1, 2, 3, 4 oder 5?

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1, 2, 3, 4 oder 5? McMurphy
McMurphy:

1, 2, 3, 4 oder 5?

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28.09.09 11:58
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1, 2, 3, 4 oder 5? McMurphy
McMurphy:

Wie soll die Arbeitslosigkeit bekämpft werden?

 
28.09.09 11:59
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Ich-AGs wieder einführen.  Lie-ber die Selbstständigkeit fördern als Arbeitslosigkeit finanzieren, so lautete das Motto bei der Einführung der Ich-AGs im Rahmen der Hartz-Reformen im Jahr 2003. Im ersten Jahr gab es 600 Euro monatlich, im zweiten 360 und im dritten 240 Euro. Doch bevor ihre Wirkung untersucht werden konnte, wurde die Ich-AG im Sommer 2006 schon wieder abgeschafft.

Die Ich-AGs boomten nach ihrer Einführung, die Politik befürchtete damals jedoch, Geld für unsinnige Konzepte zu verschwenden. 2006 ist die Ich-AG im "Existenzgründerzuschuss" aufgegangen, der weniger großzügig ausgestattet ist. Neun Monate bekommt man nun einen Zuschuss in der Höhe seines Arbeitslosengeldes plus pauschal 300 Euro. Danach kann die Arbeitsagentur entscheiden, ob sie die Pauschale sechs weitere Monate zahlt.

Dabei hat sich die ursprüngliche Ich-AG im Nachhinein inzwischen als erfolgreiches Instrument erwiesen: Vier Jahre nach der Gründung waren bis zu zwei Drittel der Geförderten selbstständig, die meisten anderen hatten in ein Angestelltenverhältnis gewechselt, ergab eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Herbert Buscher vom Institut für Wirtschaftsforschung in Halle empfiehlt deshalb der neuen Regierung, das Instrument in seiner alten Form wieder aufleben zu lassen, um so Menschen vor der Arbeitslosigkeit zu bewahren. "Man sollte es wieder üppiger ausstatten und die Leistung länger zahlen", sagt Buscher.

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Hartz-IV-Freizeit streichen.

Den Bezug der Grundsicherung konsequent an eine Gegenleistung zu koppeln würde dem Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) zufolge viele Jobs bringen. Dem IZA-Experten Hilmar Schneider zufolge ist es für arbeitslose Singles, die neben Hartz IV keine weiteren Zuschläge beziehen, normalerweise erst ab zehn Euro die Stunde attraktiv, arbeiten zu gehen. Würde jedoch wirklich jedem Hartz-IV-Bezieher abverlangt, einem öffentlich geförderten Job oder einer Weiterbildung nachzugehen, und ihm sonst die Grundsicherung gestrichen, gäbe es eine grundlegende Verhaltensänderung. In den Niederlanden hat sich das bereits bewährt. Wenn man sowieso auf Vollzeitbasis beschäftigt ist, wird ein richtiger Job schon attraktiv, auch wenn er nur ein bisschen bringt. Bei fünf Euro die Stunde wäre das laut Schneider bereits der Fall. Auf diese Art und Weise könnten 800 000 Jobs für fünf bis zehn Euro die Stunde entstehen.

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Einstellungsgutscheine ausgeben. Wissenschaftler des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel wollen mithilfe von Einstellungsgutscheinen für Langzeitarbeitslose den Arbeitsmarkt wieder in Schwung bringen. In Deutschland sind laut Bundesagentur für Arbeit (BA) rund 29 Prozent aller Jobsuchenden länger als ein Jahr ohne Job und gelten damit als langzeitarbeitslos. Für sie übernimmt die BA bereits zeitweise bis zu 50 Prozent des Lohnes.

Die IfW-Experten finden die Unterstützung auch richtig, kritisieren aber, dass die Zuschüsse unabhängig von der Dauer der Arbeitslosigkeit und der Qualifikation des Arbeitnehmers gewährt werden. Sie schlagen daher vor, Einstellungsgutscheine abhängig von der Dauer der Arbeitslosigkeit und dem Qualifikationsgrad des Langzeitarbeitslosen zu vergeben: Jeder, der länger als zwölf Monate arbeitslos ist und eine Stelle findet, soll in der Anfangsphase eine Lohnsubvention vom Staat bekommen. Ist jemand etwa länger als 40 Monate arbeitslos, übernimmt der Staat am Beginn seiner Tätigkeit 52,8 Prozent des Lohnes. Ist er kürzer arbeitslos, fällt die Hilfe geringer aus. Die Subvention schrumpft über 18 Monate langsam auf null. Langzeitarbeitslose, die eine Stelle finden, haben ab 35 000 Euro Jahresgehalt keinen Subventionsanspruch mehr.

Die Wissenschaftler glauben, dass die Gutscheine sich selbst finanzieren, weil die gestiegene Beschäftigung die Zahlungen für Arbeitslosenunterstützung reduziert und die Steuereinnahmen erhöht.

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Beschäftigungskonten einrichten.  Ein anderer Reformvorschlag des IfW sieht vor, das Arbeitslosengeld I durch individuelle "Beschäftigungskonten" zu ersetzen. In solch einem System hätten Arbeitnehmer individuelle Konten bei der Bundesagentur für Arbeit, auf die sie einen Teil ihres Beitrages zur Arbeitslosenversicherung einzahlen - der andere Teil ginge wie bisher in einen allgemeinen Topf für Qualifizierungsmaßnahmen und die Verwaltung. Während der Arbeitslosigkeit können Beträge vom Konto abgehoben werden. Arbeitnehmer mit geringen Einkommen würden beim Kontenaufbau unterstützt. Eine Möglichkeit wäre, Bezieher hoher Einkommen zu besteuern und Geringverdiener dadurch zu subventionieren.

Der Clou der Konten: Privat angesammelte Gelder gehen komplett auf den Arbeitnehmer über. Dies wird den Anreiz erhöhen, nicht arbeitslos zu werden. "Dadurch könnte die Arbeitslosigkeit um 40 bis 50 Prozent fallen", sagt IfW-Chef Dennis Snower. Ist das individuelle Beschäftigungskonto leer, tritt der Staat mit einer Notfallsicherung ein.

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Lohnnebenkosten befristet senken. Die Volkswirte von Unicredit schlagen eine vorübergehende Absenkung der Lohnnebenkosten vor, um die Unternehmen spürbar zu entlasten. Dabei würden die Arbeitgeberbeiträge in die Sozialversicherung bis zum Jahresende 2010 um ein Fünftel reduziert. Im Jahr 2011 oder gegebenenfalls später zahlen die Unternehmen dann die "gestundeten" Lohnnebenkosten schrittweise wieder zurück.

Dadurch würde die öffentliche Verschuldung nur vorübergehend weitersteigen. Allerdings träte der Staat - und damit der Steuerzahler - in Haftung, falls Unternehmen später nicht in der Lage sind, die Sozialversicherungsbeiträge zurückzuzahlen.

Der größte Vorteil dieser Regelung, so die Unicredit-Experten: Der sich jetzt abzeichnende Aufschwung der Wirtschaft ließe sich nutzen, um so viel bestehende Jobs wie möglich zu retten.
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Quellenangabe

 
28.09.09 11:59
#3
www.welt.de/die-welt/wirtschaft/...-fuer-den-Arbeitsmarkt.html
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McMurphy:

welcher Arsch hat die 5 geklaut?

 
28.09.09 12:00
#4
1, 2, 3, 4 oder 5? angelam
angelam:

*hüstel*

 
28.09.09 12:00
#5
1, 2, 3, 4 oder 5? Fischbroetchen
Fischbroetche.:

mit nen Bundeswehreinstz gehts auch

 
28.09.09 12:04
#6
Im Sparmenü mit Softdrink und Pommes für 2,99
1, 2, 3, 4 oder 5? diclofenac

# 1

 
#7
"Der Clou der Konten: Privat angesammelte Gelder gehen komplett auf den Arbeitnehmer über. Dies wird den Anreiz erhöhen, nicht arbeitslos zu werden. "

Tolle Idee! Die Arbeitnehmer lassen sich ja auch nur entlassen, damit sie die fette Stütze abkassieren können.
"Bücher sind Schuhe für Gedankengänge"
(Heinz Strunk)

"Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger."
(Kurt Tucholsky)


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