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Zerreißprobe in Österreich

Donnerstag, 01.12.2016 16:40 von

Rechtspopulist Norbert Hofer hat nach Meinungsumfragen die besten Chancen zum Staatsoberhaupt gewählt zu werden. Der sozialdemokratische Bundeskanzler Christian Kern gibt vor dem Wahltag seine Doktrin gegen die FPÖ auf.

Hans Peter Haselsteiner wird nicht müde, den Rechtspopulisten Norbert Hofer im Bundespräsidentenwahlkampf zu attackieren. Der Gründer des Baukonzerns Strabag warnt vor einem „wirtschaftlichen Selbstmord“ in Österreich, sollte der umstrittene Politiker der früheren Haider-Partei zum österreichischen Staatsoberhaupt am nächsten Sonntag gewählt werden. Haselsteiner fürchtet vor allem Hofers Zick-Zick-Kurs in Sachen EU-Austritt.

Der Bauunternehmer hat angesehene Mitstreiter wie die ehemalige Siemens-Managerin Brigitte Ederer oder den früheren EU-Kommissar Franz Fischler für seine aus eigenen Mitteln finanzierte Kampagne gefunden. Doch ob der millionenschwere Werbefeldzug gegen Hofer zum Ziel führen wird? Das scheint zunehmend ungewisser.

Norbert Hofer hat beste Chancen, der erste Rechtspopulist an der Spitze eines westeuropäischen Staates zu werden. Der frühere Flugzeugtechniker aus dem Burgenland gibt sich im Duell mit dem Grünen-Kandidaten Alexander Van der Bellen siegesgewiss. „Es schaut sehr, sehr gut aus“, sagt der Rechtspopulist der Zeitung „Österreich“.

Der einflussreiche Verleger des Massenblatts, Wolfgang Fellner, prognostiziert: „Die Stimmung ist für Hofer. Es steht 70 zu 30 für ihn.“ Die Demoskopen sind dagegen unentschieden. Währen Gallup den FPÖ-Politiker mit 52 Prozent zuletzt vorne sah, erwartet Unique Research nur 49 Prozent.

Am 4. Dezember wählen die Österreicher mittlerweile im dritten Anlauf ein neues Staatsoberhaupt. Die Stichwahl am 22. Mai hatte noch der 72-jährige Wirtschaftsprofessor Van der Bellen mit einen denkbar knappen Vorsprung von rund 31.000 Stimmen für sich entschieden. Doch wegen Schlampereien bei der Briefwahl hatte die Verfassungshüter die Wahl überraschend für ungültig erklärt.

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