Zerschlagen von Überkapazitäten

Donnerstag, 22.09.2016 13:00 von

AP Møller-Maersk, eine Riese in der Schifffahrt und im Ölgeschäft, ist eines der wertvollste Unternehmen Dänemarks. Noch. Maersk will sich aufspalten, aus Angst vor den anhaltenden Überkapazitäten.

AP Møller-Maersk ist eine dänische Institution: Gegründet von einem Kapitän, vertritt Maersk seit über einem Jahrhundert die Dänen auf den Weltmeeren. Heute ist das Unternehmen eines der wertvollsten im ganzen Königreich. Doch damit ist es nun vorbei: Maersk spaltet sich auf.

Innerhalb von zwei Jahren will der Konzern sein Öl-Geschäft abstoßen. Zurück bleibt dann ein Schifffahrts- und Logistikkonzern. Maersk ist die größte Reederei der Welt, auch in Häfen und als Spedition ist das Unternehmen aktiv.

Doch hinter der Abspaltung des Öl-Geschäfts steht keine Strategie, sondern pure Not. Der Schritt zeigt: Für Maersk ist die Schmerzgrenze überschritten.

Einst hatte die Verbindung von Öl (Rohöl) und Schifffahrt einen Sinn: Waren die Ölpreise niedrig, konnten die Schiffe wegen der niedrigen Treibstoffkosten mehr Gewinn einfahren. Waren die Ölpreise hoch, litt zwar die Schifffahrt, aber dafür sprudelte das Geld in der Ölsparte.

Diese Logik ist zerstört, begraben von Überkapazitäten. In beiden Märkten gibt es weit mehr Angebot als Nachfrage: Die Reeder bauten im vergangenen Jahrzehnt immer mehr und immer größere Schiffe, ohne dabei zu beachten, dass es auf den Weltmeeren gar nicht so viele Waren wie Containerstellplätze auf den Schiffen gibt. Und im Ölgeschäft fördern die arabischen Staaten, Russland, aber auch Amerika mit seinen Schiefergasvorkommen fleißig weiter Öl und Gas, obwohl die Preise für die Energieträger nun schon seit Jahren auf niedrigstem Niveau verharren.

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