Zwei Prozent Inflation – um jeden Preis

Mittwoch, 21.09.2016 09:40 von

Die japanische Notenbank rührt zwar nicht an den negativen Zinsen – ihre Geldpolitik bleibt weiter locker. Doch um ihre Ziele zu erreichen, setzen die Währungshüter auf neue Instrumente. Der Börse ist es recht.

Japans Notenbank beugt sich der Realität und kündigt nach einer Überprüfung ihrer Politik einen neuen geldpolitischen Rahmen an. So will die Notenbank nicht mehr vorrangig auf die Ausdehnung der Geldmenge durch den Kauf von japanischen Staatsanleihen (JGBs) setzen. Stattdessen macht sie das Management der Zinsen von JGBs unterschiedlicher Laufzeiten, die so genannten Zinskurve, zu einem zentralen Instrument ihrer Politik.

So gab sie als ein Ziel aus, die Zinsen für JGBs mit zehnjähriger Laufzeit bei null Prozent zu halten. Gleichzeitig verspricht sie, ihre aggressive geldpolitische Lockerung fortzusetzen, bis die Preise über ihr Inflationsziel von zwei Prozent hinausschießen und stabil über der Marke bleiben.

Dies hört sich sehr technisch an, wird in Japan allerdings mit großer Erleichterung aufgenommen. Denn nicht nur verstärkte die Bank von Japan damit ihr Versprechen, langfristig aggressive Geldpolitik zu betreiben. Dies alleine war schon ein Grund, warum nach dem Entscheid der Yen leicht absackte und der Nikkei-Index um 1,9 Prozent auf 16.807 Punkte stieg. Die Notenbanker reagierten auch auf größten Kritikpunkt an ihrer Geldpolitik: die negativen Folgen einer flachen Zinskurve für Japans Banken und Versicherer.

Das Problem: Ende Januar hatte die Bank von Japan Minuszinsen auf einen Teil der Einlagen der Banken bei der Notenbank eingeführt. Daraufhin sackten auch die Zinsen für JGBs mit sehr langer Laufzeit fast auf das niedrige Niveau von kurzfristigen und zehnjährigen Anleihen. Zeitweise lag selbst der Zins von 30-jährigen JGBs im Minus. Überspitzt gesagt hörte damit in Japan Geld endgültig auf, zu arbeiten.

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