- Künstliche Intelligenz ist Teil des Alltags von Jugendlichen.
- 84 Prozent der Jugendlichen haben ChatGPT ausprobiert.
- 74 Prozent nutzen KI für Hausaufgaben und Lernen.
- Turnaround-Chancen - 5 brandheiße Kandidaten für 2026! (hier klicken)
"KI ist im Alltag von Jugendlichen angekommen", bilanziert der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest in seiner Studie. "Es stellt sich nicht mehr die Frage, ob Jugendliche KI einsetzen, sondern wie häufig, in welcher Form und wofür."
ChatGPT wird am meisten ausprobiert
Platzhirsch bei den Jugendlichen sei der KI-Chatbot ChatGPT des Betreibers OpenAI. Das Tool haben der Studie zufolge 84 Prozent bereits ausprobiert - das ist ein Zuwachs von 27 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Bei den 12- bis 13-Jährigen haben demnach 69 Prozent ChatGPT schon genutzt, in allen höheren Altersgruppen sind es jeweils knapp 90 Prozent. "Inzwischen arbeitet die Hälfte der Jugendlichen mindestens mehrmals pro Woche mit ChatGPT", heißt es in der JIM-Studie.
Mit deutlichem Abstand folgen demnach die KI-Tools Google (Alphabet A Aktie) Gemini und Meta AI auf den Plätzen zwei und drei.
KI als Werkzeug
"Insgesamt wird KI inzwischen weniger zum Ausprobieren und Spaß haben herangezogen", stellt die Studie fest. Sie habe sich zu einem Alltagswerkzeug entwickelt, das vor allem in der Schule an Gewicht gewinne.
Eine Mehrheit von 74 Prozent der Befragten nutzt die KI bei Hausaufgaben und beim Lernen. In etwa gleich viele (70 Prozent) informieren sich mit der KI (plus 27 Prozentpunkte). Ebenfalls verbreitet sei die KI, um "herauszufinden, wie etwas geht" (54 Prozent). Knapp über die Hälfte (52 Prozent) gibt an, KI in der Schule oder im Unterricht einzusetzen. Jüngere Jugendliche verwenden KI dagegen eher zum Vergnügen (12-15 Jahre: 51 Prozent, 16-19 Jahre: 44 Prozent).
Auch Erwachsene sind bei KI gefragt
"Damit steigt die Bedeutung von Informations- und Nachrichtenkompetenz und gewinnt mit dem Aspekt KI eine neue Dimension", bilanziert der Verbund in der Studie. Es sei notwendig, dass Jugendliche KI erkennen, KI-basierte Antworten einordnen und Quellen prüfen können. Sie müssten zudem aufpassen, ob KI willkürlich Wissenslücken füllt.
"All diese Kompetenzen müssen sich auch Erwachsene erst aneignen", mahnen die Studien-Macher. Es liege in der gemeinsamen Verantwortung von Familie, Schule, Anbietern und Politik, diese Fähigkeiten zu vermitteln und Angebote bereitzustellen.
Selbstkontrolle fällt schwer
Allerdings fällt es vielen der befragten Jugendlichen laut Studie schwer, das Smartphone zur Seite zu legen: 68 Prozent sagten aus, sie seien oft länger am Handy als ursprünglich geplant. Und 29 Prozent sind nach eigenen Angaben morgens oft müde, weil sie nachts zu lange am Smartphone waren.
Zum Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest gehören die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) und der Medienanstalt Rheinland-Pfalz, in Zusammenarbeit mit dem SWR./mov/DP/men
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.