Anleihen

Besicherung von Anleihen

Anleihen werden nach folgender Besicherung unterschieden:

  • ''Pfandbriefe'' sind durch Grund und Boden besichert.
  • ''Schiffspfandbriefe'' sind durch Hypotheken auf Schiffe besichert und stellen eine Sonderform des Pfandbriefs dar.
  • ''Unternehmensanleihen'' werden durch das Unternehmensvermögen (z. B. Maschinen, Immobilien) besichert
  • ''Patronage'' bedeutet, dass ein Bürge für die Schulden einsteht (z. B. ein Mutterunternehmen für eine Tochter)
  • ''nachrangige Anleihen'' sind ebenfalls durch das Unternehmensvermögen besichert, jedoch werden zuerst alle anderen Schuldner bedient und erst dann die Käufer nachrangiger Anleihen
''Staatsanleihen'', z. B. Bundesanleihen, sind dagegen nicht besicherte Anleihen. Öffentliche Haushalte sind nicht konkursfähig. Seit der Zahlungsunfähigkeit Argentiniens findet jedoch eine Diskussion um ein Insolvenzrecht für Nationalstaaten statt. Bundesanleihen gelten dennoch als sicher, da das Steueraufkommen und das Staatsvermögen (z. B. Grund, Immobilien, Beteiligungen) als solide Einnahmequelle gilt; der Staat kann zumindest theoretsich durch Änderung der Steuergesetzgebung stets die Mittel zur Verfügung stellen, die zur Bedienung der Verbindlichkeiten notwendig sind. In der Praxis zeigt jedoch der Fall Argentinien oder die deutschen Währungsreformen, dass dies alleine nicht ausreichend ist. Ebenso hat sich die Sowjetunion als Rechtsnachfolger des zaristrischen Russland geweigert, Anleihen aus dieser Zeit zu bedienen.



> > Nächste Seite: Börsenkurs und Bewertung einer Anleihe
   
  Übersicht
  Emittenten und Emission
  Formen von Anleihen
  Besicherung von Anleihen
  Börsenkurs und Bewertung einer Anleihe
  Risiken von Anleihen
  Sonderformen von Anleihen


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Verzinsliches Wertpapier aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar, der Artikel kann hier editiert werden.