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3. MARKTGESCHEHEN / Enronitis, Defensiv-Titel wieder gefragt
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Am Dienstag starteten die US-Maerkte neutral in den Handel, ge-
wannen im Handelsverlauf jedoch hinzu, verloren in der letzten
Handelsstunde aber wieder deutlich. Dass die US-Maerkte deutlich
unter ihrem Tageshoch schlossen hatte politische Ursachen:
Tom Daschle, Fraktionsfuehrer der Demokraten, ist scheinbar ge-
gen eine Abstimmung fuer das von Praesident Bush initiierte
Wirtschaftsfoerderungspaket. Da die Demokraten gleichzeitig die
Mehrheit im US-Senat besitzen, traf dies die US-Maerkte in der
letzten Handelsstunde hart. Nun raechen sich die unguenstigen
Mehrheitsverhaeltnisse fuer die Republikaner.
Der US-Mischkonzern TYCO INT., dem bilanzielle Ungereimtheiten
vorgeworfen werden, hat mittlerweile 60 MRD USD seit Jahresbe-
ginn an Marktkapitalisierung verloren. Die deutlichen Verluste
des DAX vom Dienstag sind massgeblich auf das Ueberschwappen der
Enronitis (Angst vor Bilanztricks & Pleiten) aus den USA zurueck-
zufuehren.
So spitzt sich derzeit die Krisensituation bei der Kirch-Gruppe
zu. Deutsche Bank-Chef Breuer sagte gestern, dass er den Konzern
mittlerweile nicht mehr fuer kreditwuerdig haelt. Insbesondere
die drohende Ausuebung der von Rupert Murdoch an Premiere gehal-
tenen Verkaufsoption im Wert von etwa 1,5 MRD Euro, Faelligkeit
Oktober, koennte fuer das Firmenimperium des Medien-Moguls Kirch
das Aus bedeuten. Somit hat Deutschland seine eigene Enron.
Das insgesamt deutlich gestiegene Kreditausfallsrisiko fuer
deutsche Banken, die ferner zusaetzliche Rueckstellungen in An-
betracht der Tango-Krise zu bilden haben, setzt deren Aktien
weiter zu.
Hinzu kamen Geruechte ueber billanzielle Ungereimtheiten bei dem
deutschen Finanzdienstleister MLP. Einerseits haben auch unsere
Analysten Probleme, die Tiefen der MLP-Bilanz auszuloten, so
dass letztendlich wohl nur Konzernlenker Thermuehlen die MLP-
Zahlen richtig zu deuten weiss - andererseits werden solche Ge-
ruechte bzw. Aengste, ob nun werthaltig oder nicht, gerne aus
technischen Gruenden von angelsaechsischen Hedgefonds gestreut
respektive forciert.
So hat die MLP-Aktie, Ende November noch bei 89 Euro notierend,
mittlerweile die charttechnisch bedeutende Chartmarke von 70 Eu-
ro unterschritten. Der naechste charttechnische Widerstand ist
erst wieder im Bereich von 50 Euro zu erkennen - ein praedesti-
nierter Fall fuer Hedgefonds.
Von der zurueckgekehrten Unsicherheit zu Wochenbeginn profitier-
ten die Defensiv-Werte wie FMC, E.ON, SCHERING, METRO oder sogar
die Aktien der DEUTSCHEN POST. Dementgegen litt die DEUTSCHE TE-
LEKOM weiter unter dem wohl als gescheitert zu betrachtenden
Verkauf der TV-Kabelsparte an Liberty. Weiter belasten hier die
mit rund 70 MRD Euro hohen Finanzverbindlichkeiten. Bis die
Kaeufer der dritten DTAG-Tranche zu 63 Euro ihre Einstiegskurse
wieder sehen, wird es wohl noch eine Dekade dauern.
Gleiches gilt auch fuer FRANCE TELECOM, deren Bonitaetsrating-
aussicht von Moody's kuerzlich auf "negative" abgestuft wurde.
Dies veranschaulicht die Teufelsspirale, in der sich die Tele-
koms weltweit derzeit befinden. Durch die hohen Schulden werden
die Bonitaetsratings abgestuft, die Refinanzierung wird somit
noch teurer, dadurch sinken die Gewinne weiter bzw. werden die
Verluste vergroessert.
Diese Probleme beschraenken sich jedoch keinesfalls auf die eu-
ropaeischen Telecoms, gestern wurde in den USA bekannt, dass
NEXTEL mittlerweile mehr als 16 MRD USD Schulden aufweist. Auch
bei WORLDCOM mehren sich die Anzeichen, dass die Liquiditaets-
lage nicht gerade ueppig ausfaellt. 4. CHARTTECHNIK / etablierte Tradingrange ist noch intakt
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Wie auch immer die juengste Marktschwaeche begruendet wird, Fakt
ist, dass der DAX derzeit noch im Bereich der Support-Zone der
seit Anfang November 2002 etablierten Tradingrange verkehrt.
Tatsaechlich geht dieser Widerstand im Bereich von 4.900 Punkten
bis in den April 1999 zurueck. Wichtig wird es in den kommenden
Tagen also sein, dass die Marke von 4.900 Punkten +/- 1% nicht
nachhaltig unterschritten wird.
Dennoch wird aus technischer Sicht erkennbar, dass der DAX zeit-
versetzt nach dem starken Anstieg im Anschluss an die September-
tiefstaende derzeit noch ein hohes Konsolidierungspotential auf-
weist, denn der DAX notiert derzeit noch deutlich ueber der 100-
Tageslinie, die derzeit bei 4.640 Punkten verlaeuft und den
naechsten wichtigen Widerstand darstellt.
Kurzfristig besteht natuerlich ein hohes Risiko von weiter fal-
lenden Kursen. Hierbei sollte jedoch relativiert werden, denn
noch vor 3 Monaten erwarteten viele Marktteilnehmer bereits eine
technische Abwaertskorrektur, die allerdings nie in dieser Form
kam - damals notierte der DAX noch bei 4.400 Punkten.
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5. KONJUNKTUR & STRATEGIE / "Nebengeraeusche herausfiltern"
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Nur auf den ersten Blick erscheint es sonderbar, dass die Maerkte
just wieder in dem Moment einbrechen, in dem klar ersichtlich
wird, dass sich die Wirtschaft in den USA bereits in einer frue-
hen Phase der Erholung befindet. Hierauf deuten nahezu alle wich-
tigen Konjunkturdaten und Wirtschaftsindikatoren der letzten 6
Wochen hin. Auf den zweiten Blick wird erkennbar, dass uns nun
die gewoehnlichen Folgen einer handfesten Wirtschaftskrise auf
Unternehmensseite einholen.
Selbst wenn die USA in 2003 wieder ein Wirtschaftswachstum von 3%
ausweist, werden dies viele kleinere als auch groessere Unterneh-
men nicht mehr erleben. Auch steigt vor diesem Hintergrund das
Kreditausfallsrisiko fuer die Banken deutlich. Die Gefahr von
Pleiten a la ENRON, KMART oder GLOBAL CROSSING, in DE bspw. von
der Kirch-Gruppe etc. war im Markt, obwohl leicht absehbar, noch
nicht genuegend eingepreist. Dieser Bewusstseinsvorgang duerfte
mit den deutlich gefallenen Kursen der letzten 10 Tage nunmehr
weitgehend abgeschlossen sein.
Ferner kann auch zumindest theoretisch die Gefahr einer Double-
Dip-Rezession noch nicht vellig ausgeschlossen werden. Ob der
aktuelle Wirtschaftsaufschwung, der derzeit zwar noch zaghaft
von statten geht aber durchaus messbar ist, sich als nachhaltig
erweisen wird, kann erst zum 3. Quartal beurteilt werden.
Mit zunehmendem Unbehagen verfolgen Anleger auch weiterhin die
Situation in Japan. Nach mehr als 10 Krisenjahren konkretisiert
sich dort zunehmend die Befuerchtung, dass man sich der Wirt-
schafts- und Finanzkrise nur per Waehrungsreform entledigen
kann, was das internationale Waehrungs- und Finanzgefuege kurz-
fristig noch einmal heftig unter Druck bringen koennte.
Insgesamt sehen wir in den USA jedoch wieder eine anziehende
Konjunktur - im Endeffekt zaehlt nur das, alles andere sind Ne-
bengeraeusche, die temporaer zwar erneute Verwerfungen an den
Aktienmaerkten bedingen koennen - aber eben nur temporaer. Vor
diesem Hintergrund empfehlen wir strategischen Investoren wei-
terhin, Schwaechephasen zum selektiven Positionsaufbau zu nut-
zen.
6. EMPFEHLUNGS-CHECK / Entwicklung vergangener Empfehlungen
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In der Rubrik "EMPFEHLUNGS-CHECK" dokumentieren wir die Ent-
wicklung der letzten Empfehlungen. Leser haben somit die Moeg-
lichkeit, die Qualitaet unserer Anlagebeurteilungen fuer den
jeweiligen Zeitraum schnell und transparent ablesen zu koennen.
Datum Titel RATING Empf.-Kurs akt Kurs Prozent
31.01. ZAPF Creation Strong Buy 22,30 22,70 + 2%
31.01. E.ON Long Term Buy 58,11 59,60 + 3%
31.01. VIVACON Buy 7,55 8,00 + 6%
31.01. BIJOU BRIGITTE Buy 36,95 37,10 unv.
24.01. BUDERUS Buy 26,20 26,75 + 2%
17.01. COMMERZBANK Long Term Buy 17,30 18,80 + 9%
17.01. SIEMENS Buy 69,05 66,80 - 3%
17.01. DT. TELEKOM Long Term Buy 17,15 16,05 - 6%
17.01. MAN AG Long Term Buy 24,90 26,00 + 5%
11.01. JENOPTIK AG Strong Buy 22,60 21,00 - 7%
03.01. SAP AG Long Term Buy 148,15 159,50 + 7%
19.12. NESCHEN AG Long Term Buy 5,50 6,75 + 23%
19.12. SAP AG Long Term Buy 147,75 159,50 + 8%
19.12. AMADEUS AG Long Term Buy 17,70 17,00 - 4%
13.12. STINNES Long Term Buy 22,40 22,75 + 1%
13.12. AMB GENERALI Buy 100,10 116,50 + 16%
05.12. SAP AG Long Term Buy 143,25 159,50 + 11%
05.12. DAIMLERCHRYSLER Long Term Buy 46,20 44,75 - 3%
05.12. DEUTSCHE BANK Buy 73,31 68,70 - 6%
29.11. DT. LUFTHANSA Strong Buy 14,50 17,00 + 17%
29.11. LEONI AG Long Term Buy 25,50 28,75 + 13%
22.11. KARSTADTQUELLE Long Term Buy 39,00 43,75 + 12%
22.11. ALTANA AG Long Term Buy 55,55 59,00 + 6%
22.11. MG TECHNOLOGIES Buy 9,60 11,15 + 16%
22.11. DOUGLAS AG Long Term Buy 28,32 28,85 + 2%
14.11. DT. LUFTHANSA Strong Buy 13,50 17,00 + 26%
14.11. BAYER AG Long Term Buy 34,13 36,90 + 8%
Hierbei wird deutlich, dass der durchschnittliche Performance-Er-
folg unserer Empfehlungen, hier ab dem Zeitraum 14.11.01 bis heu-
te, auch bei grober Betrachtung sehr deutlich ueber der DAX-Ent-
wicklung liegt, der im gleichen Zeitraum leicht abgab. Auch wei-
terhin ist es unser Ziel, Werte zu empfehlen, die eine deutlich
bessere Entwicklung als der Gesamtmarkt aufweisen.
In der letzten Woche fiel SGL CARBON (Empfehlungskurs 25,30) un-
ter den empfohlenen Stop-Loss-Kurs bei 23,50 Euro (-7%) und
faellt daher aus der Beobachtungsliste.
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7. DRAEGERWERKE / langfristig attraktive Turnaround-Story
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Die Draegerwerk AG, Luebeck, entwickelt, produziert und vertreibt
seit 1889 Geraete, Systeme und Problemloesungen in den Bereichen
Medizin-, Sicherheits- und Luft- und Raumfahrttechnik. Stammsitz
des Unternehmens ist Luebeck. Neben Fertigungsstaetten in
Deutschland sowie in Australien, China, Grossbritannien, Indien,
den Niederlanden und den USA ist Draeger mit Service- und Ver-
triebsstuetzpunkten in ueber 100 Laendern praesent. Weltweit sind
ueber 9.200 Mitarbeiter beschaeftigt.
Die Draeger Medizintechnik vermarktet weltweit ganzheitliche Pro-
blemloesungen fuer das Krankenhaus- und Gesundheitswesen. Hierzu
zaehlen die Bereiche Anaesthesie, Intensiv- und Notfallmedizin,
Neontologie, medizinische Anlagen & Systeme sowie HomeCare-Pro-
dukte. Mit dem klassischen DraegerService und dem erfolgreichen
technischen Geraetemanagement wird umfassendes Management fuer
komplette Krankenhaustechnik offeriert.
Der Geschaeftsbereich Sicherheitstechnik entwickelt, fertigt und
vertreibt Geraete, Anwendungen und Dienstleistungen, die den
Menschen vor Luft-Verunreinigungen warnen und schuetzen bzw. das
Atmen auch in Extrem-Situationen ermoeglichen. Diese Sparte ist
gegeliedert in Personenschutz- und Gasmess-Technologie sowie
Tauchtechnik. Zunehmend erbringt Draeger Safety auch komplemen-
taere Leistungen fuer ein umfassendes Gefahrenmanagement. Wich-
tige Standorte hierbei sind bspw. Pittsburgh/USA und Peking/Chi-
na.
In der Luft- und Raumfahrttechnik kann die Draeger Aerospace das
Geschaeft mit den Grosskunden der zivilen Luftfahrt, Airbus In-
dustries und Boeing, stetig ausbauen. Draeger Aerospace ist bspw.
fuer einige Flugzeugtypen Exklusiv-Lieferant bei Notsauerstoff-
Versorgungssystemen.
Nach der tiefgreifenden Restrukturierung in 2000 und den in 2001
umfassend implementierten Kostensenkungsmassnahmen befindet sich
das Unternehmen zunehmend auf Erfolgskurs. Insbesondere der Be-
reich Medizintechnik sollte nach den tiefgreifenden Kostenopti-
mierungsmassnahmen bald wieder attraktive Gewinne aufweisen. Da
vom Draeger-Umsatz rund zwei Drittel auf diese Sparte entfallen,
sehen wir fuer die naechsten 24 Monate gute Kurssperspektiven.
Die vorlaeufigen Zahlen des vergangenen Geschaeftsjahres lassen
erkennen, dass das Unternehmen seine Ertragslage entscheidend
verbessern konnte. Sowohl die positive Entwicklung der Draeger
Medical im Rahmen ihrer erfolgreich verlaufenen Restrukturierung
als auch eine weitere Ergebnisverbesserung der starken Sparte
Draeger Safety haben zu dieser Trendwende gefuehrt.
Der Umsatz der Draeger-Gruppe stieg 2001 im Vergleich zum Vor-
jahr um rund 10 Prozent auf insgesamt rund 1,3 Mrd Euro, wovon
rund 805 Mio Euro (+ 10%) auf die Draeger Medical und 420 Mio
Euro (+ 11%) auf die Draeger Safety entfallen. Das Auslandsge-
schaeft wuchs ueberdurchschnittlich. Die hoechsten Zuwachsraten
erzielte die Draeger-Gruppe in den Regionen West-Europa und As-
ien/Pazifik. Damit schreibt der Konzern und die groesste Spar-
tengesellschaft, die Draeger Medical, nach einem Jahr sowohl
beim EBIT als auch beim Jahresergebnis wieder schwarze Zahlen.
Fuer 2002 halten wir einen Umsatzzuwachs von 5% fuer realis-
tisch. Der Auftragseingang im Gesamtkonzern lag zum dritten
Quartal bei rund 10 Prozent ueber dem Vorjahr.
Die Draeger-Aktie ist unserer Ansicht nach stark unterbewer-
tet. Mit einem Umsatzanteil von zwei Dritteln aus dem Bereich
Medizintechnik ist nach erfolgreichem Turnaround ein KUV von
mindestens 0,75 gerechtfertigt. Derzeit wird das Unternehmen an
der Boerse jedoch nur mit einem Bruchteil vom Jahresumsatz be-
wertet. Bis in 2003 halten wir die Rueckkehr zur alten Ertrags-
staerke auf das 98er-Niveau fuer realisierbar. Mit einem fuer
2003 geschaetzten Gewinn von 1,10 Euro je Aktie ist der Titel
derzeit mit einem 03e-KGV von 12 interessant bewertet. Wir se-
hen gute Chancen, dass sich das Papier in den naechsten 24 Mo-
naten im Rahmen des voranschreitenden Turnarounds massgeblich
verteuert. Unser Rating lautet daher auf "Long Term buy".
Anlegern raten wir dennoch, noch einige Tage abzuwarten, denn
aus technischer Sicht besteht die Gefahr eines Verkaufssignals.
Wir raten daher, Kursschwaechen zum sukzessiven Positionsaufbau
zu nutzen.
DRAEGERWERKE VZ, WKN 555063
XETRA-Kurs 06.02: 13,25 Euro
52-Wochen-Hoch: 13,50 Euro
52-Wochen-Tief: 8,40 Euro
Kursziel 24 Monate. 19,00 Euro
empfohlenes Stop-Loss: 21,00 Euro
Unser Anlage-Urteil: "Long Term buy"
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8. MEDICLIN / aufgrund niedriger Bewertung Verdopplungschance
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Die Mediclin-Aktie weist derzeit ein interessantes Chartbild
auf. So erscheint die Etablierung der Bodenbildung im Bereich
von 4 Euro erfolgreich voranzuschreiten. Im Dezember 2000 ging
Mediclin, mit 44 Klinikbetrieben und Einrichtungen einer der
bundesweit groessten privaten Anbieter von Gesundheitsdienst-
leistungen in Deutschland, an die Boerse. Am Chart gut zu erken-
nen, es folgte nahezu ein ungebremster Absturz bis heute von 15
Euro auf nunmehr 4 Euro, geriet der Titel nach Erstnotiz durch
die Gesamtmarktverfassung unter Druck.
Der Abwaertstrend hatte indes keine fundamentalen Ursachen, denn
Mediclin ist hochattraktiv bewertet. So erwarten wir in 02e/03e
einen Gewinn je Aktie von 0,55/0,65 Euro. Somit ist der Titel mit
einem 02e/03e-KGV von 7,6/6,5 attraktiv bewertet.
Der Geschaeftsverlauf gestaltet sich weiter positiv, so erhoehte
Mediclin in den ersten neun Monaten den Umsatz im Vorjahresver-
gleich um 2,7 Prozent auf 230,9 Mio. Euro. Im dritten Quartal
wuchs der Umsatz um 6,2 Prozent gegenueber dem Vorquartal auf
80,9 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg
im dritten Quartal um ueber 60,0 Prozent auf 7,7 Mio. Euro. Der
Konzernueberschuss kletterte von 7,7 Mio. Euro im Vorjahreszeit-
raum auf 9,6 Mio. Euro, waehrend das Ergebnis je Aktie um 24,0
Prozent auf 0,30 Euro anstieg. Diese Zahlen beziehen sich auf 42
Klinikbetriebe, dabei akquirierte man zum Jahreswechsel weitere
Einrichtungen.
Zentrales Element der MediClin-Strategie ist das Generieren von
externem Wachstum durch eine rege Akquisitionstaetigkeit. In die-
sem Rahmen konzentriert sich das Unternehmen auf die Uebernahme
von sowohl oeffentlicher und kommunaler als auch in Privathand
gehaltener Kliniken. MediClin ist ein bundesweit taetiger Klinik-
betreiber, der auf die integrierte, regionale medizinische Ver-
sorgung und Vernetzung der eigenen Kliniken im Verbund und mit
Kooperationspartnern spezialisiert ist. Die MediClin AG fungiert
dabei als Konzernholding und beschaeftigt sich mit der strategi-
schen Fuehrung, der Unternehmensplanung sowie der Akquisition und
Integration von Kliniken und anderen Dienstleistungen im Gesund-
heitswesen.
Das Kerngeschaeftsfeld Klinikbetrieb umfasst Gesundheitsdienst-
leistungen wie akut-stationaere medizinische Versorgung in Allge-
mein- bzw. Akut-Krankenhaeusern, Fachkliniken und Rehabilitation/
Anschlussheilbehandlung in medizinischen Rehabilitationskliniken.
Zur Zeit entfaellt ein Drittel des Gesamtumsatzes auf den Kran-
kenhausbereich, zwei Drittel entfallen auf den Bereich Rehabili-
tation.
Dabei verfuegt das Unternehmen ueber vielversprechende Entwick-
lungsperspektiven: Unseren Schaetzungen nach verfuegten 2001 die
5 fuehrenden privaten Klinikbetreiber in Deutschland ueber einen
Marktanteil von unter 7%. In einer Arthur Andersen-Studie wird
dem Gesundheitsmarkt in Deutschland fuer die naechsten Jahre ein
Wachstum von rund 8% prognostiziert. Derzeit duerfte der deutsche
Gesundheitsmarkt unserer Schaetzung nach ein Volumen von rund 350
Mrd Euro aufweisen, wovon rund 100 Mrd Euro auf Krankenhaeuser
und Fachkliniken entfallen.
Massgebliche Wachstumschancen und Phantasie fuer Mediclin liegen
weiter im Konzentrationsprozess begruendet, wobei zunehmend ins-
besondere auch kommunale Einrichtungen aufgrund der angespannten
Haushaltslage privatisiert werden. Derzeit ist absehbar, dass der
Privatisierungsprozess weiter voranschreitet. Vor dem Hintergrund
der wie eingangs aufgefuehrt sehr guenstigen Bewertung und des
erfolgreich voranschreitenden charttechnischen Bodenbildungspro-
zesses halten wir die Kursperspektiven der Mediclin-Aktie sowohl
in mittelfristiger als auch in langfristiger Hinsicht fuer inte-
ressant. Unser Rating lautet auf "Strong Buy".
MEDICLIN AG, WKN 659510
Marktkapitalisierung: 129 Mio Euro
Umsatzmultiple 03e: 0,27
EPS 03e: 0,65
KGV 03e: 6
FFWP-Kurs 06.02: 4,15 Euro
52-Wochen-Hoch: 14,70 Euro
52-Wochen-Tief: 3,60 Euro
Kursziel 24 Monate. 9,00 Euro
empfohlenes Stop-Loss: 3,78 Euro
Unser Anlage-Urteil: "Strong Buy"
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9. CALL-OPTIONSSCHEIN auf GOLD spekulative Tradingchance
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Aus technischer Sicht generiert Gold derzeit ein Kaufsignal. Mit
Ueberwindung des Widerstandes bei rund 290 USD wird Kurspotential
bis auf 325 USD je Goldunze ersichtlich. Unterstuetzt wird der
Goldpreis als bewaehrte Krisenwaehrung durch die wieder zunehmen-
de Unsicherheit der Anleger, gerade im Hinblick auf die Bilanzie-
rungsaengste in den USA sowie das weitere weltweite Krisenpoten-
tial (bspw. unter Umstaenden drohende Waehrungsreform in Japan).
Wir wollen hierbei deutlich zum Ausdruck bringen, dass es sich
hierbei keinesfalls um ein strategiches Investment handelt. Zur
Absicherung eines longlastigen Aktien-Portfolios oder als Tra-
dingchance mit einem Zeitfenster von ca. 3 -5 Monaten halten wir
einen Gold-Optionsschein mit Sicht auf 3-6 Monate jedoch fuer
aussichtsreich. Hinsichtlich der Bewertungskennziffern halten wir
dabei folgenden Optionsschein fuer interessant:
WKN Emittent Basis- Faell- Brief- Omega
preis igkeit kurs
638201 Commerzb. USD 290 09.09.02. 2,29 8,00
Anleger sollten sich des spekulativen Charakters bewusst sein und
daher eine restriktive Limittechnik verfolgen.
13. BANKANALYSEN & RATINGS renommierter Institute - Standardwerte
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Die Liste ist alphabetisch sortiert, damit Sie Ihre Favoriten
schnell auffinden koennen.
TITEL RATING INSTITUT DATUM
Allianz "LT buy" Merrill Lynch 04.02.
Allianz "outperform" MSDW 01.02.
Allianz halten Bankges.Berlin 05.02.
Altana halten Kreissparkasse Pinneberg 01.02.
Altana Kursziel 68 Euro Fuerst Fugger 05.02.
Altana uebergewichten Bankhaus Reuschel 01.02.
Bayer halten Delbrueck A.M. 01.02.
Beiersdorf halten Bankges.Berlin 01.02.
Beiersdorf halten Bankges.Berlin 05.02.
BMW "add" HSBC Invest. 04.02.
Buderus akkumulieren Bankges.Berlin 05.02.
Celanese "buy" HSBC Invest. 04.02.
Celanese untergewichten Helaba Trust 05.02.
Commerbank neutral Helaba Trust 04.02.
Commerzbank halten Bankges.Berlin 05.02.
Commerzbank neutral BW Bank 05.02.
Commerzbank Outperformer Sal. Oppenheim 05.02.
Commerzbank untergewichten Delbrueck A.M. 05.02.
DaimlerChrysl. "buy" Bankhaus Metzler 04.02.
DaimlerChrysl. akkumulieren Delbrueck A.M. 04.02.
DaimlerChrysl. Kursziel 56 Euro SEB 04.02.
DaimlerChrysl. neutral Sal. Oppenheim 01.02.
DaimlerChrysl. Outperformer LB Baden-Wuert. 04.02.
DaimlerChrysl. reduzieren WGZ-Bank 04.02.
DaimlerChrysl. uebergewichten BW Bank 04.02.
DaimlerChrysl. untergewichten Helaba Trust 05.02.
Deutsche Bank "buy" Sparkasse Bremen 04.02.
Deutsche Bank "outperform" WestLB Panmure 04.02.
Deutsche Bank "underperform" MSDW 01.02.
Deutsche Bank Fair Value 80 Eu J.P. Morgan Chase & Co. 04.02.
Deutsche Bank kaufen Bankges.Berlin 01.02.
Deutsche Bank neutral Bankhaus Reuschel 01.02.
Deutsche Bank neutral BW Bank 01.02.
Deutsche Bank neutral Delbrueck A.M. 01.02.
Deutsche Bank untergewichten Helaba Trust 05.02.
Deut. Boerse akkumulieren Bankges.Berlin 01.02.
Deut. Boerse Outperformer Sal. Oppenheim 01.02.
Deutsche Post halten ABN Amro 05.02.
Deutsche Post halten Bankges.Berlin 01.02.
Deutsche Post uebergewichten BW Bank 04.02.
Deut. Telekom kaufen Bankges.Berlin 01.02.
Douglas Marketperformer Bankhaus Reuschel 01.02.
Dt. Telekom langfrist. kaufen ABN Amro 04.02.
Dyckerhoff kaufen ABN Amro 04.02.
Epcos "buy" Bankhaus Metzler 04.02.
Epcos "hold" CSFB 01.02.
Epcos "LT strong buy" Merrill Lynch 01.02.
Epcos akkumulieren Bankges.Berlin 01.02.
Epcos akkumulieren WGZ-Bank 05.02.
Epcos kaufen Deutsche Bank 04.02.
Epcos neuer Fair Value Sal. Oppenheim 01.02.
Epcos neutral BW Bank 01.02.
Epcos neutral MSDW 01.02.
EPCOS Outperformer LB Baden-Wuert. 01.02.
Epcos untergewichten Helaba Trust 01.02.
Fresenius
Med. Care "Recomm. List" Goldman Sachs 04.02.
Gehe "buy" HSBC Invest. 04.02.
Hannover Rueck "NT strong buy" Merrill Lynch 01.02.
Hannover Rueck akkumulieren ABN Amro 04.02.
Hannover Rueck klarer Kauf Sparkasse Bremen 04.02.
Hannover Rueck Outperformer Sal. Oppenheim 01.02.
Heidelb. Druck "strong buy" Sparkasse Bremen 04.02.
Heid. Zement "Mkt. Outperf." Goldman Sachs 01.02.
Hochtief uebergewichten Helaba Trust 05.02.
Infineon "buy" DrKW 01.02.
Infineon akkumulieren Delbrueck A.M. 05.02.
Infineon Tech. "outperform" MSDW 04.02.
IWKA "buy" HSBC Invest. 05.02.
Jenoptik Upgrade LB Baden-Wuert. 01.02.
K+S zurueckgestuft Delbrueck A.M. 04.02.
Linde "add" DrKW 04.02.
Linde halten Bankges.Berlin 01.02.
Linde halten Delbrueck A.M. 01.02.
Linde Kursziel 50 Euro SEB 01.02.
Linde Outperformer Sal. Oppenheim 01.02.
Lufthansa halten Bankges.Berlin 01.02.
Metro "sell" ABN Amro 01.02.
mg technolog. "add" HSBC Invest. 04.02.
mg technolog. neutral Helaba Trust 05.02.
MLP "buy" Bankhaus Metzler 04.02.
MLP "buy" Concord Effekten 01.02.
MLP "buy" Deutsche Bank 04.02.
MLP "outperform" BNP Paribas 01.02.
MLP halten ABN Amro 01.02.
MLP kaufen Deutsche Bank 05.02.
MLP kaufen M.M.Warburg 05.02.
MLP neutral Helaba Trust 01.02.
MLP reduzieren WGZ-Bank 01.02.
ProSiebenSAT.1
Media verkaufen WestLB Panmure 05.02.
RWE halten Kreissparkasse Pinneberg 01.02.
SAP "buy" SG Cowen 01.02.
Schering "add" HSBC Invest. 04.02.
Schering "buy" Dresdner K.W. 05.02.
Schering "outperform" BNP Paribas 05.02.
Schering "strong buy" Merrill Lynch 01.02.
Schering "strong buy" Merrill Lynch 05.02.
Schering akkumulieren Delbrueck A.M. 05.02.
Schering halten Bankges.Berlin 05.02.
Schering halten Kreissparkasse Pinneberg 01.02.
Schering Outperformer Frankfurter Sparkasse 01.02.
Schering Outperformer Sal. Oppenheim 05.02.
Schering uebergewichten Helaba Trust 04.02.
Siemens "Market Perform" Goldman Sachs 05.02.
Software AG "Market Outperf." Goldman Sachs 01.02.
Software AG akkumulieren ABN Amro 04.02.
Software AG Downgrade Goldman Sachs 04.02.
Software AG Downgrade Lehman Brothers 01.02.
Software AG Downgrade Merrill Lynch 01.02.
Software AG Fair Value 45,10
Euro Sal. Oppenheim 05.02.
Software AG neutral Sparkasse Bremen 04.02.
STADA akkumulieren Delbrueck A.M. 04.02.
Stinnes "buy" Bankhaus Metzler 05.02.
Stinnes akkumulieren AC Research 04.02.
Stinnes kaufen WGZ-Bank 04.02.
Suedzucker akkumulieren Bankges.Berlin 01.02.
ThyssenKrupp in guter Verfass. M.M.Warburg 04.02.
Alle Angaben ohne Gewaehr und ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit.
14. TERMINE / Unternehmen, Wirtschaft, wichtige Tradingtermine
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DONNERSTAG, 7. Februar
EU - BIP (Q3)
- Sitzung des EZB-Rats
GB - BoE Zinsentscheidung
DE - mg technologies, Quartalszahlen Q1
- Allianz AG, Jahresabschluss
- GILDEMEISTER, vorl. Jahresabschluss
- Adidas-Salomon, vorl. Jahresabschluss
US Zeit ET Konjunkturindikator Markterwartung vorheriger Wert
08-30 am - wchtl. Erstantr. Arbeitslosenhilfe 395K 390K
03-00 pm - Konsumentenkredite 9,0B 19,9B
US-Unternehmen Fiskalzeitraum EPS-Erwartung
American Int. Group 0,78 0,65
WorldCom 0,16
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FREITAG, 8. Februar
DE - Industrieproduktion (Dez.)
US Zeit ET Konjunkturindikator Markterwartung vorheriger Wert
10:00 am - Lagerbestaende -0,5% -1,1%
US-Unternehmen Fiskalzeitraum EPS-Erwartung
Goodyear Tire & Rubber -0,28 -0,11
Angaben ohne Gewaehr und ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit
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15. DISCLAIMER / Haftungsausschluss und Risikohinweise
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3. MARKTGESCHEHEN / Enronitis, Defensiv-Titel wieder gefragt
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Am Dienstag starteten die US-Maerkte neutral in den Handel, ge-
wannen im Handelsverlauf jedoch hinzu, verloren in der letzten
Handelsstunde aber wieder deutlich. Dass die US-Maerkte deutlich
unter ihrem Tageshoch schlossen hatte politische Ursachen:
Tom Daschle, Fraktionsfuehrer der Demokraten, ist scheinbar ge-
gen eine Abstimmung fuer das von Praesident Bush initiierte
Wirtschaftsfoerderungspaket. Da die Demokraten gleichzeitig die
Mehrheit im US-Senat besitzen, traf dies die US-Maerkte in der
letzten Handelsstunde hart. Nun raechen sich die unguenstigen
Mehrheitsverhaeltnisse fuer die Republikaner.
Der US-Mischkonzern TYCO INT., dem bilanzielle Ungereimtheiten
vorgeworfen werden, hat mittlerweile 60 MRD USD seit Jahresbe-
ginn an Marktkapitalisierung verloren. Die deutlichen Verluste
des DAX vom Dienstag sind massgeblich auf das Ueberschwappen der
Enronitis (Angst vor Bilanztricks & Pleiten) aus den USA zurueck-
zufuehren.
So spitzt sich derzeit die Krisensituation bei der Kirch-Gruppe
zu. Deutsche Bank-Chef Breuer sagte gestern, dass er den Konzern
mittlerweile nicht mehr fuer kreditwuerdig haelt. Insbesondere
die drohende Ausuebung der von Rupert Murdoch an Premiere gehal-
tenen Verkaufsoption im Wert von etwa 1,5 MRD Euro, Faelligkeit
Oktober, koennte fuer das Firmenimperium des Medien-Moguls Kirch
das Aus bedeuten. Somit hat Deutschland seine eigene Enron.
Das insgesamt deutlich gestiegene Kreditausfallsrisiko fuer
deutsche Banken, die ferner zusaetzliche Rueckstellungen in An-
betracht der Tango-Krise zu bilden haben, setzt deren Aktien
weiter zu.
Hinzu kamen Geruechte ueber billanzielle Ungereimtheiten bei dem
deutschen Finanzdienstleister MLP. Einerseits haben auch unsere
Analysten Probleme, die Tiefen der MLP-Bilanz auszuloten, so
dass letztendlich wohl nur Konzernlenker Thermuehlen die MLP-
Zahlen richtig zu deuten weiss - andererseits werden solche Ge-
ruechte bzw. Aengste, ob nun werthaltig oder nicht, gerne aus
technischen Gruenden von angelsaechsischen Hedgefonds gestreut
respektive forciert.
So hat die MLP-Aktie, Ende November noch bei 89 Euro notierend,
mittlerweile die charttechnisch bedeutende Chartmarke von 70 Eu-
ro unterschritten. Der naechste charttechnische Widerstand ist
erst wieder im Bereich von 50 Euro zu erkennen - ein praedesti-
nierter Fall fuer Hedgefonds.
Von der zurueckgekehrten Unsicherheit zu Wochenbeginn profitier-
ten die Defensiv-Werte wie FMC, E.ON, SCHERING, METRO oder sogar
die Aktien der DEUTSCHEN POST. Dementgegen litt die DEUTSCHE TE-
LEKOM weiter unter dem wohl als gescheitert zu betrachtenden
Verkauf der TV-Kabelsparte an Liberty. Weiter belasten hier die
mit rund 70 MRD Euro hohen Finanzverbindlichkeiten. Bis die
Kaeufer der dritten DTAG-Tranche zu 63 Euro ihre Einstiegskurse
wieder sehen, wird es wohl noch eine Dekade dauern.
Gleiches gilt auch fuer FRANCE TELECOM, deren Bonitaetsrating-
aussicht von Moody's kuerzlich auf "negative" abgestuft wurde.
Dies veranschaulicht die Teufelsspirale, in der sich die Tele-
koms weltweit derzeit befinden. Durch die hohen Schulden werden
die Bonitaetsratings abgestuft, die Refinanzierung wird somit
noch teurer, dadurch sinken die Gewinne weiter bzw. werden die
Verluste vergroessert.
Diese Probleme beschraenken sich jedoch keinesfalls auf die eu-
ropaeischen Telecoms, gestern wurde in den USA bekannt, dass
NEXTEL mittlerweile mehr als 16 MRD USD Schulden aufweist. Auch
bei WORLDCOM mehren sich die Anzeichen, dass die Liquiditaets-
lage nicht gerade ueppig ausfaellt. 4. CHARTTECHNIK / etablierte Tradingrange ist noch intakt
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Wie auch immer die juengste Marktschwaeche begruendet wird, Fakt
ist, dass der DAX derzeit noch im Bereich der Support-Zone der
seit Anfang November 2002 etablierten Tradingrange verkehrt.
Tatsaechlich geht dieser Widerstand im Bereich von 4.900 Punkten
bis in den April 1999 zurueck. Wichtig wird es in den kommenden
Tagen also sein, dass die Marke von 4.900 Punkten +/- 1% nicht
nachhaltig unterschritten wird.
Dennoch wird aus technischer Sicht erkennbar, dass der DAX zeit-
versetzt nach dem starken Anstieg im Anschluss an die September-
tiefstaende derzeit noch ein hohes Konsolidierungspotential auf-
weist, denn der DAX notiert derzeit noch deutlich ueber der 100-
Tageslinie, die derzeit bei 4.640 Punkten verlaeuft und den
naechsten wichtigen Widerstand darstellt.
Kurzfristig besteht natuerlich ein hohes Risiko von weiter fal-
lenden Kursen. Hierbei sollte jedoch relativiert werden, denn
noch vor 3 Monaten erwarteten viele Marktteilnehmer bereits eine
technische Abwaertskorrektur, die allerdings nie in dieser Form
kam - damals notierte der DAX noch bei 4.400 Punkten.
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5. KONJUNKTUR & STRATEGIE / "Nebengeraeusche herausfiltern"
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Nur auf den ersten Blick erscheint es sonderbar, dass die Maerkte
just wieder in dem Moment einbrechen, in dem klar ersichtlich
wird, dass sich die Wirtschaft in den USA bereits in einer frue-
hen Phase der Erholung befindet. Hierauf deuten nahezu alle wich-
tigen Konjunkturdaten und Wirtschaftsindikatoren der letzten 6
Wochen hin. Auf den zweiten Blick wird erkennbar, dass uns nun
die gewoehnlichen Folgen einer handfesten Wirtschaftskrise auf
Unternehmensseite einholen.
Selbst wenn die USA in 2003 wieder ein Wirtschaftswachstum von 3%
ausweist, werden dies viele kleinere als auch groessere Unterneh-
men nicht mehr erleben. Auch steigt vor diesem Hintergrund das
Kreditausfallsrisiko fuer die Banken deutlich. Die Gefahr von
Pleiten a la ENRON, KMART oder GLOBAL CROSSING, in DE bspw. von
der Kirch-Gruppe etc. war im Markt, obwohl leicht absehbar, noch
nicht genuegend eingepreist. Dieser Bewusstseinsvorgang duerfte
mit den deutlich gefallenen Kursen der letzten 10 Tage nunmehr
weitgehend abgeschlossen sein.
Ferner kann auch zumindest theoretisch die Gefahr einer Double-
Dip-Rezession noch nicht vellig ausgeschlossen werden. Ob der
aktuelle Wirtschaftsaufschwung, der derzeit zwar noch zaghaft
von statten geht aber durchaus messbar ist, sich als nachhaltig
erweisen wird, kann erst zum 3. Quartal beurteilt werden.
Mit zunehmendem Unbehagen verfolgen Anleger auch weiterhin die
Situation in Japan. Nach mehr als 10 Krisenjahren konkretisiert
sich dort zunehmend die Befuerchtung, dass man sich der Wirt-
schafts- und Finanzkrise nur per Waehrungsreform entledigen
kann, was das internationale Waehrungs- und Finanzgefuege kurz-
fristig noch einmal heftig unter Druck bringen koennte.
Insgesamt sehen wir in den USA jedoch wieder eine anziehende
Konjunktur - im Endeffekt zaehlt nur das, alles andere sind Ne-
bengeraeusche, die temporaer zwar erneute Verwerfungen an den
Aktienmaerkten bedingen koennen - aber eben nur temporaer. Vor
diesem Hintergrund empfehlen wir strategischen Investoren wei-
terhin, Schwaechephasen zum selektiven Positionsaufbau zu nut-
zen.
6. EMPFEHLUNGS-CHECK / Entwicklung vergangener Empfehlungen
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In der Rubrik "EMPFEHLUNGS-CHECK" dokumentieren wir die Ent-
wicklung der letzten Empfehlungen. Leser haben somit die Moeg-
lichkeit, die Qualitaet unserer Anlagebeurteilungen fuer den
jeweiligen Zeitraum schnell und transparent ablesen zu koennen.
Datum Titel RATING Empf.-Kurs akt Kurs Prozent
31.01. ZAPF Creation Strong Buy 22,30 22,70 + 2%
31.01. E.ON Long Term Buy 58,11 59,60 + 3%
31.01. VIVACON Buy 7,55 8,00 + 6%
31.01. BIJOU BRIGITTE Buy 36,95 37,10 unv.
24.01. BUDERUS Buy 26,20 26,75 + 2%
17.01. COMMERZBANK Long Term Buy 17,30 18,80 + 9%
17.01. SIEMENS Buy 69,05 66,80 - 3%
17.01. DT. TELEKOM Long Term Buy 17,15 16,05 - 6%
17.01. MAN AG Long Term Buy 24,90 26,00 + 5%
11.01. JENOPTIK AG Strong Buy 22,60 21,00 - 7%
03.01. SAP AG Long Term Buy 148,15 159,50 + 7%
19.12. NESCHEN AG Long Term Buy 5,50 6,75 + 23%
19.12. SAP AG Long Term Buy 147,75 159,50 + 8%
19.12. AMADEUS AG Long Term Buy 17,70 17,00 - 4%
13.12. STINNES Long Term Buy 22,40 22,75 + 1%
13.12. AMB GENERALI Buy 100,10 116,50 + 16%
05.12. SAP AG Long Term Buy 143,25 159,50 + 11%
05.12. DAIMLERCHRYSLER Long Term Buy 46,20 44,75 - 3%
05.12. DEUTSCHE BANK Buy 73,31 68,70 - 6%
29.11. DT. LUFTHANSA Strong Buy 14,50 17,00 + 17%
29.11. LEONI AG Long Term Buy 25,50 28,75 + 13%
22.11. KARSTADTQUELLE Long Term Buy 39,00 43,75 + 12%
22.11. ALTANA AG Long Term Buy 55,55 59,00 + 6%
22.11. MG TECHNOLOGIES Buy 9,60 11,15 + 16%
22.11. DOUGLAS AG Long Term Buy 28,32 28,85 + 2%
14.11. DT. LUFTHANSA Strong Buy 13,50 17,00 + 26%
14.11. BAYER AG Long Term Buy 34,13 36,90 + 8%
Hierbei wird deutlich, dass der durchschnittliche Performance-Er-
folg unserer Empfehlungen, hier ab dem Zeitraum 14.11.01 bis heu-
te, auch bei grober Betrachtung sehr deutlich ueber der DAX-Ent-
wicklung liegt, der im gleichen Zeitraum leicht abgab. Auch wei-
terhin ist es unser Ziel, Werte zu empfehlen, die eine deutlich
bessere Entwicklung als der Gesamtmarkt aufweisen.
In der letzten Woche fiel SGL CARBON (Empfehlungskurs 25,30) un-
ter den empfohlenen Stop-Loss-Kurs bei 23,50 Euro (-7%) und
faellt daher aus der Beobachtungsliste.
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7. DRAEGERWERKE / langfristig attraktive Turnaround-Story
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Die Draegerwerk AG, Luebeck, entwickelt, produziert und vertreibt
seit 1889 Geraete, Systeme und Problemloesungen in den Bereichen
Medizin-, Sicherheits- und Luft- und Raumfahrttechnik. Stammsitz
des Unternehmens ist Luebeck. Neben Fertigungsstaetten in
Deutschland sowie in Australien, China, Grossbritannien, Indien,
den Niederlanden und den USA ist Draeger mit Service- und Ver-
triebsstuetzpunkten in ueber 100 Laendern praesent. Weltweit sind
ueber 9.200 Mitarbeiter beschaeftigt.
Die Draeger Medizintechnik vermarktet weltweit ganzheitliche Pro-
blemloesungen fuer das Krankenhaus- und Gesundheitswesen. Hierzu
zaehlen die Bereiche Anaesthesie, Intensiv- und Notfallmedizin,
Neontologie, medizinische Anlagen & Systeme sowie HomeCare-Pro-
dukte. Mit dem klassischen DraegerService und dem erfolgreichen
technischen Geraetemanagement wird umfassendes Management fuer
komplette Krankenhaustechnik offeriert.
Der Geschaeftsbereich Sicherheitstechnik entwickelt, fertigt und
vertreibt Geraete, Anwendungen und Dienstleistungen, die den
Menschen vor Luft-Verunreinigungen warnen und schuetzen bzw. das
Atmen auch in Extrem-Situationen ermoeglichen. Diese Sparte ist
gegeliedert in Personenschutz- und Gasmess-Technologie sowie
Tauchtechnik. Zunehmend erbringt Draeger Safety auch komplemen-
taere Leistungen fuer ein umfassendes Gefahrenmanagement. Wich-
tige Standorte hierbei sind bspw. Pittsburgh/USA und Peking/Chi-
na.
In der Luft- und Raumfahrttechnik kann die Draeger Aerospace das
Geschaeft mit den Grosskunden der zivilen Luftfahrt, Airbus In-
dustries und Boeing, stetig ausbauen. Draeger Aerospace ist bspw.
fuer einige Flugzeugtypen Exklusiv-Lieferant bei Notsauerstoff-
Versorgungssystemen.
Nach der tiefgreifenden Restrukturierung in 2000 und den in 2001
umfassend implementierten Kostensenkungsmassnahmen befindet sich
das Unternehmen zunehmend auf Erfolgskurs. Insbesondere der Be-
reich Medizintechnik sollte nach den tiefgreifenden Kostenopti-
mierungsmassnahmen bald wieder attraktive Gewinne aufweisen. Da
vom Draeger-Umsatz rund zwei Drittel auf diese Sparte entfallen,
sehen wir fuer die naechsten 24 Monate gute Kurssperspektiven.
Die vorlaeufigen Zahlen des vergangenen Geschaeftsjahres lassen
erkennen, dass das Unternehmen seine Ertragslage entscheidend
verbessern konnte. Sowohl die positive Entwicklung der Draeger
Medical im Rahmen ihrer erfolgreich verlaufenen Restrukturierung
als auch eine weitere Ergebnisverbesserung der starken Sparte
Draeger Safety haben zu dieser Trendwende gefuehrt.
Der Umsatz der Draeger-Gruppe stieg 2001 im Vergleich zum Vor-
jahr um rund 10 Prozent auf insgesamt rund 1,3 Mrd Euro, wovon
rund 805 Mio Euro (+ 10%) auf die Draeger Medical und 420 Mio
Euro (+ 11%) auf die Draeger Safety entfallen. Das Auslandsge-
schaeft wuchs ueberdurchschnittlich. Die hoechsten Zuwachsraten
erzielte die Draeger-Gruppe in den Regionen West-Europa und As-
ien/Pazifik. Damit schreibt der Konzern und die groesste Spar-
tengesellschaft, die Draeger Medical, nach einem Jahr sowohl
beim EBIT als auch beim Jahresergebnis wieder schwarze Zahlen.
Fuer 2002 halten wir einen Umsatzzuwachs von 5% fuer realis-
tisch. Der Auftragseingang im Gesamtkonzern lag zum dritten
Quartal bei rund 10 Prozent ueber dem Vorjahr.
Die Draeger-Aktie ist unserer Ansicht nach stark unterbewer-
tet. Mit einem Umsatzanteil von zwei Dritteln aus dem Bereich
Medizintechnik ist nach erfolgreichem Turnaround ein KUV von
mindestens 0,75 gerechtfertigt. Derzeit wird das Unternehmen an
der Boerse jedoch nur mit einem Bruchteil vom Jahresumsatz be-
wertet. Bis in 2003 halten wir die Rueckkehr zur alten Ertrags-
staerke auf das 98er-Niveau fuer realisierbar. Mit einem fuer
2003 geschaetzten Gewinn von 1,10 Euro je Aktie ist der Titel
derzeit mit einem 03e-KGV von 12 interessant bewertet. Wir se-
hen gute Chancen, dass sich das Papier in den naechsten 24 Mo-
naten im Rahmen des voranschreitenden Turnarounds massgeblich
verteuert. Unser Rating lautet daher auf "Long Term buy".
Anlegern raten wir dennoch, noch einige Tage abzuwarten, denn
aus technischer Sicht besteht die Gefahr eines Verkaufssignals.
Wir raten daher, Kursschwaechen zum sukzessiven Positionsaufbau
zu nutzen.
DRAEGERWERKE VZ, WKN 555063
XETRA-Kurs 06.02: 13,25 Euro
52-Wochen-Hoch: 13,50 Euro
52-Wochen-Tief: 8,40 Euro
Kursziel 24 Monate. 19,00 Euro
empfohlenes Stop-Loss: 21,00 Euro
Unser Anlage-Urteil: "Long Term buy"
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8. MEDICLIN / aufgrund niedriger Bewertung Verdopplungschance
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Die Mediclin-Aktie weist derzeit ein interessantes Chartbild
auf. So erscheint die Etablierung der Bodenbildung im Bereich
von 4 Euro erfolgreich voranzuschreiten. Im Dezember 2000 ging
Mediclin, mit 44 Klinikbetrieben und Einrichtungen einer der
bundesweit groessten privaten Anbieter von Gesundheitsdienst-
leistungen in Deutschland, an die Boerse. Am Chart gut zu erken-
nen, es folgte nahezu ein ungebremster Absturz bis heute von 15
Euro auf nunmehr 4 Euro, geriet der Titel nach Erstnotiz durch
die Gesamtmarktverfassung unter Druck.
Der Abwaertstrend hatte indes keine fundamentalen Ursachen, denn
Mediclin ist hochattraktiv bewertet. So erwarten wir in 02e/03e
einen Gewinn je Aktie von 0,55/0,65 Euro. Somit ist der Titel mit
einem 02e/03e-KGV von 7,6/6,5 attraktiv bewertet.
Der Geschaeftsverlauf gestaltet sich weiter positiv, so erhoehte
Mediclin in den ersten neun Monaten den Umsatz im Vorjahresver-
gleich um 2,7 Prozent auf 230,9 Mio. Euro. Im dritten Quartal
wuchs der Umsatz um 6,2 Prozent gegenueber dem Vorquartal auf
80,9 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg
im dritten Quartal um ueber 60,0 Prozent auf 7,7 Mio. Euro. Der
Konzernueberschuss kletterte von 7,7 Mio. Euro im Vorjahreszeit-
raum auf 9,6 Mio. Euro, waehrend das Ergebnis je Aktie um 24,0
Prozent auf 0,30 Euro anstieg. Diese Zahlen beziehen sich auf 42
Klinikbetriebe, dabei akquirierte man zum Jahreswechsel weitere
Einrichtungen.
Zentrales Element der MediClin-Strategie ist das Generieren von
externem Wachstum durch eine rege Akquisitionstaetigkeit. In die-
sem Rahmen konzentriert sich das Unternehmen auf die Uebernahme
von sowohl oeffentlicher und kommunaler als auch in Privathand
gehaltener Kliniken. MediClin ist ein bundesweit taetiger Klinik-
betreiber, der auf die integrierte, regionale medizinische Ver-
sorgung und Vernetzung der eigenen Kliniken im Verbund und mit
Kooperationspartnern spezialisiert ist. Die MediClin AG fungiert
dabei als Konzernholding und beschaeftigt sich mit der strategi-
schen Fuehrung, der Unternehmensplanung sowie der Akquisition und
Integration von Kliniken und anderen Dienstleistungen im Gesund-
heitswesen.
Das Kerngeschaeftsfeld Klinikbetrieb umfasst Gesundheitsdienst-
leistungen wie akut-stationaere medizinische Versorgung in Allge-
mein- bzw. Akut-Krankenhaeusern, Fachkliniken und Rehabilitation/
Anschlussheilbehandlung in medizinischen Rehabilitationskliniken.
Zur Zeit entfaellt ein Drittel des Gesamtumsatzes auf den Kran-
kenhausbereich, zwei Drittel entfallen auf den Bereich Rehabili-
tation.
Dabei verfuegt das Unternehmen ueber vielversprechende Entwick-
lungsperspektiven: Unseren Schaetzungen nach verfuegten 2001 die
5 fuehrenden privaten Klinikbetreiber in Deutschland ueber einen
Marktanteil von unter 7%. In einer Arthur Andersen-Studie wird
dem Gesundheitsmarkt in Deutschland fuer die naechsten Jahre ein
Wachstum von rund 8% prognostiziert. Derzeit duerfte der deutsche
Gesundheitsmarkt unserer Schaetzung nach ein Volumen von rund 350
Mrd Euro aufweisen, wovon rund 100 Mrd Euro auf Krankenhaeuser
und Fachkliniken entfallen.
Massgebliche Wachstumschancen und Phantasie fuer Mediclin liegen
weiter im Konzentrationsprozess begruendet, wobei zunehmend ins-
besondere auch kommunale Einrichtungen aufgrund der angespannten
Haushaltslage privatisiert werden. Derzeit ist absehbar, dass der
Privatisierungsprozess weiter voranschreitet. Vor dem Hintergrund
der wie eingangs aufgefuehrt sehr guenstigen Bewertung und des
erfolgreich voranschreitenden charttechnischen Bodenbildungspro-
zesses halten wir die Kursperspektiven der Mediclin-Aktie sowohl
in mittelfristiger als auch in langfristiger Hinsicht fuer inte-
ressant. Unser Rating lautet auf "Strong Buy".
MEDICLIN AG, WKN 659510
Marktkapitalisierung: 129 Mio Euro
Umsatzmultiple 03e: 0,27
EPS 03e: 0,65
KGV 03e: 6
FFWP-Kurs 06.02: 4,15 Euro
52-Wochen-Hoch: 14,70 Euro
52-Wochen-Tief: 3,60 Euro
Kursziel 24 Monate. 9,00 Euro
empfohlenes Stop-Loss: 3,78 Euro
Unser Anlage-Urteil: "Strong Buy"
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9. CALL-OPTIONSSCHEIN auf GOLD spekulative Tradingchance
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Aus technischer Sicht generiert Gold derzeit ein Kaufsignal. Mit
Ueberwindung des Widerstandes bei rund 290 USD wird Kurspotential
bis auf 325 USD je Goldunze ersichtlich. Unterstuetzt wird der
Goldpreis als bewaehrte Krisenwaehrung durch die wieder zunehmen-
de Unsicherheit der Anleger, gerade im Hinblick auf die Bilanzie-
rungsaengste in den USA sowie das weitere weltweite Krisenpoten-
tial (bspw. unter Umstaenden drohende Waehrungsreform in Japan).
Wir wollen hierbei deutlich zum Ausdruck bringen, dass es sich
hierbei keinesfalls um ein strategiches Investment handelt. Zur
Absicherung eines longlastigen Aktien-Portfolios oder als Tra-
dingchance mit einem Zeitfenster von ca. 3 -5 Monaten halten wir
einen Gold-Optionsschein mit Sicht auf 3-6 Monate jedoch fuer
aussichtsreich. Hinsichtlich der Bewertungskennziffern halten wir
dabei folgenden Optionsschein fuer interessant:
WKN Emittent Basis- Faell- Brief- Omega
preis igkeit kurs
638201 Commerzb. USD 290 09.09.02. 2,29 8,00
Anleger sollten sich des spekulativen Charakters bewusst sein und
daher eine restriktive Limittechnik verfolgen.
13. BANKANALYSEN & RATINGS renommierter Institute - Standardwerte
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Die Liste ist alphabetisch sortiert, damit Sie Ihre Favoriten
schnell auffinden koennen.
TITEL RATING INSTITUT DATUM
Allianz "LT buy" Merrill Lynch 04.02.
Allianz "outperform" MSDW 01.02.
Allianz halten Bankges.Berlin 05.02.
Altana halten Kreissparkasse Pinneberg 01.02.
Altana Kursziel 68 Euro Fuerst Fugger 05.02.
Altana uebergewichten Bankhaus Reuschel 01.02.
Bayer halten Delbrueck A.M. 01.02.
Beiersdorf halten Bankges.Berlin 01.02.
Beiersdorf halten Bankges.Berlin 05.02.
BMW "add" HSBC Invest. 04.02.
Buderus akkumulieren Bankges.Berlin 05.02.
Celanese "buy" HSBC Invest. 04.02.
Celanese untergewichten Helaba Trust 05.02.
Commerbank neutral Helaba Trust 04.02.
Commerzbank halten Bankges.Berlin 05.02.
Commerzbank neutral BW Bank 05.02.
Commerzbank Outperformer Sal. Oppenheim 05.02.
Commerzbank untergewichten Delbrueck A.M. 05.02.
DaimlerChrysl. "buy" Bankhaus Metzler 04.02.
DaimlerChrysl. akkumulieren Delbrueck A.M. 04.02.
DaimlerChrysl. Kursziel 56 Euro SEB 04.02.
DaimlerChrysl. neutral Sal. Oppenheim 01.02.
DaimlerChrysl. Outperformer LB Baden-Wuert. 04.02.
DaimlerChrysl. reduzieren WGZ-Bank 04.02.
DaimlerChrysl. uebergewichten BW Bank 04.02.
DaimlerChrysl. untergewichten Helaba Trust 05.02.
Deutsche Bank "buy" Sparkasse Bremen 04.02.
Deutsche Bank "outperform" WestLB Panmure 04.02.
Deutsche Bank "underperform" MSDW 01.02.
Deutsche Bank Fair Value 80 Eu J.P. Morgan Chase & Co. 04.02.
Deutsche Bank kaufen Bankges.Berlin 01.02.
Deutsche Bank neutral Bankhaus Reuschel 01.02.
Deutsche Bank neutral BW Bank 01.02.
Deutsche Bank neutral Delbrueck A.M. 01.02.
Deutsche Bank untergewichten Helaba Trust 05.02.
Deut. Boerse akkumulieren Bankges.Berlin 01.02.
Deut. Boerse Outperformer Sal. Oppenheim 01.02.
Deutsche Post halten ABN Amro 05.02.
Deutsche Post halten Bankges.Berlin 01.02.
Deutsche Post uebergewichten BW Bank 04.02.
Deut. Telekom kaufen Bankges.Berlin 01.02.
Douglas Marketperformer Bankhaus Reuschel 01.02.
Dt. Telekom langfrist. kaufen ABN Amro 04.02.
Dyckerhoff kaufen ABN Amro 04.02.
Epcos "buy" Bankhaus Metzler 04.02.
Epcos "hold" CSFB 01.02.
Epcos "LT strong buy" Merrill Lynch 01.02.
Epcos akkumulieren Bankges.Berlin 01.02.
Epcos akkumulieren WGZ-Bank 05.02.
Epcos kaufen Deutsche Bank 04.02.
Epcos neuer Fair Value Sal. Oppenheim 01.02.
Epcos neutral BW Bank 01.02.
Epcos neutral MSDW 01.02.
EPCOS Outperformer LB Baden-Wuert. 01.02.
Epcos untergewichten Helaba Trust 01.02.
Fresenius
Med. Care "Recomm. List" Goldman Sachs 04.02.
Gehe "buy" HSBC Invest. 04.02.
Hannover Rueck "NT strong buy" Merrill Lynch 01.02.
Hannover Rueck akkumulieren ABN Amro 04.02.
Hannover Rueck klarer Kauf Sparkasse Bremen 04.02.
Hannover Rueck Outperformer Sal. Oppenheim 01.02.
Heidelb. Druck "strong buy" Sparkasse Bremen 04.02.
Heid. Zement "Mkt. Outperf." Goldman Sachs 01.02.
Hochtief uebergewichten Helaba Trust 05.02.
Infineon "buy" DrKW 01.02.
Infineon akkumulieren Delbrueck A.M. 05.02.
Infineon Tech. "outperform" MSDW 04.02.
IWKA "buy" HSBC Invest. 05.02.
Jenoptik Upgrade LB Baden-Wuert. 01.02.
K+S zurueckgestuft Delbrueck A.M. 04.02.
Linde "add" DrKW 04.02.
Linde halten Bankges.Berlin 01.02.
Linde halten Delbrueck A.M. 01.02.
Linde Kursziel 50 Euro SEB 01.02.
Linde Outperformer Sal. Oppenheim 01.02.
Lufthansa halten Bankges.Berlin 01.02.
Metro "sell" ABN Amro 01.02.
mg technolog. "add" HSBC Invest. 04.02.
mg technolog. neutral Helaba Trust 05.02.
MLP "buy" Bankhaus Metzler 04.02.
MLP "buy" Concord Effekten 01.02.
MLP "buy" Deutsche Bank 04.02.
MLP "outperform" BNP Paribas 01.02.
MLP halten ABN Amro 01.02.
MLP kaufen Deutsche Bank 05.02.
MLP kaufen M.M.Warburg 05.02.
MLP neutral Helaba Trust 01.02.
MLP reduzieren WGZ-Bank 01.02.
ProSiebenSAT.1
Media verkaufen WestLB Panmure 05.02.
RWE halten Kreissparkasse Pinneberg 01.02.
SAP "buy" SG Cowen 01.02.
Schering "add" HSBC Invest. 04.02.
Schering "buy" Dresdner K.W. 05.02.
Schering "outperform" BNP Paribas 05.02.
Schering "strong buy" Merrill Lynch 01.02.
Schering "strong buy" Merrill Lynch 05.02.
Schering akkumulieren Delbrueck A.M. 05.02.
Schering halten Bankges.Berlin 05.02.
Schering halten Kreissparkasse Pinneberg 01.02.
Schering Outperformer Frankfurter Sparkasse 01.02.
Schering Outperformer Sal. Oppenheim 05.02.
Schering uebergewichten Helaba Trust 04.02.
Siemens "Market Perform" Goldman Sachs 05.02.
Software AG "Market Outperf." Goldman Sachs 01.02.
Software AG akkumulieren ABN Amro 04.02.
Software AG Downgrade Goldman Sachs 04.02.
Software AG Downgrade Lehman Brothers 01.02.
Software AG Downgrade Merrill Lynch 01.02.
Software AG Fair Value 45,10
Euro Sal. Oppenheim 05.02.
Software AG neutral Sparkasse Bremen 04.02.
STADA akkumulieren Delbrueck A.M. 04.02.
Stinnes "buy" Bankhaus Metzler 05.02.
Stinnes akkumulieren AC Research 04.02.
Stinnes kaufen WGZ-Bank 04.02.
Suedzucker akkumulieren Bankges.Berlin 01.02.
ThyssenKrupp in guter Verfass. M.M.Warburg 04.02.
Alle Angaben ohne Gewaehr und ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit.
14. TERMINE / Unternehmen, Wirtschaft, wichtige Tradingtermine
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DONNERSTAG, 7. Februar
EU - BIP (Q3)
- Sitzung des EZB-Rats
GB - BoE Zinsentscheidung
DE - mg technologies, Quartalszahlen Q1
- Allianz AG, Jahresabschluss
- GILDEMEISTER, vorl. Jahresabschluss
- Adidas-Salomon, vorl. Jahresabschluss
US Zeit ET Konjunkturindikator Markterwartung vorheriger Wert
08-30 am - wchtl. Erstantr. Arbeitslosenhilfe 395K 390K
03-00 pm - Konsumentenkredite 9,0B 19,9B
US-Unternehmen Fiskalzeitraum EPS-Erwartung
American Int. Group 0,78 0,65
WorldCom 0,16
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FREITAG, 8. Februar
DE - Industrieproduktion (Dez.)
US Zeit ET Konjunkturindikator Markterwartung vorheriger Wert
10:00 am - Lagerbestaende -0,5% -1,1%
US-Unternehmen Fiskalzeitraum EPS-Erwartung
Goodyear Tire & Rubber -0,28 -0,11
Angaben ohne Gewaehr und ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit
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15. DISCLAIMER / Haftungsausschluss und Risikohinweise
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