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Yahoo ließ sogar Verizon im Dunkeln tappen

Freitag, 23.09.2016 03:00 von

Yahoo wurden Hunderte Millionen Daten geklaut. Nicht nur die Kunden wurden von der Unternehmenschefin Marissa Mayer lange im Unklaren gelassen, sondern auch der Telekomkonzern Verizon (Verizon Aktie), der Yahoo (Yahoo Aktie) übernehmen will.

Verizon ist ziemlich verstimmt. Der US-Telekomriese verhandelt seit Monaten über eine Übernahme von Yahoo und feilscht um den Preis. Aber eines der wichtigsten Ereignisse der jüngsten Zeit hat Yahoo-CEO Marissa Mayer anscheinend bis zur letzten Minute für sich behalten: den Diebstahl von mehr als 500 Millionen Datensätzen.

„In den vergangenen zwei Tagen“, so Verizon-Sprecher Bob Varettoni kurz angebunden per Twitter, „sind wir über Yahoos Sicherheitszwischenfall informiert worden“. Man habe nur „begrenzte Informationen und Überblick über die Tragweite“. Solange man nicht Genaueres wisse, solle man keine weiteren Kommentare abgeben. Das klingt nach frischem Ärger für Mayer und den Yahoo-Aufsichtsrat.

„Do you Yahoo?“ Das ist ein Werbespruch aus vergangenen Tagen, der heute Hunderte Millionen Nutzer teuer zu stehen kommen könnte. Der Internet-Dienst aus Sunnyvale in Kalifornien bestätigte am Mittwoch in einer Mitteilung den Verlust von Daten aus mehr als 500 Millionen Kundenkonten. Das ist der bislang größte bekannt gewordene Datenverlust. Vergangenen Monat hatte das Unternehmen den Umfang noch auf 200 Millionen beziffert.

Die schlechte Nachricht zuerst: Unter den entwendeten Daten können Namen, Geburtstage, E-Mail-Adressen und Telefonnummern sein. Zum Teil fielen den Angreifern auch Sicherheitsfragen und Antworten in die Hände, mit denen man Passwörter zurücksetzen kann.

Die gute Nachricht: Kontoverbindungen und Kreditkartendaten sind nach heutigem Stand nicht betroffen, auch nicht unverschlüsselte Passwörter. Verschlüsselte Passwörter sind theoretisch sicher, aber mit genügend technischem Aufwand ist einfach alles zu knacken in der digitalen Welt, selbst iPhones, wie das FBI jüngst bewies.

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