Top-Thema

13:17 Uhr
Wirtschaft & Börse: DAX ist verunsichert - Kurs­gewinne bei VW und LH

Wuppertaler Biotechfirma darf auf Millionen-Segen hoffen

Donnerstag, 09.11.2017 16:27 von Handelsblatt

Für Gründerin Rübsamen-Schaeff ist es der „Gewinn der Goldmedaille“: Der Biotechfirma Aicuris aus Wuppertal gelingt die US-Zulassung für ein Medikament gegen Infektionskrankheiten. Nun stehen Millionen-Einnahmen bevor.

Infektionen mit dem Cytomegalovirus (CMV) gehören zu den gefährlichsten Komplikationen bei Stammzell- und Organtransplantationen. Ein Wirkstoff aus der deutschen Biotech-Forschung, das von der Wuppertaler Firma Aicuris entwickelte Mittel Letermovir, kann das Risiko erheblich senken. Am Donnerstag erhielt die Substanz nun erstmals die Zulassung durch die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA. Sie wird künftig unter dem Namen Prevymis vom amerikanischen Partner Merck & Co vertrieben, zunächst vor allem als Mittel zur Infektions-Prophylaxe bei den Knochenmarks- und Stammzell-Transplantationen. Eine Zulassung in Europa, wo sich das Mittel ebenfalls im Genehmigungsverfahren befindet, könnte Anfang des kommenden Jahres folgen.Für die Biotechfirma Aicuris, ihre Gründerin Helga Rübsamen-Schaeff, und auch für die bisherigen Hauptfinanziers des Unternehmens, die früheren Hexal-Eigner Thomas und Andreas Strüngmann, ist die Zulassung ein Riesenerfolg. Aicuris entstand 2006 als Ausgründung aus dem Bayer-Konzern, der sich damals entschieden hatte, aus der Infektionsforschung auszusteigen.

„Das ist wie der Gewinn einer Goldmedaille“, sagte Firmengründerin Helga Rübsamen-Schaeff, die zuvor die Infektionsforschung bei Bayer (Bayer Aktie) und danach AiCuris geleitet hatte und heute dem Beirat von Aicuris vorsitzt. „Ich war damals überzeugt, dass wir mit Letermovir eine wirklich interessante Innovation hatten, deren Weiterentwicklung bei Aicuris sich lohnen würde. Wir sind jetzt stolz darauf, dass wir mit diesem Produkt helfen können, die gefürchteten CMV-Infektionen bei diesen sehr kranken, Knochenmarks-transplantierten Patienten zu unterdrücken.“

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.