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'WSJ': US-Justiz ermittelt wegen Scheinkonten gegen Wells Fargo

Mittwoch, 14.09.2016 22:55 von

NEW YORK (dpa-AFX) - New York (dpa) - Wegen eines Skandals um Scheinkonten ist die US-Großbank Wells Fargo (Wells Fargo Aktie) einem Zeitungsbericht zufolge ins Visier der US-Justiz geraten. Über die Bundesanwälte in New York und Nordkalifornien sei eine Untersuchung gegen das Geldhaus eingeleitet worden, die sich aber noch in einem frühen Stadium befände, berichtete das "Wall Street Journal" (Donnerstag) unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Die Ermittler hätten zur Aufklärung des Falls Dokumente und andere Informationen angefordert.

Mitarbeiter der Bank hatten unter hohem Verkaufsdruck über Jahre hinweg in großem Stil Scheinkonten eröffnet, die nicht von Kunden autorisiert worden waren. Wells Fargo hatte in der vergangenen Woche im Rahmen eines Vergleichs mit US-Behörden bereits eine Strafe von 185 Millionen Dollar (Dollarkurs) akzeptiert. Weitere fünf Millionen Dollar sollen an geschädigte Kunden fließen. Über 5000 Angestellte wurden wegen der Affäre schon gefeuert. Bankchef John Stumpf muss am 20. September dem Bankenausschuss des US-Senats Rede und Antwort stehen./hbr/DP/he