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Wirtschaftsministerium prüft Übernahme durch Chinesen erneut

Montag, 24.10.2016 09:00 von

Das Bundeswirtschaftsministerium stellt die Übernahme des deutschen Spezialmaschinenbauers Aixtron durch einen chinesischen Bieter erneut auf den Prüfstand

Das Bundeswirtschaftsministerium prüft erneut das Übernahmeangebot des chinesischen Investmentfonds Fujian Grand Chip Investment (FGC) für den angeschlagene Chip-Anlagenbauer Aixtron. Die Behörde habe die am 8. September erteilte Unbedenklichkeitsbescheinigung widerrufen, teilte das TecDax-Unternehmen am Montag mit. Darüber sei das Aixtron-Management am späten Freitagabend informiert worden.

Die Übernahme schien bereits in trockenen Tüchern. Mitte Oktober hatten die Aixtron-Aktionäre den Chinesen fast 60 Prozent ihrer Anteilsscheine zum Kauf angedient. Damit war der Investmentfonds des Geschäftsmanns Zhendong Liu eigentlich am Ziel, nachdem ihn die Aixtron-Eigner lange hatten zappeln lassen. Er hatte die Mindestannahmeschwelle auf 50,1 von 60 Prozent gesenkt, um die Übernahme nicht zu gefährden. Die Annahmefrist verlängerte sich damit bis zum 21. Oktober.

FGC bietet über das Vehikel Grand Chip Investment insgesamt 676 Millionen Euro für das 1983 aus der Aachener Hochschule RWTH hervorgegangene Unternehmen mit seinen rund 750 Mitarbeitern. Aixtron produziert Chipanlagen zur Herstellung von Leuchtdioden (LED), die in der Unterhaltungselektronik, Autoindustrie und bei industrieller Beleuchtung zum Einsatz kommen. Zahlreiche Aixtron-Aktionäre hatten auf der Hauptversammlung im Frühjahr gegen die Übernahmepläne gewettert. Sie fürchten den Abfluss von Know-how und hielten das Angebot für zu niedrig.

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