Aktienseite lässt die Entscheidung auf sich warten

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Aktienseite lässt die Entscheidung auf sich warten moya

Aktienseite lässt die Entscheidung auf sich warten

 
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Auf der Aktienseite lässt die Entscheidung auf sich warten
 
HAMBURG (S-T Systemtrade) -

Am Freitag verfielen die Dezember-Kontrakte. Und dafür sahen wir vergleichsweise wenig Umsatz an den Terminbörsen, ebenso eine geringe Schwankungsbreite in den Vortagen. Die Märkte "dümpeln" förmlich ihrem "Jahresabschluss" entgegen.
Auf der Aktienseite ist es derzeit schwierig, wirklich auffallende Kursbewegungen zu finden, welche die grundsätzliche und seit Tagen unveränderte Ausgangslage nachhaltig beeinflussen / verändern könnten. Nahezu alle der von uns beurteilten und analysierten Indizes bewegen sich weiterhin innerhalb übergeordneter, intakter Aufwärtstrends auf Wochenbasis, während auf Tagesbasis entweder seitwärts ausgerichtete Konsolidierungszonen dominieren bzw. auch hier die Aufwärtsbewegungen wieder zaghaft aufgenommen werden.
Innerhalb Europas gehören weiterhin der spanische IBEX 35 und der italienische MIB 30 zu den trendstärksten Börsenbarometern. Hier liegen uns nicht nur auf Wochenbasis, sondern auch auf Tagesbasis jeweils ein intakter Aufwärtstrend vor, chart- wie markttechnisch bestätigt.


In seitwärts ausgerichteten Konsolidierungszonen verharren ebenfalls unverändert zu den Aussagen der letzten Handelstage der EUROSTOXX 50, der deutsche DAX, sowie der französische CAC 40. Der britische FTSE 100, dem wir in den letzten Kommentaren immer wieder einen abwärts ausgerichteten Trendkanal auswiesen, konnte diesen am Donnerstag per Schlusskurs auf der Oberseite verlassen, womit sich möglicherweise auch hier zumindest eine Verbesserung in Richtung neutrales Bewegungsverhalten einstellt.


In den US-Indizes hat sich ebenfalls nichts gravierendes verändert zu den Aussagen und Beurteilungen der Vortage:
In beiden Standardwerte-Indizes Dow Jones und S&P 500 Index, liegen uns intakte Aufwärtstrends vor, erst am letzten Donnerstag wurden hier neue Bewegungshochs markiert. Beide NASDAQŽs dagegen, laufen innerhalb einer potentiellen Konsolidierungszone, deren obere Begrenzung (1631 im NASDAQ 100 und 2164 / 2171 im NASDAQ Comp.) zumindest bisher Bestand zeigt und auch als "bestätigt" betrachtet werden kann.
Technisch auffallend ist die Kursbewegung im japanischen Nikkei 225. Grundsätzlich zwar weiterhin neutral, innerhalb einer seit Monaten gültigen Konsolidierungszone, konnte er am Freitag kräftig zulegen und erreichte bereits in der Spitze den 11100er Widerstand, den er im Hoch sogar temporär leicht überschritt. Am allgemeinen Bild ändert diese Entwicklung nichts, kurzfristig ist dieser Kursanstieg jedoch interessant, da jetzt wider Widerstände ins Spiel kommen, welche entweder (bei ihrer Überwindung) zu einer Impulsbeschleunigung führen können oder eine Impulsumkehr erzwingen und somit zu einer Fortsetzung der Konsolidierung führen.
Als allgemeines Fazit können wir festhalten: wir ändern vorerst nichts an unserer allgemeinen und grundsätzlich optimistischen Erwartungshaltung im Hinblick auf eine erwartete Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. Einen großen Teil der Indizes beurteilen wir unverändert als strategisch interessant. Im kurzfristigen Zeitfenster wird diese optimistische Grundfassung entweder bestätigt oder steht mehr oder weniger im Rahmen des Möglichen - hier "schleppen" sich die Indizes noch immer knapp an der oberen Widerstandsebene ihrer laufenden Konsolidierungszonen entlang.
RANDMÄRKTE
An den Randmärkten fallen zwei Aspekte zum Wochenende hin auf:
(1) der USD behauptet bisher seine Konsolidierungstendenz gegenüber dem EURO und dem japanischen YEN. Hier bestätigte sich zumindest per Donnerstag zunächst die Ausbildung einer jungen Konsolidierungszone, welche wir im Wechselkursverhältnis zum USD in den Bereichen um 1.3461 / 1.3469 USD und 1.3136 USD auf der Unterseite abgrenzen.
(2) der Öl-Preis zog in den letzten Handelstagen wieder kräftig an. Im Brent-Crude-Oil lag die Reaktionsspitze am Donnerstag bei 41.48 USD und erreichte damit die aktuell gültige obere Begrenzungslinie des noch immer (zumindest charttechnisch) gültigen Abwärtstrends.
Im Bund-Future dominiert eindeutig und unverändert ein übergeordneter Aufwärtstrend, der per letztem Donnerstag zwar leicht korrigierte, grundsätzlich jedoch chart- wie markttechnisch bestätigt wird.

DAX
Widerstände: 4233 (O - steht zur Disposition);Unterstützungen: 4131 (u), 4101 / 4078 (u), 3983 (u), 3848 / 3836 (u);


Auch zum Wochenende hin bleibt die kurzfristig interessante bzw. auch kritische Marktverfassung im DAX / FDAX unverändert zu den Ausführungen der Vortage. Seit drei Tagen tritt der deutsche Markt praktisch auf der Stelle und schleppt sich an der oberen Begrenzung der jüngst ausgebildeten Konsolidierungszone entlang, in unmittelbarer Nähe zu seinem gültigen Jahreshoch.
Markttechnisch hat sich die Verfassung im DAX in den letzten Tagen etwas aufgehellt. So liegt uns wieder ein so genanntes long-set-up vor, auch wenn dieses nicht als stabil ausgewiesen wird, mit Blick auf die Entwicklung der Schwungkraft, ist der Markt als neutral zu beurteilen.
Ziehen wir unsere Schlussfolgerungen aus der derzeitigen Marktverfassung, können wir folgende Überlegung festhalten:
(1) strategisch gesehen, bleiben wir für den DAX optimistisch, noch unterstellen wir, dass der Index gute Chancen hat, seine Aufwärtsbewegung fortzusetzen.
(2) im kurzfristigen Zeitfenster liegt unser Hauptaugenmerk auf der aktuellen Begrenzung der laufenden Konsolidierungszone, welche im Index im Bereich um 4233 definiert und in der Praxis zwar schon mehrere male leicht durchhandelt wurde, aber noch immer auf genanntem Niveau belassen wird. Gelingt dem DAX kurzfristig (!) die Überwindung dieses Kursniveaus, rechnen wir noch einmal mit einer Beschleunigung der Schwungkraft auf der Oberseite und in der Folge mit deutlich steigenden Kursen.
(3) prallt der DAX dagegen am oberen Zonenbereich ab, werden wir mit einer temporären Fortsetzung der Konsolidierungsphase rechnen müssen. Dieses Szenario präferieren wir aktuell jedoch nicht. Müsste man sich festlegen, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Trendfortsetzung zu erwarten ist, würden wir bei unserer 60:40 bleiben.
Gruß Moya Aktienseite lässt die Entscheidung auf sich warten 1748378



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