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Zoff im Kabelnetz

Dienstag, 29.11.2016 16:20 von

Der britische Telekommunikationskonzern BT Group (BT Group Aktie) hat Ärger mit der Aufsicht – der Streit schwelt schon länger. Doch jetzt will die britische Telekommunikationsaufsicht die Zügel anziehen.

Keine Hacker, sondern die britische Telekommunikationsaufsicht dürfte dem Chef des BT-Konzerns, Gavin Patterson, derzeit Kopfschmerzen bereiten. Denn die Behörde fordert, dass das Unternehmen sein Breitbandgeschäft namens Openreach in eine rechtlich eigenständige Tochter ausgliedert. Der Streit zwischen den beiden Parteien schwelt bereits seit längerem – doch nun will die Behörde die Zügel anziehen.

Im Sommer hatte Ofcom Vorschläge unterbreitet, um wettbewerbsrechtliche Bedenken zu klären. BT habe daraufhin reagiert, doch gingen diese Vorschläge nicht weit genug, teilte Ofcom mit. Deshalb will sie nun die Europäische Kommission einschalten. Das Ziel einer unabhängigeren Openreach, von der alle Provider und nicht nur BT profitiere, sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer besseren Versorgung mit Breitband und Telefondienstleistungen in Großbritannien.Genauso wie die Deutsche Telekom (Deutsche Telekom Aktie) muss die BT Group ihr Netz Konkurrenten zur Verfügung stellen. Das tut sie auch – aber für Kritik sorgt, unter welchen Bedingungen das geschieht. Wettbewerber haben sich über das Unternehmen beschwert. Und nicht nur die: Im Sommer hatte Ofcom eine Befragung über Openreach durchgeführt, an der rund 94.000 Briten teilnahmen. Das Ergebnis: Viele klagten über langsame Verbindungen, mangelnde Verfügbarkeit von Glasfaserbreitbandverbindungen und schlechten Service. Nicht nur von BT-Kunden, auch von denen anderer britischer Telekom-Anbieter wie Sky (Sky Aktie), TalkTalk und Virgin Media gingen Beschwerden ein, wie die Behörde mitteilte, doch besonders häufig hätten BT-Kunden geklagt.

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