„Wir sind zu schnell gewachsen“

Montag, 05.09.2016 16:40 von

Vom gefeierten Start-up zum Problemfall: Die Umzugs-Plattform Movinga hat ein Drittel der Mitarbeiter entlassen. Der neue Geschäftsführer Finn Hänsel erklärt im Interview, wie sich die Firma in Zukunft aufstellen will.

Bis vor kurzem galt die Umzugs-Plattform Movinga in Berlin als Vorzeige-Start-up. Große Investoren wie Rocket Internet beteiligten sich. Dann kam der tiefe Fall: Es wurden Märkte zugemacht und ein Drittel der Mitarbeiter entlassen. Die Gründer gingen. Der neue Geschäftsführer Finn Hänsel erklärt, wie es dazu kommen konnte - und wie sich die Firma in Zukunft aufstellen will.

Herr Hänsel, zuletzt lief es nicht so gut bei Movinga. Im Juni haben Sie 180 Leute entlassen, und Ihre Gründer gleich mit.Da muss ich etwas klarstellen: Die Gründer haben die Firma auf eigenen Wunsch und im besten gegenseitigen Einvernehmen verlassen. Es stimmt aber leider, dass wir uns von knapp 120 Mitarbeitern trennen mussten, da wir zwei Länder geschlossen haben. Mit Praktikanten und freien Mitarbeitern waren es sogar noch etwas mehr. Das ist uns nicht leicht gefallen.

Wie kam es überhaupt dazu? Im Januar stand Movinga noch ziemlich gut da. Sie hatten gerade ein Investment von rund 20 Millionen Euro bekommen. Aber im Juni brauchten Sie schon wieder neues Geld.Wir haben viel Geld in Wachstum investiert, und wir sind ja auch sehr stark gewachsen. Rückblickend betrachtet muss man vielleicht sagen: Zu schnell. Movinga wurde ja erst Anfang 2015 gegründet, im Juni dieses Jahres waren wir knapp 500 Leute und aktiv in sieben Ländern. Bei diesem Tempo ist die Firma mit der Skalierung einiger wichtiger Prozesse nicht hinterhergekommen.

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