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Zu viele Freunde sind auch nicht gut

Freitag, 07.10.2016 16:00 von

Eigentlich müsste John Cryan glücklich sein über die vielen Solidaritätsbekundungen der vergangenen Tage. Doch die Sache hat einen Haken: Die Hilfsangebote könnten die entscheidenden Verhandlungen für die Zukunft stören.

Seit es der Deutschen Bank schlecht geht, hat sie plötzlich viele Freunde. Die Dax-Konzerne scharen sich um das größte heimische Geldhaus und könnten sich nach Informationen des Handelsblatts im Notfall sogar an einer Kapitalerhöhung beteiligen. Die Nachrichtenagentur Reuters hat gehört, dass auch der größte Aktionär der Bank, die Herrscherfamilie des Scheichtums Katar, bei einer möglichen Kapitalerhöhung mitziehen könnte.

Und dann sind da noch die Investmentbanker, die im Moment jede Menge gute Ideen entwickeln, wie man der Bank helfen könnte – eben mit besagter Kapitalerhöhung oder auch mit einem Börsengang der wertvollen Sparte Asset Management.

Die meisten Analysten halten es inzwischen für ausgemacht, dass die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) noch einmal Milliarden einsammeln muss, um ihre im Vergleich zu vielen Konkurrenten dünne Kapitaldecke aufzufüllen. Eine Kapitalerhöhung könnte nach Schätzungen von Investmentbankern um die fünf Milliarden Euro einbringen. Das ist in etwa das Maximum, bis zu dem das Institut Aktien mit einem Rabatt auf den aktuellen Kurs ausgeben kann, ohne eine neue Genehmigung der Aktionäre einzuholen.

Den Wert des Asset-Managements schätzen Analysten auf acht bis zehn Milliarden Euro. Eine Platzierung von 25 Prozent an der Börse könnte demnach bis zu 2,5 Milliarden Euro einbringen. Und wenn sich das Geldhaus dann noch entschließen würde, die Boni radikal zu kürzen, könnten noch einmal zwei bis drei Milliarden Euro zusammenkommen – Optionen gibt es also genug.

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