Alarm in Badeseen: Die Saugwürmer greifen an

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Alarm in Badeseen: Die Saugwürmer greifen an denkidee
denkidee:

Alarm in Badeseen: Die Saugwürmer greifen an

5
02.08.06 09:18
#1
Alarm in Badeseen: Die Saugwürmer greifen an

Das heiße Wetter der vergangenen Wochen macht es möglich: Überall kommt es zu Wurmattacken in deutschen Badeseen. Lesen Sie, wo Sie sonst noch überall lästige und gefährliche Parasiten aufgabeln können, welche Krankheiten die Tierchen übertragen können und wie Sie sich dagegen schützen können. 12 Parasiten: Ratgeber - Symptome, Behandlung, Schutz
Wenn nach dem vermeintlich erfrischenden Bad im See plötzlich die Haut mit roten, juckenden Pusteln übersät ist, haben vermutlich die Saugwürmer zugeschlagen. Bei mindestens 23 Grad Wassertemperatur fühlen sich die Larven des kleinen, fiesen Wurms richtig wohl und fallen auf der Suche nach einer Ente als Endwirt über die nichtsahnenden Badegäste her. Da hilft leider nur eins: Achten Sie auf aktuelle Meldungen, bevor Sie arglos in einen verseuchten Badesee hüpfen, und meiden Sie die befallenen Gewässer.
Schlimmer noch könnte es Ihnen in den Tropen ergehen: Sie schauen am Morgen in den Spiegel und sehen einen rosagelben Wurm aus Ihrem Nasenloch kriechen. Alles nur ein Albtraum? Von wegen! Noch heute hat die Hälfte der Menschheit Würmer, so eine Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Und die Tendenz ist seit kurzem wieder steigend.

Die bei uns recht häufigen, den Darm bewohnenden Madenwürmer beispielsweise legen heimlich und leise rings um den After ihre Eier ab. Die betroffenen Hautpartien jucken stark. Der Mensch kratzt sich, hat die Eier flugs unter seinen Fingernägeln, verbreitet sie und nimmt sie nägelkauend selber wieder auf.

Auch im rohen Fleisch lauert Gefahr: Tartar, Carpaccio oder blutiges Steak - in jedem Happen dieser Delikatessen kann ein Wurmerreger stecken.

Saugwürmer: verursachen Juckreiz und Hautrötungen. (Foto: dpa)  
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Alarm in Badeseen: Die Saugwürmer greifen an utscheck
utscheck:

Bild? o. T.

 
02.08.06 09:19
#2
Alarm in Badeseen: Die Saugwürmer greifen an denkidee
denkidee:

Saugwurm (Zerkarien)

 
02.08.06 09:25
#3
(Foto: OKAPIA)

Saugwurm (Zerkarien)
Schwimmt als Larve vor allem im pflanzenbestandenen, seichten Uferbereich. Vorkommen: weltweit, auch in heimischen Seen.

Symptome: Bei Berührung dringen die Würmer in die menschliche Haut ein, wo sie jedoch innerhalb kurzer Zeit absterben. Zu echten klinischen Symptomen kommt es meistens nicht. Sie können aber Juckreiz und Hautrötungen, die sogenannte Zerkarien-Dermatitis, hervorrufen. Bei wiederholtem Befall kann sich eine Übersensibilisierung einstellen. Quaddeln und starker Juckreiz sind die Folge. Doch auch diese Verlaufsform geht normalerweise nach vier bis sieben Tagen von selbst vorüber.

Übertragung: Mit Saugwürmern befallene Wasservögel scheiden die Eier über ihren Kot aus. Im Wasser schlüpfen daraus Larven, die sich in einem Zwischenwirt, bestimmten Schneckenarten, zu den eigentlichen Zerkarien entwickeln. Bei Wassertemperaturen über 23 Grad verlassen die Zerkarien die Schnecken, um sich einen Endwirt zu suchen. In diesem Stadium können sie dann auch dem Menschen "gefährlich“ werden.

Behandlung: Außer der äußerlichen Anwendung juckreiz- und entzündungshemmender Salben und Gels ist keine weitere Therapie erforderlich.

Schutz: Meiden Sie seichte, pflanzenbestandene Uferzonen, wenn das Wasser über 23 Grad warm ist.  
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Alarm in Badeseen: Die Saugwürmer greifen an SAKU
SAKU:

Also in unseren Breitengraden

5
02.08.06 09:36
#4
is das Ding so gefährlich wie ein Mückenstich?!

"Zu echten klinischen Symptomen kommt es meistens nicht. Sie können aber Juckreiz und Hautrötungen, die sogenannte Zerkarien-Dermatitis, hervorrufen."

Oha... Nie wieder Baden! Und nicht mit dem Zug fahren! Und kein Flugzeug fliegen! Autofahren verboten! Essen: Verseucht -> nicht anfassen! Alk zersetzt die Leber und alles weitere! Sex vorm ersten Kind überträgt alle Krankheiten, die es gibt (danach nciht mehr!) also reden... aaaaaber dabei kommen alle möglichen Krankheitserreger durch die Speicheltröpfchen in unseren Körper! Ariva zersetzt das Hirn...

Am besten ins Bett, die Decke über den Kopf und beten, da kann nix passieren. Beten, dass das langweilige Leben bald zu Ende geht!

Manmanmanman... wenn wir alles, was auch nur annährend gefählich sein könne ausklammern, was dann?! Ich halte es da eher wie ein Onkel von mir - der hat nach der 7. Therapie (die erste war vor 15(!!!) Jahren) und der 7. Aussage der "Spezialisten", dass er noch max 4-6 Monate hat gesagt, dass er keinen Bock mehr auf den Dummfi*k hat und geht nicht mehr zur Therapie.

Seit den letzten 6 Monaten sind mittlerweile 7 Jahre vergangen und ihm geht's besser denn je!

Heiligsblechle - sterben müssen wir eh. Ob früher oder später weiß keine Sau, es hat niemand in der Hand! Aber ich hab's in der Hand, ob ich leben kann oder nicht!
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VIVA ARIVA!  
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BoMa:

iiiiiiiiiihhhh denkidee !!

 
02.08.06 09:38
#5
Ich hab noch nicht gefrühstückt !!!
Alarm in Badeseen: Die Saugwürmer greifen an SAKU
SAKU:

@BoMa:

 
02.08.06 09:50
#6
1. Nicht frühstücken und dann bei ariva reinschauen kann gut sein - oder auch nich, je nachdem ;o)

2. ?! Um die Uhrzeit is doch aber schon Zeit fürs 2. Frühstück, oder?
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VIVA ARIVA!  
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Scontovaluta:

SAKU, Du hast es nötig! Bei Deiner Figur hast Du

 
02.08.06 09:54
#7
doch um diese Uhrzeit bestimmt schon das dritte Mittagessen intus, oder?Alarm in Badeseen: Die Saugwürmer greifen an 2706897
Alarm in Badeseen: Die Saugwürmer greifen an denkidee
denkidee:

Pärchenegel (Schistosoma)

 
02.08.06 09:56
#8
(Foto: Okapia)

Pärchenegel (Schistosoma)
Schwimmt als Larve in Tümpeln und bohrt sich in die nackten Waden der Badegäste. Rund 300 Millionen Menschen sind weltweit befallen – sie haben Bilharziose.

Symptome: Im Darm oder in der Blase nisten sich die Egel ein. Dort produzieren sie jahrelang mit Haken besetzte Eier, die Blutungen hervorrufen, bevor sie über Urin und Stuhl ausgeschieden werden.

Übertragung: Funktioniert über einen Zwischenwirt: Jungtiere befallen eine Schneckenart, die glücklicherweise so warme Gewässer benötigt, dass es sie in unseren Breiten nicht gibt. Andere Gattungen der Saugwürmer kommen dagegen auch in heimischen Gewässern vor. Bei hohen Wassertemperaturen werden die Larven aktiv. Auf der Suche nach einer Ente als Endwirt können sich die Saugwürmer dann auch schon mal an einem Menschen vergreifen. Auf den befallenen Hautstellen bilden sich juckende, rote Pusteln. Gefähliche Krankheiten werde von diesen Saugwürmern jedoch nicht übertragen.

Behandlung: Es gibt fürs Frühstadium effektive Medikamente (meist Praziquantel).

Schutz: Stehende Gewässer in tropischen und subtropischen Ländern nicht mit unbedeckten Beinen betreten.  
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Alarm in Badeseen: Die Saugwürmer greifen an SAKU
SAKU:

Nuja...

 
02.08.06 09:56
#9
Um meine Figur zu halten muss man auch mal essen, wenn man keinen Hunger hat ;o)
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VIVA ARIVA!  
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denkidee:

Spulwurm (Ascaris lumbricoides)

 
02.08.06 10:20
#10
(Foto: Getty)

Spulwurm (Ascaris lumbricoides)

Sieht harmlos aus, ähnelt einem Regenwurm, wird etwa bleistiftdick, bis zu 40 Zentimeter lang. Spulwürmer sorgen aber für ein Gruselerlebnis der Extraklasse.

Symptome: Larven schlüpfen im Darm und begeben sich auf Wanderschaft. Über Leber und Blutgefäße gelangen sie in die Lunge. Dort verlassen sie das Körperinnere, kriechen die Luftröhre hinauf in die Mundhöhle, schließlich wieder bis in den Darm hinab. Manchmal kommen sie auch aus der Nase oder dem Mund heraus, oder sie fressen sich gar durch die Bauchdecke hinaus ins Freie.

Übertragung: Die Eier des Spulwurms sind extrem widerstandsfähig. Sie können mit Gartenerde, verschmutztem Trinkwasser oder Gemüse aufgenommen werden.

Behandlung: Ein wirksames Mittel ist Mebendazol, das praktisch keine Nebenwirkungen hat.

Schutz: Nach Gartenarbeiten die Hände stets gründlich waschen; Gemüse sorgfältig putzen.  
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Alarm in Badeseen: Die Saugwürmer greifen an AbsoluterNeuling
AbsoluterNeul.:

JIMPS

 
02.08.06 10:23
#11
übrigens
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Krätzemilbe (Sarcoptes scabiei)

 
02.08.06 10:33
#12
(Foto: Getty)

Krätzemilbe (Sarcoptes scabiei)
Schon seit einigen Jahren hält der hässliche Plagegeist (wieder) Einzug in Deutschland. Ungefähr einen halben Millimeter groß sind die rundlichen Spinnentiere, deren Weibchen regelrecht Gangsysteme in die menschliche Haut fressen.

Symptome: Krätzemilben besiedeln alle Körpernischen, gerne auch den Penis. Weil ihr Tunnelbau heftig juckt, hinterlassen sie rötliche, wund gekratzte Hautentzündungen. Am Ende der Gänge sitzt meist die Eier legende Milbe und bildet dort einen gelblichen Hügel. In einigen Fällen merken die Befallenen fast gar nichts von der Invasion oder halten sie irrtümlich für eine Allergie.

Übertragung: Bei engem Körperkontakt oder schlecht gereinigter Wäsche wandern die Viecher von einem Menschen zum anderen. Krankenhäuser sind häufig Brutstätten dieser Plagegeister.

Behandlung: Wer die Spinnentiere loswerden will, muss sich drei Tage lang mit einem Insektengift (Lindan) einreiben, täglich Kleidung und Bettwäsche wechseln.

Schutz: Nur die Vermeidung von engem Körperkontakt schützt wirklich – aber wer will das schon? Entgegen einem weit verbreiteten Vorurteil befallen die Krätzemilben übrigens auch reinliche Zeitgenossen.  
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Kleiner Leberegel (Dicrocoelium dendriticum)

 
02.08.06 11:10
#13
(Foto: Getty)

Kleiner Leberegel (Dicrocoelium dendriticum)

Mit ihrem Mundsaugnapf halten sich die bis zu 12 Millimeter großen Egel in den Gallengängen eines Menschen fest und trinken sein Blut.

Symptome: Sie lösen Müdigkeit, Fieber, Bauchschmerzen und gelegentlich auch Durchfall aus. Im Extremfall verstopfen sie die Gallengänge.

Übertragung: Die Eier der Leberegel gelangen mit dem Stuhl in die Freiheit, werden von Schnecken gefressen. In der Schnecke schlüpfen die Larven, wandern in die Atemhöhle und lassen sich von Schleim umhüllt ausspucken. Nun warten sie darauf, von einer Ameise verzehrt zu werden, wo sie sich weiterentwickeln (so genannter zweiter Zwischenwirt). Ein Saugwurm wandert mit einem Spezialauftrag ins Hirn des Insekts: Sobald die Ameise etwas Grünes erklimmt, löst der Wurm einen Kieferkrampf aus. Die Ameise beißt sich fest, landet so auf unseren Salattellern.

Behandlung: Hat man Leberegel-Eier im Stuhl, verschreiben die Ärzte Medikamente, die Würmer meistens schnell abtöten.

Schutz: Rohkost vor Verarbeitung stets gründlich waschen, um festgebissene Ameisen zu entfernen.  
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Toxoplasmose (Toxoplasma gondii)

 
02.08.06 11:24
#14
(Foto: Okapia)

Toxoplasmose (Toxoplasma gondii)
Die halbmondförmigen, aus nur einer Zelle bestehenden Erreger der Toxoplasmose sind Sporentierchen. Sie wohnen von Natur aus im Darm von Katzen. Gegen das Übersiedeln zum Menschen haben sie nichts einzuwenden, bleiben lebenslang zu Gast. Jeder zweite Deutsche ist befallen.

Symptome: Die Krankheit ist zumeist harmlos, einige Tage Fieber und Kopfschmerzen. Schwangere müssen aufpassen: Erobert der Schmarotzer sie zum ersten Mal, ist das Leben des Fötus gefährdet.

Übertragung: Durch Kontakt mit Katzenkot, auch beim Streicheln der Tiere überträgt sich der Parasit. Auch rohes Fleisch kann ansteckend sein. Toxoplasmen manipulieren das Gehirn mit angstraubenden Substanzen (Ziel: befallene Zwischenwirte wie Mäuse sollen sich dem eigentlichen Ziel der Erreger, der Katze, regelrecht ausliefern). Es gibt Hinweise, dass die Angsthemmer auch bei Menschen wirken: Infizierte sollen un-moralischer und lockerer werden.

Behandlung: Nicht nötig.

Schutz: Enthemmte Katzen und rohes Fleisch meiden
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Bandwürmer (Taenia)

 
02.08.06 11:37
#15

(Foto: Getty)

Bandwürmer (Taenia)

Hier zu Lande am häufigsten ist der Rinderbandwurm. Als erwachsenes Tier lebt er ausschließlich im Darm von Menschen. Dort siedeln auch der Schweinebandwurm und der Fischbandwurm, der bis zu 15 Meter misst.

Symptome: An der Wand des Darms verhakt sich der Wurm zunächst und macht von da an nichts anderes als Essen zu klauen und zu wachsen. Die Folge: Bauchweh, Schlappheit, Gewichtsverlust und ein unbändiger Appetit.

Übertragung: Wer rohes Fleisch gegessen hat, das Mini-Bandwürmer (Finnen) enthält, ist infiziert. Er scheidet dann ganze Körpersegmente des Wurms aus, die mit Eiern gefüllt sind. Die überdauern, bis ein Rind sie frisst. Dort schlüpfen die Schmarotzer, durchbohren die Darmwand und besiedeln als Finnen unser zukünftiges Rinderhack. Gelegentlich muss ein Mensch auch als Zwischenstation für Schweine- oder Fuchsbandwurm herhalten. Das kann tödlich enden, weil diese Finnen lebenswichtige Organe erobern.

Behandlung: Wenn der Arzt Eier im Stuhl entdeckt, verschreibt er wirksame Medikamente (Niclosamid-Kautabletten). Wird ein Wurm entfernt, darf man niemals den fest gehakten Kopf vergessen.

Schutz: Kein Tatar und anderes rohes Fleisch essen.  
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Bettwanzen (Cimex lectularius)

 
02.08.06 13:31
#16
(Foto: Getty)

Bettwanzen (Cimex lectularius)

Die rotbraunen Insekten bekommt man fast nie zu Gesicht, dafür aber leichter zu spüren, als einem lieb ist. Sie haben keine Flügel, aber einen langen Saugrüssel, und sie sind so flach, dass sie sich hinter einer Tapete verstecken können.

Symptome: Wanzen-Indizien sind zum Beispiel winzige Blutflecken in der Bettwäsche und juckende Quaddeln auf der Haut.

Übertragung: Diese Schmarotzer lauern etwa in Eisenbahnabteilen, Jugendherbergen und Kasernen. Nachts kriechen sie aus ihrem Versteck und saugen unbemerkt das Blut des Schläfers. Behandlung: Nach drei Tagen verschwinden die Quaddeln von allein. Wanzen können aber Krankheiten wie Hepatitis übertragen.

Schutz: Steigen Sie nicht in jedes Bett. Oder sehen Sie es sich vorher wenigstens genau an. Bei Verdacht den Kammerjäger rufen.  
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Zecken (Ixodes ricinus)

 
02.08.06 14:19
#17
(Foto: Okapia)

Zecken (Ixodes ricinus)

Der Blutsauger schlägt auch bei uns zu – gern im Wald oder auf der Wiese.

Symptome: Ungefähr jede dritte Zecke schleppt krankmachende Keime mit sich herum. Darunter FSME-Viren, die oft Hirnhautentzündung auslösen, sowie Bakterien, die für Lyme-Borreliose mit hartnäckiger Gelenkentzündung verantwortlich sind.

Übertragung: Der weibliche Holzbock wartet in Gebüsch und Gras auf vorbeikommende Menschen, um bei Ihnen anzudocken und tagelang Blut zu saugen.

Behandlung: Zecke schnellstmöglich mit Pinzette oder Fingernägeln an den Beißwerkzeugen packen, die ein bisschen in die Haut gebohrt sind, und herausziehen.

Schutz: Impfung gegen FSME; an einem Impfstoff gegen Borreliose wird noch gearbeitet.  
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Flöhe (Siphonaptera)

 
02.08.06 14:32
#18
(Foto: dpa)

Flöhe (Siphonaptera)

Flöhe gehören zu den so genannten Ektoparasiten, die längere Zeit auf unserem Körper leben.

Symptome: Juckreiz. Flöhe können mit ihrem Saug- Stechrüssel beim Blutsaugen Typhus-Bakterien übertragen. Im Mittelalter war der Rattenfloh Überträger der Pest.

Übertragung: Flöhe fängt man sich entweder bei Katzen oder Hunden ein.

Behandlung: Flöhe findet man meist mit etwas Geduld, kann sie dann zerquetschen. Aber Vorsicht: Oft versuchen sie sich mit einem weiten Sprung, der den Floh bis zu einem Meter weit wegkatapultiert, in letzter Sekunde vor dem bitteren Ende zu retten.  
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Läuse (Pediculidae)

 
02.08.06 15:02
#19
(Foto: Getty)

Läuse (Pediculidae)

Ebenso wie die Flöhe gehören auch die Läuse zu den Ektoparasiten, die längere Zeit auf unserem Körper leben.

Symptome: Juckreiz. Läuse können unter schlechten hygienischen Verhältnissen Fleckfieber und Borreliose übertragen.

Übertragung: Kopfläuse wandern von einem Schopf zum anderen, die Filz- oder Schamlaus wechselt gern beim Geschlechtsverkehr seinen Wirt.

Behandlung: Gegen Läuse helfen spezielle Haarshampoos, Kämme und Insektenmittel.  
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Trichinen (Trichinella spiralis)

 
#20
(Foto: Okapia)

Trichinen (Trichinella spiralis)

Die erwachsenen Würmer sind einige Millimeter lang und leben im Dünndarm. Ihre Larven wandern in die Muskulatur, kapseln sich dort bis zu 30 Jahre lang ein.

Symptome: Diese Schmarotzer lösen schwere Allergie-Attacken, hohes Fieber, Hautreizungen und Magen-Darm-Beschwerden aus. Die Weibchen durchbohren die Darmwand und gebären bis zu 2.000 Jungtrichinen. Verseuchte Muskeln verhärten sich, schwellen an und beginnen zu schmerzen. Bis zu 30 Prozent der befallenen Menschen sterben.

Übertragung: Über Fleisch.

Behandlung: Das Anti-Wurm-Mittel Mebendazol tötet die Tiere.

Schutz: Dank Fleischbeschauung sind Trichinen selten. Vorsicht ist jedoch bei Schweinefleisch geboten: Gut durchbraten, dann sterben die Parasiten.  
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