zum zum Beispiel für die Amischen, Nachfahren von deutschen Einwanderern, die sich hauptsächlich in Pennsylvania und den angrenzenden Bundesstaaten niedergelassen haben, und seit Generationen dort das einfache Leben ohne moderne Technologie praktizieren. Einige Glaubensgemeinschaften werden auch als "cults" (Sekten oder Kultreligionen) bezeichnet, wenn sie für extreme Überzeugungen eintreten und eine Gründerfigur verehren. Solange sich Sekten und ihre Mitglieder an die Gesetze halten, werden sie in Ruhe gelassen. Religiösbedingte Diskriminierung ist in Amerika eher selten und interkonfessionelle Gespräche und Zusammenarbeit sind an der Tagesordnung.
Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? AbsoluterNeuling
AbsoluterNeul.:

Sollen sie halt weiter verblöden,...

 
09.06.04 22:54
#6
...ich bin Europäer (Altes Europa).
Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? satyr
satyr:

@ Addy etwa 50 % der Amis glauben nicht

 
09.06.04 23:01
#7
an die Evolution. Schon etwas bedenklich.
Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? AbsoluterNeuling
AbsoluterNeul.:

Dann frag mal hier in D nach,

 
09.06.04 23:03
#8
das würde mich mal interessieren.

So 10-15% traue ich uns auch zu...
Der ARIVA.DE Newsletter
Bleiben Sie informiert mit dem
wöchentlichen Marktüberblick
von ARIVA.DE!
E-Mail-Adresse
Ich möchte Benachrichtigungen von ARIVA.DE erhalten.
Ja, ich habe die Datenschutzhinweise gelesen und akzeptiert (Pflichtfeld).
Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? satyr
satyr:

In Bayern sicher auch 50% oder mehr?

 
09.06.04 23:05
#9
Da fragt man sich,Stoiber wurde der geboren oder von Gott gesandt?
Um uns die Weisheit zu bringen oder um uns zu strafen?
Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? BarCode
BarCode:

Ich glaub auch nicht an die Evolution!

 
09.06.04 23:09
#10
Nur die besten setzen sich durch? Entspricht das etwa eurer Lebenserfahrung?


Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? 1534576

Gruß BarCode
Amerika auf dem Weg ins Mittelalter? ADDY

ca. 40 bis 60 %

 
#11
der Deutschen (BILD-Leser) wissen nicht,
was Evolution bedeutet.


Talkforum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--